HS 290539 Sonstige
Zusammenfassung: <h3>HS 290539, „Andere“</h3> <p>Die Warentarifnummer HS 290539, „Andere“, umfasst azyklische Alkohole und deren halogenierte, sulfonierte, nitrierte oder nitrosierte Derivate, die nicht spezifisch in anderen Unterpositionen der 2905 aufgeführt sind. Dies beinhaltet eine vielfältige Palette organischer chemischer Verbindungen, die oft als Zwischenprodukte in der chemischen Synthese, als Lösungsmittel oder bei der Herstellung von Pharmazeutika und Kunststoffen verwendet werden. Importeure und Exporteure sollten die unterschiedlichen Zollsätze beachten: Der britische Zolltarif weist Sätze wie 0,00 % und 4,00 % Wertzoll aus, während der EU TARIC 0,00 % und 5,50 % Wertzoll auflistet. Der US Harmonized Tariff Schedule (HTS) wendet im Allgemeinen einen Wertzollsatz von 5,5 % an, wobei viele Produkte im Rahmen verschiedener Freihandelsabkommen (z. B. A, AU, CL, KR) zollfrei eingeführt werden können. Eine spezifische US-Unterposition für bestimmte mehrwertige Alkohole sieht einen Wertzollsatz von 51 % vor. Eine präzise Einreihung ist aufgrund der breiten Natur von „Andere“ und der erheblichen Unterschiede bei den Zollsätzen entscheidend.</p>
Wie hoch sind die Zollsätze?
🇬🇧 United Kingdom
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2905392000 | 0.00 % | — | — |
| 2905392800 | 4.00 % | — | — |
| 2905399500 | — | — | — |
| 2905399525 | 4.00 % | — | — |
| 2905399535 | 4.00 % | — | — |
🇪🇺 European Union (TARIC)
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2905399500 | — | — | — |
| 2905390000 | — | — | — |
| 2905392000 | 0.00 % | — | — |
| 2905392600 | 5.50 % | — | — |
| 2905392800 | 5.50 % | — | — |
🇺🇸 United States (HTSUS)
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2905391000 | 5.5% | Free (17 Programme) | ["kg"] |
| 2905392000 | 5.5% | Free (17 Programme) | ["kg"] |
| 290539 | — | — | — |
| 2905399000 | 5.5% | Free (18 Programme) | ["kg"] |
| 2905396000 | Free | — | ["kg"] |
Sonderzollsätze verfügbar im Rahmen von Handelsabkommen wie USMCA, KORUS und GSP.
Zollsätze gemäß USITC (US International Trade Commission) Harmonized Tariff Schedule (HTS) (abgerufen am 22.2.2026), EU TARIC – DG TAXUD (Generaldirektion Steuern und Zollunion) (abgerufen am 22.2.2026) und UK Trade Tariff – HMRC (His Majesty's Revenue and Customs) (abgerufen am 22.2.2026).
Daten zusammengestellt und aufbereitet von HSRates.
Welche Handelsabkommen senken die Zölle für HS 2905.39?
Einfuhren von Sonstige können unter Freihandelsabkommen und Präferenzprogrammen ermäßigte oder zollfreie Sätze erhalten. Die nachstehende Übersicht zeigt verfügbare Präferenzregelungen je Zollgebiet, zusammengestellt von HSRates auf Basis offizieller Tarif- und Handelsabkommensdaten.
United States (HTSUS)
Free für USMCA, KORUS, GSP, und 15 weitere Programme
European Union (TARIC)
Präferenzzolldaten noch nicht verfügbar.
United Kingdom
Präferenzzolldaten noch nicht verfügbar.
Präferenzzölle erfordern einen Ursprungsnachweis und können Kontingenten oder Bedingungen unterliegen. Prüfen Sie die Berechtigung immer mit einem zugelassenen Zollberater.
Daten zusammengestellt von HSRates.
Welche Vorzugssätze gelten für Ihr Ursprungsland?
Wählen Sie ein Ursprungsland, um Präferenzzollsätze zu prüfen.
