HS 293334 Andere Fentanyle und ihre Derivate

Zusammenfassung: <h3>Warentarifnummer 293334</h3> <p>Die Warentarifnummer 293334 umfasst "Andere Fentanyle und ihre Derivate" und beinhaltet verschiedene synthetische Opioid-Analgetika, die strukturell mit Fentanyl verwandt sind, ausgenommen solche, die spezifisch an anderer Stelle klassifiziert sind. Dies sind potente pharmazeutische Substanzen, die hauptsächlich zur Schmerzbehandlung und Anästhesie eingesetzt werden.</p> <p>Importeure und Zollagenten sollten die erhebliche Disparität der Zollsätze beachten. Das Vereinigte Königreich und die EU wenden gemäß dem UK Trade Tariff bzw. dem EU TARIC einen Wertzoll von 0,00 % an. Im Gegensatz dazu erheben die USA einen Wertzoll von 6,5 %, wobei spezifische Präferenzprogramme zollfreien Zugang ermöglichen (z.B. unter A+, AU, BH, CL, KR, SG). Zusätzlich können bestimmte US-Zolltariflinien einen Mischzoll von 15,4 ¢/kg + 52 % enthalten. Aufgrund ihres Status als kontrollierte Substanzen unterliegt der Handel mit diesen Produkten einer strengen behördlichen Aufsicht und Lizenzierungsanforderungen von Behörden wie der DEA in den USA und gleichwertigen Stellen im Vereinigten Königreich und in der EU.</p>

Wie hoch sind die Zollsätze?

🇬🇧 United Kingdom

Code MFN Präferenz Einheit
2933340000 0.00 %

🇪🇺 European Union (TARIC)

Code MFN Präferenz Einheit
2933340000 0.00 %

🇺🇸 United States (HTSUS)

Code MFN Präferenz Einheit
2933340000 6.5% Free (18 Programme) ["kg"]

Sonderzollsätze verfügbar im Rahmen von Handelsabkommen wie USMCA, KORUS und GSP.

Zollsätze gemäß USITC (US International Trade Commission) Harmonized Tariff Schedule (HTS) (abgerufen am 22.2.2026), EU TARIC – DG TAXUD (Generaldirektion Steuern und Zollunion) (abgerufen am 22.2.2026) und UK Trade Tariff – HMRC (His Majesty's Revenue and Customs) (abgerufen am 22.2.2026).

Daten zusammengestellt und aufbereitet von HSRates.

Welche Handelsabkommen senken die Zölle für HS 2933.34?

Einfuhren von Andere Fentanyle und ihre Derivate können unter Freihandelsabkommen und Präferenzprogrammen ermäßigte oder zollfreie Sätze erhalten. Die nachstehende Übersicht zeigt verfügbare Präferenzregelungen je Zollgebiet, zusammengestellt von HSRates auf Basis offizieller Tarif- und Handelsabkommensdaten.

United States (HTSUS)

Free für USMCA, KORUS, und 16 weitere Programme

European Union (TARIC)

Präferenzzolldaten noch nicht verfügbar.

United Kingdom

Präferenzzolldaten noch nicht verfügbar.

Präferenzzölle erfordern einen Ursprungsnachweis und können Kontingenten oder Bedingungen unterliegen. Prüfen Sie die Berechtigung immer mit einem zugelassenen Zollberater.

Daten zusammengestellt von HSRates.

Welche Vorzugssätze gelten für Ihr Ursprungsland?

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Präferenzzollsätze basieren auf verfügbaren Handelsabkommen. Tatsächliche Sätze können abweichen.

Wie entwickeln sich die Handelsmengen?

Handelsvolumen 2023

US$90.1K
ImportExport

Wie wird dieser HS-Code eingereiht?

Welche Produkte deckt die Warentarifnummer 293334 ab?

Diese Unterposition umfasst "Andere Fentanyle und ihre Derivate" und konzentriert sich speziell auf chemische Verbindungen, die strukturell mit Fentanyl verwandt sind und nicht an anderer Stelle im Harmonisierten System aufgeführt sind. Gemäß der Nomenklatur des Harmonisierten Systems der Weltzollorganisation (WZO) und weiter detailliert im Harmonized Tariff Schedule of the United States (HTSUS) der USITC und im EU-TARIC, umfasst dies verschiedene synthetische Opioid-Analgetika, die von 4-Anilidopiperidin abgeleitet sind und ähnliche pharmakologische Eigenschaften wie Fentanyl besitzen. Beispiele hierfür sind Acetylfentanyl, Carfentanil, Sufentanil und Remifentanil, sofern sie nicht ausdrücklich in anderen Unterpositionen der Position 2933 aufgeführt sind. Diese Einreihung gilt für die reinen chemischen Verbindungen, nicht für Zubereitungen oder Mischungen.

