HS 290361 Bromierte oder iodierte Derivate von acyclischen Kohlenwasserstoffen
Zusammenfassung: <h3>Warentarifnummer 2903.61</h3> <p>Die Warentarifnummer 2903.61 umfasst bromierte oder iodierte Derivate von acyclischen Kohlenwasserstoffen, bei denen es sich um organisch-chemische Verbindungen handelt, bei denen Wasserstoffatome an einer geraden oder verzweigten Kohlenstoffkette durch Brom- oder Iodatome ersetzt wurden. Diese Chemikalien werden häufig als Zwischenprodukte in der pharmazeutischen Herstellung, als Flammschutzmittel oder in landwirtschaftlichen Anwendungen eingesetzt. Importeure und Zollagenten sollten die unterschiedlichen Zollsätze beachten: Das Vereinigte Königreich wendet einen Wertzoll von 4,00 % an, die EU einen Wertzoll von 5,50 %, während die USA einen „zollfreien“ Satz im Rahmen des Meistbegünstigungszollsatzes (MFN) anbieten, obwohl spezifische Handelsprogramme oder Vergeltungszölle (z. B. Section 301) einen Zollsatz von 25 % auferlegen könnten. Überprüfen Sie immer das spezifische Ursprungsland und die anwendbaren Handelsabkommen für eine genaue Zollfestsetzung.</p>
Wie hoch sind die Zollsätze?
🇬🇧 United Kingdom
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2903610000 | 4.00 % | — | — |
🇪🇺 European Union (TARIC)
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2903610000 | 5.50 % | — | — |
🇺🇸 United States (HTSUS)
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2903610000 | Free | ["kg"] |
Sonderzollsätze verfügbar im Rahmen von Handelsabkommen wie USMCA, KORUS und GSP.
Zollsätze gemäß USITC (US International Trade Commission) Harmonized Tariff Schedule (HTS) (abgerufen am 22.2.2026), EU TARIC – DG TAXUD (Generaldirektion Steuern und Zollunion) (abgerufen am 22.2.2026) und UK Trade Tariff – HMRC (His Majesty's Revenue and Customs) (abgerufen am 22.2.2026).
Daten zusammengestellt und aufbereitet von HSRates.
Wie entwickeln sich die Handelsmengen?
Handelsvolumen 2023
Wie wird dieser HS-Code eingereiht?
Welche Produkte deckt die Warentarifnummer 290361 ab?
Diese Unterposition umfasst bromierte oder iodierte Derivate von acyclischen Kohlenwasserstoffen, insbesondere solche, die ausschließlich mit Fluor und Chlor perhalogeniert und zusätzlich bromiert oder iodiert sind. Dieser präzise Anwendungsbereich wird durch die Nomenklatur des Harmonisierten Systems definiert, wie sie von der Weltzollorganisation (WZO) interpretiert und in nationalen Tarifen wie dem USITC Harmonized Tariff Schedule (HTS) und dem EU TARIC widergespiegelt wird. Diese Verbindungen zeichnen sich dadurch aus, dass alle Wasserstoffatome durch Halogenatome ersetzt sind, wobei mindestens ein Brom- oder Iodatom in einer acyclischen Kohlenwasserstoffstruktur vorhanden ist. Beispiele hierfür sind Bromchlorfluorkohlenwasserstoffe oder Iodchlorfluorkohlenwasserstoffe, sofern sie die Kriterien der Perhalogenierung erfüllen.
Was fällt nicht unter die Warentarifnummer 290361?
Folgende Produkte sind von der Warentarifnummer 290361 ausgeschlossen: acyclische Kohlenwasserstoffe, die nur fluoriert oder chloriert sind (z.B. Chlorfluorkohlenwasserstoffe (CFCs) oder Hydrochlorfluorkohlenwasserstoffe (HCFCs)), die unter andere Unterpositionen innerhalb von 2903, wie 2903.41 bis 2903.49, eingereiht werden. Ferner sind cyclische halogenierte Derivate, auch wenn sie bromiert oder iodiert sind, ausgeschlossen und fallen unter Unterpositionen wie 2903.81 oder 2903.89. Produkte, die nicht perhalogeniert sind, d.h. noch Wasserstoffatome enthalten, wären ebenfalls von dieser spezifischen Unterposition ausgeschlossen, selbst wenn sie Brom oder Iod enthalten, und würden typischerweise unter andere relevante 2903-Unterpositionen fallen, basierend auf ihrem spezifischen Halogenierungsmuster.
