HS 291819 Andere
Zusammenfassung: <h3>Warentarifnummer 2918.19: Sonstige Carbonsäuren mit Alkoholfunktion</h3> <p>Die Warentarifnummer 2918.19, "Andere", umfasst eine vielfältige Palette von Carbonsäuren mit Alkoholfunktion, aber ohne andere Sauerstofffunktion, sowie deren Anhydride, Halogenide, Peroxide, Peroxysäuren und deren Derivate, die nicht spezifisch an anderer Stelle innerhalb der Unterposition 2918.1 eingereiht sind. Dies beinhaltet verschiedene komplexe organische Chemikalien, die in der Pharma-, Agrochemie- und Spezialchemikalienherstellung verwendet werden.</p> <p>Typische Meistbegünstigungszollsätze (MFN-Zollsätze) variieren je nach Gerichtsbarkeit: Das Vereinigte Königreich wendet im Allgemeinen einen Wertzoll von 6,00 % an, die EU wendet Wertzölle von etwa 6,30 % bis 6,50 % an, während der US-Meistbegünstigungszollsatz für viele Einträge 5,8 % Wertzoll beträgt, wobei einige spezifische Produkte 15,4 ¢/kg + 40 % unterliegen. Eine signifikante präferenzielle Zollbehandlung, einschließlich "Zollfrei"-Sätzen, ist in den USA im Rahmen verschiedener Freihandelsabkommen (FTAs) und Sonderprogramme (z.B. A+, AU, BH, CL, CO, D, E, IL, JO, KR, MA, OM, P, PA, PE, S, SG) verfügbar. Importeure und Zollagenten müssen spezifische chemische Verbindungen innerhalb dieser "Sonstige"-Kategorie präzise einreihen, um eine genaue Zollfestsetzung zu gewährleisten und verfügbare Handelspräferenzen zu nutzen.</p>
Wie hoch sind die Zollsätze?
🇬🇧 United Kingdom
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2918190000 | — | — | — |
| 2918193010 | 6.00 % | — | — |
| 2918193090 | 6.00 % | — | — |
| 2918199800 | — | — | — |
| 2918199825 | 6.00 % | — | — |
🇪🇺 European Union (TARIC)
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2918193010 | 6.30 % | — | — |
| 2918193090 | 6.30 % | — | — |
| 2918199800 | — | — | — |
| 2918199825 | 6.50 % | — | — |
| 2918199850 | 6.50 % | — | — |
🇺🇸 United States (HTSUS)
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2918191100 | 5.8% | Free (17 Programme) | ["kg"] |
| 2918191500 | 6.5% | Free (18 Programme) | ["kg"] |
| 2918193100 | 6.5% | Free (19 Programme) | ["kg"] |
| 2918199000 | 4% | Free (18 Programme) | ["kg"] |
| 291819 | — | — | — |
Sonderzollsätze verfügbar im Rahmen von Handelsabkommen wie USMCA, KORUS und GSP.
Zollsätze gemäß USITC (US International Trade Commission) Harmonized Tariff Schedule (HTS) (abgerufen am 22.2.2026), EU TARIC – DG TAXUD (Generaldirektion Steuern und Zollunion) (abgerufen am 22.2.2026) und UK Trade Tariff – HMRC (His Majesty's Revenue and Customs) (abgerufen am 22.2.2026).
Daten zusammengestellt und aufbereitet von HSRates.
Welche Handelsabkommen senken die Zölle für HS 2918.19?
Einfuhren von Andere können unter Freihandelsabkommen und Präferenzprogrammen ermäßigte oder zollfreie Sätze erhalten. Die nachstehende Übersicht zeigt verfügbare Präferenzregelungen je Zollgebiet, zusammengestellt von HSRates auf Basis offizieller Tarif- und Handelsabkommensdaten.
United States (HTSUS)
Free für USMCA, KORUS, GSP, und 17 weitere Programme
European Union (TARIC)
Präferenzzolldaten noch nicht verfügbar.
