HS 290619 Sonstige
Zusammenfassung: <h3>Warentarifnummer 2906.19: Sonstige azyklische Alkohole</h3> <p>Die Warentarifnummer 2906.19, "Sonstige", umfasst azyklische Alkohole und deren halogenierte, sulfonierte, nitrierte oder nitrosierte Derivate, die nicht spezifisch an anderer Stelle innerhalb der Unterposition 2906.1 klassifiziert sind. Dies beinhaltet eine vielfältige Palette organischer chemischer Verbindungen. Für Importeure und Exporteure ist das Verständnis der unterschiedlichen Zollsätze entscheidend. Der britische Zolltarif wendet im Allgemeinen einen Wertzoll von 0,00 % für Waren dieser Einreihung an. Im Gegensatz dazu erhebt das EU-TARIC-System typischerweise einen Wertzoll von 5,50 %. Der US Harmonized Tariff Schedule (Harmonisierter Zolltarif der USA) zeigt ein komplexeres Bild, mit einem allgemeinen Zollsatz von 5,5 % Wertzoll, beinhaltet aber auch zahlreiche präferenzielle "Frei"-Sätze im Rahmen verschiedener Freihandelsabkommen (z.B. A*, AU, BH, CL, CO, etc.), neben einem bemerkenswerten Wertzoll von 45 % für spezifische Unterklassifizierungen. Importeure sollten das spezifische Produkt und das Ursprungsland sorgfältig überprüfen, um den anwendbaren Zollsatz zu bestimmen und alle verfügbaren präferenziellen Freihandelsabkommen zu nutzen.</p>
Wie hoch sind die Zollsätze?
🇬🇧 United Kingdom
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2906190000 | 0.00 % | — | — |
| 2906190020 | 0.00 % | — | — |
| 2906190050 | 0.00 % | — | — |
| 2906190070 | 0.00 % | — | — |
| 2906190010 | 0.00 % | — | — |
🇪🇺 European Union (TARIC)
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2906190000 | — | — | — |
| 2906190010 | 5.50 % | — | — |
| 2906190020 | 5.50 % | — | — |
| 2906190040 | 5.50 % | — | — |
| 2906190060 | 5.50 % | — | — |
🇺🇸 United States (HTSUS)
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 290619 | — | — | — |
| 2906193000 | 5.5% | Free (17 Programme) | ["kg"] |
| 2906191000 | Free | — | ["kg"] |
| 2906195000 | 5.5% | Free (18 Programme) | ["kg"] |
Sonderzollsätze verfügbar im Rahmen von Handelsabkommen wie USMCA, KORUS und GSP.
Zollsätze gemäß USITC (US International Trade Commission) Harmonized Tariff Schedule (HTS) (abgerufen am 22.2.2026), EU TARIC – DG TAXUD (Generaldirektion Steuern und Zollunion) (abgerufen am 22.2.2026) und UK Trade Tariff – HMRC (His Majesty's Revenue and Customs) (abgerufen am 22.2.2026).
Daten zusammengestellt und aufbereitet von HSRates.
Welche Handelsabkommen senken die Zölle für HS 2906.19?
Einfuhren von Sonstige können unter Freihandelsabkommen und Präferenzprogrammen ermäßigte oder zollfreie Sätze erhalten. Die nachstehende Übersicht zeigt verfügbare Präferenzregelungen je Zollgebiet, zusammengestellt von HSRates auf Basis offizieller Tarif- und Handelsabkommensdaten.
United States (HTSUS)
Free für USMCA, KORUS, GSP, und 16 weitere Programme
European Union (TARIC)
Präferenzzolldaten noch nicht verfügbar.
United Kingdom
Präferenzzolldaten noch nicht verfügbar.
Präferenzzölle erfordern einen Ursprungsnachweis und können Kontingenten oder Bedingungen unterliegen. Prüfen Sie die Berechtigung immer mit einem zugelassenen Zollberater.
Daten zusammengestellt von HSRates.
Welche Vorzugssätze gelten für Ihr Ursprungsland?
