HS 290491 Sonstige

Zusammenfassung: <h3>Warentarifnummer 290491: Sonstige acyclische Kohlenwasserstoffe, halogeniert, sulfoniert, nitriert oder nitrosiert</h3> <p>Die Warentarifnummer 290491, "Sonstige", umfasst eine vielfältige Palette von acyclischen Kohlenwasserstoffen, halogeniert, sulfoniert, nitriert oder nitrosiert, die an anderer Stelle in der Position 2904 nicht spezifiziert sind. Dazu gehören verschiedene organische Verbindungen mit spezifischen chemischen Modifikationen, die oft als Zwischenprodukte in der chemischen Fertigung, als Lösungsmittel oder als pharmazeutische Wirkstoffe verwendet werden.</p> <p>Die wichtigsten Zollsätze variieren erheblich: Das Vereinigte Königreich wendet einen Wertzoll von 0,00 % an, während die EU 5,50 % erhebt. Für die USA beträgt der Meistbegünstigungszollsatz (MFN-Satz) 3,7 % Wertzoll, aber zahlreiche präferenzielle Handelsabkommen bieten zollfreien Zugang (z. B. unter A, AU, BH, CL, KR, SG). Importierende sollten die produktspezifische Berechtigung für diese Präferenzzollsätze überprüfen. Ein Zollsatz von 25 % gilt unter bestimmten Handelsmaßnahmen. Eine genaue chemische Identifizierung ist entscheidend für die korrekte Einreihung und die Zollfestsetzung.</p>

Wie hoch sind die Zollsätze?

🇬🇧 United Kingdom

Code MFN Präferenz Einheit
2904910000 0.00 %

🇪🇺 European Union (TARIC)

Code MFN Präferenz Einheit
2904910000 5.50 %

🇺🇸 United States (HTSUS)

Code MFN Präferenz Einheit
2904910000 3.7% Free (17 Programme) ["kg"]

Sonderzollsätze verfügbar im Rahmen von Handelsabkommen wie USMCA, KORUS und GSP.

Zollsätze gemäß USITC (US International Trade Commission) Harmonized Tariff Schedule (HTS) (abgerufen am 22.2.2026), EU TARIC – DG TAXUD (Generaldirektion Steuern und Zollunion) (abgerufen am 22.2.2026) und UK Trade Tariff – HMRC (His Majesty's Revenue and Customs) (abgerufen am 22.2.2026).

Daten zusammengestellt und aufbereitet von HSRates.

Welche Handelsabkommen senken die Zölle für HS 2904.91?

Einfuhren von Sonstige können unter Freihandelsabkommen und Präferenzprogrammen ermäßigte oder zollfreie Sätze erhalten. Die nachstehende Übersicht zeigt verfügbare Präferenzregelungen je Zollgebiet, zusammengestellt von HSRates auf Basis offizieller Tarif- und Handelsabkommensdaten.

United States (HTSUS)

Free für USMCA, KORUS, GSP, und 14 weitere Programme

European Union (TARIC)

Präferenzzolldaten noch nicht verfügbar.

United Kingdom

Präferenzzolldaten noch nicht verfügbar.

Präferenzzölle erfordern einen Ursprungsnachweis und können Kontingenten oder Bedingungen unterliegen. Prüfen Sie die Berechtigung immer mit einem zugelassenen Zollberater.

Daten zusammengestellt von HSRates.

Welche Vorzugssätze gelten für Ihr Ursprungsland?

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Präferenzzollsätze basieren auf verfügbaren Handelsabkommen. Tatsächliche Sätze können abweichen.

Wie entwickeln sich die Handelsmengen?

Wie wird dieser HS-Code eingereiht?

Welche Produkte deckt die Warentarifnummer 290491 ab?

Diese Unterposition umfasst andere Derivate von Kohlenwasserstoffen, die nur Sulfogruppen, deren Salze und Ethylester enthalten und die nicht spezifisch in anderen Unterpositionen der Position 2904 vorgesehen sind. Gemäß den Erläuterungen zum Harmonisierten System (HSENs) für Kapitel 29 gehören dazu bestimmte sulfonierte, nitrierte oder nitrosierte Derivate von Kohlenwasserstoffen, die nicht zyklisch sind. Beispiele hierfür sind spezifische Isomere oder komplexe Derivate, die die Anforderungen an die chemische Struktur erfüllen, aber nicht explizit an anderer Stelle aufgeführt sind. Der USITC Harmonized Tariff Schedule (HTS) und das EU TARIC-System stimmen mit der Auslegung der WZO überein und gewährleisten eine konsistente Anwendung für diese Restchemikalien.

Was fällt nicht unter die Warentarifnummer 290491?