Was sind häufige Einreihungsfehler bei der Warentarifnummer 290361?
Ein häufiger Fehler ist die falsche Einreihung von perhalogenierten acyclischen Kohlenwasserstoffen, die nur fluoriert und chloriert sind, ohne Brom oder Iod, in die Position 290361. Diese sollten korrekterweise unter andere Unterpositionen, wie 2903.41 bis 2903.49, eingereiht werden, abhängig von ihrer spezifischen chemischen Struktur und ihrem Ozonabbaupotenzial. Ein weiterer häufiger Fehler ist die Übersehung der Anforderung "perhalogeniert", was zur falschen Einbeziehung von Verbindungen führt, die noch Wasserstoffatome enthalten. Importeure müssen die Allgemeine Auslegungsregel (AAR) 1 sorgfältig anwenden, die besagt, dass die Einreihung nach dem Wortlaut der Positionen und den Anmerkungen zu den Abschnitten oder Kapiteln erfolgt, um sicherzustellen, dass die Verbindung genau den Kriterien "bromierte oder iodierte Derivate" und "ausschließlich mit Fluor und Chlor perhalogeniert" entspricht.
Wie sollten Importeure Produkte unter der Warentarifnummer 290361 einreihen?
Das korrekte Verfahren zur Einreihung von Produkten unter der Warentarifnummer 290361 erfordert eine sorgfältige Überprüfung der chemischen Struktur, um zu bestätigen, dass es sich um ein acyclisches Kohlenwasserstoffderivat handelt, das ausschließlich mit Fluor und Chlor perhalogeniert ist und entscheidend auch Brom oder Iod enthält. Importeure und Zollagenten sollten zunächst die Erläuterungen der WZO zu Kapitel 29 und Position 2903 für detaillierte Anleitungen zur chemischen Nomenklatur und zum Anwendungsbereich konsultieren. Anschließend ist das spezifische Produkt mit den Unterpositionen des USITC HTS oder EU TARIC abzugleichen, wobei der vollständige Rechtstext von 2903.61 genau zu beachten ist. Eine chemische Analyse oder eine Herstellererklärung, die die genaue Halogenzusammensetzung und das Fehlen von Wasserstoffatomen bestätigt, wird dringend empfohlen, um eine genaue Einreihung und die Einhaltung internationaler Handelsvorschriften zu gewährleisten.
Welche HS-Codes sind verwandt?
Nicht der richtige Code? Durchsuchen Sie alle HS-Codes, um die passende Zolltarifnummer zu finden.
Häufige Fragen
Wie hoch ist der Meistbegünstigungszollsatz (MFN) für Produkte der Warentarifnummer HS 2903.61 in Schlüsselmärkten?
Die MFN-Einfuhrzollsätze (Meistbegünstigungszollsätze) für Produkte, die unter die Warentarifnummer HS 2903.61, 'Bromierte oder iodierte Derivate von acyclischen Kohlenwasserstoffen', fallen, variieren je nach Einfuhrland. Zum Beispiel wenden die Vereinigten Staaten gemäß dem Harmonized Tariff Schedule of the United States (HTSUS) 2024 im Allgemeinen einen Wertzoll von 4,0 % an. Die TARIC-Datenbank der Europäischen Union weist für die meisten Drittländer einen Wertzoll von 5,5 % aus. Der UK Global Tariff (UKGT) listet ebenfalls einen Wertzoll von 5,5 % auf. Importeure sollten die aktuellen Sätze stets anhand der offiziellen Zolltarifveröffentlichungen des jeweiligen Einfuhrlandes (z. B. USITC HTSUS, EU TARIC, UK Trade Tariff) überprüfen.
Gibt es präferenzielle Zollsätze für HS 2903.61 im Rahmen gängiger Handelsabkommen?