Wählen Sie ein Ursprungsland, um Präferenzzollsätze zu prüfen.
Präferenzzollsätze basieren auf verfügbaren Handelsabkommen. Tatsächliche Sätze können abweichen.
Wie entwickeln sich die Handelsmengen?
Wie wird dieser HS-Code eingereiht?
Welche Produkte deckt die Warentarifnummer 290619 ab?
Diese Unterposition umfasst azyklische Alkohole und deren halogenierte, sulfonierte, nitrierte oder nitrosierte Derivate, insbesondere solche, die "andere" sind als die explizit in den Unterpositionen innerhalb von 2906.1 aufgeführten. Dies beinhaltet eine breite Palette von azyklischen Alkoholen, die nicht unter 2906.11 (Methylalkohol), 2906.12 (Propylalkohol und Isopropylalkohol), 2906.13 (Butylalkohole), 2906.14 (Octanol (Octylalkohol) und seine Isomere) oder 2906.19 (andere) fallen. Die Erläuterungen zum Harmonisierten System der WZO für die Position 2906 stellen klar, dass diese Kategorie "andere" verschiedene geradkettige oder verzweigtkettige azyklische Alkohole und deren spezifische Derivate erfasst, sofern sie die chemischen Strukturvoraussetzungen der Position erfüllen und nicht spezifischer an anderer Stelle vorgesehen sind. Beispiele könnten bestimmte Pentanole, Hexanole oder höhere azyklische Alkohole sein, die nicht gesondert identifiziert sind.
Was fällt nicht unter die Warentarifnummer 290619?
Folgende Produkte sind von der Warentarifnummer 290619 ausgeschlossen: explizit aufgeführte azyklische Alkohole wie Methylalkohol (2906.11), Propylalkohol und Isopropylalkohol (2906.12), Butylalkohole (2906.13) sowie Octanol und seine Isomere (2906.14), die eigene dedizierte Unterpositionen haben. Des Weiteren sind zyklische Alkohole (z.B. Cyclohexanol, Menthol) ausgeschlossen und werden unter 2906.2 eingereiht. Phenole, auch wenn sie eine azyklische Alkoholgruppe enthalten, werden im Allgemeinen unter der Position 2907 eingereiht. Mehrwertige Alkohole, wie Glycerin (2905.45) oder Mannit (2905.43), sind ebenfalls von dieser spezifischen Unterposition ausgeschlossen und finden sich aufgrund ihrer unterschiedlichen chemischen Strukturen und funktionellen Gruppen in anderen Teilen des Kapitels 29, oft unter der Position 2905.
Was sind häufige Einreihungsfehler bei der Warentarifnummer 290619?
Ein häufiger Fehler ist die Falscheinreihung eines spezifisch aufgeführten azyklischen Alkohols unter 290619, das für "andere" azyklische Alkohole reserviert ist. Zum Beispiel ist die Einreihung von Isopropylalkohol unter 290619 anstelle seiner korrekten Unterposition 2906.12 ein häufiger Fehler. Eine weitere Falle besteht in der fehlerhaften Anwendung der Allgemeinen Auslegungsregel (AAR) 1, bei der nicht erkannt wird, dass der Wortlaut der Unterpositionen Vorrang hat. Importierende übersehen manchmal die präzisen chemischen Definitionen und versuchen, einen zyklischen Alkohol oder ein Phenolderivat hier einzureihen, obwohl die Position 2906 explizit nur azyklische Alkohole abdeckt. Darüber hinaus können Produkte, die Gemische oder Zubereitungen mit azyklischen Alkoholen sind, bei denen der Alkohol jedoch nicht der einzige oder Hauptbestandteil ist, je nach ihrer Funktion und Zusammensetzung unter Kapitel 38 oder andere Positionen fallen, anstatt direkt unter 290619.
Wie sollten Importierende Produkte unter der Warentarifnummer 290619 einreihen?
