HS 283321 Andere Sulfate

Zusammenfassung: <h3>Warentarifnummer 2833.21 – „Andere Sulfate“</h3> <p>Die Warentarifnummer 2833.21, „Andere Sulfate“, umfasst eine Reihe anorganischer chemischer Verbindungen, die durch das Sulfatanion (SO4^2-) in Kombination mit verschiedenen Kationen gekennzeichnet sind, ausgenommen solche, die spezifisch an anderer Stelle klassifiziert sind (z.B. Natriumsulfate in 2833.11). Diese Position deckt typischerweise Sulfate von Magnesium, Aluminium und anderen Metallen ab, die nicht in spezifischeren Unterpositionen vorgesehen sind. Importeure und Exporteure sollten die unterschiedlichen Zollsätze beachten: Das Vereinigte Königreich wendet einen Wertzoll von 4,00 % an, während das TARIC-System der EU 5,50 % ausweist. Der US Harmonized Tariff Schedule (HTSUS) zeigt ein komplexeres Bild mit einem allgemeinen Zollsatz von 20 %, bietet aber auch deutlich niedrigere Zollsätze, einschließlich 3,7 % oder Zollfreiheit im Rahmen verschiedener präferenzieller Freihandelsabkommen (z.B. A, AU, BH, CL, KR, SG). Eine gründliche Einreihung und Ursprungsbestimmung sind entscheidend, um diese Präferenzzollsätze nutzen zu können.</p>

Wie hoch sind die Zollsätze?

🇬🇧 United Kingdom

Code MFN Präferenz Einheit
2833210000 4.00 %

🇪🇺 European Union (TARIC)

Code MFN Präferenz Einheit
2833210000 5.50 %

🇺🇸 United States (HTSUS)

Code MFN Präferenz Einheit
2833210000 3.7% Free (17 Programme) ["kg"]

Sonderzollsätze verfügbar im Rahmen von Handelsabkommen wie USMCA, KORUS und GSP.

Zollsätze gemäß USITC (US International Trade Commission) Harmonized Tariff Schedule (HTS) (abgerufen am 22.2.2026), EU TARIC – DG TAXUD (Generaldirektion Steuern und Zollunion) (abgerufen am 22.2.2026) und UK Trade Tariff – HMRC (His Majesty's Revenue and Customs) (abgerufen am 22.2.2026).

Daten zusammengestellt und aufbereitet von HSRates.

Welche Handelsabkommen senken die Zölle für HS 2833.21?

Einfuhren von Andere Sulfate können unter Freihandelsabkommen und Präferenzprogrammen ermäßigte oder zollfreie Sätze erhalten. Die nachstehende Übersicht zeigt verfügbare Präferenzregelungen je Zollgebiet, zusammengestellt von HSRates auf Basis offizieller Tarif- und Handelsabkommensdaten.

United States (HTSUS)

Free für USMCA, KORUS, GSP, und 14 weitere Programme

European Union (TARIC)

Präferenzzolldaten noch nicht verfügbar.

United Kingdom

Präferenzzolldaten noch nicht verfügbar.

Präferenzzölle erfordern einen Ursprungsnachweis und können Kontingenten oder Bedingungen unterliegen. Prüfen Sie die Berechtigung immer mit einem zugelassenen Zollberater.

Daten zusammengestellt von HSRates.

Welche Vorzugssätze gelten für Ihr Ursprungsland?

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Präferenzzollsätze basieren auf verfügbaren Handelsabkommen. Tatsächliche Sätze können abweichen.

Wie entwickeln sich die Handelsmengen?

Wie wird dieser HS-Code eingereiht?

Welche Produkte deckt die Warentarifnummer 283321 ab?