Folgende Produkte sind von der Warentarifnummer 290491 ausgeschlossen: Derivate von Kohlenwasserstoffen, die zusätzlich zu Sulfogruppen andere funktionelle Gruppen enthalten (z. B. Hydroxyl-, Carboxylgruppen), die typischerweise aufgrund der spezifischsten funktionellen Gruppe unter andere Positionen des Kapitels 29 fallen würden. Zum Beispiel würden sulfonierte Alkohole unter die Position 2905 oder 2906 eingereiht, nicht unter 2904. Ebenso werden zyklische sulfonierte Derivate im Allgemeinen unter die Position 2903 oder 2904 eingereiht, wenn es sich um zyklische Kohlenwasserstoffe handelt, aber wenn sie andere funktionelle Gruppen enthalten, würden sie an anderer Stelle in Kapitel 29 eingereiht. Produkte, die Mischungen oder Zubereitungen und keine eigenständigen chemischen Verbindungen sind, sind ebenfalls ausgeschlossen und können unter Kapitel 38 fallen.

Was sind häufige Einreihungsfehler bei der Warentarifnummer 290491?

Ein häufiger Fehler ist die Falscheinreihung von Derivaten, die zusätzlich zu Sulfogruppen oder deren Salzen und Ethylestern weitere funktionelle Gruppen enthalten, in die Warentarifnummer 290491. Importeure übersehen manchmal das Kriterium „nur Sulfogruppen“, was zu einer falschen Einreihung führt. Ein weiterer häufiger Fehler besteht darin, nicht korrekt zu identifizieren, ob ein Derivat azyklisch oder zyklisch ist, da zyklische Derivate von Kohlenwasserstoffen oft an anderer Stelle eingereiht werden, selbst wenn sie Sulfogruppen enthalten. Die korrekte Anwendung der Allgemeinen Auslegungsregel (AAR) 1, die besagt, dass die Einreihung nach dem Wortlaut der Positionen und den Anmerkungen zu den Abschnitten oder Kapiteln zu bestimmen ist, ist entscheidend, um diese Fehler zu vermeiden und sicherzustellen, dass die chemische Struktur genau der Beschreibung der Unterposition entspricht.

Wie sollten Importeure Produkte unter der Warentarifnummer 290491 einreihen?

Das korrekte Verfahren zur Einreihung von Produkten unter der Warentarifnummer 290491 erfordert eine sorgfältige Überprüfung der chemischen Struktur und der vorhandenen funktionellen Gruppen. Importeure und Zollagenten müssen zunächst bestätigen, dass es sich bei dem Produkt um ein azyklisches Derivat eines Kohlenwasserstoffs handelt. Als Nächstes müssen sie überprüfen, ob die einzigen vorhandenen funktionellen Gruppen Sulfogruppen oder deren Salze und Ethylester sind und dass das Produkt nicht spezifisch in einer anderen Unterposition der Position 2904 aufgeführt ist. Die Konsultation der WZO-Erläuterungen zum HS für Kapitel 29 und der Abgleich mit dem USITC HTS oder dem EU TARIC-System für spezifische Produktbeispiele und Entscheidungen ist unerlässlich. Ein chemisches Analysezertifikat (Certificate of Analysis), das die genaue chemische Zusammensetzung und die funktionellen Gruppen detailliert beschreibt, liefert definitive Beweise für eine genaue Einreihung.

Welche HS-Codes sind verwandt?

Nicht der richtige Code? Durchsuchen Sie alle HS-Codes, um die passende Zolltarifnummer zu finden.

Häufige Fragen

Wie hoch sind die typischen Einfuhrzollsätze für Produkte, die unter die Warentarifnummer 2904.91 fallen, in wichtigen Märkten?

Die Meistbegünstigungszollsätze (MFN-Zollsätze) für HS 2904.91 ('Andere' Derivate von Kohlenwasserstoffen, die nur Sulfogruppen, deren Salze und Ethylester enthalten) können je nach Einfuhrland erheblich variieren. Beispielsweise wenden die Vereinigten Staaten im Allgemeinen einen MFN-Zollsatz von 3,7 % Wertzoll an. Die TARIC-Datenbank der Europäischen Union weist oft einen MFN-Zollsatz von 5,50 % Wertzoll aus. Der UK Global Tariff listet ebenfalls einen MFN-Zollsatz von 5,50 % auf. Einige Länder, wie Kanada, können jedoch einen MFN-Zollsatz von 0,00 % anwenden. Für Importeure ist es entscheidend, den spezifischen Zolltarif des Bestimmungslandes, wie den USITC Harmonized Tariff Schedule (HTS), EU TARIC oder UK Trade Tariff, für die genauesten und aktuellsten Informationen zu konsultieren.

Gibt es präferenzielle Zollsätze für HS 2904.91, und welche Handelsabkommen bieten diese üblicherweise an?