Was fällt nicht unter die Warentarifnummer 293334?

Folgende Produkte sind von der Warentarifnummer 293334 ausgeschlossen: Fentanyl selbst, das spezifisch unter HS 293333 eingereiht wird. Ebenfalls ausgeschlossen sind pharmazeutische Zubereitungen, die Fentanyle oder ihre Derivate enthalten, welche unter Kapitel 30, typischerweise Unterposition 3004, eingereiht werden, wenn es sich um Medikamente in abgemessenen Dosen oder in Formen oder Packungen für den Einzelhandel handelt. Darüber hinaus werden Zwischenprodukte bei der Synthese von Fentanylen, die selbst nicht die charakteristische chemische Struktur eines Fentanyl-Derivats besitzen, an anderer Stelle eingereiht, oft unter anderen Unterpositionen innerhalb des Kapitels 29, basierend auf ihren spezifischen chemischen funktionellen Gruppen, wie z.B. Piperidin-Derivate ohne die vollständige Fentanyl-Struktur.

Was sind häufige Einreihungsfehler bei der Warentarifnummer 293334?

Ein häufiger Fehler ist die falsche Einreihung von Fentanyl selbst unter diese Unterposition, anstatt unter den spezifischen Code 293333. Ein weiterer häufiger Fehler ist die Einreihung von pharmazeutischen Zubereitungen, die Fentanyle oder ihre Derivate enthalten, hier anstatt unter Kapitel 30. Importeure übersehen manchmal die Allgemeine Vorschrift (AV) 3(a) bei Mischungen oder zusammengesetzten Waren und wenden fälschlicherweise eine chemische Einreihung an, wenn eine Zubereitung für therapeutische oder prophylaktische Zwecke (Kapitel 30) angemessener wäre. Darüber hinaus ist es ein wiederkehrendes Problem, eine Verbindung nicht korrekt als "Derivat" von Fentanyl basierend auf ihrer chemischen Struktur zu identifizieren, was zu einer Einreihung unter einer allgemeineren Unterposition für heterozyklische Verbindungen führt.

Wie sollten Importeure Produkte unter der Warentarifnummer 293334 einreihen?

Das korrekte Verfahren zur Einreihung von Produkten unter der Warentarifnummer 293334 erfordert eine sorgfältige Überprüfung der chemischen Struktur und des Namens der Substanz. Importeure und Zollagenten sollten zunächst bestätigen, dass es sich bei dem Produkt tatsächlich um eine chemische Verbindung und nicht um eine pharmazeutische Zubereitung handelt. Als Nächstes ist zu überprüfen, ob die Verbindung ein Fentanyl-Derivat ist, Fentanyl selbst ausgeschlossen, indem die Erläuterungen zum HS der WZO, der USITC HTSUS und der EU-TARIC herangezogen werden. Ein Analysenzertifikat (CoA) oder ein Sicherheitsdatenblatt (SDS) des Herstellers sollte eingeholt werden, um den genauen chemischen Namen und die Struktur zu bestätigen. Handelt es sich bei dem Produkt um eine Mischung, ist die AV 3 anzuwenden, um den wesentlichen Charakter zu bestimmen. Bei Unklarheiten sollte eine verbindliche Zolltarifauskunft bei der zuständigen Zollbehörde (z.B. CBP in den USA, HMRC im Vereinigten Königreich oder nationale Zollbehörden in der EU) beantragt werden.

Welche HS-Codes sind verwandt?

Nicht der richtige Code? Durchsuchen Sie alle HS-Codes, um die passende Zolltarifnummer zu finden.

Häufige Fragen

Was sind die standardmäßigen Meistbegünstigungszollsätze (MFN-Zollsätze) für die Warentarifnummer 2933.34 ('Andere Fentanyle und ihre Derivate') in Schlüsselmärkten?

Die MFN-Zollsätze für HS 2933.34 können je nach Einfuhrland erheblich variieren. Beispielsweise wenden die Vereinigten Staaten im Allgemeinen einen Zollsatz von 6,5 % Wertzoll gemäß dem Harmonized Tariff Schedule of the United States (HTSUS) an. Im Gegensatz dazu weist die TARIC-Datenbank der Europäischen Union für diese Einreihung oft einen Zollsatz von 0,00 % aus, und der UK Global Tariff listet ebenfalls typischerweise einen Zollsatz von 0,00 % auf. Importeure sollten immer den spezifischen Zolltarif des Einfuhrlandes für die genauesten und aktuellsten MFN-Sätze konsultieren.

