HS 283711 Cyanide und Cyanoxide
Zusammenfassung: <h3>Warentarifnummer 283711</h3> <p>Die Warentarifnummer 283711 umfasst Natriumcyanid, eine hochgiftige anorganische Verbindung, die hauptsächlich im Goldbergbau zur Gewinnung von Gold und Silber aus Erz sowie in der chemischen Synthese verwendet wird. Es findet auch Anwendungen in der Galvanotechnik und als Vorprodukt für andere Chemikalien. Importeure und Exporteure sollten die unterschiedlichen Zollsätze beachten: Der britische Zolltarif wendet einen Wertzoll von 0,00 % an, während der EU-TARIC einen Wertzoll von 5,50 % vorschreibt. In den Vereinigten Staaten sind Importe in der Regel zollfrei. Aufgrund seiner gefährlichen Natur unterliegt der Handel mit Natriumcyanid strengen internationalen und nationalen Vorschriften bezüglich Handhabung, Lagerung, Transport und Entsorgung, die eine sorgfältige Einhaltung durch alle beteiligten Parteien erfordern.</p>
Wie hoch sind die Zollsätze?
🇬🇧 United Kingdom
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2837110000 | 0.00 % | — | — |
🇪🇺 European Union (TARIC)
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2837110000 | 5.50 % | — | — |
🇺🇸 United States (HTSUS)
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2837110000 | Free | — | ["kg"] |
Zollsätze gemäß USITC (US International Trade Commission) Harmonized Tariff Schedule (HTS) (abgerufen am 22.2.2026), EU TARIC – DG TAXUD (Generaldirektion Steuern und Zollunion) (abgerufen am 22.2.2026) und UK Trade Tariff – HMRC (His Majesty's Revenue and Customs) (abgerufen am 22.2.2026).
Daten zusammengestellt und aufbereitet von HSRates.
Wie entwickeln sich die Handelsmengen?
Wie wird dieser HS-Code eingereiht?
Welche Produkte deckt die Warentarifnummer 283711 ab?
Diese Unterposition umfasst Natriumcyanid, eine spezifische chemische Verbindung, die unter die Position 2837 fällt, welche Cyanide, Cyanidoxide und komplexe Cyanide umfasst. Gemäß den Erläuterungen zur Nomenklatur des Harmonisierten Systems (WZO) ist die Unterposition 2837.11 ausschließlich Natriumcyanid gewidmet und unterscheidet es von anderen anorganischen Cyaniden. Diese Einreihung wird in wichtigen Zollgebieten, einschließlich der Vereinigten Staaten gemäß dem Harmonized Tariff Schedule (HTSUS) der USITC und der TARIC-Datenbank der Europäischen Union, konsequent angewendet, um eine einheitliche globale Handelseinreihung für diese spezielle chemische Verbindung zu gewährleisten, die in verschiedenen industriellen Anwendungen wie der Goldgewinnung und Galvanotechnik weit verbreitet ist.
Was fällt nicht unter die Warentarifnummer 283711?
Die folgenden Produkte sind von der Warentarifnummer 283711 ausgeschlossen: andere anorganische Cyanide, die unter die Warentarifnummer 2837.19 eingereiht werden, wie Kaliumcyanid oder Calciumcyanid. Darüber hinaus werden organische Cyanide (Nitrile) in Kapitel 29 eingereiht, insbesondere unter Positionen wie 2926, da es sich um organische chemische Verbindungen handelt. Komplexe Cyanide, wie Ferrocyanide und Ferricyanide, werden unter die Warentarifnummer 2837.20 eingereiht. Zum Beispiel ist Natriumferrocyanid, obwohl es Cyanid enthält, ein komplexes Salz und fällt daher außerhalb des Anwendungsbereichs von einfachem Natriumcyanid, wodurch eine Falschklassifizierung dieser chemisch unterschiedlichen Substanzen verhindert wird.
Was sind häufige Einreihungsfehler bei der Warentarifnummer 283711?
Ein häufiger Fehler ist die Falschklassifizierung anderer anorganischer Cyanide, wie Kaliumcyanid, unter die Warentarifnummer 283711 anstatt der korrekten Unterposition 283719. Dieser Fehler entsteht oft durch mangelnde präzise chemische Identifizierung, wobei die spezifische "Natrium"-Komponente, die für 283711 erforderlich ist, übersehen wird. Ein weiterer häufiger Fehler betrifft die Einreihung komplexer Cyanide, wie Natriumferrocyanid, unter 283711, obwohl sie korrekt unter 283720 gehören. Die Einhaltung der Allgemeinen Auslegungsregel (GRI) 1, die besagt, dass die Einreihung nach dem Wortlaut der Positionen und den Anmerkungen zu den Abschnitten oder Kapiteln zu bestimmen ist, ist entscheidend, um solche Ungenauigkeiten zu vermeiden und sicherzustellen, dass die korrekte chemische Identität die Einreihung bestimmt.
Wie sollten Importeure Produkte unter der Warentarifnummer 283711 einreihen?
