HS 290943 Monobutylether von Ethylenglykol oder Diethylenglykol
Zusammenfassung: <h3>Warentarifnummer 290943: Monobutylether von Ethylenglykol und Diethylenglykol</h3> <p>Die Warentarifnummer 290943 umfasst spezifisch Monobutylether von Ethylenglykol und Diethylenglykol, allgemein bekannt als Butylcellosolve oder Butyldiglykol. Diese organisch-chemischen Verbindungen werden hauptsächlich als Lösungsmittel in Farben, Beschichtungen, Tinten und Reinigungsprodukten sowie in Hydraulikflüssigkeiten und als chemische Zwischenprodukte verwendet.</p> <p>Importeure und Zollagenten sollten die unterschiedlichen Zollsätze beachten: Das Vereinigte Königreich wendet einen Wertzoll von 4,00 % an, während die EU und die USA im Allgemeinen einen Wertzoll von 5,5 % erheben. Entscheidend ist, dass die USA im Rahmen verschiedener Freihandelsabkommen (FHA) für berechtigte Waren aus Ländern wie Australien, Korea und Mexiko eine zollfreie Behandlung anbieten. Umgekehrt können Waren aus nicht-präferenziellen Ländern in den USA einem höheren Zollsatz von 54,5 % unterliegen. Eine genaue Ursprungsbestimmung ist unerlässlich, um präferenzielle Zölle nutzen zu können.</p>
Wie hoch sind die Zollsätze?
🇬🇧 United Kingdom
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2909430000 | 4.00 % | — | — |
🇪🇺 European Union (TARIC)
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2909430000 | 5.50 % | — | — |
🇺🇸 United States (HTSUS)
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2909430000 | 5.5% | Free (17 Programme) | ["kg"] |
Sonderzollsätze verfügbar im Rahmen von Handelsabkommen wie USMCA, KORUS und GSP.
Zollsätze gemäß USITC (US International Trade Commission) Harmonized Tariff Schedule (HTS) (abgerufen am 22.2.2026), EU TARIC – DG TAXUD (Generaldirektion Steuern und Zollunion) (abgerufen am 22.2.2026) und UK Trade Tariff – HMRC (His Majesty's Revenue and Customs) (abgerufen am 22.2.2026).
Daten zusammengestellt und aufbereitet von HSRates.
Welche Handelsabkommen senken die Zölle für HS 2909.43?
Einfuhren von Monobutylether von Ethylenglykol oder Diethylenglykol können unter Freihandelsabkommen und Präferenzprogrammen ermäßigte oder zollfreie Sätze erhalten. Die nachstehende Übersicht zeigt verfügbare Präferenzregelungen je Zollgebiet, zusammengestellt von HSRates auf Basis offizieller Tarif- und Handelsabkommensdaten.
United States (HTSUS)
Free für USMCA, KORUS, GSP, und 14 weitere Programme
European Union (TARIC)
Präferenzzolldaten noch nicht verfügbar.
United Kingdom
Präferenzzolldaten noch nicht verfügbar.
Präferenzzölle erfordern einen Ursprungsnachweis und können Kontingenten oder Bedingungen unterliegen. Prüfen Sie die Berechtigung immer mit einem zugelassenen Zollberater.
Daten zusammengestellt von HSRates.
Welche Vorzugssätze gelten für Ihr Ursprungsland?
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Präferenzzollsätze basieren auf verfügbaren Handelsabkommen. Tatsächliche Sätze können abweichen.
Wie wird dieser HS-Code eingereiht?
Welche Produkte deckt die Warentarifnummer 290943 ab?
Diese Unterposition umfasst Monobutylether von Ethylenglykol oder Diethylenglykol, insbesondere chemische Verbindungen, bei denen eine einzelne Butylgruppe über eine Etherbindung an Ethylenglykol oder Diethylenglykol gebunden ist. Diese sind allgemein als Butylcellosolve (für Ethylenglykolmonobutylether) und Butylcarbitol (für Diethylenglykolmonobutylether) bekannt. Die Nomenklatur des Harmonisierten Systems der WZO, wie sie im Harmonisierten Zolltarif der USITC (HTS) und im EU-TARIC-System widergespiegelt wird, definiert diese präzise als acyclische Ether und ihre halogenierten, sulfonierten, nitrierten oder nitrosierten Derivate. Diese Chemikalien werden aufgrund ihrer ausgezeichneten Löslichkeit und geringen Flüchtigkeit häufig als Lösungsmittel in Farben, Beschichtungen, Tinten und Reinigungsmitteln verwendet.
Was fällt nicht unter die Warentarifnummer 290943?
