HS 291639 Andere
Zusammenfassung: <h3>Warentarifnummer 2916.39: „Andere“</h3> <p>Die Warentarifnummer 2916.39, „Andere“, ist eine Restunterposition innerhalb des Kapitels 29, die azyklische Monocarbonsäuren, ihre Anhydride, Halogenide, Peroxide, Peroxysäuren und ihre Derivate abdeckt, insbesondere solche, die nicht in spezifischeren Unterpositionen wie 2916.31 (Benzoesäure) oder 2916.32 (Benzoylperoxid) eingereiht sind. Diese Kategorie „Andere“ umfasst typischerweise verschiedene komplexe organische Chemikalien wie Phenylessigsäure, Zimtsäure und deren Salze oder Ester.</p> <p>Importeure und Zollagenten sollten die unterschiedlichen Zollsätze beachten: Das Vereinigte Königreich wendet einen Wertzoll von 6,00 % an, während die EU einen Wertzoll von 6,50 % erhebt. Der US-Zolltarif ist komplexer, mit einem allgemeinen Meistbegünstigungszollsatz von 6,5 % Wertzoll, enthält aber auch „Zollfreie“ Sätze im Rahmen zahlreicher präferenzieller Freihandelsabkommen (z. B. A, AU, CL, KR) und einen spezifischen Mischzollsatz (15,4¢/kg + 40,5 %) für bestimmte Produkte. Eine präzise Einreihung auf die 8-stellige oder 10-stellige Ebene ist entscheidend, um den genauen Einfuhrzoll und die Berechtigung für Handelspräferenzen gemäß den Ursprungsregeln zu bestimmen.</p>
Wie hoch sind die Zollsätze?
🇬🇧 United Kingdom
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2916390000 | — | — | — |
| 2916399000 | — | — | — |
| 2916399015 | 6.00 % | — | — |
| 2916399023 | 6.00 % | — | — |
| 2916399027 | 6.00 % | — | — |
🇪🇺 European Union (TARIC)
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2916399015 | 6.50 % | — | — |
| 2916399020 | 6.50 % | — | — |
| 2916399023 | 6.50 % | — | — |
| 2916399025 | 6.50 % | — | — |
| 2916399027 | 6.50 % | — | — |
🇺🇸 United States (HTSUS)
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2916390800 | 6.5% | Free (17 Programme) | ["kg"] |
| 2916390400 | Free | — | ["kg"] |
| 2916390600 | 6.5% | Free (17 Programme) | ["kg"] |
| 2916390300 | 6.5% | Free (17 Programme) | ["kg"] |
| 2916391500 | 6.5% | Free (17 Programme) | ["kg"] |
Sonderzollsätze verfügbar im Rahmen von Handelsabkommen wie USMCA, KORUS und GSP.
Zollsätze gemäß USITC (US International Trade Commission) Harmonized Tariff Schedule (HTS) (abgerufen am 22.2.2026), EU TARIC – DG TAXUD (Generaldirektion Steuern und Zollunion) (abgerufen am 22.2.2026) und UK Trade Tariff – HMRC (His Majesty's Revenue and Customs) (abgerufen am 22.2.2026).
Daten zusammengestellt und aufbereitet von HSRates.
Welche Handelsabkommen senken die Zölle für HS 2916.39?
Einfuhren von Andere können unter Freihandelsabkommen und Präferenzprogrammen ermäßigte oder zollfreie Sätze erhalten. Die nachstehende Übersicht zeigt verfügbare Präferenzregelungen je Zollgebiet, zusammengestellt von HSRates auf Basis offizieller Tarif- und Handelsabkommensdaten.
United States (HTSUS)
Free für USMCA, KORUS, GSP, und 16 weitere Programme
European Union (TARIC)
Präferenzzolldaten noch nicht verfügbar.
United Kingdom
Präferenzzolldaten noch nicht verfügbar.
Präferenzzölle erfordern einen Ursprungsnachweis und können Kontingenten oder Bedingungen unterliegen. Prüfen Sie die Berechtigung immer mit einem zugelassenen Zollberater.
Daten zusammengestellt von HSRates.
Welche Vorzugssätze gelten für Ihr Ursprungsland?
