HS 291521 Essigsäure und ihre Salze; Essigsäureanhydrid

Zusammenfassung: <h3>Warentarifnummer 291521: Essigsäure und ihre Derivate</h3> <p>Die Warentarifnummer 291521 umfasst Essigsäure, ihre verschiedenen Salze (z. B. Natriumacetat, Calciumacetat) und Essigsäureanhydrid. Dies sind grundlegende organische Chemikalien, die in Branchen wie der Lebensmittelkonservierung, Pharmazie, Textil- und Kunststoffherstellung umfassend eingesetzt werden. So ist Essigsäure beispielsweise der Hauptbestandteil von Essig, während Essigsäureanhydrid für die Herstellung von Celluloseacetat entscheidend ist.</p> <p>Importeure und Zollagenten sollten die unterschiedlichen Zollsätze beachten: Das Vereinigte Königreich wendet einen Wertzoll von 4,00 % an, während die EU einen Wertzoll von 5,50 % erhebt. In den USA beträgt der allgemeine Zollsatz 1,8 % Wertzoll, obwohl viele präferenzielle Freihandelsabkommen (z. B. mit Australien, Korea, Singapur) eine zollfreie Einfuhr gewähren. Eine sorgfältige Einreihung und Ursprungsbestimmung sind unerlässlich, um diese Handelspräferenzen zu nutzen und die Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten.</p>

Wie hoch sind die Zollsätze?

🇬🇧 United Kingdom

Code MFN Präferenz Einheit
2915210010 4.00 %
2915210090 4.00 %
2915210000 4.00 %

🇪🇺 European Union (TARIC)

Code MFN Präferenz Einheit
2915210000 5.50 %
2915210010 5.50 %
2915210090 5.50 %

🇺🇸 United States (HTSUS)

Code MFN Präferenz Einheit
2915210000 1.8% Free (17 Programme) ["kg"]

Sonderzollsätze verfügbar im Rahmen von Handelsabkommen wie USMCA, KORUS und GSP.

Zollsätze gemäß USITC (US International Trade Commission) Harmonized Tariff Schedule (HTS) (abgerufen am 22.2.2026), EU TARIC – DG TAXUD (Generaldirektion Steuern und Zollunion) (abgerufen am 22.2.2026) und UK Trade Tariff – HMRC (His Majesty's Revenue and Customs) (abgerufen am 22.2.2026).

Daten zusammengestellt und aufbereitet von HSRates.

Welche Handelsabkommen senken die Zölle für HS 2915.21?

Einfuhren von Essigsäure und ihre Salze; Essigsäureanhydrid können unter Freihandelsabkommen und Präferenzprogrammen ermäßigte oder zollfreie Sätze erhalten. Die nachstehende Übersicht zeigt verfügbare Präferenzregelungen je Zollgebiet, zusammengestellt von HSRates auf Basis offizieller Tarif- und Handelsabkommensdaten.

United States (HTSUS)

Free für USMCA, KORUS, GSP, und 14 weitere Programme

European Union (TARIC)

Präferenzzolldaten noch nicht verfügbar.

United Kingdom

Präferenzzolldaten noch nicht verfügbar.

Präferenzzölle erfordern einen Ursprungsnachweis und können Kontingenten oder Bedingungen unterliegen. Prüfen Sie die Berechtigung immer mit einem zugelassenen Zollberater.

Daten zusammengestellt von HSRates.

Welche Vorzugssätze gelten für Ihr Ursprungsland?

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Präferenzzollsätze basieren auf verfügbaren Handelsabkommen. Tatsächliche Sätze können abweichen.

Wie wird dieser HS-Code eingereiht?

Welche Produkte deckt die Warentarifnummer 291521 ab?

Diese Unterposition umfasst Essigsäure, eine Carbonsäure mit der chemischen Formel CH₃COOH, und ihre verschiedenen Salze sowie Essigsäureanhydrid. Essigsäure ist eine grundlegende organische Chemikalie, die ausgiebig bei der Herstellung von Vinylacetat-Monomer, gereinigter Terephthalsäure (PTA) und verschiedenen Estern verwendet wird. Ihre Salze umfassen Verbindungen wie Natriumacetat und Kaliumacetat. Essigsäureanhydrid mit der Formel (CH₃CO)₂O ist das Säureanhydrid der Essigsäure und wird hauptsächlich bei der Herstellung von Celluloseacetat und als Reagenz in der organischen Synthese verwendet. Diese Einreihung stimmt mit der Nomenklatur des Harmonisierten Systems (HS) der Weltzollorganisation (WZO) und den Definitionen im Harmonisierten Zolltarif (HTS) der USITC und dem EU-TARIC-System überein.

