HS 290715 Naphthole und deren Salze

Zusammenfassung: <h3>Warentarifnummer 2907.15</h3> <p>Die Warentarifnummer 2907.15 umfasst "Naphthole und ihre Salze", organische chemische Verbindungen, die von Naphthalin abgeleitet sind und hauptsächlich als Zwischenprodukte bei der Herstellung von Farbstoffen, Pigmenten, Pharmazeutika und Kautschukchemikalien verwendet werden. Wichtige Beispiele sind Alpha-Naphthol und Beta-Naphthol. Importeure und Exporteure sollten die unterschiedlichen Zollsätze in den wichtigsten Jurisdiktionen beachten. Der britische Zolltarif weist Sätze wie 4,00 % und 0,00 % aus. Der EU-TARIC zeigt Sätze wie 5,50 % und 0,00 % an. Für die USA umfassen die Sätze 5,5 % Wertzoll, wobei viele Produkte im Rahmen verschiedener Freihandelsabkommen (z. B. A, AU, CL, KR, MX, SG) zollfrei behandelt werden können. Einige spezifische Naphthol-Derivate können höheren Sätzen unterliegen, wie z. B. 15,4 ¢/kg + 7,3 % Wertzoll. Aufgrund der vielfältigen Anwendungen und spezifischen chemischen Strukturen ist eine präzise Einreihung auf der 8-stelligen oder 10-stelligen Ebene entscheidend, um die genaue Einfuhrzollpflicht zu bestimmen und die Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten.</p>

Wie hoch sind die Zollsätze?

🇬🇧 United Kingdom

Code MFN Präferenz Einheit
2907150000
2907159000 4.00 %
2907159090 4.00 %
2907151000 0.00 %
2907159010 4.00 %

🇪🇺 European Union (TARIC)

Code MFN Präferenz Einheit
2907159090 5.50 %
2907150000
2907151000 0.00 %
2907159000 5.50 %
2907159010 5.50 %

🇺🇸 United States (HTSUS)

Code MFN Präferenz Einheit
2907151000 5.5% Free (17 Programme) ["kg"]
290715
2907156000 5.5% Free (17 Programme) ["kg"]
2907153000 Free ["kg"]

Sonderzollsätze verfügbar im Rahmen von Handelsabkommen wie USMCA, KORUS und GSP.

Zollsätze gemäß USITC (US International Trade Commission) Harmonized Tariff Schedule (HTS) (abgerufen am 22.2.2026), EU TARIC – DG TAXUD (Generaldirektion Steuern und Zollunion) (abgerufen am 22.2.2026) und UK Trade Tariff – HMRC (His Majesty's Revenue and Customs) (abgerufen am 22.2.2026).

Daten zusammengestellt und aufbereitet von HSRates.

Welche Handelsabkommen senken die Zölle für HS 2907.15?

Einfuhren von Naphthole und deren Salze können unter Freihandelsabkommen und Präferenzprogrammen ermäßigte oder zollfreie Sätze erhalten. Die nachstehende Übersicht zeigt verfügbare Präferenzregelungen je Zollgebiet, zusammengestellt von HSRates auf Basis offizieller Tarif- und Handelsabkommensdaten.

United States (HTSUS)

Free für USMCA, KORUS, GSP, und 15 weitere Programme

European Union (TARIC)

Präferenzzolldaten noch nicht verfügbar.

United Kingdom

Präferenzzolldaten noch nicht verfügbar.

Präferenzzölle erfordern einen Ursprungsnachweis und können Kontingenten oder Bedingungen unterliegen. Prüfen Sie die Berechtigung immer mit einem zugelassenen Zollberater.

Daten zusammengestellt von HSRates.

Welche Vorzugssätze gelten für Ihr Ursprungsland?

Wählen Sie ein Ursprungsland, um Präferenzzollsätze zu prüfen.

Präferenzzollsätze basieren auf verfügbaren Handelsabkommen. Tatsächliche Sätze können abweichen.

Wie entwickeln sich die Handelsmengen?

Wie wird dieser HS-Code eingereiht?

Welche Produkte deckt die Warentarifnummer 290715 ab?