Diese Unterposition umfasst Magnesiumsulfat, allgemein bekannt als Bittersalz, eine chemische Verbindung mit der Formel MgSO₄. Es ist spezifisch im Harmonisierten System (HS) unter der Position 2833 aufgeführt, die Sulfate, Alaune und Peroxosulfate (Persulfate) umfasst. Die Erläuterungen zum Harmonisierten System der WZO und offizielle Zolltarifverzeichnisse, wie der USITC Harmonized Tariff Schedule of the United States (HTSUS) und der EU TARIC, bestätigen, dass diese Unterposition Magnesiumsulfat in seinen verschiedenen Formen gewidmet ist, sofern es die Reinheitsanforderungen für anorganische Chemikalien des Kapitels 28 erfüllt. Es wird häufig in der Landwirtschaft, Medizin und in industriellen Anwendungen eingesetzt.

Was fällt nicht unter die Warentarifnummer 283321?

Die folgenden Produkte sind von der Warentarifnummer 283321 ausgeschlossen: Magnesiumsulfat, das in abgemessenen Dosen oder für den Einzelhandel als Medikament aufgemacht ist, würde typischerweise unter Kapitel 30 fallen (z.B. 3004). Ebenso würde Magnesiumsulfat, das mit anderen Substanzen gemischt ist, um Düngemittel oder andere Zubereitungen zu bilden, je nach Zusammensetzung und Verwendungszweck unter Kapitel 31 oder andere relevante Kapitel eingereiht werden, anstatt als einzelne chemische Verbindung. Zum Beispiel würde eine Mischung aus Magnesiumsulfat mit anderen Mineralsalzen für die landwirtschaftliche Nutzung wahrscheinlich unter die Position 3105 eingereiht, da sie einen Mischdünger darstellt, was einen häufigen Grenzfall illustriert.

Was sind häufige Einreihungsfehler bei der Warentarifnummer 283321?

Ein häufiger Fehler ist die falsche Einreihung von Magnesiumsulfat, wenn es Teil einer Mischung oder Zubereitung ist, anstatt eine eigenständige Chemikalie zu sein. Importeure wenden manchmal fälschlicherweise die Warentarifnummer 283321 auf Produkte an, bei denen Magnesiumsulfat lediglich ein Bestandteil ist, und übersehen dabei die Allgemeine Vorschrift (AV) 3(b), die den wesentlichen Charakter einer Mischung priorisiert. Ein weiterer häufiger Fehler betrifft Produkte, die in Einzelhandelsverpackungen für bestimmte Verwendungszwecke aufgemacht sind, wie Badesalze oder Nahrungsergänzungsmittel, die je nach Aufmachung und Marketingaussagen eher unter Kapitel 33 (z.B. 3307 für parfümierte Badesalze) oder Kapitel 30 einzureihen wären, anstatt als anorganische Massenchemikalien.

Wie sollten Importeure Produkte unter der Warentarifnummer 283321 einreihen?

Das korrekte Verfahren zur Einreihung von Produkten unter der Warentarifnummer 283321 beinhaltet zunächst die Bestätigung, dass es sich tatsächlich um reines Magnesiumsulfat (MgSO₄) und nicht um eine Mischung oder Zubereitung handelt. Importeure und Zollagenten sollten die Erläuterungen der WZO zur Position 2833 konsultieren, um sicherzustellen, dass die Chemikalie die spezifischen Kriterien für anorganische Chemikalien des Kapitels 28 erfüllt. Wenn das Produkt in loser Schüttung vorliegt und die chemische Definition erfüllt, ist die Warentarifnummer 283321 angemessen. Wenn es jedoch in abgemessenen Dosen präsentiert, mit anderen Substanzen gemischt oder für spezifische Einzelhandelsanwendungen (z.B. als Medikament oder Kosmetikum) verpackt ist, ist eine gründliche Überprüfung der Kapitel 30, 31 oder 33 unter Anwendung der AV 1, 3(a) oder 3(b) nach Bedarf entscheidend, um eine falsche Einreihung und mögliche Strafen zu vermeiden.

Welche HS-Codes sind verwandt?

Nicht der richtige Code? Durchsuchen Sie alle HS-Codes, um die passende Zolltarifnummer zu finden.