Präferenzzollsätze basieren auf verfügbaren Handelsabkommen. Tatsächliche Sätze können abweichen.
Wie entwickeln sich die Handelsmengen?
Wie wird dieser HS-Code eingereiht?
Welche Produkte deckt die Warentarifnummer 290539 ab?
Diese Unterposition umfasst acyclische Alkohole und deren halogenierte, sulfonierte, nitrierte oder nitrosierte Derivate, insbesondere Diole, Triole und andere mehrwertige Alkohole, die nicht anderweitig in den Unterpositionen 2905.31 (Ethylenglykol (Ethandiol)) oder 2905.32 (Propylenglykol (Propan-1,2-diol)) genannt sind. Gemäß der Nomenklatur des Harmonisierten Systems, wie sie durch die Erläuterungen der Weltzollorganisation (WZO) interpretiert und im Harmonisierten Zolltarif (HTS) der USITC sowie im EU-TARIC widergespiegelt wird, umfasst dies eine Vielzahl von Polyolen wie Butandiole (z. B. 1,3-Butandiol, 1,4-Butandiol), Pentandiole, Hexandiole und Glycerinderivate, die nicht unter 2905.45 fallen, sofern sie chemisch definiert und acyclisch sind. Sie dient als Restkategorie für „andere“ mehrwertige acyclische Alkohole.
Was fällt nicht unter die Warentarifnummer 290539?
Die folgenden Produkte sind von der Warentarifnummer 290539 ausgeschlossen: Ethylenglykol (Ethandiol) wird speziell unter 2905.31 eingereiht. Propylenglykol (Propan-1,2-diol) wird unter 2905.32 eingereiht. Glycerin, ein prominentes Triol, wird unter 2905.45 eingereiht. Ferner sind cyclische Alkohole, wie Cyclohexanol, ausgeschlossen und fallen unter die Position 2906. Polyetherpolyole, auch wenn sie von acyclischen Alkoholen abgeleitet sind, werden im Allgemeinen unter die Position 3907 eingereiht, wenn es sich um Polymere handelt. Ähnlich können Gemische von acyclischen Alkoholen, sofern nicht ausdrücklich vorgesehen, je nach ihrer Zusammensetzung und Hauptfunktion unter andere Positionen eingereiht werden, insbesondere wenn es sich nicht um chemisch definierte reine Stoffe handelt.
Was sind häufige Einreihungsfehler bei der Warentarifnummer 290539?
Ein häufiger Fehler ist die falsche Einreihung spezifischer mehrwertiger acyclischer Alkohole, die eigene dedizierte Unterpositionen haben, wie Ethylenglykol (2905.31) oder Propylenglykol (2905.32), in 2905.39. Ein weiterer häufiger Fehler ist die Einreihung von Glycerin (2905.45) hier, obwohl es eine eigene Bestimmung hat. Importeure ordnen manchmal fälschlicherweise komplexe Gemische oder polymere Polyole, die eher in Kapitel 39 einzureihen wären, unter diese Unterposition ein, indem sie die Allgemeine Vorschrift (AV) 3(b) für Gemische oder AV 1 für chemisch definierte reine Stoffe nicht anwenden. Zusätzlich kann es zu Verwechslungen mit cyclischen Alkoholen kommen, die zur Position 2906 gehören, was zu einer falschen Einreihung führt, wenn das Kriterium „acyclisch“ übersehen wird.
Wie sollten Importeure Produkte unter der Warentarifnummer 290539 einreihen?