Gibt es präferenzielle Zollsätze für HS 2933.34 im Rahmen gängiger Freihandelsabkommen (FTAs) oder Sonderprogramme?

Ja, präferenzielle Zollsätze sind häufig für HS 2933.34 verfügbar, was oft zu einem 'zollfreien' (0,00 %) Zollsatz führt. In den Vereinigten Staaten beispielsweise können Waren, die aus Ländern stammen, mit denen die USA Freihandelsabkommen geschlossen haben, für eine zollfreie Behandlung in Frage kommen. Dies umfasst Länder unter Abkommen wie A+ (Allgemeines Präferenzsystem), AU (Australien FTA), BH (Bahrain FTA), CL (Chile FTA), CO (Kolumbien TPA), D (Dominikanische Republik-Zentralamerika FTA), E (Andean Trade Promotion and Drug Eradication Act), IL (Israel FTA), JO (Jordanien FTA), K (Republik Korea FTA), KR (Korea FTA), MA (Marokko FTA), OM (Oman FTA), P (Panama TPA), PA (Panama TPA), PE (Peru TPA), S (Singapur FTA) und SG (Singapur FTA). Die Berechtigung hängt von der Erfüllung der spezifischen Ursprungsregeln des jeweiligen Abkommens ab. Importeure müssen sicherstellen, dass die entsprechenden Dokumente, wie z. B. eine Ursprungsbescheinigung, verfügbar sind, um diese präferenziellen Sätze in Anspruch nehmen zu können.

Was sind die wichtigsten Einreihungskriterien für 'Andere Fentanyle und ihre Derivate' unter HS 2933.34, und wie unterscheidet es sich von verwandten Codes?

HS 2933.34 umfasst spezifisch 'Andere Fentanyle und ihre Derivate', die nicht an anderer Stelle innerhalb der Unterposition 2933.3 spezifiziert sind. Das primäre Einreihungskriterium ist die chemische Struktur, insbesondere heterocyclische Verbindungen mit nur Stickstoff-Heteroatom(en), die einen nicht kondensierten Pyridinring (ob hydriert oder nicht) in der Struktur enthalten. Dieser Code unterscheidet sich von 2933.33 ('Alfentanil, Anileridin, Bezitramid, Bromazepam, Difenoxin, Diphenoxylat, Dipipanon, Eticyclidin (PCP), Fentanyl, Ketobemidon, Pethidin (Meperidin), Phencyclidin (PCP), Piritramid, Propiram, Remifentanil und Tilidin; deren Salze'), der spezifische Fentanylverbindungen und andere Substanzen auflistet. Die Einreihung erfordert eine präzise chemische Identifizierung, um sicherzustellen, dass die Substanz tatsächlich ein Fentanylderivat ist, das nicht explizit in 2933.33 genannt wird und in die breitere chemische Gruppe von 2933.3 passt. Die Erläuterungen der Weltzollorganisation bieten detaillierte Anleitungen zum Geltungsbereich dieser Positionen.

Welche spezifischen Dokumentations- und regulatorischen Anforderungen sind typischerweise für den Import von Substanzen, die unter HS 2933.34 eingereiht sind, erforderlich?

Da Substanzen unter HS 2933.34 kontrollierte Substanzen sind, gelten strenge Dokumentations- und regulatorische Anforderungen. Zusätzlich zu den Standard-Importdokumenten (Handelsrechnung, Packliste, Frachtbrief/Luftfrachtbrief) benötigen Importeure typischerweise:

  1. Einfuhrgenehmigungen/-lizenzen: Ausgestellt von den zuständigen nationalen Drogenkontrollbehörden (z. B. U.S. Drug Enforcement Administration (DEA), Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), UK Home Office).
  2. Endverbleibserklärungen: Oft erforderlich, um den legitimen Zweck (z. B. pharmazeutische Herstellung, Forschung) der importierten Substanz zu bestätigen.
  3. Sicherheitsdatenblätter (SDB): Bereitstellung kritischer Informationen zu chemischen Eigenschaften, Gefahren und sicherer Handhabung.
  4. Analysenzertifikate (CoA): Bestätigung der Reinheit und Zusammensetzung der Substanz.
  5. Einhaltung internationaler Konventionen: Die Einhaltung des UN-Einheitsübereinkommens über Suchtstoffe von 1961 und des Übereinkommens über psychotrope Stoffe von 1971 ist zwingend erforderlich. Importeure müssen sich rechtzeitig vor dem Versand eng mit Zollagenten und Regulierungsbehörden abstimmen.