Häufige Fragen

Was sind die typischen Meistbegünstigungszollsätze (MFN) für Produkte, die unter der Warentarifnummer 2833.21 ('Andere Sulfate') in wichtigen Märkten eingereiht sind, und welche präferenziellen Zollprogramme könnten zur Anwendung kommen?

Die MFN-Zollsätze (Meistbegünstigungszollsätze) für die Warentarifnummer 2833.21 können je nach Einfuhrland erheblich variieren. Zum Beispiel wenden die Vereinigten Staaten im Allgemeinen einen Wertzoll von 3,7 % gemäß dem Harmonized Tariff Schedule of the United States (HTSUS) für Waren aus Nicht-Präferenzländern an. Die TARIC-Datenbank der Europäischen Union kann Sätze wie 5,50 % Wertzoll ausweisen, während andere Jurisdiktionen Sätze wie 4,00 % oder sogar 20 % Wertzoll für spezifische Arten von 'anderen Sulfaten' oder unter bestimmten handelspolitischen Bedingungen haben könnten.

Importeure sollten auch präferenzielle Zollprogramme prüfen. Für die USA qualifizieren sich Waren aus Ländern, mit denen Freihandelsabkommen (FTAs) bestehen, oft für eine zollfreie Behandlung (0 % Wertzoll), wenn die Ursprungsregeln erfüllt sind. Dies umfasst Abkommen mit Australien (AU), Bahrain (BH), Chile (CL), Kolumbien (CO), Israel (IL), Jordanien (JO), Korea (KR), Marokko (MA), Oman (OM), Panama (PA), Peru (PE) und Singapur (SG). Ähnliche präferenzielle Behandlungen können im Rahmen des Allgemeinen Präferenzsystems (APS) für berechtigte Entwicklungsländer oder anderer spezifischer Handelsprogramme verfügbar sein. Konsultieren Sie immer den offiziellen Zolltarif des Einfuhrlandes (z.B. USITC HTSUS, EU TARIC, UK Trade Tariff) für die aktuellsten und genauesten Sätze und um die Berechtigung für präferenzielle Behandlungen zu überprüfen.

Was sind die wichtigsten Einreihungskriterien für 'Andere Sulfate' unter der Warentarifnummer 2833.21, und wie unterscheidet sie sich von anderen Sulfat-Unterpositionen?

Die Warentarifnummer 2833.21 umfasst speziell 'Andere Sulfate', d.h. Sulfate, die in den Unterpositionen 2833.11 bis 2833.29 nicht anderweitig genannt sind. Das primäre Einreihungskriterium ist die chemische Zusammensetzung: Das Produkt muss ein Sulfat (ein Salz der Schwefelsäure) sein und darf keines der spezifischen Sulfate sein, die in anderen Unterpositionen innerhalb von 2833.20 aufgeführt sind. Zum Beispiel deckt 2833.22 'Magnesiumsulfate' ab, 2833.27 'Bariumsulfate' und 2833.29 'Andere Sulfate', die spezifisch durch ihr Kation definiert sind (z.B. Nickelsulfate, Kobaltsulfate).

Um ein Produkt unter 2833.21 einzureihen, muss es daher ein Sulfat sein, dessen Kation nicht Magnesium, Barium, Nickel, Kobalt oder ein anderes Kation ist, das spezifisch in einer detaillierteren Unterposition unter 2833.20 aufgeführt ist. Importeure sollten die Erläuterungen zum Harmonisierten System (WCO) für Kapitel 28 und Position 28.33 konsultieren, um präzise Anleitungen zum Umfang und den Ausschlüssen dieser Unterpositionen zu erhalten. Ein chemischer Analysebericht oder ein Analysezertifikat (CoA) ist oft entscheidend, um die genaue chemische Identität und Reinheit des Sulfats zu bestätigen.

Welche spezifischen Dokumente werden von den Zollbehörden typischerweise für die Einfuhr von 'Anderen Sulfaten' unter der Warentarifnummer 2833.21 über die Standardversanddokumente hinaus verlangt?

