HS 280910 Phosphorpentoxid

Zusammenfassung: <h3>Warentarifnummer 280910</h3> <p>Die Warentarifnummer 280910 umfasst Diphosphorpentaoxid (P2O5), auch bekannt als Phosphorpentoxid. Diese chemische Verbindung ist ein starkes Dehydratisierungsmittel und wird hauptsächlich in der organischen Synthese, als Trockenmittel sowie bei der Herstellung von Phosphorsäure und anderen Phosphorverbindungen verwendet. Für Importeure und Exporteure ist das Verständnis der unterschiedlichen Zollsätze entscheidend. Der britische Zolltarif weist derzeit einen Zollsatz von 0,00 % aus. Das EU-TARIC-System wendet einen Wertzoll von 5,50 % an. In den Vereinigten Staaten weist der Harmonized Tariff Schedule (HTSUS) einen allgemeinen Zollsatz von 25 % als Wertzoll aus, wobei ein "Frei"-Satz oft im Rahmen spezifischer Handelsabkommen oder für bestimmte Ursprungsländer anwendbar ist. Importeure sollten die Berechtigung für Präferenzzollsätze überprüfen, um die Kosten zu optimieren.</p>

Wie hoch sind die Zollsätze?

🇬🇧 United Kingdom

Code MFN Präferenz Einheit
2809100000 0.00 %

🇪🇺 European Union (TARIC)

Code MFN Präferenz Einheit
2809100000 5.50 %

🇺🇸 United States (HTSUS)

Code MFN Präferenz Einheit
2809100000 Free ["kg"]

Zollsätze gemäß USITC (US International Trade Commission) Harmonized Tariff Schedule (HTS) (abgerufen am 22.2.2026), EU TARIC – DG TAXUD (Generaldirektion Steuern und Zollunion) (abgerufen am 22.2.2026) und UK Trade Tariff – HMRC (His Majesty's Revenue and Customs) (abgerufen am 22.2.2026).

Daten zusammengestellt und aufbereitet von HSRates.

Wie entwickeln sich die Handelsmengen?

Wie wird dieser HS-Code eingereiht?

Welche Produkte deckt die Warentarifnummer 280910 ab?

Diese Unterposition umfasst Diphosphorpentaoxid, auch systematisch als Phosphor(V)-oxid oder Phosphorsäureanhydrid bekannt, eine chemische Verbindung mit der empirischen Formel P₂O₅. Es ist ein weißer, kristalliner Feststoff, der ein starkes Dehydratisierungsmittel ist und hauptsächlich in der organischen Synthese, als Trockenmittel und bei der Herstellung von Phosphorsäuren und Phosphaten verwendet wird. Die Nomenklatur des Harmonisierten Systems der WZO und offizielle Definitionen des USITC Harmonized Tariff Schedule (HTSUS) und des EU TARIC grenzen diese spezifische chemische Verbindung unter dieser 6-stelligen Unterposition klar ab und gewährleisten eine konsistente globale Einreihung für dieses eigenständige anorganische Phosphoroxid.

Was fällt nicht unter die Warentarifnummer 280910?

Die folgenden Produkte sind von der Warentarifnummer 280910 ausgeschlossen: andere Phosphoroxide, wie Phosphortrioxid (P₂O₃), die unter der Warentarifnummer 2809.20 als "Phosphorsäure; Polyphosphorsäuren, auch chemisch nicht genau definiert" eingereiht würden. Zusätzlich sind Phosphorsäuren selbst, ob Orthophosphorsäure (H₃PO₄) oder Polyphosphorsäuren, explizit von der Warentarifnummer 2809.20 erfasst, obwohl Diphosphorpentaoxid ihr Anhydrid ist. Mischungen, die Diphosphorpentaoxid enthalten, aber nicht ausschließlich daraus bestehen, wobei der wesentliche Charakter der Mischung durch eine andere Komponente oder Funktion bestimmt wird, würden an anderer Stelle eingereiht, möglicherweise unter Kapitel 38, wenn es sich um zubereitete chemische Erzeugnisse handelt, die an anderer Stelle weder genannt noch inbegriffen sind.

Was sind häufige Einreihungsfehler für die Warentarifnummer 280910?

