HS 270820 Pechkoks

Zusammenfassung: <h3>Warentarifnummer 270820</h3> <p>Die Warentarifnummer 270820 umfasst „Pechkoks“, einen kohlenstoffhaltigen Feststoff, der durch die Hochtemperatur-Verkokung von Steinkohlenteerpech oder Erdölpech gewonnen wird. Er unterscheidet sich von anderen Kokssorten durch seinen spezifischen Ursprung und seine Eigenschaften und wird häufig bei der Herstellung von Elektroden für die Aluminiumschmelze und andere metallurgische Anwendungen verwendet. Für Importeure und Exporteure ist diese Einreihung unkompliziert. Die Zollsätze in wichtigen Jurisdiktionen sind durchweg günstig: Das Vereinigte Königreich, die Europäische Union und die Vereinigten Staaten wenden alle einen Wertzoll von 0,00 % an, was effektiv „zollfrei“ bedeutet. Dieser weit verbreitete zollfreie Status vereinfacht den Handel und eliminiert zollbedingte Kostenüberlegungen für Unternehmen, die mit Pechkoks handeln. Importeure sollten dennoch eine genaue Produktbeschreibung und Ursprungsdokumentation für die Zollabfertigung sicherstellen.</p>

Wie hoch sind die Zollsätze?

🇬🇧 United Kingdom

Code MFN Präferenz Einheit
2708200000 0.00 %

🇪🇺 European Union (TARIC)

Code MFN Präferenz Einheit
2708200000 0.00 %

🇺🇸 United States (HTSUS)

Code MFN Präferenz Einheit
2708200000 Free ["kg"]

Zollsätze gemäß USITC (US International Trade Commission) Harmonized Tariff Schedule (HTS) (abgerufen am 22.2.2026), EU TARIC – DG TAXUD (Generaldirektion Steuern und Zollunion) (abgerufen am 22.2.2026) und UK Trade Tariff – HMRC (His Majesty's Revenue and Customs) (abgerufen am 22.2.2026).

Daten zusammengestellt und aufbereitet von HSRates.

Wie entwickeln sich die Handelsmengen?

Wie wird dieser HS-Code eingereiht?

Welche Produkte deckt die Warentarifnummer 270820 ab?

Diese Unterposition umfasst Pechkoks, ein fester kohlenstoffhaltiger Rückstand, der durch die destruktive Destillation von Steinkohlenteerpech oder Erdölpech gewonnen wird. Er zeichnet sich durch seinen hohen Kohlenstoffgehalt, geringen Aschegehalt und oft nadel- oder körnige Struktur aus, wodurch er sich von anderen Koksformen unterscheidet. Gemäß den Erläuterungen zum Harmonisierten System (HSEN) für die Position 2708 wird Pechkoks spezifisch von Petrolkoks (2713) und Kokskohle (2704) durch sein Ausgangsmaterial unterschieden. Der USITC Harmonized Tariff Schedule (HTS) und das EU TARIC-System stimmen beide mit dieser WZO-Definition überein und klassifizieren nur Koks, der aus Pech gewonnen wird, unter 270820.

Was fällt nicht unter die Warentarifnummer 270820?

Die folgenden Produkte sind von der Warentarifnummer 270820 ausgeschlossen: Petrolkoks, der unter die Position 2713 eingereiht wird, auch wenn er ähnliche physikalische Eigenschaften oder Verwendungszwecke aufweist. Ebenso fällt Kokskohle, die durch die Verkokung von Kohle gewonnen wird, unter die Position 2704. Natürliches Bitumen und Asphalt, die keine Kokse sind, werden unter die Position 2714 eingereiht. Darüber hinaus wird kalzinierter Petrolkoks, obwohl er aus Petrolkoks gewonnen wird, einer weiteren Verarbeitung unterzogen und typischerweise unter 2713 eingereiht. Jedes kohlenstoffhaltige Material, das nicht spezifisch durch destruktive Destillation aus Pech gewonnen wird, wäre von dieser Unterposition ausgeschlossen, was eine sorgfältige Prüfung des Herstellungsprozesses und der Rohmaterialien erfordert.

