HS 290436 Perfluoroctansulfonylfluorid
Zusammenfassung: <h3>Warentarifnummer 290436: Perfluoroctansulfonylfluorid (PFOSF)</h3> <p>Die Warentarifnummer 290436 umfasst speziell Perfluoroctansulfonylfluorid (PFOSF), eine synthetische organische chemische Verbindung. Diese Substanz wird hauptsächlich als Zwischenprodukt bei der Herstellung von Perfluoroctansulfonsäure (PFOS) und verwandten Verbindungen verwendet, die aufgrund ihrer grenzflächenaktiven Eigenschaften in verschiedenen industriellen Prozessen und Produkten Anwendung finden.</p> <p>Importeure und Exporteure sollten die unterschiedlichen Zollsätze beachten: Das Vereinigte Königreich wendet einen Wertzoll von 0,00 % an, während die EU einen Wertzollsatz von 5,50 % erhebt. Der Meistbegünstigungszollsatz (MFN) der USA beträgt 3,7 % Wertzoll, wobei viele Länder von der zollfreien Behandlung im Rahmen verschiedener Freihandelsabkommen (z.B. A, AU, KR, SG) profitieren. Für bestimmte Nicht-MFN-Länder gilt ein Zollsatz von 25 %. Aufgrund von Umweltbedenken unterliegt PFOSF internationalen Vorschriften, einschließlich des Stockholmer Übereinkommens über persistente organische Schadstoffe, was den Handel und die Verwendung weltweit beeinflussen kann.</p>
Wie hoch sind die Zollsätze?
🇬🇧 United Kingdom
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2904360000 | 0.00 % | — | — |
🇪🇺 European Union (TARIC)
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2904360000 | 5.50 % | — | — |
🇺🇸 United States (HTSUS)
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2904360000 | 3.7% | Free (17 Programme) | ["kg"] |
Sonderzollsätze verfügbar im Rahmen von Handelsabkommen wie USMCA, KORUS und GSP.
Zollsätze gemäß USITC (US International Trade Commission) Harmonized Tariff Schedule (HTS) (abgerufen am 22.2.2026), EU TARIC – DG TAXUD (Generaldirektion Steuern und Zollunion) (abgerufen am 22.2.2026) und UK Trade Tariff – HMRC (His Majesty's Revenue and Customs) (abgerufen am 22.2.2026).
Daten zusammengestellt und aufbereitet von HSRates.
Welche Handelsabkommen senken die Zölle für HS 2904.36?
Einfuhren von Perfluoroctansulfonylfluorid können unter Freihandelsabkommen und Präferenzprogrammen ermäßigte oder zollfreie Sätze erhalten. Die nachstehende Übersicht zeigt verfügbare Präferenzregelungen je Zollgebiet, zusammengestellt von HSRates auf Basis offizieller Tarif- und Handelsabkommensdaten.
United States (HTSUS)
Free für USMCA, KORUS, GSP, und 14 weitere Programme
European Union (TARIC)
Präferenzzolldaten noch nicht verfügbar.
United Kingdom
Präferenzzolldaten noch nicht verfügbar.
Präferenzzölle erfordern einen Ursprungsnachweis und können Kontingenten oder Bedingungen unterliegen. Prüfen Sie die Berechtigung immer mit einem zugelassenen Zollberater.
Daten zusammengestellt von HSRates.
Welche Vorzugssätze gelten für Ihr Ursprungsland?
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Präferenzzollsätze basieren auf verfügbaren Handelsabkommen. Tatsächliche Sätze können abweichen.
Wie entwickeln sich die Handelsmengen?
Wie wird dieser HS-Code eingereiht?
Welche Produkte deckt die Warentarifnummer 290436 ab?
Diese Unterposition umfasst Perfluoroctansulfonylfluorid, ein spezifisches halogeniertes Derivat von Kohlenwasserstoffen der Position 2904. Wie in der Nomenklatur des Harmonisierten Systems (HS) der Weltzollorganisation (WZO) definiert und in nationalen Zolltarifen wie dem USITC Harmonized Tariff Schedule of the United States (HTSUS) und dem EU-TARIC widergespiegelt, identifiziert dieser Eintrag präzise die chemische Verbindung mit der Formel C8F17SO2F. Es handelt sich um eine vollständig fluorierte Acht-Kohlenstoff-Kette mit einer angehängten Sulfonylfluoridgruppe, die sie von anderen fluorierten organischen Verbindungen unterscheidet. Ihre primäre Verwendung ist oft als Zwischenprodukt bei der Herstellung verschiedener per- und polyfluorierter Alkylsubstanzen (PFAS).
Was fällt nicht unter die Warentarifnummer 290436?