Ein häufiger Fehler ist die falsche Einreihung von Diphosphorpentaoxid als Phosphorsäure oder Polyphosphorsäuren, die korrekterweise unter die Warentarifnummer 2809.20 fallen. Importierende übersehen manchmal die präzise chemische Unterscheidung zwischen dem Anhydrid und den Säureformen, was zu falschen Zolltarifeinstufungen führt. Ein weiterer Fehler besteht darin, Mischungen, die Diphosphorpentaoxid enthalten, unter dieser Unterposition einzureihen, wenn der wesentliche Charakter der Mischung nicht ausschließlich durch den P₂O₅-Gehalt definiert ist, was gegen die Allgemeine Auslegungsregel (AAR) 3(b) verstößt. Eine genaue Einreihung erfordert die strikte Einhaltung der chemischen Definition von Diphosphorpentaoxid als eigenständige anorganische Verbindung, getrennt von ihren Derivaten oder verwandten Säuren.

Wie sollten Importierende Produkte unter der Warentarifnummer 280910 einreihen?

Das korrekte Verfahren zur Einreihung von Diphosphorpentaoxid unter der Warentarifnummer 280910 beinhaltet die Überprüfung der chemischen Identität des Produkts anhand seiner empirischen Formel P₂O₅ und seiner gebräuchlichen Namen wie Phosphor(V)-oxid oder Phosphorsäureanhydrid. Importierende und Zollagenten sollten ein Analysenzertifikat (CoA) oder ein Sicherheitsdatenblatt (SDS) vom Hersteller einholen, um die chemische Zusammensetzung und Reinheit zu bestätigen. Diese Dokumentation ist entscheidend, um nachzuweisen, dass es sich bei dem Produkt tatsächlich um Diphosphorpentaoxid und nicht um eine Phosphorsäure oder ein anderes Phosphoroxid handelt. Die Konsultation der Erläuterungen des Harmonisierten Systems der WZO für Kapitel 28 und spezifischer nationaler Zolltarife (z. B. HTSUS, EU TARIC, UK Trade Tariff) für die Position 2809 bietet maßgebliche Leitlinien und gewährleistet die Einhaltung internationaler und nationaler Zollvorschriften.

Welche HS-Codes sind verwandt?

Nicht der richtige Code? Durchsuchen Sie alle HS-Codes, um die passende Zolltarifnummer zu finden.

Häufige Fragen

Was ist der Meistbegünstigungszollsatz (MFN) für Diphosphorpentaoxid (HS 2809.10) in Schlüsselmärkten, und gibt es übliche Präferenzzollsätze?

Der MFN-Einfuhrzollsatz (Meistbegünstigungszollsatz) für Diphosphorpentaoxid (HS 2809.10) variiert erheblich je nach Einfuhrland. Zum Beispiel wenden die Vereinigten Staaten für dieses Produkt gemäß dem Harmonized Tariff Schedule of the United States (HTSUS) in der Regel einen 'freien' (0,00%) MFN-Zollsatz an. Die TARIC-Datenbank der Europäischen Union weist ebenfalls typischerweise einen Wertzoll-MFN-Zollsatz von 0,00% aus. Andere Länder können jedoch abweichende Sätze anwenden, wie z.B. 5,50% oder sogar 25% Wertzoll. Importeure sollten den spezifischen Zollsatz, der für ihr Zielland gilt, stets anhand des offiziellen Zolltarifs (z.B. USITC HTSUS, EU TARIC, UK Trade Tariff) überprüfen. Präferenzzollsätze, oft 'frei' (0,00%), können im Rahmen verschiedener Freihandelsabkommen (FHA) oder Allgemeiner Präferenzsysteme (APS) verfügbar sein, sofern die Waren die jeweiligen Ursprungsregeln erfüllen. Zum Beispiel könnten Einfuhren in die EU aus Ländern mit einem FHA mit entsprechenden Ursprungsnachweisen wie einem EUR.1-Zertifikat oder einer Ursprungserklärung für einen Zollsatz von 0,00% in Frage kommen.

Was sind die wichtigsten Einreihungskriterien für Diphosphorpentaoxid unter HS 2809.10, und was unterscheidet es von anderen Phosphoroxiden?