Das korrekte Verfahren zur Einreihung von Produkten unter der Warentarifnummer 290539 beinhaltet eine systematische Überprüfung der chemischen Struktur und Identität des Produkts. Importeure und Zollagenten müssen zunächst bestätigen, dass es sich bei dem Produkt um einen acyclischen Alkohol und speziell um einen mehrwertigen Alkohol (Diol, Triol usw.) handelt. Als Nächstes ist es entscheidend zu überprüfen, dass das Produkt nicht ausdrücklich in anderen Unterpositionen unter 2905 aufgeführt ist, insbesondere 2905.31 (Ethylenglykol), 2905.32 (Propylenglykol) oder 2905.45 (Glycerin). Chemische Analyseberichte, Sicherheitsdatenblätter (SDB) und Analysenzertifikate (CoA) sind wesentliche Dokumente zur Bestätigung des chemischen Namens, der Reinheit und der strukturellen Merkmale. Die Konsultation der WZO-Erläuterungen zur Position 2905 und relevanter nationaler Zolltarifinterpretationen (z. B. USITC HTS General Notes, EU TARIC-Leitlinien) ist unerlässlich, um eine genaue Einreihung als „andere“ acyclische mehrwertige Alkohole sicherzustellen.
Welche HS-Codes sind verwandt?
Nicht der richtige Code? Durchsuchen Sie alle HS-Codes, um die passende Zolltarifnummer zu finden.
Häufige Fragen
Wie hoch ist der Meistbegünstigungszollsatz (MFN) für Produkte, die unter der Warentarifnummer HS 2905.39 in Schlüsselmärkten eingereiht sind, und gibt es signifikante Präferenzzollsätze?
Die MFN-Einfuhrzollsätze (Meistbegünstigungszollsatz) für HS 2905.39 „Andere“ acyclische Alkohole und ihre halogenierten, sulfonierten, nitrierten oder nitrosierten Derivate variieren erheblich je nach Einfuhrland. Zum Beispiel beträgt der MFN-Zollsatz in den Vereinigten Staaten 5,5 % Wertzoll (USITC Harmonized Tariff Schedule, Kapitel 29, Unterposition 2905.39.90.00). In der Europäischen Union beträgt der MFN-Zollsatz 5,5 % Wertzoll (EU TARIC, Position 2905 39 90 00). Der UK Global Tariff listet ebenfalls einen MFN-Satz von 5,5 % Wertzoll für diese Unterposition auf (UK Trade Tariff, KN 2905 39 90). Viele Präferenzhandelsabkommen bieten jedoch zollfreien Zugang. Zum Beispiel können Produkte, die die Ursprungsregeln erfüllen, im Rahmen verschiedener Freihandelsabkommen (FTAs) wie denen mit Australien (AU), Bahrain (BH), Chile (CL), Kolumbien (CO), Israel (IL), Jordanien (JO), Korea (KR), Marokko (MA), Oman (OM), Panama (PA), Peru (PE) und Singapur (SG) zollfrei in die USA eingeführt werden. Importeure sollten den Zolltarif des jeweiligen Landes und die Ursprungsregeln der anwendbaren Handelsabkommen konsultieren, um die Berechtigung für eine Präferenzbehandlung zu ermitteln.
Was sind die primären Einreihungskriterien zur Unterscheidung von Produkten unter HS 2905.39 „Andere“ von anderen Unterpositionen innerhalb von 2905?
HS 2905.39 „Andere“ dient als Restunterposition für acyclische Alkohole und deren Derivate, die nicht spezifisch in anderen, spezifischeren Unterpositionen der Position 2905 aufgeführt sind. Die primären Einreihungskriterien umfassen eine systematische Überprüfung der chemischen Struktur: Erstens die Bestätigung, dass es sich um einen acyclischen Alkohol oder eines seiner spezifischen Derivate (halogeniert, sulfoniert, nitriert oder nitrosiert) handelt. Zweitens die Überprüfung, dass es nicht durch spezifischere Unterpositionen wie 2905.11 (Methanol), 2905.12 (Propan-1-ol (Propylalkohol) und Propan-2-ol (Isopropylalkohol)), 2905.13 (Butan-1-ol (n-Butylalkohol)), 2905.14 (andere Butanole), 2905.16 (Octanol (Octylalkohol) und deren Isomere), 2905.17 (Dodecan-1-ol (Laurylalkohol), Hexadecan-1-ol (Cetylalkohol) und Octadecan-1-ol (Stearylalkohol)), 2905.19 (andere gesättigte einwertige Alkohole), 2905.22 (acyclische Terpenalkohole), 2905.29 (andere ungesättigte einwertige Alkohole), 2905.31 (Ethylenglykol (Ethandiol)), 2905.32 (Propylenglykol (Propan-1,2-diol)) oder 2905.39 (andere Diole) abgedeckt ist. Produkte, die unter 2905.39 fallen, umfassen typischerweise verschiedene andere acyclische Diole, Triole oder mehrwertige Alkohole, die an anderer Stelle nicht spezifisch genannt sind. Importeure sollten detaillierte chemische Spezifikationen, einschließlich CAS-Nummern und chemischer Namen, vorlegen, um eine korrekte Einreihung gemäß den Erläuterungen der WZO zu Kapitel 29 sicherzustellen.