Was fällt nicht unter die Warentarifnummer 291521?

Die folgenden Produkte sind von der Warentarifnummer 291521 ausgeschlossen: Ester der Essigsäure, wie Ethylacetat oder Butylacetat, die unter die Unterposition 2915.39 eingereiht werden. Darüber hinaus sind Zubereitungen, die Essigsäure enthalten, aber nicht ausschließlich aus der reinen Chemikalie oder ihren Salzen/Anhydrid bestehen, wie z.B. Essig (eine verdünnte Lösung von Essigsäure und anderen Bestandteilen), ausgeschlossen und fallen typischerweise unter Kapitel 22. Ebenso würden pharmazeutische Zubereitungen, bei denen Essigsäure ein aktiver Bestandteil ist, aber in einer formulierten Darreichungsform vorliegt, unter Kapitel 30 eingereiht, nicht als lose Chemikalie. Polymere, die aus Essigsäure gewonnen werden, wie Polyvinylacetat, werden in Kapitel 39 eingereiht.

Was sind häufige Einreihungsfehler bei der Warentarifnummer 291521?

Ein häufiger Fehler ist die falsche Einreihung von Derivaten oder Mischungen, die Essigsäure enthalten, anstatt der reinen Chemikalie, ihrer Salze oder des Anhydrids. Zum Beispiel ist die Einreihung von Vinylacetat-Monomer (VAM) unter 291521 anstelle der korrekten Unterposition 2915.32 ein häufiger Fehler, da VAM ein Ester der Essigsäure ist, nicht Essigsäure selbst oder eines ihrer einfachen Salze. Ein weiterer Fehler betrifft die Einreihung verdünnter Essigsäurelösungen, die für bestimmte Verwendungszwecke, wie z.B. Reinigungslösungen, unter diese Unterposition fallen, obwohl sie als Zubereitungen an anderer Stelle im Zolltarif eingereiht werden sollten. Die korrekte Anwendung der Allgemeinen Auslegungsregel (AAR) 1, die besagt, dass die Einreihung nach dem Wortlaut der Positionen und den Anmerkungen zu den Abschnitten oder Kapiteln bestimmt wird, ist entscheidend, um solche Fehler zu vermeiden.

Wie sollten Importeure Produkte unter der Warentarifnummer 291521 einreihen?

Das korrekte Verfahren zur Einreihung von Produkten unter der Warentarifnummer 291521 beinhaltet zunächst die Bestätigung der chemischen Identität der importierten Substanz. Importeure und Zollagenten müssen überprüfen, ob es sich bei dem Produkt tatsächlich um Essigsäure, ein Essigsäuresalz (z.B. Natriumacetat) oder Essigsäureanhydrid handelt und nicht um ein Derivat, einen Ester oder eine Mischung. Dies erfordert oft die Überprüfung des Analysenzertifikats (CoA) oder des Sicherheitsdatenblatts (SDS), um den chemischen Namen, die CAS-Nummer und die Reinheit zu bestätigen. Wenn das Produkt eine reine Chemikalie ist, die der Beschreibung entspricht, ist die Einreihung unter 291521 angemessen. Handelt es sich um eine Mischung oder ein Derivat, ist eine weitere Analyse der Anmerkungen zu Kapitel 29 und anderer relevanter Kapitel (z.B. Kapitel 22 für Essig, Kapitel 30 für Pharmazeutika) erforderlich, um die korrekte alternative Einreihung zu bestimmen.

Welche HS-Codes sind verwandt?

Nicht der richtige Code? Durchsuchen Sie alle HS-Codes, um die passende Zolltarifnummer zu finden.

Häufige Fragen

Was sind die typischen Meistbegünstigungszollsätze (MFN) für den HS-Code 2915.21 (Essigsäure und ihre Salze; Essigsäureanhydrid) in wichtigen Märkten?