Diphosphorpentaoxid wird spezifisch unter HS 2809.10 eingereiht. Das primäre Einreihungskriterium ist seine präzise chemische Zusammensetzung: P2O5. Diese Unterposition ist ausschließlich 'Diphosphorpentaoxid' gewidmet. Es ist entscheidend, es von anderen Phosphoroxiden, wie Phosphortrioxid (P2O3), zu unterscheiden, das an anderer Stelle, typischerweise innerhalb des Kapitels 28, basierend auf seiner spezifischen chemischen Identität eingereiht würde. Die Erläuterungen der WZO zu Kapitel 28 geben an, dass dieses Kapitel 'anorganische chemische Erzeugnisse' von 'bestimmter chemischer Zusammensetzung' umfasst. Für P2O5 sind seine eindeutige Molekularformel und chemischen Eigenschaften die entscheidenden Faktoren für seine Platzierung in 2809.10. Zollbehörden können ein Analysenzertifikat (CoA) oder andere chemische Dokumentationen verlangen, um die genaue Zusammensetzung und Reinheit zu bestätigen, insbesondere wenn es Unklarheiten bezüglich der Identität des Produkts gibt.

Welche gängigen Handelsabkommen könnten eine präferenzielle Zollbehandlung für Diphosphorpentaoxid (HS 2809.10) bieten, und welche Dokumentation ist typischerweise erforderlich?

Diphosphorpentaoxid (HS 2809.10) kann oft von einer präferenziellen Zollbehandlung im Rahmen verschiedener Handelsabkommen profitieren. Zum Beispiel können Einfuhren in die Vereinigten Staaten aus Ländern, die Vertragsparteien von Abkommen wie USMCA (United States-Mexico-Canada Agreement), CAFTA-DR (Dominican Republic-Central America Free Trade Agreement) oder Freihandelsabkommen mit Ländern wie Korea, Australien oder Chile sind, für einen Zollsatz von 0,00% in Frage kommen. Ähnlich könnten innerhalb der Europäischen Union Einfuhren aus Ländern mit einem EU-Freihandelsabkommen (z.B. Japan, Vietnam, Kanada) oder APS-Begünstigten ebenfalls Präferenzzollsätze erhalten. Die wesentliche Dokumentation, die zur Beantragung dieser Präferenzzollsätze erforderlich ist, umfasst typischerweise ein gültiges Ursprungszeugnis (z.B. Form A für APS, EUR.1 für bestimmte EU-Freihandelsabkommen oder eine Ursprungserklärung/Angabe auf der Rechnung für viele moderne Freihandelsabkommen). Importeure müssen sicherstellen, dass die Waren die spezifischen Ursprungsregeln erfüllen, die im jeweiligen Handelsabkommen festgelegt sind, welche oft Kriterien bezüglich des Status 'vollständig gewonnen' oder einer ausreichenden 'Tarifsprung' und/oder 'regionalen Wertschöpfung' beinhalten.

Gibt es über die üblichen Zollanmeldungen hinaus spezifische Einfuhrdokumentationsanforderungen für Diphosphorpentaoxid (HS 2809.10) aufgrund seiner chemischen Natur?

Über die üblichen Handelsrechnungen, Packlisten und Frachtbriefe (Bill of Lading/Air Waybill) hinaus kann Diphosphorpentaoxid (HS 2809.10) aufgrund seiner chemischen Natur und der Einstufung als gefährlicher Stoff zusätzliche Dokumente erfordern. Importeure sollten darauf vorbereitet sein, den Zollbehörden ein Sicherheitsdatenblatt (SDB) oder Material Safety Data Sheet (MSDS) vorzulegen, da dieses Dokument wichtige Informationen über die Eigenschaften, Gefahren und sicheren Handhabungsverfahren des Chemikalie enthält. Obwohl ein SDB nicht immer eine direkte Zollanforderung für die Einfuhr ist, ist es für die Einhaltung chemikalienrechtlicher Vorschriften (z.B. REACH in der EU, TSCA in den USA) und für den sicheren Transport unerlässlich. Je nach Reinheit und Verwendungszweck kann auch ein Analysenzertifikat (CoA) vom Zoll angefordert werden, um die chemische Identität und Spezifikationen des Produkts zu bestätigen und so eine genaue Einreihung und Einhaltung produktspezifischer Vorschriften zu gewährleisten. Importeure sollten vor dem Versand auch prüfen, ob Einfuhrgenehmigungen oder Lizenzen von Umwelt- oder Chemikalienregulierungsbehörden im Zielland erforderlich sind.