United Kingdom
Präferenzzolldaten noch nicht verfügbar.
Präferenzzölle erfordern einen Ursprungsnachweis und können Kontingenten oder Bedingungen unterliegen. Prüfen Sie die Berechtigung immer mit einem zugelassenen Zollberater.
Daten zusammengestellt von HSRates.
Welche Vorzugssätze gelten für Ihr Ursprungsland?
Wählen Sie ein Ursprungsland, um Präferenzzollsätze zu prüfen.
Präferenzzollsätze basieren auf verfügbaren Handelsabkommen. Tatsächliche Sätze können abweichen.
Wie entwickeln sich die Handelsmengen?
Wie wird dieser HS-Code eingereiht?
Welche Produkte deckt die Warentarifnummer 291819 ab?
Diese Unterposition umfasst "andere" Carbonsäuren mit zusätzlicher Sauerstofffunktion und deren Anhydride, Halogenide, Peroxide, Peroxysäuren und deren Derivate, insbesondere solche, die nicht anderweitig in HS 291811 (Milchsäure, ihre Salze und Ester) oder 291812 (Weinsäure, ihre Salze und Ester) aufgeführt sind. Gemäß den Erläuterungen zum Harmonisierten System (HSEN) für die Position 2918 erfasst diese Restunterposition eine breite Palette organischer Chemikalien, die sowohl durch eine Carbonsäuregruppe als auch durch mindestens eine zusätzliche Sauerstofffunktion (z. B. Hydroxyl, Ether, Aldehyd, Keton) gekennzeichnet sind. Beispiele hierfür sind Zitronensäure, Gluconsäure und ihre Derivate, sofern sie die strukturellen Kriterien der Position 2918 erfüllen und nicht explizit in anderen Unterpositionen aufgeführt sind.
Was fällt nicht unter die Warentarifnummer 291819?
Die folgenden Produkte sind von HS 291819 ausgeschlossen: Milchsäure, ihre Salze und Ester, die spezifisch unter HS 291811 eingereiht werden. Ebenso sind Weinsäure, ihre Salze und Ester explizit von HS 291812 erfasst. Ferner werden Carbonsäuren ohne zusätzliche Sauerstofffunktion (z. B. Essigsäure, Ameisensäure) unter HS 2915 eingereiht. Produkte, die Derivate von Carbonsäuren sind, bei denen jedoch die zusätzliche Sauerstofffunktion nicht vorhanden ist (z. B. einfache Ester von nicht-oxygenierten Carbonsäuren), wären ebenfalls ausgeschlossen und würden anderweitig eingereiht, typischerweise unter HS 2915 oder 2916, abhängig von ihrer spezifischen chemischen Struktur und den vorhandenen funktionellen Gruppen.
Was sind häufige Einreihungsfehler bei der Warentarifnummer 291819?
Ein häufiger Fehler ist die Falscheinstufung spezifischer Carbonsäuren mit Sauerstofffunktion, die eigene dedizierte Unterpositionen haben, wie Milchsäure (HS 291811) oder Weinsäure (HS 291812), in die Restkategorie "Andere" von HS 291819. Dieser Fehler entsteht oft durch unzureichende Beachtung der spezifischen Aufzählung in der HS-Nomenklatur. Ein weiterer häufiger Fehler ist die Einreihung von Carbonsäuren, denen eine zusätzliche Sauerstofffunktion fehlt, überhaupt unter die Position 2918, anstatt unter ihre korrekten Positionen wie HS 2915 oder 2916. Importierende müssen die Allgemeine Vorschrift (AV) 1 sorgfältig anwenden, die besagt, dass die Einreihung nach dem Wortlaut der Positionen und der Anmerkungen zu den Abschnitten oder Kapiteln zu erfolgen hat, wobei stets die spezifischste Position zuerst zu wählen ist.
Wie sollten Importierende Produkte unter der Warentarifnummer 291819 einreihen?
