HS 290551 Halogenierte, sulfonierte, nitrierte oder nitrosierte Derivate von acyclischen Alkoholen

Zusammenfassung: <h3>Warentarifnummer 290551</h3> <p>Die Warentarifnummer 290551 umfasst halogenierte, sulfonierte, nitrierte oder nitrosierte Derivate von acyclischen Alkoholen. Vereinfacht ausgedrückt, beinhaltet dies chemisch modifizierte acyclische Alkohole, bei denen Wasserstoffatome durch Halogene (wie Chlor oder Brom) oder durch Sulfonat-, Nitrat- oder Nitrosatgruppen ersetzt wurden. Beispiele hierfür sind Chloralhydrat oder Trichlorethanol.</p> <p>Für Importeure und Exporteure ist das Verständnis der spezifischen chemischen Modifikation für die korrekte Einreihung entscheidend. Die Zollsätze variieren erheblich: Das Vereinigte Königreich und die EU wenden im Allgemeinen einen Wertzoll von 0,00 % an. In den USA ist zwar ein "Frei"-Satz üblich, bestimmte spezifische Derivate innerhalb dieser Position können jedoch gemäß dem Harmonisierten Zolltarif der USITC einem Wertzoll von 39 % unterliegen. Importeure sollten die genaue chemische Struktur mit dem Zolltarif abgleichen, um eine falsche Tarifierung und unerwartete Kosten zu vermeiden.</p>

Wie hoch sind die Zollsätze?

🇬🇧 United Kingdom

Code MFN Präferenz Einheit
2905510000 0.00 %

🇪🇺 European Union (TARIC)

Code MFN Präferenz Einheit
2905510000 0.00 %

🇺🇸 United States (HTSUS)

Code MFN Präferenz Einheit
2905510000 Free ["kg"]

Zollsätze gemäß USITC (US International Trade Commission) Harmonized Tariff Schedule (HTS) (abgerufen am 22.2.2026), EU TARIC – DG TAXUD (Generaldirektion Steuern und Zollunion) (abgerufen am 22.2.2026) und UK Trade Tariff – HMRC (His Majesty's Revenue and Customs) (abgerufen am 22.2.2026).

Daten zusammengestellt und aufbereitet von HSRates.

Wie wird dieser HS-Code eingereiht?

Welche Produkte deckt die Warentarifnummer 290551 ab?

Diese Unterposition umfasst halogenierte, sulfonierte, nitrierte oder nitrosierte Derivate von acyclischen Alkoholen, wie sie in der Nomenklatur des Harmonisierten Systems der Weltzollorganisation definiert und im Harmonisierten Zolltarif der Vereinigten Staaten (HTSUS) der USITC sowie im EU-TARIC-System näher erläutert werden. Insbesondere umfasst sie organische chemische Verbindungen, bei denen ein acyclischer Alkohol eine chemische Modifikation erfahren hat, die die Einführung eines Halogenatoms (z. B. Fluor, Chlor, Brom, Iod), einer Sulfonylgruppe (-SO2OH), einer Nitrogruppe (-NO2) oder einer Nitrosogruppe (-NO) beinhaltet. Diese Derivate behalten die grundlegende acyclische Alkoholstruktur bei, besitzen jedoch diese zusätzlichen funktionellen Gruppen, die ihre chemischen Eigenschaften und Anwendungen verändern.

Was fällt nicht unter die Warentarifnummer 290551?

Die folgenden Produkte sind von der Warentarifnummer 290551 ausgeschlossen: Derivate von cyclischen Alkoholen, die an anderer Stelle in Kapitel 29 eingereiht werden, typischerweise unter den Positionen 2906 oder 2907, abhängig von ihrer spezifischen Struktur. Ferner sind Ether, Peroxide, Epoxidalkohole, Acetale und Halbacetale sowie deren halogenierte, sulfonierte, nitrierte oder nitrosierte Derivate durch Anmerkung 4 zu Kapitel 29 ausdrücklich von der Position 2905 ausgeschlossen und würden unter die Position 2909 eingereiht. Zum Beispiel wird Chloralhydrat (2,2,2-Trichlorethan-1,1-diol) hier nicht eingereiht, obwohl es halogeniert ist, da es ein Aldehydhydrat ist und unter die Position 2912 fällt.