Das korrekte Verfahren zur Einreihung von Produkten unter der Warentarifnummer 283711 beinhaltet zunächst die Bestätigung der chemischen Identität der Substanz als reines Natriumcyanid. Importeure und Zollagenten sollten ein detailliertes Analysenzertifikat (CoA) oder Sicherheitsdatenblatt (SDS) vom Hersteller einholen, das den chemischen Namen und die Reinheit explizit angibt. Diese Dokumentation ist unerlässlich, um zu überprüfen, ob es sich bei dem Produkt tatsächlich um Natriumcyanid und nicht um ein anderes anorganisches Cyanid (z. B. Kaliumcyanid) oder ein komplexes Cyanid handelt. Konsultieren Sie die Erläuterungen zum Harmonisierten System der WZO für die Position 2837 und gleichen Sie diese mit dem HTSUS der USITC oder dem EU TARIC für spezifische nationale oder regionale Auslegungsentscheidungen ab, um die Einhaltung aller anwendbaren Handelsvorschriften und eine genaue Zollbemessung sicherzustellen.
Welche HS-Codes sind verwandt?
Nicht der richtige Code? Durchsuchen Sie alle HS-Codes, um die passende Zolltarifnummer zu finden.
Häufige Fragen
Was ist der Meistbegünstigungszollsatz (MFN) für die Einfuhr von HS 2837.11 (Natriumcyanid) in Schlüsselmärkten?
Der Meistbegünstigungszollsatz (MFN) für die Einfuhr von HS 2837.11 (Natriumcyanid) variiert erheblich je nach Einfuhrland. Zum Beispiel beträgt gemäß dem neuesten USITC Harmonized Tariff Schedule der MFN-Zollsatz (Allgemein) für 2837.11.00.00 in den Vereinigten Staaten 0,00 % Wertzoll. Im Gegensatz dazu weist die EU-TARIC-Datenbank einen MFN-Zollsatz von 5,50 % Wertzoll für Waren aus, die unter den KN-Code 2837 11 00 eingereiht sind. Importeure sollten immer den aktuellen MFN-Satz für ihr spezifisches Bestimmungsland anhand des offiziellen Zolltarifs dieses Landes überprüfen (z. B. USITC HTS, EU TARIC, UK Trade Tariff).
Gibt es präferenzielle Zollsätze für HS 2837.11 im Rahmen gängiger Handelsabkommen?
Ja, präferenzielle Zollsätze können für HS 2837.11 gelten, abhängig vom Ursprungsland und den Handelsabkommen des Einfuhrlandes. Zum Beispiel können Waren, die aus Ländern stammen, die ein Freihandelsabkommen (FHA) mit den Vereinigten Staaten haben (z. B. USMCA, CAFTA-DR, KORUS), für einen 'zollfreien' Zollsatz in Frage kommen, sofern alle Ursprungsregeln erfüllt sind. Ähnlich wendet die EU präferenzielle Sätze im Rahmen verschiedener Abkommen an (z. B. APS, FHAs). Importeure müssen sicherstellen, dass sie die erforderlichen Dokumente, wie ein Ursprungszeugnis, besitzen, um die präferenzielle Behandlung in Anspruch nehmen zu können. Konsultieren Sie immer das spezifische Handelsabkommen und den Zolltarif des Einfuhrlandes für die Förderkriterien und Dokumentation.
Was sind die wichtigsten Einreihungskriterien zur Unterscheidung von HS 2837.11 (Natriumcyanid) von anderen Cyaniden?
HS 2837.11 umfasst speziell 'Natriumcyanid'. Das primäre Einreihungskriterium ist die chemische Zusammensetzung, die die Verbindung als Natriumsalz der Blausäure (HCN) identifiziert. Dies unterscheidet es von anderen Cyaniden, die unter HS 2837 aufgeführt sind, wie 'Andere Cyanide und Cyanidoxide' (2837.19) oder 'Komplexe Cyanide' (2837.20). Importeure und Zollagenten sollten sich auf chemische Analyseberichte, Sicherheitsdatenblätter (SDB) und Produktspezifikationen verlassen, um die genaue chemische Identität zu bestätigen und eine korrekte Einreihung gemäß den Erläuterungen zum Harmonisierten System für Kapitel 28 sicherzustellen.
Welche spezifischen Dokumente sind typischerweise für die Einfuhr von HS 2837.11 (Natriumcyanid) erforderlich?
Da Natriumcyanid aufgrund seiner Toxizität eine streng regulierte Substanz ist, sollten Importeure über die üblichen Zollanmeldungsunterlagen hinausgehende strenge Dokumentationsanforderungen erwarten. Zu den wesentlichen Dokumenten gehören typischerweise: Handelsrechnung, Packliste, Frachtbrief/Luftfrachtbrief und ein Analysenzertifikat (CoA), das die chemische Zusammensetzung und Reinheit bestätigt. Darüber hinaus ist aufgrund seiner gefährlichen Natur ein Sicherheitsdatenblatt (SDB) obligatorisch. Je nach Einfuhrland können spezifische Genehmigungen oder Lizenzen von Umwelt-, Gesundheits- oder Chemikalienkontrollbehörden erforderlich sein (z. B. EPA oder DEA in den USA, REACH-Verordnungen in der EU). Importeure sollten sich rechtzeitig vor dem Versand an ihren Zollagenten und die zuständigen nationalen Aufsichtsbehörden wenden.