Die folgenden Produkte sind von der Warentarifnummer 290943 ausgeschlossen: andere Ether von Ethylenglykol oder Diethylenglykol, wie Dibutylether oder Diethylether, die aufgrund ihrer spezifischen chemischen Struktur unter andere Unterpositionen der Position 2909 eingereiht würden. Zum Beispiel würde Diethylenglykoldiethylether unter 2909.49 fallen. Zusätzlich sind Polyether mit mehr als zwei Etherbindungen oder solche, die von anderen Glykolen als Ethylen- oder Diethylenglykol abgeleitet sind, ebenfalls ausgeschlossen. Zum Beispiel ist Propylenglykolmonobutylether, obwohl ein Glykolether, hier nicht spezifisch abgedeckt und würde typischerweise unter 2909.49 eingereiht. Produkte, die Gemische sind, bei denen die Monobutylether nicht die vorherrschende Komponente sind, könnten je nach Art des Gemisches und der Anwendung der Allgemeinen Auslegungsregel 3 ebenfalls an anderer Stelle eingereiht werden.
Was sind häufige Einreihungsfehler bei der Warentarifnummer 290943?
Ein häufiger Fehler ist die Falscheinstufung anderer Glykolether, insbesondere solcher mit unterschiedlichen Alkylgruppen oder mehreren Etherbindungen, in die Warentarifnummer 290943. Importeure gehen manchmal fälschlicherweise davon aus, dass jeder "Butylglykolether" hierher gehört, und übersehen dabei die spezifische Anforderung für *Mono*butylether von *Ethylenglykol oder Diethylenglykol*. Zum Beispiel ist die Einreihung von Diethylenglykol*dibutyl*ether unter 290943 anstelle von 290949 ein häufiger Fehler, da ersterer zwei Butylgruppen aufweist. Ein weiterer Fehler besteht in der falschen Identifizierung des Basisglykols, wie z.B. die Einreihung von Propylenglykolmonobutylether hier, was falsch ist, da es nicht von Ethylen- oder Diethylenglykol abgeleitet ist. Die Einhaltung der Allgemeinen Auslegungsregel 1, die besagt, dass die Einreihung nach dem Wortlaut der Positionen und den dazugehörigen Abschnitten oder Kapiteln erfolgt, ist entscheidend, um diese Fehler zu vermeiden.
Wie sollten Importeure Produkte unter der Warentarifnummer 290943 einreihen?
Das korrekte Verfahren zur Einreihung von Produkten unter der Warentarifnummer 290943 erfordert eine sorgfältige Überprüfung des genauen Namens und der Struktur der Chemikalie. Importeure und Zollagenten sollten zunächst bestätigen, dass es sich bei dem Produkt tatsächlich um einen Monobutylether handelt. Zweitens müssen sie überprüfen, ob die Glykolkomponente spezifisch Ethylenglykol oder Diethylenglykol ist und kein anderes Glykol wie Propylenglykol. Die Konsultation des vom Hersteller bereitgestellten Analysenzertifikats (CoA) oder Sicherheitsdatenblatts (SDS) ist unerlässlich, um die genaue chemische Identität zu bestätigen. Im Zweifelsfall wird dringend empfohlen, eine verbindliche Zolltarifauskunft bei der zuständigen Zollbehörde (z.B. U.S. Customs and Border Protection für die USA oder die nationale Zollbehörde für EU-Mitgliedstaaten) zu beantragen, um die Einhaltung zu gewährleisten und mögliche Strafen oder Verzögerungen zu vermeiden. Dieser proaktive Ansatz minimiert Einreihungsrisiken und gewährleistet eine genaue Zollfestsetzung.
Welche HS-Codes sind verwandt?
Nicht der richtige Code? Durchsuchen Sie alle HS-Codes, um die passende Zolltarifnummer zu finden.
Häufige Fragen
Was sind die standardmäßigen Meistbegünstigungszollsätze (MFN) für die Einfuhr von Waren der Warentarifnummer 2909.43 in Schlüsselmärkten, und welche Präferenzzollsätze könnten gelten?
Die MFN-Zollsätze (Meistbegünstigungszollsätze) für die Einfuhr von 'Monobutylethern von Ethylenglykol oder Diethylenglykol' (HS 2909.43) variieren je nach Einfuhrland. Zum Beispiel wenden die Vereinigten Staaten einen MFN-Zollsatz von 3,5 % Wertzoll an. Die Europäische Union (EU TARIC) wendet im Allgemeinen einen MFN-Zollsatz von 5,5 % Wertzoll an. Der Zolltarif des Vereinigten Königreichs führt ebenfalls einen MFN-Zollsatz von 5,5 % Wertzoll auf. Importeure sollten die aktuellen Sätze stets mit dem offiziellen Zolltarif des Einfuhrlandes überprüfen. Präferenzzollsätze können die Zölle im Rahmen verschiedener Freihandelsabkommen (FHA) erheblich senken oder ganz entfallen lassen. Zum Beispiel können Einfuhren in die USA aus Ländern wie Australien, Bahrain, Chile, Kolumbien, Israel, Jordanien, Korea (ROK), Marokko, Oman, Panama, Peru, Singapur und anderen für einen 'zollfreien' Status im Rahmen spezifischer Handelsabkommen in Frage kommen, vorausgesetzt, die Waren erfüllen die Ursprungsregeln. Es ist für Importeure entscheidend, diese Präferenzzollsätze korrekt zu beantragen, indem sie die erforderlichen Ursprungsdokumente, wie ein Ursprungszeugnis, vorlegen.
