HS 280120 Iod
Zusammenfassung: <h3>Warentarifnummer 280120</h3> <p>Die Warentarifnummer 280120 umfasst Jod, ein nichtmetallisches Element, das hauptsächlich in Pharmazeutika, Desinfektionsmitteln und der chemischen Fertigung verwendet wird. Diese Position klassifiziert spezifisch elementares Jod und unterscheidet es von Jodverbindungen, die an anderer Stelle in Kapitel 28 oder 29 zu finden sind. Für Importeure und Zollagenten ist eine wichtige Überlegung die generell günstige Zollbehandlung in den wichtigsten Märkten. Das Vereinigte Königreich und die Europäische Union wenden beide einen Wertzollsatz von 0,00 % an, gemäß dem UK Trade Tariff bzw. dem EU TARIC. Ähnlich erheben die Vereinigten Staaten einen "zollfreien" Zollsatz, gemäß dem USITC Harmonized Tariff Schedule. Dieser weit verbreitete zollfreie Status vereinfacht den Handel, obwohl Importeure weiterhin die korrekte Einreihung und die Einhaltung aller anderen Einfuhrbestimmungen sicherstellen müssen, einschließlich der Anforderungen an Sicherheitsdatenblätter (SDB) und potenzieller Endverwendungserklärungen.</p>
Wie hoch sind die Zollsätze?
🇬🇧 United Kingdom
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2801200000 | 0.00 % | — | — |
🇪🇺 European Union (TARIC)
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2801200000 | 0.00 % | — | — |
🇺🇸 United States (HTSUS)
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2801200000 | Free | — | ["kg"] |
Zollsätze gemäß USITC (US International Trade Commission) Harmonized Tariff Schedule (HTS) (abgerufen am 22.2.2026), EU TARIC – DG TAXUD (Generaldirektion Steuern und Zollunion) (abgerufen am 22.2.2026) und UK Trade Tariff – HMRC (His Majesty's Revenue and Customs) (abgerufen am 22.2.2026).
Daten zusammengestellt und aufbereitet von HSRates.
Wie entwickeln sich die Handelsmengen?
Wie wird dieser HS-Code eingereiht?
Welche Produkte deckt die Warentarifnummer 280120 ab?
Diese Unterposition umfasst Jod, insbesondere das chemische Element Jod (I) in seiner ungebundenen Form. Gemäß der Nomenklatur des Harmonisierten Systems der Weltzollorganisation und wie im Harmonisierten Zolltarif der Vereinigten Staaten (HTSUS) der USITC und im EU-TARIC widergespiegelt, umfasst dies Jod in verschiedenen physikalischen Zuständen wie festen Kristallen, Flocken oder Prills, sofern es das reine Element bleibt. Es umfasst rohes oder raffiniertes Jod, solange es nicht chemisch mit anderen Elementen zu Verbindungen kombiniert wurde. Diese Einreihung gilt für die elementare Substanz selbst, nicht für ihre Derivate oder Lösungen.
Was fällt nicht unter die Warentarifnummer 280120?
Die folgenden Produkte sind von der Warentarifnummer 280120 ausgeschlossen: Jodverbindungen wie Kaliumjodid (KI), Natriumjodid (NaI) oder Jodoform, die unter Kapitel 28 eingereiht werden, typischerweise unter den Positionen 2829 (Jodate und Perjodate) oder 2830 (Jodide und Oxyjodide). Jodlösungen, wie Jodtinkturen oder Lugolsche Jodlösung, sind ebenfalls ausgeschlossen, da es sich um Mischungen oder Zubereitungen handelt und sie im Allgemeinen unter Kapitel 30 fallen würden, wenn sie medizinisch sind, oder unter andere geeignete Positionen, basierend auf ihrer Zusammensetzung und Verwendung. Radioaktive Isotope von Jod, auch wenn sie elementar sind, werden unter Position 2844 eingereiht.
Was sind häufige Einreihungsfehler bei der Warentarifnummer 280120?
Ein häufiger Fehler ist die falsche Einreihung von Jodverbindungen oder -lösungen als elementares Jod. Zum Beispiel wird Kaliumjodid, eine gängige Chemikalie, häufig mit reinem Jod verwechselt. Importeure könnten die Warentarifnummer 280120 fälschlicherweise auf ein Produkt anwenden, das tatsächlich ein Jodidsalz ist, welches unter die Position 2829 oder 2830 gehört. Dieser Fehler entsteht oft, weil die Allgemeine Auslegungsregel (AAR) 1 nicht angewendet wird, die besagt, dass die Einreihung nach dem Wortlaut der Positionen und den dazugehörigen Abschnitten oder Kapitelanmerkungen bestimmt wird. Reines elementares Jod muss von seinen chemischen Derivaten unterschieden werden.
Wie sollten Importeure Produkte unter der Warentarifnummer 280120 klassifizieren?