Die folgenden Produkte sind von der Warentarifnummer 290436 ausgeschlossen: andere perfluorierte Verbindungen, die nicht die spezifische Sulfonylfluorid-Funktionsgruppe besitzen, selbst wenn sie eine Acht-Kohlenstoff-Kette haben. Zum Beispiel sind Perfluoroctansäure (PFOA) und ihre Salze oder Perfluoroctansulfonsäure (PFOS) und ihre Salze eigenständige chemische Einheiten und würden an anderer Stelle eingereiht, typischerweise unter anderen Unterpositionen des Kapitels 29 oder Kapitels 38, abhängig von ihrer spezifischen chemischen Struktur und Form. Ebenso wären Gemische, die Perfluoroctansulfonylfluorid enthalten, wobei das Gemisch selbst eine Zubereitung des Kapitels 38 darstellt, von diesem spezifischen chemischen Eintrag ausgeschlossen.
Was sind häufige Einreihungsfehler bei der Warentarifnummer 290436?
Ein häufiger Fehler ist die Falscheinstufung anderer perfluorierter Verbindungen als Perfluoroctansulfonylfluorid aufgrund ähnlicher Namen oder Anwendungen. Importeure könnten die Warentarifnummer 290436 fälschlicherweise auf verwandte PFAS-Chemikalien wie Perfluoroctansäure (PFOA) oder Perfluoroctansulfonsäure (PFOS) anwenden, wenn sie die genaue chemische Struktur und die funktionellen Gruppen nicht sorgfältig überprüfen. Dies resultiert oft aus der Nichteinhaltung der Allgemeinen Auslegungsregel (AAR) 1, die besagt, dass die Einreihung nach dem Wortlaut der Positionen und den Anmerkungen zu den Abschnitten oder Kapiteln bestimmt wird. Eine präzise chemische Identifizierung, die oft ein Analysenzertifikat erfordert, ist entscheidend, um solche Fehler zu vermeiden.
Wie sollten Importeure Produkte unter der Warentarifnummer 290436 einreihen?
Das korrekte Verfahren zur Einreihung von Perfluoroctansulfonylfluorid umfasst mehrere kritische Schritte für Importeure und Zollagenten. Zuerst ist eine detaillierte chemische Analyse oder ein Analysenzertifikat (CoA) einzuholen, um die genaue chemische Identität und Reinheit zu bestätigen und sicherzustellen, dass sie präzise mit C8F17SO2F übereinstimmt. Überprüfen Sie, ob das Produkt eine einzelne, definierte chemische Verbindung und kein Gemisch oder eine Zubereitung ist. Konsultieren Sie die Erläuterungen der WZO zu Position 2904 und Unterposition 290436 für spezifische Anleitungen. Schließlich ist ein Querverweis mit dem USITC HTSUS oder EU-TARIC durchzuführen, um die nationale Umsetzung dieser spezifischen Unterposition zu bestätigen und eine genaue Zollsatz- und Vorschriftenkonformität vor der Einfuhr zu gewährleisten.
Welche HS-Codes sind verwandt?
Nicht der richtige Code? Durchsuchen Sie alle HS-Codes, um die passende Zolltarifnummer zu finden.
Häufige Fragen
Wie hoch ist der Meistbegünstigungszollsatz (MFN) für Perfluoroctansulfonylfluorid (HS 290436) in Schlüsselmärkten?
Die MFN-Zollsätze (Meistbegünstigungszollsatz) für Perfluoroctansulfonylfluorid (HS 290436) variieren erheblich je nach Einfuhrland. Beispielsweise wenden die Vereinigten Staaten gemäß der Allgemeinen Anmerkung 3(b) des Harmonized Tariff Schedule of the United States (HTSUS) in der Regel einen Zollsatz von 3,7 % Wertzoll an. Die TARIC-Datenbank der Europäischen Union weist einen gemeinsamen Zolltarif von 5,50 % Wertzoll aus. Der UK Global Tariff listet ebenfalls einen Wertzoll von 5,50 % auf. Einige Länder, wie Australien, können einen MFN-Zollsatz von 0,00 % Wertzoll anwenden. Importeure sollten immer den spezifischen Zolltarif des Bestimmungslandes für die genauesten und aktuellsten Informationen konsultieren.
Gibt es präferenzielle Zollsätze für Perfluoroctansulfonylfluorid (HS 290436) im Rahmen von Freihandelsabkommen?