Das korrekte Verfahren zur Einreihung von Produkten unter HS 291819 beinhaltet eine systematische Überprüfung der chemischen Struktur und der funktionellen Gruppen. Importierende und Zollagenten müssen zunächst das Vorhandensein sowohl einer Carbonsäuregruppe als auch mindestens einer zusätzlichen Sauerstofffunktion bestätigen. Als Nächstes müssen sie sorgfältig prüfen, ob die spezifische chemische Verbindung explizit in einer anderen Unterposition des Kapitels 29 genannt ist, insbesondere innerhalb von HS 291811 (Milchsäure) oder HS 291812 (Weinsäure). Wenn das Produkt die allgemeinen Kriterien für die Position 2918 erfüllt, aber nicht explizit anderweitig aufgeführt ist, dann ist HS 291819 die geeignete Einreihung. Die Konsultation der WCO HS-Erläuterungen und offizieller Zolltarifdatenbanken wie dem USITC HTSUS oder EU TARIC ist entscheidend für eine genaue Bestimmung und Einhaltung.
Welche HS-Codes sind verwandt?
Nicht der richtige Code? Durchsuchen Sie alle HS-Codes, um die passende Zolltarifnummer zu finden.
Häufige Fragen
Wie hoch ist der allgemeine Einfuhrzollsatz für Produkte, die unter die Warentarifnummer 2918.19 ('Andere' Carbonsäuren mit zusätzlicher Sauerstofffunktion und ihre Anhydride, Halogenide, Peroxide, Peroxysäuren; ihre halogenierten, sulfonierten, nitrierten oder nitrosierten Derivate) eingereiht werden?
Die Meistbegünstigungszollsätze (MFN-Sätze) für die Warentarifnummer 2918.19 variieren typischerweise. Zum Beispiel kann der Harmonisierte Zolltarif der Vereinigten Staaten (HTSUS) einen allgemeinen Wertzoll von 6,5 % ausweisen. Die EU-TARIC-Datenbank könnte einen Gemeinsamen Zolltarif (GZT) von 6,0 % Wertzoll anzeigen, und der UK Global Tariff (UKGT) wendet ebenfalls häufig einen Wertzoll von 6,0 % an. Importeure sollten immer den spezifischen Zollsatz, der für ihr Einfuhrland gilt, anhand des offiziellen Zolltarifs (z. B. USITC HTSUS, EU TARIC, UK Trade Tariff) überprüfen.
Gibt es präferenzielle Zollsätze für die Warentarifnummer 2918.19, und welche Handelsabkommen bieten diese üblicherweise an?
Ja, präferenzielle Zollsätze, einschließlich des Status 'Zollfrei', sind oft für Produkte verfügbar, die unter die Warentarifnummer 2918.19 eingereiht werden, abhängig vom Ursprungsland und dem anwendbaren Handelsabkommen. Zum Beispiel können Waren, die aus Ländern stammen, mit denen die importierende Nation ein Freihandelsabkommen (FHA) oder andere präferenzielle Handelsprogramme hat, für reduzierte oder null Zölle in Frage kommen. Beispiele für solche Abkommen sind:
- Vereinigte Staaten: CAFTA-DR (D), KORUS (KR), USMCA (MX, CA), ATPA/AGOA (A+), Chile FTA (CL), Australien FTA (AU), Bahrain FTA (BH), Kolumbien TPA (CO), Israel FTA (IL), Jordanien FTA (JO), Marokko FTA (MA), Oman FTA (OM), Panama TPA (P, PA), Peru TPA (PE), Singapur FTA (SG).
- Europäische Union: Verschiedene FHAs mit Ländern wie Südkorea, Japan, Kanada und APS-Regelungen.
- Vereinigtes Königreich: FHAs mit Ländern wie Japan, Australien, Neuseeland und verschiedenen Entwicklungsländern im Rahmen des APS.