Diese Unterposition umfasst Naphthole und deren Salze, die spezifische Arten von Phenolen sind, die aus Naphthalin gewonnen werden. Naphthole sind aromatische organische Verbindungen, die eine Hydroxylgruppe (-OH) an einem Naphthalinring enthalten. Die beiden primären Isomere sind 1-Naphthol (Alpha-Naphthol) und 2-Naphthol (Beta-Naphthol), die beide hier zusammen mit ihren jeweiligen Salzen enthalten sind. Diese Einreihung entspricht der Nomenklatur des Harmonisierten Systems der Weltzollorganisation und wird in nationalen Zolltarifen wie dem Harmonized Tariff Schedule (HTSUS) der USITC und dem EU-TARIC-System konsequent angewendet, wobei sowohl reine Formen als auch Mischungen dieser spezifischen chemischen Verbindungen umfasst sind.

Was fällt nicht unter die Warentarifnummer 290715?

Die folgenden Produkte sind von der Warentarifnummer 290715 ausgeschlossen: Naphthole, die über die einfache Salzbildung hinaus chemisch modifiziert wurden, wie Naphtholderivate, die zusätzliche funktionelle Gruppen enthalten (z. B. Sulfonsäuregruppen, Carbonsäuregruppen), würden typischerweise unter andere Unterpositionen innerhalb des Kapitels 29 eingereiht, oft unter spezifischere chemische Beschreibungen. Zum Beispiel werden Naphtholsulfonsäuren und ihre Salze unter 2908 eingereiht. Ebenso würden Produkte, bei denen Naphthole lediglich Bestandteile einer größeren Mischung oder Zubereitung sind und nicht die primäre Chemikalie für die Einreihung, je nach Art der Zubereitung, an anderer Stelle eingereiht, z. B. unter Kapitel 38 für verschiedene chemische Erzeugnisse oder Kapitel 32 für Farbstoffe.

Was sind häufige Einreihungsfehler bei der Warentarifnummer 290715?

Ein häufiger Fehler ist die falsche Einreihung von Naphtholderivaten, die zusätzliche funktionelle Gruppen über die Hydroxylgruppe und deren Salz hinaus enthalten. Importierende gehen manchmal fälschlicherweise davon aus, dass jede Verbindung, die eine Naphtholstruktur enthält, zu 290715 gehört, und übersehen dabei die Spezifität der Unterposition. Zum Beispiel werden Naphtholsulfonsäuren häufig hier anstatt unter 2908 falsch eingereiht. Dieser Fehler entsteht oft durch die Nichtanwendung der Allgemeinen Vorschrift 1 (AV 1), die besagt, dass die Einreihung nach dem Wortlaut der Positionen und der Anmerkungen zu den Abschnitten oder Kapiteln erfolgt, und der AV 6, die dieses Prinzip auf Unterpositionen ausdehnt und verlangt, dass die spezifischste Beschreibung Vorrang hat. Eine genaue chemische Identifizierung ist entscheidend, um solche Fehler zu vermeiden.

Wie sollten Importierende Produkte unter der Warentarifnummer 290715 einreihen?

Das korrekte Verfahren zur Einreihung von Produkten unter der Warentarifnummer 290715 beinhaltet eine gründliche Überprüfung der chemischen Zusammensetzung und Struktur. Importierende und Zollagenten sollten zunächst ein detailliertes Analysenzertifikat (CoA) oder Sicherheitsdatenblatt (SDS) für das Produkt einholen, das es eindeutig als 1-Naphthol, 2-Naphthol oder deren jeweilige Salze identifiziert. Überprüfen Sie, ob keine zusätzlichen funktionellen Gruppen vorhanden sind, die zu einer Einreihung unter einer spezifischeren Unterposition innerhalb des Kapitels 29 führen würden, wie z. B. für Sulfonsäuren (2908) oder andere Derivate. Konsultieren Sie die Erläuterungen der WZO zur Position 2907 und gleichen Sie diese mit dem HTSUS der USITC oder dem EU-TARIC ab, um spezifische nationale Entscheidungen oder Interpretationen zu finden. Im Zweifelsfall sollten Sie eine verbindliche Zolltarifauskunft bei der zuständigen Zollbehörde beantragen, um die Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten und potenzielle Strafen zu vermeiden.

Welche HS-Codes sind verwandt?

Nicht der richtige Code? Durchsuchen Sie alle HS-Codes, um die passende Zolltarifnummer zu finden.

Häufige Fragen

Was sind die Standard-Meistbegünstigungszollsätze (MFN) für die Einfuhr von Waren der Warentarifnummer 2907.15 ('Naphthole und ihre Salze') in wichtigen globalen Märkten?