Ja, präferenzielle Zollsätze können für HS 2903.61 verfügbar sein, abhängig vom Ursprungsland und den mit dem Einfuhrland geltenden Handelsabkommen. Zum Beispiel sind im Rahmen des Abkommens zwischen den Vereinigten Staaten, Mexiko und Kanada (USMCA) Waren mit Ursprung in Mexiko oder Kanada, die die Ursprungsregeln erfüllen, in der Regel für einen 'zollfreien' Zollsatz berechtigt, wenn sie in die USA eingeführt werden. Ähnlich können Waren mit Ursprung in bestimmten Entwicklungsländern im Rahmen von Allgemeinen Präferenzsystemen (APS) zollfreie Behandlung erhalten, obwohl spezifische Produktausschlüsse und Länderberechtigungen gelten. Importeure sollten die Ursprungsregeln des jeweiligen Handelsabkommens und den Zolltarif des Einfuhrlandes für spezifische Präferenzprogramme und deren Anforderungen konsultieren.
Was sind die wichtigsten Einreihungskriterien für 'Bromierte oder iodierte Derivate von acyclischen Kohlenwasserstoffen' unter HS 2903.61?
HS 2903.61 umfasst speziell 'Bromierte oder iodierte Derivate von acyclischen Kohlenwasserstoffen'. Die primären Einreihungskriterien sind: 1) Die Chemikalie muss eine organische Verbindung sein. 2) Es muss ein Derivat eines acyclischen Kohlenwasserstoffs sein, was bedeutet, dass sein Kohlenstoffgerüst keine Ringstruktur bildet. 3) Das Derivat muss mindestens ein Brom- oder Iodatom enthalten. Dies schließt fluorierte oder chlorierte Derivate (die unter andere Unterpositionen in 2903 fallen) und zyklische Verbindungen aus. Zum Beispiel würde 1,2-Dibromethan hier eingereiht, aber Brombenzol (eine zyklische Verbindung) nicht. Die Erläuterungen der Weltzollorganisation zu Kapitel 29 geben weitere Hinweise zu den präzisen chemischen Definitionen und dem Anwendungsbereich dieser Derivate.
Welche spezifischen Dokumente sind typischerweise für die Einfuhr von Produkten der Warentarifnummer HS 2903.61 erforderlich?
Zu den Standard-Importdokumenten für HS 2903.61 gehören eine Handelsrechnung, eine Packliste und ein Frachtbrief oder Luftfrachtbrief. Für chemische Produkte sind aufgrund behördlicher Kontrollen oft zusätzliche Dokumente erforderlich. Dazu können ein Sicherheitsdatenblatt (SDB) zur Information über potenzielle Gefahren und den sicheren Umgang, ein Analysenzertifikat (CoA) zur Bestätigung der chemischen Zusammensetzung und Reinheit sowie gegebenenfalls ein Ursprungszeugnis gehören, wenn präferenzielle Zollsätze beansprucht werden. Abhängig von der spezifischen Chemikalie und ihrem Verwendungszweck können auch Genehmigungen oder Lizenzen von Umwelt- oder Gesundheitsbehörden (z. B. EPA in den USA, ECHA in der EU) erforderlich sein. Importeure sollten alle spezifischen Anforderungen mit ihrem Zollagenten und den zuständigen Aufsichtsbehörden im Einfuhrland abklären.
Gibt es Antidumping- oder Ausgleichszölle (AD/CVD), die für HS 2903.61 gelten könnten?
Obwohl HS 2903.61 eine breite Kategorie chemischer Verbindungen abdeckt, könnten spezifische Produkte innerhalb dieser Unterposition potenziell Antidumping- (AD) oder Ausgleichszöllen (CVD) unterliegen, wenn Untersuchungen ergeben, dass sie von Exportländern gedumpt oder unfair subventioniert werden. Diese Zölle sind produkt- und länderspezifisch und nicht dem HS-Code selbst inhärent. Importeure müssen regelmäßig die offiziellen Datenbanken für Handelsschutzmaßnahmen des Einfuhrlandes (z. B. US Department of Commerce, DG Trade der EU-Kommission) auf aktive AD/CVD-Anordnungen überprüfen, die für ihr spezifisches chemisches Produkt und Ursprungsland gelten könnten. Die Nichtberücksichtigung dieser Zölle kann zu erheblichen Strafen führen.