Wählen Sie ein Ursprungsland, um Präferenzzollsätze zu prüfen.
Präferenzzollsätze basieren auf verfügbaren Handelsabkommen. Tatsächliche Sätze können abweichen.
Wie entwickeln sich die Handelsmengen?
Wie wird dieser HS-Code eingereiht?
Welche Produkte deckt die Warentarifnummer 291639 ab?
Diese Unterposition umfasst "Andere" ungesättigte acyclische Monocarbonsäuren, ihre Anhydride, Halogenide, Peroxide, Peroxysäuren und deren halogenierte, sulfonierte, nitrierte oder nitrosierte Derivate, die an anderer Stelle in der Unterposition 2916.3 nicht genannt oder enthalten sind. Dies umfasst eine Restkategorie für verschiedene organisch-chemische Verbindungen, die eine einzelne Carboxylgruppe und mindestens eine Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppel- oder Dreifachbindung besitzen, aber nicht spezifisch in den Unterpositionen 2916.31 bis 2916.37 aufgeführt sind. Beispiele hierfür sind bestimmte Isomere oder weniger gebräuchliche Derivate ungesättigter Monocarbonsäuren, wie sie in den Erläuterungen zum Harmonisierten System der Weltzollorganisation (WZO) definiert und im Harmonized Tariff Schedule (HTS) der USITC und im EU TARIC widergespiegelt werden.
Was fällt nicht unter die Warentarifnummer 291639?
Folgende Produkte sind von der Warentarifnummer 291639 ausgeschlossen: Acrylsäure und ihre Salze (2916.31), Methacrylsäure und ihre Salze (2916.32), Benzoylperoxid und Benzoylchlorid (2916.34), Phenylessigsäure und ihre Salze (2916.35) sowie 2-Ethylhexansäure und ihre Salze (2916.36). Darüber hinaus werden gesättigte acyclische Monocarbonsäuren unter der Warentarifnummer 2915 eingereiht, während Dicarbonsäuren oder Polycarbonsäuren unter der Warentarifnummer 2917 fallen. Ester der in Position 2916 erfassten Säuren werden im Allgemeinen unter der Warentarifnummer 2916.39 eingereiht, sofern sie nicht an anderer Stelle spezifisch aufgeführt sind und den wesentlichen Charakter des Ausgangssäurederivats beibehalten. Komplexe Gemische oder formulierte Produkte, bei denen die chemische Verbindung nicht die vorherrschende Komponente ist, können ebenfalls ausgeschlossen und unter anderen Kapiteln eingereiht werden.
Was sind häufige Einreihungsfehler bei der Warentarifnummer 291639?
Ein häufiger Fehler ist die falsche Einreihung spezifischer ungesättigter acyclischer Monocarbonsäuren oder ihrer Derivate, die eigene dedizierte Unterpositionen innerhalb von 2916.3 haben, in die Restkategorie "Andere" der 291639. Zum Beispiel ist die Einreihung von Methacrylsäure unter 291639 anstatt ihrer spezifischen Unterposition 2916.32 falsch. Ein weiterer häufiger Fehler ist die Übersehung der Anforderung "Monocarbonsäure", was zur fehlerhaften Einbeziehung von Dicarbonsäuren oder Polycarbonsäuren führt. Darüber hinaus kann eine Fehlinterpretation des Umfangs von "Derivaten" zu einer falschen Einreihung führen, insbesondere bei komplexen Estern oder Salzen. Die Einhaltung der Allgemeinen Auslegungsregel (AAR) 1, die die Einreihung nach den Wortlauten der Positionen und den jeweiligen Abschnitts- oder Kapitelanmerkungen vorschreibt, ist entscheidend, um diese Fehler zu vermeiden.
Wie sollten Importeure Produkte unter der Warentarifnummer 291639 einreihen?
