HS 290394 Hexabrombiphenyle

Zusammenfassung: <h3>Warentarifnummer 290394</h3> <p>Die Warentarifnummer 290394 umfasst spezifisch Hexabrombiphenyle, eine Gruppe bromierter organischer Verbindungen. Diese Substanzen sind hauptsächlich für ihre frühere Verwendung als Flammschutzmittel bekannt, obwohl ihre Produktion und Nutzung heute weltweit aufgrund ihrer Eigenschaften als persistente organische Schadstoffe (POP) und ihrer Toxizität stark eingeschränkt oder verboten sind. Für Importeure und Exporteure ist das Verständnis dieser Beschränkungen von größter Bedeutung.</p> <p>Die aktuellen Meistbegünstigungszollsätze (MFN-Zollsätze) variieren: Das Vereinigte Königreich wendet einen Wertzoll von 4,00 % an, während die EU 5,50 % erhebt. In den Vereinigten Staaten beträgt der MFN-Zollsatz 5,5 % Wertzoll, wobei unter verschiedenen Handelsabkommen (z. B. A+, AU, BH, CL, CO, etc.) eine erhebliche präferenzielle Zollbehandlung (Zollfrei) verfügbar ist. Die primäre Handelsüberlegung für Hexabrombiphenyle ist jedoch die Einhaltung internationaler Umweltübereinkommen wie des Stockholmer Übereinkommens, das ihren Handel und ihre Verwendung stark einschränkt oder verbietet. Zollagenten müssen Import-/Exportlizenzen und die Einhaltung nationaler Umweltvorschriften überprüfen.</p>

Wie hoch sind die Zollsätze?

🇬🇧 United Kingdom

Code MFN Präferenz Einheit
2903940000 4.00 %

🇪🇺 European Union (TARIC)

Code MFN Präferenz Einheit
2903940000 5.50 %

🇺🇸 United States (HTSUS)

Code MFN Präferenz Einheit
2903940000 5.5% Free (18 Programme) ["kg"]

Sonderzollsätze verfügbar im Rahmen von Handelsabkommen wie USMCA, KORUS und GSP.

Zollsätze gemäß USITC (US International Trade Commission) Harmonized Tariff Schedule (HTS) (abgerufen am 22.2.2026), EU TARIC – DG TAXUD (Generaldirektion Steuern und Zollunion) (abgerufen am 22.2.2026) und UK Trade Tariff – HMRC (His Majesty's Revenue and Customs) (abgerufen am 22.2.2026).

Daten zusammengestellt und aufbereitet von HSRates.

Welche Handelsabkommen senken die Zölle für HS 2903.94?

Einfuhren von Hexabrombiphenyle können unter Freihandelsabkommen und Präferenzprogrammen ermäßigte oder zollfreie Sätze erhalten. Die nachstehende Übersicht zeigt verfügbare Präferenzregelungen je Zollgebiet, zusammengestellt von HSRates auf Basis offizieller Tarif- und Handelsabkommensdaten.

United States (HTSUS)

Free für USMCA, KORUS, und 16 weitere Programme

European Union (TARIC)

Präferenzzolldaten noch nicht verfügbar.

United Kingdom

Präferenzzolldaten noch nicht verfügbar.

Präferenzzölle erfordern einen Ursprungsnachweis und können Kontingenten oder Bedingungen unterliegen. Prüfen Sie die Berechtigung immer mit einem zugelassenen Zollberater.

Daten zusammengestellt von HSRates.

Welche Vorzugssätze gelten für Ihr Ursprungsland?

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Präferenzzollsätze basieren auf verfügbaren Handelsabkommen. Tatsächliche Sätze können abweichen.

Wie entwickeln sich die Handelsmengen?

Wie wird dieser HS-Code eingereiht?

Welche Produkte fallen unter die Warentarifnummer 290394?

Diese Unterposition umfasst Hexabrombiphenyle, die spezifische halogenierte Derivate von Kohlenwasserstoffen sind, die unter Kapitel 29 des Harmonisierten Systems fallen. Wie in der Nomenklatur des Harmonisierten Systems der Weltzollorganisation (WZO) definiert und im Harmonized Tariff Schedule of the United States (HTSUS) der USITC sowie im EU-TARIC widergespiegelt, identifiziert dieser Code präzise chemische Verbindungen, bei denen sechs Bromatome an eine Biphenylstruktur gebunden sind. Es handelt sich um eigenständige organische Chemikalien, die häufig in industriellen Anwendungen eingesetzt werden, und ihre Einreihung hier basiert auf ihrer spezifischen chemischen Struktur und Zusammensetzung als polybromiertes Biphenyl (PBB).