Das korrekte Verfahren zur Einreihung von Produkten unter der Warentarifnummer 280120 beinhaltet zunächst die Bestätigung, dass es sich bei dem Produkt tatsächlich um elementares Jod und nicht um eine Jodverbindung oder -mischung handelt. Importeure und Zollagenten sollten den chemischen Namen, die CAS-Nummer und das Analysezertifikat des Produkts überprüfen, um dessen Reinheit und elementaren Status zu verifizieren. Wenn das Produkt als Jod (I) in seiner ungebundenen Form identifiziert wird, ist die Warentarifnummer 280120 angemessen. Handelt es sich um eine Verbindung, wie Kaliumjodid, ist eine weitere Recherche in Kapitel 28, insbesondere in den Positionen für anorganische Verbindungen, erforderlich, um die korrekte Einreihung zu finden. Konsultieren Sie immer die neueste Version des HTSUS oder EU-TARIC und die relevanten Erläuterungen.
Welche HS-Codes sind verwandt?
Nicht der richtige Code? Durchsuchen Sie alle HS-Codes, um die passende Zolltarifnummer zu finden.
Häufige Fragen
<h3>Was sind die Meistbegünstigungszollsätze (MFN) für die Einfuhr von HS-Code 2801.20 (Jod) in wichtigen Märkten?</h3>
Für den HS-Code 2801.20, 'Jod', sind die Meistbegünstigungszollsätze (MFN) in wichtigen Handelsblöcken im Allgemeinen sehr niedrig oder zollfrei. Zum Beispiel wenden die Vereinigten Staaten (gemäß dem Harmonized Tariff Schedule of the United States, HTSUS) einen 'zollfreien' Satz für MFN-Länder an. Ähnlich wenden die Europäische Union (EU TARIC) und das Vereinigte Königreich (UK Global Tariff) ebenfalls einen Wertzoll von 0,00 % für MFN-Importe von Jod an. Dies deutet auf einen globalen Konsens hin, den Handel mit dieser essenziellen Chemikalie zu erleichtern.
<h3>Gibt es präferenzielle Zollsätze für Jod (HS 2801.20) im Rahmen gängiger Handelsabkommen?</h3>
Ja, präferenzielle Zollsätze sind für Jod (HS 2801.20) aufgrund seines generell niedrigen oder zollfreien MFN-Status weit verbreitet. Zum Beispiel sind im Rahmen von Abkommen wie dem Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten, Mexiko und Kanada (USMCA) Importe von Jod mit Ursprung in Mexiko oder Kanada in die USA 'zollfrei'. Ähnlich würden innerhalb der EU Importe aus Ländern mit Präferenzabkommen (z. B. APS, Freihandelsabkommen) typischerweise ebenfalls von einem Zollsatz von 0,00 % profitieren, oft spiegelbildlich zum MFN-Satz. Importeure sollten die spezifischen Ursprungsregeln und Dokumentationsanforderungen (z. B. Ursprungszeugnisse) für das jeweilige Handelsabkommen überprüfen, um präferenzielle Behandlung in Anspruch zu nehmen.
<h3>Was sind die wichtigsten Einreihungskriterien, um sicherzustellen, dass Jod korrekt unter HS 2801.20 eingereiht wird?</h3>
Das wichtigste Einreihungskriterium für HS 2801.20 ist, dass es sich bei dem Produkt um 'Jod' handeln muss. Diese Position deckt speziell chemische Elemente ab, die Halogene sind. Jod (chemisches Symbol I) ist ein nichtmetallisches Element, das zur Halogengruppe gehört. Es erscheint typischerweise als glänzender, purpurschwarzer metallischer Feststoff. Die Einreihung unter diese Unterposition erfordert, dass das Produkt elementares Jod ist, nicht Jodverbindungen (z. B. Iodide, Iodate), die je nach ihrer chemischen Struktur und Verwendung unter andere Unterpositionen innerhalb des Kapitels 28 oder des Kapitels 29 fallen würden. Reinheitsgrade oder spezifische Formen (z. B. Flocken, Prills) ändern im Allgemeinen nicht die Einreihung als elementares Jod, aber Mischungen oder Zubereitungen müssten sorgfältig anhand der Allgemeinen Auslegungsregeln (AAR) 3(b) oder 3(c) überprüft werden.
<h3>Welche spezifischen Dokumente sind für die Einfuhr von Jod (HS 2801.20) erforderlich?</h3>
Über die üblichen Zolldokumente wie Handelsrechnung, Packliste und Frachtbrief/Luftfrachtbrief hinaus sollten Importeure von Jod (HS 2801.20) auf potenzielle zusätzliche Anforderungen vorbereitet sein. Als Chemikalie ist ein Sicherheitsdatenblatt (SDB) für die Gefahrenkommunikation und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften fast immer erforderlich. Je nach Einfuhrland und Verwendungszweck kann es spezifische Chemikalienkontrollvorschriften (z. B. TSCA in den USA, REACH in der EU) geben, die eine Registrierung, Notifizierung oder spezielle Kennzeichnung erfordern. Wenn präferenzielle Zollsätze beansprucht werden, ist ein gültiges Ursprungszeugnis (z. B. USMCA-Ursprungszeugnis, EUR.1-Warenverkehrsbescheinigung) unerlässlich. Importeure sollten die zuständige nationale Zollbehörde und die chemischen Regulierungsbehörden für genaue, aktuelle Anforderungen konsultieren.