Das korrekte Verfahren zur Einreihung von Produkten unter der Warentarifnummer 291639 erfordert einen systematischen Ansatz. Importeure und Zollagenten sollten zunächst überprüfen, ob es sich bei dem Produkt um eine ungesättigte acyclische Monocarbonsäure oder eines ihrer spezifischen Derivate (Anhydride, Halogenide, Peroxide, Peroxysäuren oder deren halogenierte, sulfonierte, nitrierte oder nitrosierte Derivate) handelt. Als Nächstes ist unbedingt zu bestätigen, dass das Produkt nicht spezifisch in einer anderen Unterposition innerhalb von 2916.3 (z.B. 2916.31 bis 2916.37) aufgeführt ist. Die Konsultation der WZO HS Erläuterungen zur Position 2916 sowie offizieller Zolltarifverzeichnisse wie dem USITC HTS oder EU TARIC ist unerlässlich. Chemischer Name, CAS-Nummer und Molekularstruktur sind kritische Datenpunkte für eine genaue Einreihung, um sicherzustellen, dass das Produkt präzise in den Restbereich der "Anderen" ungesättigten acyclischen Monocarbonsäuren und ihrer Derivate passt.
Welche HS-Codes sind verwandt?
Nicht der richtige Code? Durchsuchen Sie alle HS-Codes, um die passende Zolltarifnummer zu finden.
Häufige Fragen
Wie hoch ist der Meistbegünstigungszollsatz (MFN) für Produkte der Warentarifnummer 2916.39 in wichtigen Märkten und wie werden Präferenzzollsätze angewendet?
Der Meistbegünstigungszollsatz (MFN) für Produkte der Warentarifnummer 2916.39 „Andere“ (bezogen auf acyclische Carbonsäuren, ihre Anhydride, Halogenide, Peroxide, Peroxysäuren und ihre halogenierten, sulfonierten, nitrierten oder nitrosierten Derivate, insbesondere „Andere“ ungesättigte Monocarbonsäuren, ihre Anhydride, Halogenide, Peroxide, Peroxysäuren und ihre Derivate) variiert typischerweise. Zum Beispiel beträgt der allgemeine MFN-Zollsatz in den Vereinigten Staaten 6,5 % Wertzoll (USITC Harmonized Tariff Schedule, Kapitel 29, Unterposition 2916.39.00). In der Europäischen Union beträgt der MFN-Zollsatz 6,5 % Wertzoll (EU TARIC, Position 2916 39 00 00). Der Global Tariff des Vereinigten Königreichs listet ebenfalls 6,5 % Wertzoll für diese Unterposition auf (UK Trade Tariff, 2916 39 00 00). Präferenzzollsätze können diese Zölle erheblich reduzieren oder eliminieren. Zum Beispiel können im Rahmen verschiedener Freihandelsabkommen (FTAs) mit den USA Importe aus Ländern wie Australien (AU), Bahrain (BH), Chile (CL), Kolumbien (CO), Israel (IL), Jordanien (JO), Korea (KR), Marokko (MA), Oman (OM), Panama (PA), Peru (PE) und Singapur (SG) zollfrei sein, sofern alle Ursprungsregeln erfüllt sind. Importeure sollten den spezifischen FTA-Text und die Leitlinien ihrer nationalen Zollbehörde (z. B. US Customs and Border Protection, HMRC oder nationale Zoll-Websites) konsultieren, um die Berechtigung und Dokumentation für die Präferenzbehandlung zu bestätigen.
Was sind die wichtigsten Einreihungskriterien, um festzustellen, ob ein chemisches Produkt unter die Warentarifnummer 2916.39 „Andere“ fällt?
HS 2916.39 ist eine Restunterposition für „Andere“ ungesättigte Monocarbonsäuren, ihre Anhydride, Halogenide, Peroxide, Peroxysäuren und ihre halogenierten, sulfonierten, nitrierten oder nitrosierten Derivate, die an anderer Stelle in HS 2916 nicht genannt sind. Die primären Einreihungskriterien, gemäß den Erläuterungen zum Harmonisierten System (HSEN) für Kapitel 29 und Position 2916, erfordern, dass das Produkt: 1. Eine organische chemische Verbindung ist. 2. Speziell eine acyclische Carbonsäure oder ein Derivat davon (Anhydrid, Halogenid, Peroxid, Peroxysäure) ist. 3. Eine oder mehrere Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppel- oder Dreifachbindungen enthält (ungesättigt). 4. Nur eine Carbonsäuregruppe (-COOH) besitzt, wenn es sich um eine Säure handelt (Monocarbonsäure). 5. Nicht spezifisch in anderen Unterpositionen von 2916 vorgesehen ist (z. B. Acrylsäure, Methacrylsäure, Ölsäure, Linolsäure usw.). Wenn eine Chemikalie diese Kriterien erfüllt, aber nicht explizit in den Unterpositionen 2916.11 bis 2916.38 genannt ist, fällt sie standardmäßig unter 2916.39. Importeure sollten eine detaillierte chemische Analyse, CAS-Nummer und Strukturformel zur Unterstützung der Einreihung bereithalten.