Welche Dokumentation wird typischerweise von den Zollbehörden für die Einfuhr von Chemikalien, die unter HS 2905.39 eingereiht sind, verlangt?
Für Chemikalien, die unter HS 2905.39 eingereiht sind, umfasst die Standard-Importdokumentation eine Handelsrechnung, eine Packliste und einen Frachtbrief (Bill of Lading oder Air Waybill). Zusätzlich verlangen die Zollbehörden oft ein Analysezertifikat (CoA) oder ein Sicherheitsdatenblatt (SDS), um die chemische Identität, Reinheit und Zusammensetzung zu überprüfen, insbesondere für „andere“ Kategorien, bei denen spezifische chemische Namen nicht explizit im Zolltarif aufgeführt sind. Wenn Präferenzzollsätze im Rahmen eines Freihandelsabkommens beansprucht werden, ist ein Ursprungszeugnis (z. B. NAFTA/USMCA-Zertifikat, EUR.1 oder eine Selbsterklärung des Exporteurs) zwingend erforderlich, um den Ursprungsstatus des Produkts zu belegen. Abhängig von der spezifischen Chemikalie und ihrem Verwendungszweck können zusätzliche regulatorische Dokumente erforderlich sein, wie z. B. Genehmigungen von Umweltbehörden (z. B. EPA in den USA) oder Gesundheitsbehörden, obwohl dies für allgemeine acyclische Alkohole weniger üblich ist, es sei denn, sie sind Vorläuferstoffe oder unterliegen spezifischen Kontrollen.
Können Produkte unter HS 2905.39 Antidumping- oder Ausgleichszöllen unterliegen, und wie können Importeure dies überprüfen?
Ja, Produkte, die unter HS 2905.39 eingereiht sind, können wie alle anderen importierten Waren Antidumpingzöllen (AD) oder Ausgleichszöllen (CVD) unterliegen, wenn Untersuchungen der Einfuhrländer ergeben, dass bestimmte Produkte von Exportländern gedumpt oder unfair subventioniert werden und dadurch der heimischen Industrie erheblicher Schaden entsteht. Obwohl derzeit keine weit verbreiteten AD/CVD-Maßnahmen speziell für alle Produkte der breiten Kategorie „Andere“ von 2905.39 aus allen Ursprungsländern in Kraft sind, könnten spezifische chemische Verbindungen innerhalb dieser Unterposition betroffen sein. Importeure und Zollagenten müssen regelmäßig die offiziellen Datenbanken für Handelsabhilfemaßnahmen des Einfuhrlandes überprüfen. Für die Vereinigten Staaten wären dies die Websites der U.S. International Trade Commission (USITC) und des U.S. Department of Commerce (DOC). Für die EU bietet die Website der Generaldirektion Handel der Europäischen Kommission Informationen zu AD/CVD-Maßnahmen. Für das Vereinigte Königreich sollte die Website der Trade Remedies Authority (TRA) konsultiert werden. Diese Ressourcen bieten aktuelle Informationen zu aktiven AD/CVD-Anordnungen, einschließlich des Produktumfangs, der betroffenen Länder und der anwendbaren Zollsätze, die erheblich sein können (z. B. könnte der im Prompt erwähnte Satz von „51 %“ auf einen AD/CVD-Zoll hindeuten).