Die MFN-Einfuhrzollsätze (Meistbegünstigungszollsätze) für den HS-Code 2915.21 können je nach Einfuhrland erheblich variieren. Zum Beispiel beträgt der allgemeine MFN-Zollsatz in den Vereinigten Staaten 4,0 % Wertzoll, gemäß dem Harmonized Tariff Schedule of the United States (HTSUS). Die EU-TARIC-Datenbank weist einen MFN-Zollsatz von 5,5 % Wertzoll für Einfuhren in die Europäische Union aus. Ähnlich listet der UK Global Tariff (UKGT) ebenfalls einen MFN-Satz von 5,5 % Wertzoll auf. Einige Länder, wie Australien, können einen 'Frei'-Satz für MFN-Einfuhren anwenden. Importeure sollten immer den spezifischen Zolltarif des Bestimmungslandes für die genauesten und aktuellsten Informationen konsultieren.

Gibt es präferenzielle Zollsätze für HS 2915.21 im Rahmen gängiger Freihandelsabkommen (FTAs) oder Sonderprogramme?

Ja, präferenzielle Zollsätze sind häufig für HS 2915.21 im Rahmen verschiedener Freihandelsabkommen (FTAs) und spezieller Handelsprogramme verfügbar, die Einfuhrzölle potenziell reduzieren oder eliminieren können. Zum Beispiel qualifizieren Einfuhren in die Vereinigten Staaten aus Ländern wie Australien (AU), Bahrain (BH), Chile (CL), Kolumbien (CO), Israel (IL), Jordanien (JO), Korea (KR), Marokko (MA), Oman (OM), Panama (PA), Peru (PE) und Singapur (SG) oft für 'Frei'-Zollsätze unter den jeweiligen FTAs, vorausgesetzt die Ursprungsregeln werden erfüllt. Ähnlich haben die EU und das Vereinigte Königreich ebenfalls zahlreiche Abkommen, die präferenzielle Behandlung bieten. Importeure müssen sicherstellen, dass sie die spezifischen Ursprungsregeln des relevanten Abkommens erfüllen und die entsprechenden Dokumente, wie ein Ursprungszeugnis, vorlegen, um diese präferenziellen Sätze in Anspruch zu nehmen.

Was sind die wichtigsten Einreihungskriterien für Produkte unter HS 2915.21?

HS 2915.21 umfasst spezifisch 'Essigsäure und ihre Salze; Essigsäureanhydrid'. Die primären Einreihungskriterien drehen sich um die chemische Identität der Substanz. 'Essigsäure' (CH3COOH) ist eine gut definierte organische Chemikalie. 'Salze der Essigsäure' beziehen sich auf Verbindungen, die entstehen, wenn das Wasserstoffatom der Carboxylgruppe der Essigsäure durch ein Metall oder ein anderes Kation ersetzt wird (z. B. Natriumacetat, Calciumacetat). 'Essigsäureanhydrid' ((CH3CO)2O) ist das Anhydrid der Essigsäure. Die Einreihung unter diese Unterposition erfordert, dass das Produkt chemisch als eine dieser spezifischen Substanzen identifizierbar ist. Mischungen, die diese Chemikalien enthalten, würden nach der vorherrschenden Komponente oder dem wesentlichen Charakter gemäß der Allgemeinen Auslegungsregel 3 eingereiht, falls nicht an anderer Stelle spezifisch vorgesehen.

Welche spezifischen Dokumente sind typischerweise für die Einfuhr von Waren, die unter HS 2915.21 eingereiht sind, erforderlich?

Für Einfuhren unter HS 2915.21 sind Standard-Zolldokumente erforderlich, einschließlich einer Handelsrechnung, Packliste und eines Frachtbriefs (Bill of Lading oder Air Waybill). Um präferenzielle Zollsätze im Rahmen von FTAs (z. B. 'Frei'-Sätze für A, AU, BH, CL, CO, D, E, IL, JO, KR, MA, OM, P, PA, PE, S, SG) in Anspruch zu nehmen, ist ein gültiges Ursprungszeugnis oder eine Ursprungserklärung unerlässlich. Je nach spezifischer Chemikalie und ihrem Verwendungszweck können zusätzliche behördliche Dokumente erforderlich sein. Zum Beispiel könnten bestimmte Chemikalien Sicherheitsdatenblätter (SDS) für Gefahrstoffvorschriften oder Genehmigungen/Lizenzen von Umweltschutzbehörden oder Chemikalienkontrollbehörden (z. B. TSCA in den USA, REACH in der EU) erfordern, wenn sie spezifischen Einfuhrbeschränkungen oder Meldepflichten unterliegen. Importeure sollten alle spezifischen Anforderungen vor dem Versand bei der Zollbehörde des Einfuhrlandes überprüfen.