Ja, präferenzielle Zollsätze sind oft für Perfluoroctansulfonylfluorid (HS 290436) verfügbar, wenn es aus Ländern importiert wird, mit denen die importierende Nation ein Freihandelsabkommen (FHA) oder andere präferenzielle Handelsprogramme unterhält. Zum Beispiel bieten die Vereinigten Staaten „zollfreie“ Zollsätze (0,00 % Wertzoll) für Waren an, die aus Ländern wie Australien (AU), Bahrain (BH), Chile (CL), Kolumbien (CO), Israel (IL), Jordanien (JO), Korea (KR), Marokko (MA), Oman (OM), Panama (PA), Peru (PE) und Singapur (SG) im Rahmen verschiedener FHAs stammen. Ähnlich verfügen die EU und das Vereinigte Königreich über ausgedehnte Netze von Präferenzabkommen. Um präferenzielle Zölle in Anspruch nehmen zu können, müssen Importeure sicherstellen, dass die Waren die Ursprungsregeln des jeweiligen Abkommens erfüllen und gültige Ursprungsnachweise, wie ein Ursprungszeugnis oder eine Ursprungserklärung, vorlegen.
Was sind die wichtigsten Einreihungskriterien für Perfluoroctansulfonylfluorid unter HS 2904.36?
Perfluoroctansulfonylfluorid wird unter HS 2904.36 als „Sulfonierte, nitrierte oder nitrosierte Derivate von Kohlenwasserstoffen, auch halogeniert“ eingereiht. Insbesondere fällt es unter die Unterposition für „Perfluoroctansulfonylfluorid“. Die Einreihung wird durch seine präzise chemische Struktur bestimmt: ein acyclisches fluoriertes Kohlenwasserstoffderivat, das eine Sulfonylfluorid-Funktionsgruppe enthält. Diese spezifische chemische Identität unterscheidet es von anderen halogenierten Derivaten oder anderen sulfonierten Verbindungen. Zollbehörden stützen sich auf den chemischen Namen, die CAS-Nummer (falls verfügbar) und die Molekularstruktur, um eine genaue Einreihung zu bestätigen, wobei sie oft die Erläuterungen der WZO zu Kapitel 29 als Leitfaden für organische Chemikalien heranziehen.
Gibt es spezifische Dokumentationsanforderungen oder Einfuhrbeschränkungen für Perfluoroctansulfonylfluorid (HS 290436)?
Über die standardmäßigen Zolldokumente (Handelsrechnung, Packliste, Frachtbrief/Luftfrachtbrief) hinaus kann Perfluoroctansulfonylfluorid (PFOSF) aufgrund seiner Klassifizierung als Vorläufer einer Per- und Polyfluoralkylsubstanz (PFAS) spezifischen regulatorischen Kontrollen unterliegen. Viele Länder regulieren PFAS-Chemikalien unter Umweltschutzgesetzen, wie dem Stockholmer Übereinkommen über persistente organische Schadstoffe (POPs), in dessen Anhang B PFOSF aufgeführt ist. Importeure müssen möglicherweise zusätzliche Erklärungen, Sicherheitsdatenblätter (SDB) vorlegen oder spezifische Einfuhrgenehmigungen oder Lizenzen von Umwelt- oder Chemikalienregulierungsbehörden einholen. Zum Beispiel legen die REACH-Verordnung der EU und ähnliche Chemikalienkontrollgesetze in anderen Gerichtsbarkeiten Beschränkungen für die Herstellung, das Inverkehrbringen und die Verwendung von PFOSF fest. Importeure sollten die nationalen Vorschriften sowohl im Export- als auch im Importland vor dem Versand überprüfen.
Welche potenziellen Auswirkungen haben Section 301-Zölle oder Antidumpingzölle auf HS 290436, falls zutreffend?
Obwohl Perfluoroctansulfonylfluorid (HS 290436) derzeit weder spezifischen Section 301-Zöllen der Vereinigten Staaten gegen Waren aus China noch weit verbreiteten Antidumping- / Ausgleichszöllen (AD/CVD) weltweit unterliegt, müssen Importeure wachsam bleiben. Handelspolitiken können sich schnell ändern. Section 301-Zölle sind spezifisch für US-Handelsmaßnahmen, hauptsächlich gegen China, und zielen auf bestimmte Produktlisten ab. AD/CVD-Zölle werden von einzelnen Ländern erhoben, wenn festgestellt wird, dass importierte Waren gedumpt oder unfair subventioniert werden und dadurch der heimischen Industrie erheblicher Schaden zugefügt wird. Importeure sollten regelmäßig die offiziellen Zolltarife und Handelsdurchsetzungsdatenbanken (z. B. USITC, EU Trade Defence Website) auf neu verhängte Zölle überprüfen, die HS 290436 betreffen könnten, da diese die Importkosten erheblich erhöhen und möglicherweise Zölle von 25 % oder mehr zusätzlich zum MFN-Satz hinzufügen können.