HS 281121 Sonstige anorganische Sauerstoffverbindungen von Nichtmetallen
Zusammenfassung: <h3>Warentarifnummer 2811.21</h3> <p>Die Warentarifnummer 2811.21 umfasst anorganische Sauerstoffverbindungen von Nichtmetallen, insbesondere Kohlendioxid. Diese Einreihung ist entscheidend für Produkte wie Trockeneis, komprimiertes CO2-Gas und andere Formen dieser weit verbreiteten Chemikalie. Importeure und Exporteure sollten die unterschiedlichen Zollsätze beachten: Das Vereinigte Königreich wendet einen Wertzoll von 4,00 % an, während der Zollsatz des Gemeinsamen Zolltarifs der EU 5,50 % Wertzoll beträgt. In den Vereinigten Staaten beträgt der Meistbegünstigungszollsatz (MFN) 3,7 % Wertzoll, obwohl unter bestimmten Handelsmaßnahmen ein Satz von 25 % anfallen kann. Viele US-amerikanische präferenzielle Handelsabkommen (z. B. mit Australien, Korea, Mexiko, Kanada, Singapur) bieten jedoch zollfreien Zugang für berechtigte Waren. Eine genaue Tarifierung ist unerlässlich, um diese Präferenzzollsätze zu nutzen und die Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten.</p>
Wie hoch sind die Zollsätze?
🇬🇧 United Kingdom
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2811210000 | 4.00 % | — | — |
🇪🇺 European Union (TARIC)
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2811210000 | 5.50 % | — | — |
🇺🇸 United States (HTSUS)
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2811210000 | 3.7% | Free (17 Programme) | ["t"] |
Sonderzollsätze verfügbar im Rahmen von Handelsabkommen wie USMCA, KORUS und GSP.
Zollsätze gemäß USITC (US International Trade Commission) Harmonized Tariff Schedule (HTS) (abgerufen am 22.2.2026), EU TARIC – DG TAXUD (Generaldirektion Steuern und Zollunion) (abgerufen am 22.2.2026) und UK Trade Tariff – HMRC (His Majesty's Revenue and Customs) (abgerufen am 22.2.2026).
Daten zusammengestellt und aufbereitet von HSRates.
Welche Handelsabkommen senken die Zölle für HS 2811.21?
Einfuhren von Sonstige anorganische Sauerstoffverbindungen von Nichtmetallen können unter Freihandelsabkommen und Präferenzprogrammen ermäßigte oder zollfreie Sätze erhalten. Die nachstehende Übersicht zeigt verfügbare Präferenzregelungen je Zollgebiet, zusammengestellt von HSRates auf Basis offizieller Tarif- und Handelsabkommensdaten.
United States (HTSUS)
Free für USMCA, KORUS, GSP, und 14 weitere Programme
European Union (TARIC)
Präferenzzolldaten noch nicht verfügbar.
United Kingdom
Präferenzzolldaten noch nicht verfügbar.
Präferenzzölle erfordern einen Ursprungsnachweis und können Kontingenten oder Bedingungen unterliegen. Prüfen Sie die Berechtigung immer mit einem zugelassenen Zollberater.
Daten zusammengestellt von HSRates.
Welche Vorzugssätze gelten für Ihr Ursprungsland?
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Präferenzzollsätze basieren auf verfügbaren Handelsabkommen. Tatsächliche Sätze können abweichen.
Wie entwickeln sich die Handelsmengen?
Wie wird dieser HS-Code eingereiht?
Welche Produkte deckt die Warentarifnummer 281121 ab?
Diese Unterposition umfasst Siliciumdioxid, allgemein bekannt als Kieselsäure, eine anorganische Sauerstoffverbindung des Nichtmetalls Silicium. Der Anwendungsbereich umfasst insbesondere verschiedene Formen von Siliciumdioxid, wie Quarzglas, kristallines Siliciumdioxid (z.B. Quarz, Cristobalit, Tridymit), amorphes Siliciumdioxid (z.B. Kieselgel, gefällte Kieselsäure, pyrogene Kieselsäure) und Diatomeenerde. Gemäß den Erläuterungen zur Nomenklatur des Harmonisierten Systems für die Position 2811 umfasst diese Unterposition Siliciumdioxid in seinen chemisch reinen oder handelsüblichen Formen, sofern es die allgemeinen Reinheitsanforderungen für Kapitel 28 erfüllt. Der USITC Harmonized Tariff Schedule (HTS) und der EU TARIC bestätigen diese spezifische Einreihung für Siliciumdioxid und unterscheiden es von anderen anorganischen Sauerstoffverbindungen von Nichtmetallen.
Was fällt nicht unter die Warentarifnummer 281121?