Welche spezifischen Dokumente sind über die üblichen Zolldokumente hinaus für den Import von Chemikalien der Warentarifnummer 2916.39 erforderlich?
Über die üblichen Zolldokumente wie Handelsrechnung, Packliste und Frachtbrief/Luftfrachtbrief hinaus kann der Import von Chemikalien der Warentarifnummer 2916.39 zusätzliche behördliche Dokumente erfordern. Für viele chemische Substanzen ist ein Sicherheitsdatenblatt (SDB), früher Material Safety Data Sheet (MSDS), entscheidend. Das SDB liefert wesentliche Informationen über die Eigenschaften, Gefahren und den sicheren Umgang mit der Chemikalie, die von Zoll- oder anderen Regulierungsbehörden (z. B. EPA in den USA, ECHA in der EU) zur Risikobewertung und Einhaltung von Vorschriften verlangt werden können. Je nach spezifischer Chemikalie und ihrer Endverwendung müssen Importeure möglicherweise auch Folgendes vorlegen: 1. Analysenzertifikate (CoA) zur Bestätigung von Reinheit und Zusammensetzung. 2. Vorabmeldungen oder Importzertifizierungen, wenn die Substanz neu auf dem Markt ist oder spezifischen Chemikalienkontrollvorschriften unterliegt (z. B. TSCA in den USA, REACH in der EU). 3. Genehmigungen oder Lizenzen, wenn die Chemikalie kontrolliert oder eingeschränkt ist. Importeure sollten alle nationalen und regionalen Chemikalienimportvorschriften, die für ihr spezifisches Produkt und Zielland gelten, rechtzeitig vor dem Versand überprüfen.
Wie wirken sich wichtige Handelsabkommen wie USMCA oder EU-Japan EPA auf den Import von Produkten der Warentarifnummer 2916.39 aus?
Wichtige Handelsabkommen wirken sich erheblich auf den Import von Produkten der Warentarifnummer 2916.39 aus, indem sie eine präferenzielle Zollbehandlung, typischerweise zollfreien Zugang, bieten, sofern die Waren die Ursprungsregeln des Abkommens erfüllen. Zum Beispiel wären im Rahmen des Abkommens zwischen den Vereinigten Staaten, Mexiko und Kanada (USMCA) Produkte der Warentarifnummer 2916.39, die aus Mexiko oder Kanada stammen, im Allgemeinen für die zollfreie Einfuhr in die USA berechtigt, vorausgesetzt, sie erfüllen die spezifischen Ursprungsregeln für diese Tariflinie. Dies beinhaltet oft Kriterien wie „vollständig gewonnen“ oder spezifische „Tarifsprung“-Regeln, bei denen nicht-ursprüngliche Materialien eine Änderung der Tarifeinreihung innerhalb des FTA-Gebiets erfahren. Ähnlich würde das Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (EPA) zwischen der EU und Japan den zollfreien Import von Produkten der Warentarifnummer 2916.39 zwischen der EU und Japan ermöglichen, sofern sie die im Abkommen festgelegten Ursprungsanforderungen erfüllen. Importeure müssen sicherstellen, dass sie ein gültiges Ursprungszeugnis oder eine Ursprungserklärung besitzen, um die Präferenzbehandlung in Anspruch nehmen zu können, und sie sollten bereit sein, den Zollbehörden auf Anfrage unterstützende Dokumente zur Untermauerung des Ursprungsanspruchs vorzulegen. Die Nichteinhaltung der Ursprungsanforderungen oder die Nichtvorlage der ordnungsgemäßen Dokumentation führt zur Anwendung des MFN-Zollsatzes.