Was fällt nicht unter die Warentarifnummer 290394?

Die folgenden Produkte sind von der Warentarifnummer 290394 ausgeschlossen: andere bromierte Biphenyle mit einer anderen Anzahl von Bromatomen, wie Tetrabrombiphenyle oder Dekabrombiphenyle, die unter andere spezifische Unterpositionen innerhalb von 2903 eingereiht würden. Des Weiteren könnten Gemische, die Hexabrombiphenyle enthalten, aber bei denen das Hexabrombiphenyl nicht die vorherrschende Komponente ist oder bei denen das Gemisch eine Zubereitung für einen bestimmten Verwendungszweck (z. B. eine Flammschutzmittelformulierung) bildet, an anderer Stelle eingereiht werden, möglicherweise in Kapitel 38, wenn es sich um nicht anderweitig genannte oder inbegriffene Zubereitungen handelt. Unbromierte Biphenyle (Diphenyl) würden unter 2902.90 fallen.

Was sind häufige Einreihungsfehler bei der Warentarifnummer 290394?

Ein häufiger Fehler ist die Falscheinstufung anderer polybromierter Biphenyle (PBBs) mit einem unterschiedlichen Bromierungsgrad unter 290394 anstatt unter ihre spezifischen Unterpositionen. Zum Beispiel sind Pentabrombiphenyle oder Oktabrombiphenyle eigenständige chemische Verbindungen und gehören nicht hierher. Ein weiterer Fehler besteht darin, Gemische oder Zubereitungen, die Hexabrombiphenyle enthalten, bei denen das Hexabrombiphenyl nicht der einzige oder Hauptbestandteil ist, direkt unter diesen Code einzureihen. Solche Gemische sollten gemäß der Allgemeinen Auslegungsregel (AAR) 3(b) oder 3(c) oder möglicherweise in Kapitel 38 eingereiht werden, wenn sie eine spezifische Zubereitung darstellen, anstatt als reine chemische Verbindung.

Wie sollten Importeure Produkte unter der Warentarifnummer 290394 klassifizieren?

Das korrekte Verfahren zur Einreihung von Produkten unter der Warentarifnummer 290394 erfordert ein präzises Verständnis der molekularen Struktur der Chemikalie. Importeure und Zollagenten müssen überprüfen, ob es sich bei dem Produkt tatsächlich um Hexabrombiphenyl handelt, d.h. dass es genau sechs Bromatome besitzt, die an einen Biphenylkern gebunden sind. Dies erfordert oft die Überprüfung des vom Hersteller bereitgestellten Analysenzertifikats (CoA) oder Sicherheitsdatenblatts (SDS), das den chemischen Namen und die CAS-Nummer (z. B. CAS 36355-01-8 für Hexabrombiphenyl) klar angeben sollte. Handelt es sich bei dem Produkt um ein Gemisch, muss die Einreihung die vorherrschende Komponente oder die Funktion der Zubereitung berücksichtigen und die Allgemeinen Auslegungsregeln (AAR) entsprechend anwenden, insbesondere AAR 1 und AAR 6 für die Bestimmung der Unterposition.

Welche HS-Codes sind verwandt?

Nicht der richtige Code? Durchsuchen Sie alle HS-Codes, um die passende Zolltarifnummer zu finden.

Häufige Fragen

Wie hoch ist der Meistbegünstigungszollsatz (MFN) für Hexabrombiphenyle (HS 290394) in Schlüsselmärkten, und gibt es signifikante Abweichungen?

Der MFN-Einfuhrzollsatz (Meistbegünstigungszollsatz) für Hexabrombiphenyle (HS 290394) variiert je nach Einfuhrland. Zum Beispiel wenden die Vereinigten Staaten einen Wertzoll von 4,00 % gemäß der Harmonized Tariff Schedule of the United States (HTSUS) General column 1 an. Die TARIC-Datenbank der Europäischen Union weist einen konventionellen Zollsatz von 5,50 % Wertzoll aus. Der UK Global Tariff listet ebenfalls einen Wertzoll von 5,5 % auf. Für Importeure ist es entscheidend, den spezifischen MFN-Satz, der für ihr Zielland gilt, anhand offizieller Zolltarife wie dem USITC HTSUS, EU TARIC oder dem UK Trade Tariff zu überprüfen, da diese Sätze Änderungen unterliegen können.

