HS 282612 Fluoride

Zusammenfassung: <h3>Warentarifnummer 282612</h3> <p>Die Warentarifnummer 282612 umfasst spezifisch Aluminiumfluoride, welche anorganische chemische Verbindungen sind, die hauptsächlich in der Aluminiumschmelzindustrie als Flussmittel zur Senkung des Schmelzpunkts von Aluminiumoxid verwendet werden. Diese Einreihung schließt andere Fluoride und Fluorverbindungen aus. Importeure und Exporteure sollten die unterschiedlichen Zollsätze in den wichtigsten Rechtsräumen beachten. Zum Beispiel weist der britische Zolltarif einen Zollsatz von 0,00 % aus, während das EU-TARIC-System einen Wertzoll von 5,30 % anwendet. In den Vereinigten Staaten zeigt der Harmonized Tariff Schedule (HTSUS) einen Wertzollsatz von 25 % für Produkte aus Nicht-Meistbegünstigungsländern, mit einem "Frei"-Satz für Meistbegünstigungsländer. Eine genaue Tarifierung ist entscheidend, um Abweichungen zu vermeiden und die Einhaltung dieser vielfältigen Tarifstrukturen zu gewährleisten.</p>

Wie hoch sind die Zollsätze?

🇬🇧 United Kingdom

Code MFN Präferenz Einheit
2826120000 0.00 %

🇪🇺 European Union (TARIC)

Code MFN Präferenz Einheit
2826120000 5.30 %

🇺🇸 United States (HTSUS)

Code MFN Präferenz Einheit
2826120000 Free ["kg"]

Zollsätze gemäß USITC (US International Trade Commission) Harmonized Tariff Schedule (HTS) (abgerufen am 22.2.2026), EU TARIC – DG TAXUD (Generaldirektion Steuern und Zollunion) (abgerufen am 22.2.2026) und UK Trade Tariff – HMRC (His Majesty's Revenue and Customs) (abgerufen am 22.2.2026).

Daten zusammengestellt und aufbereitet von HSRates.

Wie entwickeln sich die Handelsmengen?

Wie wird dieser HS-Code eingereiht?

Welche Produkte deckt die Warentarifnummer 282612 ab?

Diese Unterposition umfasst Aluminiumfluoride, insbesondere Aluminiumfluorid (AlF3), eine chemische Verbindung, die in verschiedenen industriellen Anwendungen, hauptsächlich bei der Aluminiumherstellung, eingesetzt wird. Die Nomenklatur des Harmonisierten Systems der WZO für die Position 2826 spezifiziert "Fluoride; Fluorosilicate, Fluoroaluminate und andere komplexe Fluoride". Die Unterposition 2826.12 präzisiert dies weiter auf "aus Aluminium", was eindeutig darauf hinweist, dass hier nur Aluminiumfluorid und seine Isomere eingereiht werden. Dies stimmt mit den Definitionen im USITC Harmonized Tariff Schedule (HTS) und dem EU TARIC-System überein, die beide den Anwendungsbereich für diese spezifische chemische Verbindung präzise definieren und so eine konsistente globale Einreihung gewährleisten.

Was fällt nicht unter die Warentarifnummer 282612?

Folgende Produkte sind von der Warentarifnummer 282612 ausgeschlossen: andere Fluoride, die kein Aluminium enthalten, wie Natriumfluorid (eingereiht unter HS 2826.19), und komplexe Fluoride, die keine Aluminiumfluoride sind, wie Natriumhexafluoroaluminat (synthetischer Kryolith), das unter HS 2826.30 eingereiht wird. Darüber hinaus wird natürlicher Kryolith, obwohl es sich um ein Fluoroaluminat handelt, unter Kapitel 25 als Mineral, genauer unter HS 2529.90, eingereiht. Produkte, die Mischungen mit Aluminiumfluorid sind, bei denen das Aluminiumfluorid jedoch nicht die vorherrschende Komponente ist oder bei denen die Mischung für eine spezifische Verwendung an anderer Stelle in der Nomenklatur hergestellt wird, wären ebenfalls gemäß der Allgemeinen Auslegungsregel 3 ausgeschlossen.

Was sind häufige Einreihungsfehler bei der Warentarifnummer 282612?

Ein häufiger Fehler ist die Falscheinstufung anderer Fluoridsalze oder komplexer Fluoroaluminate als Aluminiumfluorid. Zum Beispiel wird synthetischer Kryolith (Natriumhexafluoroaluminat, Na3AlF6) aufgrund ähnlicher chemischer Komponenten und Verwendungen in der Aluminiumproduktion häufig mit Aluminiumfluorid (AlF3) verwechselt, aber synthetischer Kryolith fällt korrekterweise unter HS 2826.30. Ein weiterer Fehler besteht darin, Mischungen, die Aluminiumfluorid enthalten, unter 2826.12 einzureihen, wenn der wesentliche Charakter der Mischung durch eine andere Komponente bestimmt wird oder wenn es sich um eine Zubereitung des Kapitels 38 handelt, was eine sorgfältige Anwendung der Allgemeinen Auslegungsregel 3(b) oder 3(c) zur Bestimmung der korrekten Position und Unterposition erfordert.

Wie sollten Importeure Produkte unter der Warentarifnummer 282612 einreihen?