Was sind häufige Einreihungsfehler bei der Warentarifnummer 290551?

Ein häufiger Fehler ist die Falscheinreihung von Verbindungen, die Derivate von cyclischen Alkoholen oder anderen funktionellen Gruppen sind, anstatt streng acyclischer Alkohole. Importierende übersehen manchmal die spezifischen Ausschlüsse, die in den Anmerkungen zu Kapitel 29, insbesondere Anmerkung 4, aufgeführt sind und bestimmte Derivate von Ethern, Peroxiden und Epoxiden an anderer Stelle einreihen. Ein weiterer häufiger Fehler besteht darin, die primäre funktionelle Gruppe eines komplexen Moleküls nicht korrekt zu identifizieren. Zum Beispiel würde eine Verbindung, die sowohl ein acyclisches Alkoholderivat als auch ein Ether ist, wobei die Etherfunktion überwiegt, gemäß der Allgemeinen Auslegungsregel (AAR) 3(a) und den Anmerkungen zu Kapitel 29 unter die Position 2909 und nicht unter 2905 eingereiht.

Wie sollten Importierende Produkte unter der Warentarifnummer 290551 einreihen?

Das korrekte Verfahren zur Einreihung von Produkten unter der Warentarifnummer 290551 erfordert eine rigorose Analyse der chemischen Struktur, um zu bestätigen, dass es sich um ein acyclisches Alkoholderivat mit ausschließlich Halogen-, Sulfonyl-, Nitro- oder Nitroso-Modifikationen handelt. Importierende und Zollagenten sollten zunächst überprüfen, ob die Verbindung tatsächlich ein acyclischer Alkohol und kein cyclischer Alkohol oder eine andere organische Funktion ist. Als Nächstes ist das Vorhandensein ausschließlich der angegebenen Derivatgruppen zu bestätigen. Konsultieren Sie die Erläuterungen der WZO zur Position 2905 und die spezifischen rechtlichen Anmerkungen zu Kapitel 29, insbesondere Anmerkung 4, um Ausschlüsse auszuschließen. Bei anhaltender Unsicherheit wird dringend empfohlen, eine verbindliche Zolltarifauskunft von der zuständigen Zollbehörde (z. B. CBP in den USA, HMRC im Vereinigten Königreich oder nationale Zollbehörden in der EU) einzuholen, um die Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten und mögliche Strafen zu vermeiden.

Welche HS-Codes sind verwandt?

Nicht der richtige Code? Durchsuchen Sie alle HS-Codes, um die passende Zolltarifnummer zu finden.

Häufige Fragen

Was sind die Standard-Meistbegünstigungszollsätze (MFN-Zollsätze) für Produkte, die unter der Warentarifnummer 2905.51 in wichtigen Märkten eingereiht sind?

Die Meistbegünstigungszollsätze (MFN-Zollsätze) für 'Halogenierte, sulfonierte, nitrierte oder nitrosierte Derivate von acyclischen Alkoholen' (HS 2905.51) variieren erheblich je nach Einfuhrland. Beispielsweise wenden die Vereinigten Staaten im Allgemeinen einen 'zollfreien' Zollsatz (0,00 % Wertzoll) gemäß dem Harmonized Tariff Schedule of the United States (HTSUS) an. Die TARIC-Datenbank der Europäischen Union weist für die meisten MFN-Einfuhren ebenfalls typischerweise einen Wertzollsatz von 0,00 % aus. Andere Länder, wie bestimmte Entwicklungsländer oder solche mit spezifischen industriellen Schutzpolitiken, könnten jedoch höhere Sätze anwenden, potenziell bis zu 39 % Wertzoll. Importierende Personen sollten den genauen MFN-Zollsatz für ihr spezifisches Bestimmungsland zum Zeitpunkt der Einfuhr immer anhand der offiziellen Zolldatenbank (z. B. USITC HTSUS, EU TARIC, UK Trade Tariff) überprüfen.

Wie klassifiziere ich eine Chemikalie korrekt unter der Warentarifnummer 2905.51, und was sind die wichtigsten Einreihungskriterien?