Ja, präferenzielle Zollsätze sind häufig für Produkte verfügbar, die unter HS 2904.91 eingereiht sind, was oft zu einem Satz von 0,00 % oder 'zollfrei' führt, abhängig vom Ursprungsland und dem anwendbaren Handelsabkommen. In den Vereinigten Staaten wird beispielsweise ein 'zollfreier' Zollsatz (0,00 %) oft im Rahmen verschiedener Freihandelsabkommen (FTAs) für Waren gewährt, die aus Ländern wie Australien (AU), Bahrain (BH), Chile (CL), Kolumbien (CO), Israel (IL), Jordanien (JO), Korea (KR), Marokko (MA), Oman (OM), Panama (PA), Peru (PE) und Singapur (SG) stammen. Ähnliche Präferenzzollsätze können im Rahmen von Abkommen wie dem Allgemeinen Präferenzsystem (APS) der EU oder spezifischen FTAs gelten. Importeure sollten den Ursprung ihrer Waren überprüfen und die Einhaltung der Ursprungsregeln des relevanten Handelsabkommens sicherstellen, um die Präferenzbehandlung in Anspruch nehmen zu können. Eine ordnungsgemäße Dokumentation, wie ein Ursprungszeugnis, ist unerlässlich.

Was sind die wichtigsten Einreihungskriterien für Produkte unter HS 2904.91, und wie unterscheidet es sich von anderen Unterpositionen in Kapitel 29?

HS 2904.91 umfasst 'Andere' Derivate von Kohlenwasserstoffen, die nur Sulfogruppen, deren Salze und Ethylester enthalten. Die primären Einreihungskriterien drehen sich um die chemische Struktur: Die Substanz muss ein Derivat eines Kohlenwasserstoffs sein, und die einzigen vorhandenen sauerstoffhaltigen funktionellen Gruppen müssen Sulfogruppen (-SO3H) oder deren entsprechende Salze oder Ethylester sein. Diese Unterposition ist eine Restkategorie innerhalb von 2904, was bedeutet, dass sie Verbindungen erfasst, die nicht in die spezifischeren Unterpositionen wie 2904.10 (die nur Nitro- oder Nitrosylgruppen enthalten) oder 2904.20 (die nur halogenierte Derivate von Kohlenwasserstoffen enthalten) fallen. Importeure und Zollagenten müssen sicherstellen, dass die chemische Zusammensetzung genau dieser Beschreibung entspricht, was oft einen detaillierten chemischen Analysebericht oder ein Sicherheitsdatenblatt (SDB) erfordert, um das Fehlen anderer funktioneller Gruppen zu bestätigen, die zu einer Einreihung an anderer Stelle in Kapitel 29 oder anderen Kapiteln führen würden.

Welche spezifischen Dokumente sind für die Einfuhr von Waren unter HS 2904.91 erforderlich, insbesondere wenn präferenzielle Zollsätze beansprucht werden?

Für die Einfuhr von Waren unter HS 2904.91 umfasst die Standard-Zolldokumentation eine Handelsrechnung, eine Packliste und einen Frachtbrief oder Luftfrachtbrief. Für chemische Produkte wird von den Zollbehörden oft ein Sicherheitsdatenblatt (SDB) verlangt, um die chemische Zusammensetzung zu überprüfen und die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften zu gewährleisten. Bei der Beantragung präferenzieller Zollsätze im Rahmen eines Freihandelsabkommens (FTA) oder eines anderen Präferenzsystems ist ein gültiges Ursprungszeugnis (z. B. ein USMCA-Ursprungszeugnis für den Handel mit Nordamerika oder ein EUR.1-Zertifikat für bestimmte EU-Abkommen) obligatorisch. Dieses Zertifikat bescheinigt, dass die Waren die spezifischen Ursprungsregeln des Abkommens erfüllen. Das Fehlen genauer und vollständiger Dokumente kann zu Verzögerungen, Strafen oder der Verweigerung der präferenziellen Zollbehandlung führen, was die Anwendung des höheren MFN-Zollsatzes zur Folge hat.

Gibt es spezifische Einfuhrbeschränkungen oder regulatorische Überlegungen für chemische Produkte, die unter HS 2904.91 eingereiht sind?

Während HS 2904.91 selbst keine weitreichenden Einfuhrbeschränkungen über die üblichen Chemikalienvorschriften hinaus auslöst, müssen Importeure sich potenzieller Kontrollen bewusst sein. Als chemisches Produkt kann es Vorschriften bezüglich gefährlicher Materialien, Umweltschutz oder spezifischer Chemikalieninventare unterliegen. In den Vereinigten Staaten kann beispielsweise der Toxic Substances Control Act (TSCA) Vorabmeldungen oder Einfuhrzertifizierungen erfordern, je nachdem, ob die Substanz neu oder bereits im TSCA-Inventar aufgeführt ist. In der EU könnten die REACH-Verordnungen (Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien) gelten, die eine Registrierung oder spezifische Datenübermittlungen erfordern. Importeure sollten die relevanten nationalen Chemikalienregulierungsbehörden (z. B. EPA in den USA, ECHA in der EU) konsultieren, um die vollständige Einhaltung aller anwendbaren Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltvorschriften für die spezifische importierte Chemikalie sicherzustellen.