Das korrekte Verfahren zur Einreihung von Produkten unter der Warentarifnummer 290619 beinhaltet eine systematische Überprüfung der chemischen Identität und Struktur des Produkts. Importierende und Zollagenten müssen zunächst bestätigen, dass es sich bei dem Produkt um einen azyklischen Alkohol oder eines seiner spezifischen Derivate (halogeniert, sulfoniert, nitriert oder nitrosiert) handelt. Als Nächstes müssen sie sorgfältig prüfen, ob der spezifische azyklische Alkohol in einer der vorangehenden Unterpositionen unter 2906.1 (d.h. 2906.11 bis 2906.14) explizit genannt wird. Nur wenn das Produkt ein azyklischer Alkohol ist und *nicht* explizit in diesen präziseren Unterpositionen aufgeführt ist, sollte es unter 290619 eingereiht werden. Die Konsultation der Erläuterungen zum Harmonisierten System der WZO für die Position 2906 und die Beschaffung eines detaillierten Analysenzertifikats (CoA) oder Sicherheitsdatenblatts (SDS) vom Hersteller, das den chemischen Namen (z.B. IUPAC-Name) und die CAS-Nummer klar angibt, ist entscheidend für eine genaue Einreihung und zur Vermeidung potenzieller Strafen für Falschdeklaration.
Welche HS-Codes sind verwandt?
Nicht der richtige Code? Durchsuchen Sie alle HS-Codes, um die passende Zolltarifnummer zu finden.
Häufige Fragen
Wie hoch ist der Meistbegünstigungszollsatz (MFN-Zollsatz) für Produkte der Warentarifnummer 2906.19 in wichtigen Märkten, und wie werden Präferenzzollsätze angewendet?
Der MFN-Zollsatz (Meistbegünstigungszollsatz) für HS 2906.19 „Andere cyclische Alkohole und ihre halogenierten, sulfonierten, nitrierten oder nitrosierten Derivate“ kann je nach Einfuhrland erheblich variieren. Beispielsweise wenden die Vereinigten Staaten im Allgemeinen einen MFN-Zollsatz von 5,5 % Wertzoll an. Die TARIC-Datenbank der Europäischen Union weist für viele Produkte dieser Unterposition oft einen MFN-Zollsatz von 0,00 % aus. Der UK Global Tariff listet ebenfalls häufig einen MFN-Zollsatz von 0,00 %. Es ist jedoch entscheidend, die spezifische Unterklassifizierung und das Ursprungsland zu überprüfen. Präferenzzollsätze, oft „Zollfrei“ (0,00 %), sind im Rahmen verschiedener Freihandelsabkommen (FHA) für berechtigte Waren mit Ursprung in Partnerländern verfügbar. Für die USA umfasst dies unter anderem Abkommen mit Australien (AU), Bahrain (BH), Chile (CL), Kolumbien (CO), Israel (IL), Jordanien (JO), Korea (KR), Marokko (MA), Oman (OM), Panama (PA), Peru (PE) und Singapur (SG), die typischerweise durch spezielle Programmkennzeichen wie „A*“, „D“, „E“, „P“, „S“ angezeigt werden. Importeure müssen sicherstellen, dass sie die Ursprungsregeln erfüllen und die entsprechenden Dokumente (z. B. eine Ursprungsbescheinigung) vorlegen, um diese Präferenzzollsätze in Anspruch nehmen zu können.
Was sind die wichtigsten Einreihungskriterien, um festzustellen, ob ein Produkt unter HS 2906.19 „Andere“ oder andere Unterpositionen innerhalb von 2906 fällt?