Folgende Produkte sind von der Warentarifnummer 281121 ausgeschlossen: andere anorganische Sauerstoffverbindungen von Nichtmetallen, die nicht Siliciumdioxid sind und unter die Warentarifnummer 281129 eingereiht werden. Zum Beispiel wird Kohlendioxid (CO2) unter die Warentarifnummer 281129 eingereiht, ebenso wie Schwefeldioxid (SO2) und Stickoxide (z.B. N2O, NO2). Des Weiteren werden natürliche Sande, die Siliciumdioxid enthalten, wie Quarzsand, der in Gießereien oder zur Glasherstellung verwendet wird, im Allgemeinen unter Kapitel 25, insbesondere unter die Warentarifnummer 2505, eingereiht. Ähnlich fallen Quarz und Quarzit, die lediglich zerkleinert oder gebrochen, aber nicht chemisch verarbeitet wurden, um Siliciumdioxid zu isolieren, typischerweise unter die Warentarifnummer 2506. Produkte, die Mischungen oder Zubereitungen mit Siliciumdioxid sind, bei denen Siliciumdioxid jedoch nicht die vorherrschende Komponente ist oder bei denen das Produkt einer weiteren Verarbeitung unterzogen wurde, um einen Artikel zu werden, wären ebenfalls ausgeschlossen und würden aufgrund ihrer Zusammensetzung und Funktion, oft in späteren Kapiteln, an anderer Stelle eingereiht.
Was sind häufige Einreihungsfehler bei der Warentarifnummer 281121?
Ein häufiger Fehler ist die falsche Einreihung anderer anorganischer Sauerstoffverbindungen von Nichtmetallen als Siliciumdioxid oder umgekehrt. Importeure ordnen Kohlendioxid oder Schwefeldioxid manchmal fälschlicherweise der Warentarifnummer 281121 zu, obwohl diese korrekt der Warentarifnummer 281129 zuzuordnen wären. Ein weiterer häufiger Fehler betrifft die Einreihung natürlicher siliciumdioxidhaltiger Materialien, wie Quarzsand (Warentarifnummer 2505) oder natürlicher Quarz in seinem Rohzustand (Warentarifnummer 2506), unter die Warentarifnummer 281121, wobei übersehen wird, dass die Warentarifnummer 281121 speziell für die chemische Verbindung Siliciumdioxid gilt. Dies geschieht oft aufgrund eines Missverständnisses der Allgemeinen Auslegungsregel (AAR) 1, die besagt, dass die Einreihung nach dem Wortlaut der Positionen und den dazugehörigen Abschnitten oder Kapitelanmerkungen bestimmt wird. Darüber hinaus werden hochverarbeitete Artikel, bei denen Siliciumdioxid lediglich ein Bestandteil und nicht die primäre chemische Substanz ist, oft fälschlicherweise hier statt unter ihrer funktionellen Position eingeordnet.
Wie sollten Importeure Produkte unter der Warentarifnummer 281121 einreihen?
Das korrekte Verfahren zur Einreihung von Produkten unter die Warentarifnummer 281121 beinhaltet zunächst die Bestätigung der chemischen Identität des Produkts als Siliciumdioxid (SiO2). Importeure und Zollagenten sollten eine detaillierte chemische Analyse oder ein Analysenzertifikat (CoA) vom Hersteller einholen, das den chemischen Namen, die CAS-Nummer und den Reinheitsgrad klar angibt. Diese Dokumentation ist entscheidend, um nachzuweisen, dass es sich bei dem Produkt tatsächlich um Siliciumdioxid handelt und es die Reinheitsanforderungen für Kapitel 28 erfüllt. Als Nächstes ist zu überprüfen, ob es sich bei dem Produkt nicht um einen natürlichen Sand oder ein Gestein handelt, das lediglich Siliciumdioxid enthält, sondern um die isolierte chemische Verbindung. Konsultieren Sie die Erläuterungen zum Harmonisierten System der WZO für die Position 2811 und prüfen Sie relevante verbindliche Auskünfte der US Customs and Border Protection (CBP) oder ähnlicher Behörden in der EU (TARIC) oder im Vereinigten Königreich (Trade Tariff) für vergleichbare Produkte. Wenn es sich bei dem Produkt um Siliciumdioxid handelt und es nicht durch die Anmerkungen zu Kapitel 28 ausgeschlossen ist, dann ist die Warentarifnummer 281121 die geeignete Einreihung, die in den Vereinigten Staaten für Meistbegünstigungs-(MFN)-Länder einen Wertzoll von 3,5 % nach sich zieht.
Welche HS-Codes sind verwandt?
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Häufige Fragen
Wie hoch ist der Einfuhrzollsatz für Produkte, die unter der Warentarifnummer 2811.21 in den Vereinigten Staaten eingereiht sind, und gibt es Präferenzzollsätze?
Wie hoch ist der Einfuhrzollsatz für Produkte, die unter der Warentarifnummer 2811.21 in den Vereinigten Staaten eingereiht sind, und gibt es Präferenzzollsätze?