Um präferenzielle Zollsätze in Anspruch zu nehmen, müssen Importeure sicherstellen, dass die Waren die Ursprungsregeln des spezifischen Abkommens erfüllen und einen gültigen Ursprungsnachweis (z. B. ein Ursprungszeugnis oder eine Ursprungserklärung) besitzen.
Was sind die wichtigsten Einreihungskriterien, um festzustellen, ob ein Produkt unter die Warentarifnummer 2918.19 fällt, insbesondere zur Abgrenzung von anderen Unterpositionen?
Die Warentarifnummer 2918.19 ist die Unterposition 'Andere' innerhalb von 2918.1, die 'Carbonsäuren mit zusätzlicher Sauerstofffunktion und ihre Anhydride, Halogenide, Peroxide, Peroxysäuren; ihre halogenierten, sulfonierten, nitrierten oder nitrosierten Derivate' umfasst. Die primären Einreihungskriterien sind, dass das Produkt sein muss:
- Eine organische chemische Verbindung.
- Eine Carbonsäure (oder ihre spezifischen Derivate: Anhydride, Halogenide, Peroxide, Peroxysäuren).
- Eine 'zusätzliche Sauerstofffunktion' (z. B. Hydroxyl-, Ether-, Keton-, Aldehyd- oder Estergruppe) zusätzlich zu den Carboxylgruppen besitzen.
- Nicht spezifisch in anderen spezifischeren Unterpositionen von 2918.1 vorgesehen (z. B. 2918.11 für Milchsäure, ihre Salze und Ester; 2918.12 für Weinsäure, ihre Salze und Ester; 2918.13 für Zitronensäure, ihre Salze und Ester; 2918.14 für Gluconsäure, ihre Salze und Ester; 2918.15 für Salicylsäure und ihre Salze; 2918.16 für O-Acetylsalicylsäure, ihre Salze und Ester; 2918.18 für Chlorobenzilat (ISO)).
Wenn die chemische Struktur der allgemeinen Beschreibung entspricht, aber nicht explizit in den spezifischeren 8-stelligen oder 10-stelligen Unterpositionen unter 2918.1 genannt wird, fällt sie standardmäßig unter 2918.19. Importeure sollten die Erläuterungen der WZO zu Kapitel 29 für detaillierte Anleitungen zur chemischen Einreihung konsultieren.
Welche spezifischen Dokumente sind für den Import von Chemikalien, die unter die Warentarifnummer 2918.19 eingereiht sind, erforderlich?
Über die Standard-Importdokumentation (Handelsrechnung, Packliste, Frachtbrief/Luftfrachtbrief) hinaus erfordert der Import von Chemikalien unter der Warentarifnummer 2918.19 oft zusätzliche spezifische Dokumente, um die Einhaltung von Vorschriften und die Sicherheit zu gewährleisten. Dazu können gehören:
- Sicherheitsdatenblatt (SDB): Wesentlich für alle Chemieimporte, liefert Informationen zu Gefahren, sicherer Handhabung und Notfallverfahren.
- Analysenzertifikat (CoA): Bestätigt die chemische Zusammensetzung, Reinheit und Qualität des Produkts, entscheidend für die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und die Qualitätskontrolle.
- Ursprungsnachweis: Wenn präferenzielle Zollsätze im Rahmen eines Freihandelsabkommens beansprucht werden, ist ein Ursprungszeugnis oder eine Ursprungserklärung auf der Rechnung obligatorisch.
- Zollanmeldung: Genaue Angabe der Warentarifnummer, des Wertes, der Menge und des Ursprungslandes.
- Genehmigungen/Lizenzen: Abhängig von der spezifischen Chemikalie und ihrem Verwendungszweck können Einfuhrgenehmigungen oder -lizenzen von relevanten Aufsichtsbehörden (z. B. EPA in den USA, ECHA in der EU) erforderlich sein, insbesondere wenn die Chemikalie kontrolliert wird oder spezifischen Umwelt- oder Gesundheitsvorschriften unterliegt. Importeure sollten die nationalen Einfuhranforderungen für die spezifische chemische Substanz überprüfen.