Das korrekte Verfahren zur Einreihung von Produkten unter der Warentarifnummer 282612 beinhaltet zunächst die Überprüfung der genauen chemischen Identität des Produkts. Importeure und Zollagenten müssen eine detaillierte chemische Analyse oder ein Analysezertifikat (CoA) vom Hersteller einholen, das bestätigt, dass es sich bei dem Produkt tatsächlich um Aluminiumfluorid (AlF3) und nicht um ein anderes Fluorid oder komplexes Fluorid handelt. Sie sollten dann die Erläuterungen zum Harmonisierten System der WZO für die Position 2826 sowie den spezifischen nationalen Zolltarif (z. B. USITC HTS oder EU TARIC) konsultieren, um den genauen Anwendungsbereich der Unterposition 2826.12 zu bestätigen. Handelt es sich bei dem Produkt um eine Mischung, müssen die Allgemeinen Auslegungsregeln 1 und 3 streng angewendet werden, um festzustellen, ob das Aluminiumfluorid den wesentlichen Charakter verleiht oder ob es sich um eine an anderer Stelle eingereihte Zubereitung handelt.

Welche HS-Codes sind verwandt?

Nicht der richtige Code? Durchsuchen Sie alle HS-Codes, um die passende Zolltarifnummer zu finden.

Häufige Fragen

Wie hoch ist der Meistbegünstigungszollsatz (MFN) für Waren der Warentarifnummer 2826.12 in den Vereinigten Staaten?

Für die Vereinigten Staaten beträgt der Meistbegünstigungszollsatz (MFN) für Waren, die unter die HTSUS-Unterposition 2826.12.00.00 fallen, welche spezifisch 'Aluminiumfluoride' abdeckt, 3,5 % Wertzoll. Dieser Zollsatz wird auf Importe aus Ländern angewendet, die kein spezifisches Freihandelsabkommen oder eine andere präferenzielle Zollbehandlung mit den USA haben. Importeure sollten den neuesten Harmonized Tariff Schedule of the United States (HTSUS) der U.S. International Trade Commission (USITC) für die aktuellsten und maßgeblichsten Informationen konsultieren.

Wie wirken sich präferenzielle Handelsabkommen auf den Zollsatz für HS 2826.12 in wichtigen Märkten wie der EU oder dem Vereinigten Königreich aus?

Präferenzielle Handelsabkommen können die Zölle für HS 2826.12 erheblich senken oder eliminieren. Zum Beispiel können 'Aluminiumfluoride' (HS 2826.12) im Rahmen vieler Freihandelsabkommen (FTAs), wie dem Wirtschaftspartnerschaftsabkommen zwischen der EU und Japan oder dem FTA zwischen dem Vereinigten Königreich und Australien, für einen 0,00 % (zollfreien) Satz in Frage kommen, wenn die Waren die spezifischen Ursprungsregeln des jeweiligen Abkommens erfüllen. Importeure müssen sicherstellen, dass sie über die korrekten Ursprungsdokumente, wie ein Ursprungszeugnis oder eine Ursprungserklärung, verfügen, um die präferenzielle Behandlung in Anspruch zu nehmen. Überprüfen Sie immer die produktspezifischen Ursprungsregeln und Dokumentationsanforderungen des jeweiligen Abkommens über die EU TARIC-Datenbank oder den UK Trade Tariff.

Was sind die wichtigsten Einreihungskriterien, um 'Aluminiumfluoride' unter HS 2826.12 von anderen Fluoridverbindungen zu unterscheiden?

HS 2826.12 deckt spezifisch 'Aluminiumfluoride' ab. Das primäre Einreihungskriterium ist die chemische Zusammensetzung: Das Produkt muss eine Fluoridverbindung sein, bei der Aluminium das Kation ist. Dies unterscheidet es von anderen Fluoriden, wie Ammoniumfluoriden (HS 2826.19) oder Natriumfluoriden (HS 2826.19), die unter andere Unterpositionen innerhalb von 2826.19 ('Andere Fluoride') fallen. Genaue chemische Analysen und Produktspezifikationen sind entscheidend für die korrekte Einreihung. Die Erläuterungen der Weltzollorganisation (WZO) zu Kapitel 28 bieten weitere Leitlinien zum Anwendungsbereich anorganischer Chemikalien.

Gibt es spezifische Dokumentationsanforderungen oder regulatorische Überlegungen für den Import von 'Aluminiumfluoriden' (HS 2826.12)?

Über die standardmäßigen Zolldokumente (Handelsrechnung, Packliste, Frachtbrief/Luftfrachtbrief) hinaus sollten Importeure von 'Aluminiumfluoriden' potenzielle chemikalienspezifische Vorschriften beachten. Obwohl in vielen Jurisdiktionen normalerweise keine umfangreichen Importlizenzen erforderlich sind, sollten Importeure prüfen, ob die spezifische Fluoridverbindung (z. B. Aluminiumtrifluorid) unter nationalen Chemikalienkontrollgesetzen (z. B. TSCA in den USA, REACH in der EU oder ähnliche Vorschriften in anderen Ländern) gelistet ist. Ein Sicherheitsdatenblatt (SDB) ist für den Import von Chemikalien fast immer erforderlich und liefert wichtige Informationen für die sichere Handhabung, den Transport und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften. Zollagenten sollten alle spezifischen behördlichen Anforderungen basierend auf dem Bestimmungsland bestätigen.