HS 292011 Thiophosphorsäureester (Phosphorthioate) und ihre Salze; ihre halogenierten, sulfonierten, nitrierten oder nitrosierten Derivate
Zusammenfassung: <h3>Warentarifnummer 292011</h3> <p>Die Warentarifnummer 292011 umfasst Thiophosphorsäureester, allgemein bekannt als Phosphorothioate, und deren verschiedene Derivate, einschließlich Salze, halogenierte, sulfonierte, nitrierte oder nitrosierte Formen. Dies sind organische chemische Verbindungen, die durch ein an Schwefel und Sauerstoff gebundenes Phosphoratom gekennzeichnet sind. Sie werden hauptsächlich als Zwischenprodukte bei der Synthese von Pestiziden, Pharmazeutika und anderen Spezialchemikalien verwendet.</p> <p>Importeure und Exporteure sollten die unterschiedlichen Zollsätze beachten: Das Vereinigte Königreich wendet einen Wertzoll von 6,00 % an, die EU einen Wertzoll von 6,50 %, während der US-Zollsatz für einige Einträge „Zollfrei“ ist, aber auch ein komplexer Mischzoll von 15,4 ¢/kg + 64,5 % Wertzoll sein kann, abhängig von spezifischen Produktdetails und anwendbaren Handelsprogrammen. Eine präzise Einreihung ist entscheidend, um den korrekten US-Zoll zu bestimmen. Aufgrund ihrer Verwendung in Agrochemikalien können diese Produkte in bestimmten Rechtsordnungen spezifischen regulatorischen Kontrollen oder Importlizenzanforderungen unterliegen.</p>
Wie hoch sind die Zollsätze?
🇬🇧 United Kingdom
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2920110000 | 6.00 % | — | — |
🇪🇺 European Union (TARIC)
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2920110000 | 6.50 % | — | — |
🇺🇸 United States (HTSUS)
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2920110000 | Free | — | ["kg"] |
Zollsätze gemäß USITC (US International Trade Commission) Harmonized Tariff Schedule (HTS) (abgerufen am 22.2.2026), EU TARIC – DG TAXUD (Generaldirektion Steuern und Zollunion) (abgerufen am 22.2.2026) und UK Trade Tariff – HMRC (His Majesty's Revenue and Customs) (abgerufen am 22.2.2026).
Daten zusammengestellt und aufbereitet von HSRates.
Wie wird dieser HS-Code eingereiht?
Welche Produkte deckt die Warentarifnummer 292011 ab?
Diese Unterposition umfasst O,O-Dimethyl-S-methylcarbamoylmethyl-phosphorodithioat, allgemein bekannt als Dimethoat, und dessen Salze. Dimethoat ist ein spezifisches Organothiophosphat-Insektizid und Akarizid. Die Nomenklatur des Harmonisierten Systems der WZO für die Position 2920 spezifiziert Ester anderer anorganischer Säuren (ausgenommen Ester von Halogenwasserstoffsäuren) und deren Salze sowie deren halogenierte, sulfonierte, nitrierte oder nitrosierte Derivate. Die Unterposition 2920.11 grenzt spezifisch "Dimethoat (ISO)" ab. Diese präzise Definition wird in offiziellen Zolltarifen, einschließlich des USITC Harmonized Tariff Schedule (HTS) und des EU TARIC-Systems, konsequent angewendet, um eine einheitliche Einreihung dieser speziellen chemischen Verbindung zu gewährleisten.
Was fällt nicht unter die Warentarifnummer 292011?
Die folgenden Produkte sind von der Warentarifnummer 292011 ausgeschlossen: alle anderen Thiophosphorsäureester und deren Salze, auch wenn es sich um strukturell ähnliche Phosphorothioate handelt. Zum Beispiel werden Parathion (O,O-Diethyl-O-4-nitrophenyl-phosphorothioat) und Malathion (Diethyl-(dimethoxythiophosphorylthio)succinat), obwohl ebenfalls Organothiophosphat-Insektizide, unter der Warentarifnummer 2920.19 als "Andere" Thiophosphorsäureester eingereiht. Ebenso würden Nicht-Ester-Derivate von Phosphorsäuren, wie anorganische Phosphate, unter Kapitel 28 fallen. Diese Unterposition ist hochspezifisch für Dimethoat, was bedeutet, dass jeder andere Thiophosphorsäureester, unabhängig von seiner Anwendung oder seinen chemischen Eigenschaften, ausgeschlossen wird.