Die Meistbegünstigungszollsätze (MFN) für die Warentarifnummer 2907.15 variieren je nach Einfuhrland. Zum Beispiel beträgt der allgemeine MFN-Zollsatz in den Vereinigten Staaten 5,5 % Wertzoll, gemäß dem Harmonized Tariff Schedule of the United States (HTSUS). Die EU-TARIC-Datenbank weist einen gemeinsamen MFN-Zollsatz von 5,5 % Wertzoll für Einfuhren in die Europäische Union aus. Der UK Global Tariff listet ebenfalls einen MFN-Zollsatz von 5,5 % Wertzoll auf. Importeure sollten immer den spezifischen Zolltarif des Bestimmungslandes für die aktuellsten und genauesten MFN-Sätze konsultieren.

Gibt es präferenzielle Zollsätze für 'Naphthole und ihre Salze' unter HS 2907.15, und welche Handelsabkommen bieten diese üblicherweise an?

Ja, präferenzielle Zollsätze sind für HS 2907.15 häufig im Rahmen verschiedener Freihandelsabkommen (FHA) und Allgemeiner Präferenzsysteme (APS) verfügbar. Zum Beispiel können in den Vereinigten Staaten Einfuhren aus Ländern wie Australien (AU), Bahrain (BH), Chile (CL), Kolumbien (CO), Israel (IL), Jordanien (JO), Korea (KR), Marokko (MA), Oman (OM), Panama (PA), Peru (PE) und Singapur (SG) im Rahmen ihrer jeweiligen FHA (z. B. US-AU FHA, KORUS FHA) für eine zollfreie Behandlung in Frage kommen. Die EU bietet ebenfalls präferenzielle Zollsätze an, oft zollfrei (0,00 %), für Waren mit Ursprung in Partnerländern im Rahmen von Abkommen wie dem EU-Japan EPA oder verschiedenen APS-Regelungen. Um präferenzielle Zollsätze in Anspruch zu nehmen, müssen Importeure sicherstellen, dass die Waren die spezifischen Ursprungsregeln des anwendbaren Abkommens erfüllen und die entsprechenden Dokumente, wie ein Ursprungszeugnis, vorlegen.

Was sind die wichtigsten Einreihungskriterien für 'Naphthole und ihre Salze' unter HS 2907.15, und was unterscheidet sie von anderen organischen Chemikalien?

Die Warentarifnummer 2907.15 umfasst speziell 'Naphthole und ihre Salze'. Das primäre Einreihungskriterium ist die chemische Struktur: Es handelt sich um Hydroxyderivate des Naphthalins. Naphthole zeichnen sich dadurch aus, dass eine Hydroxylgruppe (-OH) direkt an einen Naphthalinring gebunden ist. Dies unterscheidet sie von anderen Phenolen (z. B. Phenol, Kresole in 2907.11 und 2907.12), die Derivate des Benzols sind, und von Alkoholen (Kapitel 29, Unterkapitel I), bei denen die Hydroxylgruppe an eine azyklische Kohlenstoffkette gebunden ist. Salze von Naphtholen, wie Natriumnaphthoxid, werden ebenfalls hier eingereiht. Importeure sollten sicherstellen, dass der chemische Name, die CAS-Nummer und die Strukturformel in den Produktspezifikationen mit der Definition von Naphtholen oder ihren Salzen übereinstimmen, um eine korrekte Einreihung zu gewährleisten.

Welche spezifischen Dokumente werden von den Zollbehörden typischerweise für die Einfuhr von Waren, die unter HS 2907.15 eingereiht sind, verlangt?

Für Waren, die unter HS 2907.15 eingereiht sind, gehören zu den Standard-Importdokumenten eine Handelsrechnung, eine Packliste und ein Frachtbrief oder Luftfrachtbrief. Darüber hinaus verlangen die Zollbehörden aufgrund der chemischen Natur des Produkts häufig ein Materialsicherheitsdatenblatt (MSDS) oder Sicherheitsdatenblatt (SDS), um potenzielle Gefahren zu bewerten und die Einhaltung chemischer Vorschriften sicherzustellen. Wenn präferenzielle Zollsätze beansprucht werden, ist ein gültiges Ursprungszeugnis (z. B. EUR.1, NAFTA/USMCA-Zertifikat oder Eigenerklärung) obligatorisch. Je nach Einfuhrland können auch spezifische chemische Registrierungen oder Einfuhrgenehmigungen erforderlich sein, insbesondere wenn die Substanz nationalen Chemikalieninventaren oder Umweltvorschriften unterliegt.