Über die Standardversanddokumente wie Handelsrechnung, Packliste und Frachtbrief/Luftfrachtbrief hinaus müssen Importeure von 'Anderen Sulfaten' unter der Warentarifnummer 2833.21 möglicherweise zusätzliche spezifische Dokumente den Zollbehörden vorlegen. Ein Analysezertifikat (CoA) wird häufig angefordert, um die chemische Zusammensetzung, Reinheit und Konzentration des Sulfats zu überprüfen, was für eine genaue Einreihung und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften entscheidend ist. Ein Materialsicherheitsdatenblatt (MSDS) oder Sicherheitsdatenblatt (SDS) wird ebenfalls häufig verlangt, insbesondere wenn das Sulfat als Gefahrstoff eingestuft ist, um die Einhaltung von Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltvorschriften zu gewährleisten.

Wenn präferenzielle Zollsätze im Rahmen eines Freihandelsabkommens (FTA) beansprucht werden, ist ein Ursprungszeugnis oder eine Ursprungserklärung des Exporteurs, die bescheinigt, dass die Waren die spezifischen Ursprungsregeln dieses Abkommens erfüllen, zwingend erforderlich. Abhängig vom spezifischen Sulfat und seiner beabsichtigten Verwendung könnten Genehmigungen oder Lizenzen von anderen Regierungsbehörden (z.B. Umweltschutzbehörden, Gesundheitsministerien) erforderlich sein, insbesondere für bestimmte Industriechemikalien oder Vorläuferstoffe. Importeure sollten die spezifischen Einfuhranforderungen des Bestimmungslandes und alle anwendbaren Chemikalienkontrollvorschriften konsultieren.

Wie wirken sich wichtige Handelsabkommen, wie das USMCA oder EU-Freihandelsabkommen, auf die Einfuhr von 'Anderen Sulfaten' (Warentarifnummer 2833.21) aus, und welche Auswirkungen haben sie auf die Ursprungsregeln?

Wichtige Handelsabkommen wirken sich erheblich auf die Einfuhr von 'Anderen Sulfaten' (Warentarifnummer 2833.21) aus, indem sie potenziell präferenzielle Zollsätze, typischerweise 0 % Wertzoll, anbieten. Zum Beispiel wären 'Andere Sulfate', die unter dem Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten, Mexiko und Kanada (USMCA) in Mexiko oder Kanada ihren Ursprung haben und die USMCA-Ursprungsregeln erfüllen, im Allgemeinen für die zollfreie Einfuhr in die USA berechtigt. Ähnlich hat die Europäische Union zahlreiche Freihandelsabkommen (z.B. mit Korea, Japan, Kanada), die eine präferenzielle Behandlung für die Warentarifnummer 2833.21 gewähren könnten, wenn die Waren im Partnerland ihren Ursprung haben.

Die Auswirkungen auf die Ursprungsregeln sind entscheidend. Um für eine präferenzielle Behandlung in Frage zu kommen, müssen die 'Anderen Sulfate' die spezifischen Ursprungskriterien erfüllen, die im jeweiligen Handelsabkommen festgelegt sind. Diese Regeln umfassen oft eine Änderung der Tarifierung (CTC) auf der 4-stelligen oder 6-stelligen Ebene, eine Anforderung an den regionalen Wertschöpfungsanteil (RVC) (ein Mindestprozentsatz des Produktwerts, der im FTA-Gebiet seinen Ursprung hat) oder eine Kombination davon. Für chemische Produkte wie Sulfate könnten die Regeln festlegen, dass das Produkt 'vollständig gewonnen' werden muss oder eine spezifische chemische Reaktion oder einen Herstellungsprozess innerhalb des FTA-Gebiets unter Verwendung von Nicht-Ursprungsmaterialien durchlaufen muss. Importeure und Exporteure müssen die Herkunft der Rohmaterialien und Herstellungsprozesse sorgfältig dokumentieren, um Ansprüche auf präferenzielle Zollbehandlung zu untermauern, da die Zollbehörden diese Ansprüche genau prüfen werden.