HS 290250 Styrol
Zusammenfassung: <h3>Warentarifnummer 290250</h3> <p>Die Warentarifnummer 290250 deckt spezifisch Styrol ab, eine grundlegende organische chemische Verbindung (Vinylbenzol), die hauptsächlich bei der Herstellung von Polymeren wie Polystyrol, ABS und SBR-Kautschuk verwendet wird. Importeure und Exporteure sollten beachten, dass diese Ware im Vereinigten Königreich (gemäß dem UK Trade Tariff) und in der EU (gemäß TARIC) im Allgemeinen einem Wertzoll von 0,00 % unterliegt. Importe in die Vereinigten Staaten (gemäß dem USITC Harmonized Tariff Schedule) können jedoch einer komplexeren Zollstruktur unterliegen, die potenziell einen zollfreien Satz oder einen kombinierten Zollsatz von 15,4 ¢/kg + 45 % Wertzoll umfassen kann, abhängig von spezifischen Freihandelsabkommen oder dem Ursprungsland. Aufgrund seiner weit verbreiteten industriellen Nutzung ist eine genaue Einreihung für die Einhaltung der Vorschriften und die Zolloptimierung entscheidend.</p>
Wie hoch sind die Zollsätze?
🇬🇧 United Kingdom
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2902500000 | 0.00 % | — | — |
🇪🇺 European Union (TARIC)
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2902500000 | 0.00 % | — | — |
🇺🇸 United States (HTSUS)
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2902500000 | Free | — | ["kg"] |
Zollsätze gemäß USITC (US International Trade Commission) Harmonized Tariff Schedule (HTS) (abgerufen am 22.2.2026), EU TARIC – DG TAXUD (Generaldirektion Steuern und Zollunion) (abgerufen am 22.2.2026) und UK Trade Tariff – HMRC (His Majesty's Revenue and Customs) (abgerufen am 22.2.2026).
Daten zusammengestellt und aufbereitet von HSRates.
Wie entwickeln sich die Handelsmengen?
Wie wird dieser HS-Code eingereiht?
Welche Produkte deckt die Warentarifnummer 290250 ab?
Diese Unterposition umfasst Styrol, eine farblose, ölige, flüssige organische chemische Verbindung mit der chemischen Formel C8H8. Es handelt sich um einen aromatischen Kohlenwasserstoff, der durch eine Vinylgruppe gekennzeichnet ist, die an einen Benzolring gebunden ist. Gemäß den Erläuterungen zum Harmonisierten System der Weltzollorganisation (WZO) für die Position 2902 ist diese spezifische Unterposition ausschließlich für Styrol in seiner chemisch definierten reinen Form reserviert. Sowohl der USITC Harmonized Tariff Schedule (HTSUS) als auch das EU TARIC-System stimmen mit dieser Definition überein und klassifizieren nur die isolierte chemische Verbindung Styrol unter diesem Code, die typischerweise als Monomer bei der Herstellung von Polystyrol und anderen Polymeren verwendet wird.
Was fällt nicht unter die Warentarifnummer 290250?
Die folgenden Produkte sind von der Warentarifnummer 290250 ausgeschlossen: Mischungen, die Styrol mit anderen Substanzen enthalten, selbst wenn Styrol der vorherrschende Bestandteil ist, die im Allgemeinen unter die Position 3824 eingereiht würden, wenn sie nicht anderweitig genannt oder inbegriffen sind. Ferner sind Polymere des Styrols, wie Polystyrol in Primärformen (z.B. Granulate, Pulver), ausdrücklich ausgeschlossen und werden unter Kapitel 39, typischerweise Position 3903, eingereiht. Zum Beispiel wird Styrol-Butadien-Kautschuk (SBR) unter Kapitel 40, speziell Position 4002, als synthetischer Kautschuk und nicht als reine chemische Verbindung eingereiht.
Was sind häufige Einreihungsfehler bei der Warentarifnummer 290250?
Ein häufiger Fehler ist die falsche Einreihung von Styrol enthaltenden Mischungen unter die Warentarifnummer 290250. Die Allgemeine Auslegungsregel (AAR) 1 besagt, dass die Einreihung nach dem Wortlaut der Positionen und den Anmerkungen zu den Abschnitten oder Kapiteln bestimmt wird. AAR 3(b) würde auf Mischungen angewendet, was oft zu einer Einreihung führt, die auf dem Bestandteil basiert, der der Mischung ihren wesentlichen Charakter verleiht, oder unter der Position für Waren, die aus dem größten Gewicht oder Volumen bestehen. Zum Beispiel ist eine Lösung von Styrol in einem Lösungsmittel, selbst wenn sie hauptsächlich aus Styrol besteht, kein "chemisch definiertes reines" Styrol und würde wahrscheinlich unter eine andere Position fallen, wie 3824, abhängig von ihrer Zusammensetzung und Verwendung.
Wie sollten Importeure Produkte unter der Warentarifnummer 290250 einreihen?