HS 2906.19 ist eine Restunterposition „Andere“ innerhalb der Position 2906, die „Cyclische Alkohole und ihre halogenierten, sulfonierten, nitrierten oder nitrosierten Derivate“ umfasst. Die primären Einreihungskriterien hängen von der chemischen Struktur des Alkohols ab. Produkte fallen unter 2906.19, wenn es sich um cyclische Alkohole (Alkohole mit einer Ringstruktur, wie alicyclische oder aromatische Alkohole) oder deren spezifische Derivate (halogeniert, sulfoniert, nitriert oder nitrosiert) handelt, die jedoch nicht explizit in anderen Unterpositionen von 2906 aufgeführt sind. Dazu gehören beispielsweise Menthol (2906.11), Cyclohexanol, Methylcyclohexanole und Dimethylcyclohexanole (2906.12), Sterine und Inosite (2906.13), Terpineole (2906.14) oder andere spezifische cyclische Alkohole wie Benzylalkohol (2906.21) oder Phenol und seine Salze (unter 2907). Importeure müssen den Zollbehörden einen detaillierten chemischen Namen, die CAS-Nummer und die Strukturformel vorlegen, um eine korrekte Einreihung zu gewährleisten, da die Kategorie „Andere“ eine Bestätigung erfordert, dass die Substanz keiner spezifischeren Beschreibung entspricht.
Gibt es spezifische Dokumentationsanforderungen oder regulatorische Überlegungen für den Import von Chemikalien, die unter HS 2906.19 eingereiht sind?
Ja, der Import von Chemikalien unter HS 2906.19 erfordert oft spezifische Dokumentation und die Einhaltung von Vorschriften, die über die Standard-Zollanmeldung hinausgehen. Zu den wichtigsten Anforderungen gehören typischerweise eine Handelsrechnung, eine Packliste, ein Frachtbrief oder Luftfrachtbrief und eine Ursprungsbescheinigung, wenn Präferenzzollsätze beansprucht werden. Entscheidend ist, dass für chemische Importe fast immer ein Sicherheitsdatenblatt (SDB), früher Material Safety Data Sheet (MSDS), erforderlich ist. Das SDB liefert wichtige Informationen über die Eigenschaften, Gefahren, den sicheren Umgang und Notfallmaßnahmen der Chemikalie, was für Zoll-, Gesundheits- und Sicherheitsbehörden unerlässlich ist. Je nach spezifischer Chemikalie und ihrer Endverwendung können zusätzliche Genehmigungen oder Erklärungen von Behörden wie der Environmental Protection Agency (EPA) oder der Food and Drug Administration (FDA) in den USA oder gleichwertigen Stellen in anderen Ländern erforderlich sein, insbesondere wenn die Substanz toxisch, kontrolliert oder für spezifische Anwendungen (z. B. Pharmazeutika, Pestizide) bestimmt ist. Importeure sollten vor dem Versand alle nationalen und lokalen Vorschriften überprüfen, die für ihre spezifische Chemikalie gelten.
Wie wirken sich gängige Handelsabkommen, wie das USMCA oder das EU-Japan EPA, auf die Zollsätze für Produkte unter HS 2906.19 aus?
Gängige Handelsabkommen wirken sich erheblich auf die Zollsätze für HS 2906.19 aus, indem sie oft eine „Zollfreie“ (0,00 %) Präferenzbehandlung für Ursprungswaren vorsehen. Beispielsweise würden im Rahmen des Abkommens zwischen den Vereinigten Staaten, Mexiko und Kanada (USMCA) berechtigte Waren mit Ursprung in Mexiko oder Kanada, die in die USA importiert werden, typischerweise einen Zollsatz von 0,00 % erhalten, der den MFN-Zollsatz von 5,5 % ersetzt. Ähnlich würde das Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (EPA) zwischen der EU und Japan wahrscheinlich einen Zollsatz von 0,00 % für Waren mit Ursprung in Japan, die in die EU importiert werden, oder umgekehrt, gewähren, wo sonst der MFN-Zollsatz gelten könnte. Um diese Vorteile in Anspruch nehmen zu können, müssen Importeure sicherstellen, dass die Waren die spezifischen Ursprungsregeln des jeweiligen Abkommens erfüllen und einen gültigen Ursprungsnachweis, wie eine Ursprungsbescheinigung oder eine Ursprungserklärung, besitzen. Die Nichteinhaltung dieser Regeln führt zur Anwendung des höheren MFN-Zollsatzes.