Was sind die wichtigsten Einreihungskriterien für Produkte unter HS 2909.43, insbesondere 'Monobutylether von Ethylenglykol oder Diethylenglykol'?
Die Warentarifnummer 2909.43 umfasst speziell 'Monobutylether von Ethylenglykol oder Diethylenglykol'. Die primären Einreihungskriterien drehen sich um die chemische Struktur und Funktion der Verbindung. Dies sind organische Chemikalien, die durch eine Ether-Funktionsgruppe (-O-) gekennzeichnet sind und entweder von Ethylenglykol (HO-CH2-CH2-OH) oder Diethylenglykol (HO-CH2-CH2-O-CH2-CH2-OH) abgeleitet sind, wobei eine der Hydroxylgruppen mit einer Butylgruppe verethert ist. Beispiele sind 2-Butoxyethanol (Ethylenglykolmonobutylether, EGBE) und 2-(2-Butoxyethoxy)ethanol (Diethylenglykolmonobutylether, DEGBE). Die Einreihung unter diese Unterposition erfordert, dass die Substanz ein Monobutylether ist, was bedeutet, dass nur eine Butylgruppe vorhanden ist, und dass sie von Ethylenglykol oder Diethylenglykol abgeleitet sein muss. Produkte, die Dibutylether oder Ether anderer Glykole (z. B. Propylenglykol) oder gemischte Ether sind, würden je nach ihrer spezifischen chemischen Identität unter andere Unterpositionen innerhalb des Kapitels 29 oder anderer Kapitel fallen.
Welche Dokumente werden typischerweise für die Einfuhr von Waren der Warentarifnummer 2909.43 benötigt?
Für Einfuhren unter HS 2909.43 sind standardmäßige Zolldokumente erforderlich, die typischerweise eine Handelsrechnung, eine Packliste, einen Frachtbrief oder Luftfrachtbrief und ein Zollanmeldeformular umfassen. Um Präferenzzollsätze im Rahmen eines Freihandelsabkommens (z. B. 'zollfrei' für berechtigte Länder) zu beanspruchen, ist ein gültiges Ursprungszeugnis oder eine Ursprungserklärung (abhängig vom spezifischen FHA und dem Wertschwellenwert) unerlässlich. Importeure sollten auch bereit sein, ein Sicherheitsdatenblatt (SDB) für chemische Produkte vorzulegen, da dies von Zoll- oder anderen Regulierungsbehörden zur Gefahrenbewertung und zur Einhaltung von Chemikalienkontrollvorschriften (z. B. TSCA in den USA, REACH in der EU) angefordert werden kann. Zusätzlich können je nach Verwendungszweck oder spezifischen nationalen Vorschriften weitere Genehmigungen oder Lizenzen für Chemikalienimporte erforderlich sein.
Gibt es spezifische Handelsabkommen, die erhebliche Zollermäßigungen oder -befreiungen für HS 2909.43 bieten, und was sollten Importeure darüber wissen?
Ja, zahlreiche Handelsabkommen bieten erhebliche Zollermäßigungen oder -befreiungen für Produkte, die unter HS 2909.43 eingereiht sind. Für US-Importe bieten Abkommen wie das USMCA (United States-Mexico-Canada Agreement), KORUS (U.S.-Korea Free Trade Agreement), CAFTA-DR (Dominican Republic-Central America Free Trade Agreement) und FHAs mit Ländern wie Australien, Chile, Kolumbien, Israel, Panama, Peru und Singapur oft eine 'zollfreie' Behandlung. Ähnlich verfügt die EU über ein weitreichendes Netzwerk von FHAs (z. B. mit Kanada, Japan, Südkorea, Vietnam, UK), die Präferenzzollsätze bieten können. Das Vereinigte Königreich unterhält nach dem Brexit ebenfalls ein eigenes Netzwerk von FHAs. Importeure müssen sicherstellen, dass ihre Waren die spezifischen 'Ursprungsregeln' erfüllen, die im jeweiligen Handelsabkommen festgelegt sind, um für die Präferenzbehandlung in Frage zu kommen. Dies beinhaltet typischerweise den Nachweis, dass das Produkt vollständig in dem Partnerland gewonnen oder dort ausreichend be- oder verarbeitet wurde. Die Nichteinhaltung dieser Regeln oder die Nichtvorlage der ordnungsgemäßen Ursprungsdokumentation führt zur Anwendung des höheren MFN-Zollsatzes. Zollagenten können bei der Überprüfung der Ursprungsberechtigung und der Vorbereitung der erforderlichen Dokumente behilflich sein.