Das korrekte Verfahren zur Einreihung von Produkten unter der Warentarifnummer 290250 erfordert die strikte Einhaltung des Kriteriums "chemisch definiert rein". Importeure und Zollagenten müssen das Analysenzertifikat (CoA) oder das Sicherheitsdatenblatt (SDS) für das Produkt einholen und überprüfen, um dessen chemische Reinheit zu bestätigen und sicherzustellen, dass es ausschließlich aus Styrol (C8H8) ohne signifikante Verunreinigungen oder andere zugesetzte Substanzen besteht. Wenn es sich bei dem Produkt um eine Mischung oder ein Polymer handelt, muss es anderweitig eingereiht werden, typischerweise in Kapitel 38 bzw. 39. Die Konsultation der WZO-Erläuterungen zu Kapitel 29 und Position 2902 ist entscheidend, um zu bestätigen, dass das Produkt die strengen Definitionen einer reinen organischen chemischen Verbindung erfüllt.
Welche HS-Codes sind verwandt?
Nicht der richtige Code? Durchsuchen Sie alle HS-Codes, um die passende Zolltarifnummer zu finden.
Häufige Fragen
Was sind die typischen Meistbegünstigungszollsätze (MFN) für die Einfuhr von Styrol (HS 2902.50) in wichtigen Märkten?
Die Meistbegünstigungszollsätze (MFN-Zollsätze) für Styrol (HS 2902.50) können je nach Einfuhrland erheblich variieren. Zum Beispiel ist gemäß dem Harmonized Tariff Schedule der Vereinigten Staaten (HTSUS) der allgemeine MFN-Zollsatz für 2902.50.00.00 'Zollfrei' (0,00 % Wertzoll). Im Gegensatz dazu könnten einige Entwicklungsländer oder spezifische Handelsblöcke Zölle erheben. Importeure sollten den Zolltarif des jeweiligen Landes, wie den USITC HTSUS, EU TARIC oder den UK Trade Tariff, konsultieren, um den genauen und aktuellen MFN-Zollsatz für ihren Zielmarkt zu erfahren.
Gibt es präferenzielle Zollsätze für Styrol im Rahmen gängiger Freihandelsabkommen (FTAs) oder Allgemeiner Präferenzsysteme (GSP)?
Ja, präferenzielle Zollsätze, oft 'Zollfrei' (0,00 % Wertzoll), sind häufig für Styrol (HS 2902.50) im Rahmen verschiedener Freihandelsabkommen (FTAs) und Allgemeiner Präferenzsysteme (GSP) verfügbar. Zum Beispiel können Einfuhren in die Vereinigten Staaten aus FTA-Partnerländern (z. B. USMCA, CAFTA-DR, KORUS) oder berechtigten GSP-Begünstigungsländern für eine zollfreie Behandlung in Frage kommen, vorausgesetzt, alle Ursprungsregeln werden erfüllt. Importeure müssen sicherstellen, dass sie die korrekten Ursprungszeugnisse (z. B. NAFTA/USMCA-Ursprungszeugnis, GSP Form A) besitzen, um diese präferenziellen Zollsätze in Anspruch nehmen zu können. Überprüfen Sie immer die spezifischen Ursprungsregeln des Abkommens für HS 2902.50.
Was sind die wichtigsten Einreihungskriterien, um sicherzustellen, dass Styrol korrekt unter HS 2902.50 eingereiht wird?
Die Einreihung von Styrol unter HS 2902.50 ist im Allgemeinen unkompliziert, da es sich um eine reine chemische Verbindung handelt. Das primäre Kriterium ist seine chemische Identität als 'Styrol' (Vinylbenzol, Phenylethylen), ein aromatischer Kohlenwasserstoff mit der chemischen Formel C8H8. Es fällt unter Kapitel 29, das 'Organische Chemikalien' abdeckt, und speziell unter die Unterposition 2902 für 'Cyclische Kohlenwasserstoffe'. Die Unterposition 2902.50 ist explizit für 'Styrol' vorgesehen. Importeure sollten sicherstellen, dass das importierte Produkt tatsächlich reines Styrol und keine Mischung, kein Derivat oder Polymer ist, da diese unter andere HS-Codes fallen würden (z. B. Polymere des Styrols sind in Kapitel 39). Reinheitsspezifikationen auf dem Analysenzertifikat (CoA) sind entscheidend für die Bestätigung der Einreihung.
Welche spezifischen Dokumente werden typischerweise von den Zollbehörden für die Einfuhr von Styrol (HS 2902.50) verlangt?
Für die Einfuhr von Styrol (HS 2902.50) gehören zu den Standard-Zolldokumenten eine Handelsrechnung, eine Packliste, ein Frachtbrief (Bill of Lading oder Air Waybill) und ein Ursprungszeugnis. Darüber hinaus wird aufgrund seiner chemischen Natur häufig ein Sicherheitsdatenblatt (Material Safety Data Sheet - MSDS oder Safety Data Sheet - SDS) von Regulierungsbehörden (z. B. EPA in den USA, ECHA in der EU) für die Gefahrenkommunikation und die Chemikalienbestandsführung verlangt. Ein Analysenzertifikat (CoA), das die Reinheit und Spezifikationen des Styrols bestätigt, wird ebenfalls dringend empfohlen und oft von Zoll oder Empfängern angefordert, um die Identität und Qualität des Produkts zu validieren. Für präferenzielle Zollansprüche ist ein gültiges Ursprungszeugnis, das spezifisch für das Handelsabkommen ist, obligatorisch.