Für Produkte, die unter der Harmonisierten System (HS) Unterposition 2811.21, 'Kohlendioxid', eingereiht sind, beträgt der Meistbegünstigungszollsatz (MFN-Zollsatz) in den Vereinigten Staaten 3,7 % Wertzoll (ad valorem), gemäß dem Harmonized Tariff Schedule of the United States (HTSUS). Viele Präferenzzollprogramme bieten jedoch einen 'zollfreien' Satz für berechtigte Importe an. Dazu gehören Waren, die aus Ländern stammen, mit denen die USA Freihandelsabkommen (FTAs) geschlossen haben, wie Australien (AU), Bahrain (BH), Chile (CL), Kolumbien (CO), Israel (IL), Jordanien (JO), Korea (KR), Marokko (MA), Oman (OM), Panama (PA), Peru (PE) und Singapur (SG). Darüber hinaus können bestimmte Entwicklungsländer im Rahmen von Programmen wie dem Allgemeinen Präferenzsystem (APS) zollfreie Behandlung erhalten, sofern dies für diese Unterposition zutrifft. Importeure sollten den Ursprung überprüfen und die ordnungsgemäße Dokumentation, wie z. B. ein Ursprungszeugnis, sicherstellen, um Präferenzbehandlung in Anspruch nehmen zu können.
Was sind die wichtigsten Einreihungskriterien für die Warentarifnummer 2811.21, 'Kohlendioxid', und wie unterscheidet sie sich von anderen anorganischen Sauerstoffverbindungen?
Was sind die wichtigsten Einreihungskriterien für die Warentarifnummer 2811.21, 'Kohlendioxid', und wie unterscheidet sie sich von anderen anorganischen Sauerstoffverbindungen?
Die Warentarifnummer 2811.21 umfasst speziell 'Kohlendioxid'. Das primäre Einreihungskriterium ist die chemische Identität der Substanz selbst. Diese Unterposition unterscheidet sich von anderen anorganischen Sauerstoffverbindungen von Nichtmetallen (z. B. Schwefeldioxid, Siliziumdioxid), die unter andere Unterpositionen der Position 2811 eingereiht werden. Die Position 2811 umfasst 'Andere anorganische Sauerstoffverbindungen von Nichtmetallen (ausgenommen Wasser); flüssige Luft; komprimierte Luft'. Damit ein Produkt unter 2811.21 eingereiht werden kann, muss es chemisch als Kohlendioxid (CO2) identifiziert werden. Importeure sollten sicherstellen, dass chemische Analyseberichte oder Produktspezifikationen eindeutig bestätigen, dass es sich um Kohlendioxid handelt, um eine falsche Einreihung zu vermeiden.
Welche spezifischen Dokumente werden vom U.S. Customs and Border Protection (CBP) für die Einfuhr von Kohlendioxid unter HS 2811.21 benötigt, insbesondere wenn Präferenzzollsätze beansprucht werden?
Welche spezifischen Dokumente werden vom U.S. Customs and Border Protection (CBP) für die Einfuhr von Kohlendioxid unter HS 2811.21 benötigt, insbesondere wenn Präferenzzollsätze beansprucht werden?
Für die Einfuhr von Kohlendioxid unter HS 2811.21 in die USA sind Standard-Importdokumente erforderlich, darunter eine Handelsrechnung, eine Packliste und ein Frachtbrief oder Luftfrachtbrief. Bei der Beantragung von Präferenzzollsätzen im Rahmen eines Freihandelsabkommens (FTA) ist ein gültiges Ursprungszeugnis (z. B. USMCA-Ursprungszeugnis für Kanada/Mexiko oder ein ähnliches Dokument für andere FTA-Partner) entscheidend. Dieses Dokument bescheinigt, dass die Waren die Ursprungsregeln des jeweiligen Abkommens erfüllen. Die Nichtvorlage ordnungsgemäßer Ursprungsdokumente zum Zeitpunkt der Einfuhr oder auf Anfrage des CBP kann zur Erhebung des MFN-Zollsatzes (3,7 % Wertzoll) und potenziellen Strafen führen. Importeure sollten alle ursprungsbezogenen Aufzeichnungen mindestens fünf Jahre ab dem Datum der Einfuhr aufbewahren.
Gibt es spezifische Handelsabkommen, die die Einfuhr von Kohlendioxid (HS 2811.21) in die Vereinigten Staaten erheblich beeinflussen?
Gibt es spezifische Handelsabkommen, die die Einfuhr von Kohlendioxid (HS 2811.21) in die Vereinigten Staaten erheblich beeinflussen?
Ja, mehrere US-Freihandelsabkommen (FTAs) beeinflussen die Einfuhr von Kohlendioxid (HS 2811.21) erheblich, indem sie zollfreien Zugang für Ursprungswaren ermöglichen. Zu den wichtigsten Abkommen gehören das USMCA (United States-Mexico-Canada Agreement), das NAFTA ersetzte; FTAs mit Australien, Chile, Kolumbien, Israel, Jordanien, Korea, Marokko, Oman, Panama, Peru und Singapur. Im Rahmen dieser Abkommen kann Kohlendioxid, das die spezifischen Ursprungsregeln des jeweiligen FTA erfüllt, zollfrei in die USA eingeführt werden. Importeure sollten den spezifischen FTA-Text und die HTSUS General Notes konsultieren, um die Berechtigung zu bestätigen und die detaillierten Ursprungsregeln zu verstehen, die oft Kriterien bezüglich des Ortes der vollständigen Gewinnung oder der wesentlichen Be- oder Verarbeitung des Produkts umfassen.