Was sind häufige Einreihungsfehler bei der Warentarifnummer 292011?
Ein häufiger Fehler ist die falsche Einreihung anderer Thiophosphorsäureester als Dimethoat aufgrund ihrer gemeinsamen chemischen Klasse oder insektiziden Verwendung. Importierende könnten fälschlicherweise annehmen, dass alle Phosphorothioat-Insektizide hierher gehören, und dabei die spezifische Bezeichnung "Dimethoat (ISO)" übersehen. Dieser Fehler verstößt gegen die Allgemeine Auslegungsregel (AAR) 1, die besagt, dass die Einreihung nach dem Wortlaut der Positionen und den Anmerkungen zu den Abschnitten oder Kapiteln zu bestimmen ist. Der spezifische Wortlaut der Unterposition 2920.11 lässt keinen Raum für andere Verbindungen und betont die Notwendigkeit einer präzisen chemischen Identifizierung anstelle einer breiten Gruppierung nach chemischen Familien.
Wie sollten Importierende Produkte unter der Warentarifnummer 292011 einreihen?
Das korrekte Verfahren zur Einreihung von Produkten unter der Warentarifnummer 292011 beinhaltet zunächst die Bestätigung der genauen chemischen Identität des Stoffes. Importierende und Zollagenten müssen durch chemische Analyse, Sicherheitsdatenblätter (SDB) oder Analysenzertifikate überprüfen, dass es sich bei dem Produkt eindeutig um O,O-Dimethyl-S-methylcarbamoylmethyl-phosphorodithioat (Dimethoat) handelt. Wenn es sich tatsächlich um Dimethoat handelt, fällt es unter 2920.11. Handelt es sich um einen anderen Thiophosphorsäureester, muss dieser unter 2920.19 eingereiht werden. Konsultieren Sie immer die aktuellste Version des USITC HTS, EU TARIC oder des relevanten nationalen Zolltarifs und ziehen Sie in komplexen Fällen eine verbindliche Zolltarifauskunft in Betracht, um die Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten und Strafen zu vermeiden.
Welche HS-Codes sind verwandt?
Nicht der richtige Code? Durchsuchen Sie alle HS-Codes, um die passende Zolltarifnummer zu finden.
Häufige Fragen
Wie hoch sind die Standard-Meistbegünstigungszollsätze (MFN) für die Einfuhr von Waren der Warentarifnummer 2920.11 in wichtigen Märkten?
Die Meistbegünstigungszollsätze (MFN) für Produkte, die unter die Warentarifnummer 2920.11 (Thiophosphorsäureester (Phosphorothioate) und ihre Salze; ihre halogenierten, sulfonierten, nitrierten oder nitrosierten Derivate) fallen, variieren je nach Einfuhrland erheblich. Zum Beispiel wenden die Vereinigten Staaten (USITC) einen Zollsatz von 3,7% Wertzoll an. Die Europäische Union (TARIC) wendet im Allgemeinen einen Zollsatz von 6,5% Wertzoll an. Das Vereinigte Königreich (UK Trade Tariff) wendet ebenfalls einen Zollsatz von 6,5% Wertzoll an. Für Importeure ist es entscheidend, den spezifischen Zollsatz, der für ihr Zielland gilt, anhand der offiziellen Zolltarifdatenbank dieses Landes zu überprüfen.
Wie stelle ich fest, ob mein Produkt, insbesondere ein Organophosphat-Pestizid-Wirkstoff, korrekt unter HS 2920.11 fällt?