Die Einreihung unter HS 2905.51 erfordert, dass die Chemikalie ein Derivat eines acyclischen Alkohols ist, das halogeniert, sulfoniert, nitriert oder nitrosiert wurde. Die primären Kriterien sind: 1. Acyclische Alkoholbasis: Die Ausgangsverbindung muss ein acyclischer Alkohol sein (z. B. Methanol, Ethanol, Propanol). 2. Derivatisierung: Es muss ein Derivat sein, das durch die Einführung von Halogenatomen (Fluor, Chlor, Brom, Iod), Sulfonsäuregruppen (-SO3H), Nitrogruppen (-NO2) oder Nitrosogruppen (-NO) in die Molekularstruktur gebildet wurde. Es ist entscheidend, diese von einfachen Estern oder Ethern acyclischer Alkohole zu unterscheiden, die unter andere Positionen fallen. Zum Beispiel ist Chloralhydrat (Trichloressigsäurealdehyd-Monohydrat) ein halogeniertes Derivat eines acyclischen Alkohols und würde typischerweise hierher fallen. Die Erläuterungen zu Kapitel 29 des Harmonisierten Systems der Weltzollorganisation (WZO) bieten detaillierte Anleitungen und Beispiele für eine präzise Einreihung.

Gibt es präferenzielle Zollsätze für HS 2905.51 im Rahmen gängiger Freihandelsabkommen?

Ja, präferenzielle Zollsätze, oft 'zollfrei' (0,00 % Wertzoll), sind häufig für HS 2905.51 im Rahmen verschiedener Freihandelsabkommen (FHA) und Allgemeiner Präferenzsysteme (APS) verfügbar, vorausgesetzt, das Produkt erfüllt die spezifischen Ursprungsregeln. Zum Beispiel würden Einfuhren in die Vereinigten Staaten von FHA-Partnern wie Mexiko (USMCA), Südkorea (KORUS FTA) oder Australien (AUSFTA) im Allgemeinen einen präferenziellen Zollsatz von 0,00 % erhalten, wenn sie aus diesen Ländern stammen. Ähnlich können Einfuhren in die EU aus APS-begünstigten Ländern oder FHA-Partnern (z. B. Japan, Kanada) ebenfalls von reduzierten oder Nullzöllen profitieren. Importierende Personen müssen sicherstellen, dass sie die korrekten Ursprungsdokumente, wie ein Ursprungszeugnis, besitzen, um diese präferenziellen Zollsätze in Anspruch nehmen zu können. Konsultieren Sie immer den spezifischen FHA-Text oder die APS-Vorschriften für das Einfuhrland, um die Berechtigung und die Dokumentationsanforderungen zu bestätigen.

Welche spezifischen Dokumente sind für die Einfuhr von Chemikalien unter HS 2905.51 über die Standard-Zollerklärungen hinaus erforderlich?

Über die Standard-Handelsrechnung, Packliste und den Frachtbrief/Luftfrachtbrief hinaus kann die Einfuhr von Chemikalien unter HS 2905.51 aufgrund ihrer chemischen Natur und potenzieller regulatorischer Kontrollen zusätzliche Dokumente erfordern. Wichtige Dokumente umfassen oft: 1. Sicherheitsdatenblatt (SDB): Wesentlich für die Gefahrenkommunikation und oft von Zoll- oder Chemikalienregulierungsbehörden gefordert. 2. Analysezertifikat (CoA): Bestätigt die chemische Zusammensetzung, Reinheit und Spezifikationen des importierten Produkts. 3. Einfuhrlizenzen/-genehmigungen: Abhängig von der spezifischen Chemikalie und ihrer Endverwendung können bestimmte Länder Vorabgenehmigungen von Chemikalienkontrollbehörden verlangen (z. B. für Vorläuferstoffe, kontrollierte Substanzen oder Chemikalien, die Umweltvorschriften unterliegen). 4. Ursprungszeugnisse: Notwendig, um präferenzielle Zollsätze im Rahmen von FHA oder APS-Regelungen in Anspruch zu nehmen. Importierende Personen sollten alle spezifischen nationalen Chemikalienimportvorschriften und Lizenzanforderungen für ihr Bestimmungsland lange vor dem Versand überprüfen.