Welche präferenziellen Handelsabkommen bieten zollfreie Behandlung für Hexabrombiphenyle (HS 290394) bei der Einfuhr in die Vereinigten Staaten?

Für Einfuhren in die Vereinigten Staaten können Hexabrombiphenyle (HS 290394) im Rahmen mehrerer präferenzieller Handelsabkommen und Programme zollfrei behandelt werden, sofern alle Ursprungsregeln und sonstigen Anforderungen erfüllt sind. Dazu gehören Abkommen mit Australien (AU), Bahrain (BH), Chile (CL), Kolumbien (CO), Israel (IL), Jordanien (JO), Korea (KR), Marokko (MA), Oman (OM), Panama (PA), Peru (PE) und Singapur (SG). Darüber hinaus können Programme wie das Allgemeine Präferenzsystem (APS) für berechtigte Entwicklungsländer (gekennzeichnet mit 'A+' oder 'A' für bestimmte Produkte), der African Growth and Opportunity Act (AGOA) (D) und der Caribbean Basin Economic Recovery Act (CBERA) (E) ebenfalls zollfreien Zugang bieten. Importeure müssen sicherstellen, dass sie die erforderlichen Dokumente, wie z. B. ein Ursprungszeugnis, besitzen, um diese Präferenzzollsätze in Anspruch nehmen zu können.

Was sind die wichtigsten Einreihungskriterien für Hexabrombiphenyle unter HS 290394, und was unterscheidet sie von anderen halogenierten Kohlenwasserstoffderivaten?

Hexabrombiphenyle werden unter HS 2903.94.00 als 'Halogenierte Derivate von Kohlenwasserstoffen: Andere: Hexabrombiphenyle' eingereiht. Das primäre Einreihungskriterium ist ihre spezifische chemische Struktur: ein Biphenylmolekül mit sechs Bromatomen. Diese Spezifität unterscheidet sie von anderen halogenierten Kohlenwasserstoffderivaten, die nach der Art des Kohlenwasserstoffs (z. B. acyclisch, cyclisch, aromatisch) und der Halogenierung (z. B. fluoriert, chloriert, bromiert, iodiert) eingereiht werden. HS 2903.94 ist eine sehr spezifische Unterposition, was bedeutet, dass jedes Produkt, das der chemischen Definition von Hexabrombiphenylen entspricht, hier und nicht in allgemeineren 'anderen' Kategorien des Kapitels 29 eingeordnet wird. Importeure sollten sicherstellen, dass der chemische Name und die CAS-Nummer (Chemical Abstracts Service) ihres Produkts mit dieser spezifischen Beschreibung übereinstimmen.

Gibt es spezifische Dokumentationsanforderungen oder regulatorische Überlegungen für die Einfuhr von Hexabrombiphenylen (HS 290394) angesichts potenzieller Umweltbedenken?

Ja, aufgrund der Umwelt- und Gesundheitsbedenken im Zusammenhang mit bromierten Flammschutzmitteln wie Hexabrombiphenylen können Importeure über die üblichen Zollanmeldungen hinaus spezifische Dokumentationsanforderungen und regulatorische Prüfungen erwarten. Hexabrombiphenyle sind im Stockholmer Übereinkommen über persistente organische Schadstoffe (POPs) aufgeführt, das ihre Produktion, Verwendung sowie den Import/Export weltweit einschränkt oder verbietet. Importeure sollten bereit sein, detaillierte chemische Analysen, Sicherheitsdatenblätter (SDB) vorzulegen und möglicherweise Einfuhrgenehmigungen oder Lizenzen von Umweltschutzbehörden (z. B. EPA in den USA, ECHA in der EU) im Zielland einzuholen. Es ist entscheidend, die Einhaltung nationaler Chemikaliengesetze (z. B. TSCA in den USA, REACH in der EU) vor der Einfuhr zu überprüfen, da Nichteinhaltung zu erheblichen Strafen, Beschlagnahme von Waren oder Verweigerung der Einfuhr führen kann. Zollagenten sollten sich proaktiv bei den Importeuren nach diesen spezifischen regulatorischen Anforderungen erkundigen.