Die Einreihung unter HS 2920.11 erfordert, dass das Produkt ein Thiophosphorsäureester (Phosphorothioat) oder dessen Salz oder ein halogeniertes, sulfoniertes, nitriertes oder nitrosiertes Derivat davon ist. Wesentliche Kriterien sind das Vorhandensein einer Phosphor-Schwefel-Doppelbindung (P=S) innerhalb der Esterstruktur. Zum Beispiel sind Malathion (O,O-Dimethyl-S-[1,2-bis(ethoxycarbonyl)ethyl]phosphorodithioat) oder Parathion (O,O-Diethyl-O-4-nitrophenylphosphorothioat) klassische Beispiele, die aufgrund ihrer Phosphorothioatstruktur hierher fallen würden. Importeure sollten die chemische Struktur und die IUPAC-Nomenklatur ihrer spezifischen Verbindung mit den Erläuterungen der WZO zu Kapitel 29, insbesondere zur Position 2920, abgleichen, um eine genaue Einreihung sicherzustellen. Ein chemischer Analysebericht oder ein Analysezertifikat (CoA), das die genaue chemische Zusammensetzung detailliert beschreibt, ist oft eine wesentliche Dokumentation.
Gibt es präferenzielle Zollsätze für HS 2920.11 im Rahmen gängiger Freihandelsabkommen, und welche Dokumentation ist erforderlich, um diese in Anspruch zu nehmen?
Ja, präferenzielle Zollsätze, einschließlich des Status 'Zollfrei', sind für HS 2920.11 oft im Rahmen verschiedener Freihandelsabkommen (FTAs) verfügbar, abhängig von Ursprung und Bestimmung. Zum Beispiel können Waren, die in Mexiko oder Kanada ihren Ursprung haben, im Rahmen des Abkommens zwischen den Vereinigten Staaten, Mexiko und Kanada (USMCA) zollfrei in die USA eingeführt werden. Ähnlich können Waren, die in bestimmten Entwicklungsländern ihren Ursprung haben, im Rahmen des Allgemeinen Präferenzsystems (APS) in den USA oder der EU zollfreie Behandlung erhalten, obwohl die APS-Berechtigung für bestimmte Produkte sich ändern kann. Um präferenzielle Zollsätze in Anspruch zu nehmen, müssen Importeure ein gültiges Ursprungszeugnis (z. B. USMCA-Ursprungszeugnis, EUR.1-Warenverkehrsbescheinigung für EU-Abkommen oder ein APS-Formblatt A) vorlegen, das eindeutig belegt, dass das Produkt die Ursprungsregeln des jeweiligen Abkommens erfüllt. Zollagenten sollten die spezifischen Ursprungskriterien für das Produkt im Rahmen des relevanten Freihandelsabkommens bestätigen.
Welche spezifischen Dokumente, über die Standardversanddokumente hinaus, sind typischerweise für die Einfuhr von Chemikalien, die unter HS 2920.11 eingereiht sind, erforderlich?
Über die Standardversanddokumente wie Handelsrechnung, Packliste und Frachtbrief/Luftfrachtbrief hinaus erfordert die Einfuhr von Chemikalien unter HS 2920.11 aufgrund ihrer Beschaffenheit oft zusätzliche spezialisierte Dokumentation. Dazu gehören typischerweise: ein Sicherheitsdatenblatt (SDB) oder Material Safety Data Sheet (MSDS), das detaillierte Informationen zu Gefahren und sicherer Handhabung enthält; ein Analysezertifikat (CoA), das die chemische Zusammensetzung, Reinheit und Spezifikationen bestätigt; und möglicherweise Einfuhrgenehmigungen oder -lizenzen von Aufsichtsbehörden, wenn die Substanz kontrolliert wird (z. B. für Pestizid-Wirkstoffe, Dual-Use-Chemikalien oder Substanzen, die Umweltvorschriften wie TSCA in den USA oder REACH in der EU unterliegen). Importeure sollten die spezifischen Einfuhrvorschriften der Chemie- und Umweltbehörden des Ziellandes konsultieren.