Was sind häufige Einreihungsfehler bei der Warentarifnummer 270820?

Ein häufiger Fehler ist die falsche Einreihung von Petrolkoks als Pechkoks oder umgekehrt, aufgrund ähnlicher Erscheinungsbilder oder Verwendungszwecke, wie z.B. bei der Anodenproduktion. Dies geschieht oft, wenn das Ausgangsmaterial (Steinkohlenteerpech/Erdölpech vs. Rohöl) nicht gründlich untersucht wird. Ein weiterer Fehler ist das Versäumnis, zwischen Pechkoks und anderen Kohlenstoffprodukten wie Graphitelektroden (Position 8545) oder Kohlenstoffblöcken (Position 3801) zu unterscheiden, die weiterverarbeitete Waren sind. Die korrekte Anwendung der Allgemeinen Vorschrift 1 (AV 1), die besagt, dass die Einreihung nach dem Wortlaut der Positionen und der Anmerkungen zu den Abschnitten oder Kapiteln zu erfolgen hat, ist entscheidend, um diese Fehler zu vermeiden, und unterstreicht die Bedeutung des Verständnisses der spezifischen Definition von "Pechkoks".

Wie sollten Importeure Produkte unter der Warentarifnummer 270820 einreihen?

Das korrekte Verfahren zur Einreihung von Produkten unter der Warentarifnummer 270820 beinhaltet zunächst die Überprüfung, ob es sich bei dem Produkt tatsächlich um Koks handelt, einen festen kohlenstoffhaltigen Rückstand. Zweitens, und das ist entscheidend, müssen Importeure und Zollagenten bestätigen, dass der Koks spezifisch durch die destruktive Destillation von Steinkohlenteerpech oder Erdölpech gewonnen wurde und nicht aus Rohöl oder Kohle. Dies erfordert die Beschaffung detaillierter Herstellungsspezifikationen, Sicherheitsdatenblätter (MSDS) oder Analysenzertifikate vom Lieferanten, die die Rohmaterialquelle klar angeben. Bei Unklarheiten wird dringend empfohlen, eine verbindliche Zolltarifauskunft bei der zuständigen Zollbehörde (z.B. CBP in den USA, nationale Zollbehörden in der EU) zu beantragen, um die Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten und potenzielle Strafen oder Verzögerungen zu vermeiden.

Welche HS-Codes sind verwandt?

Nicht der richtige Code? Durchsuchen Sie alle HS-Codes, um die passende Zolltarifnummer zu finden.

Häufige Fragen

Wie hoch ist der Meistbegünstigungszollsatz (MFN) für die Einfuhr von Warentarifnummer 2708.20 (Pechkoks) in wichtigen Märkten?

Der Meistbegünstigungszollsatz (MFN) für die Einfuhr von Warentarifnummer 2708.20 (Pechkoks) beträgt in vielen wichtigen Handelsblöcken im Allgemeinen 0,00 % Wertzoll. Beispielsweise wenden die Vereinigten Staaten (gemäß dem Harmonized Tariff Schedule of the United States, HTSUS) einen 'Free'-Satz für allgemeine Importe an. Ähnlich listen die Europäische Union (EU TARIC) und das Vereinigte Königreich (UK Global Tariff) ebenfalls einen Zollsatz von 0,00 % für diese Ware auf. Dies bedeutet, dass Pechkoks für die meisten Länder ohne die Erhebung von Standardzöllen im Rahmen des MFN-Regimes eingeführt werden kann.

Gibt es präferenzielle Zollsätze für Pechkoks (HS 2708.20) im Rahmen gängiger Handelsabkommen?

Ja, da der MFN-Satz in vielen Jurisdiktionen bereits 0,00 % beträgt, gewähren präferenzielle Handelsabkommen in der Regel auch zollfreien Zugang für Pechkoks (HS 2708.20). Zum Beispiel wären im Rahmen von Abkommen wie dem USMCA (United States-Mexico-Canada Agreement) Importe von Pechkoks mit Ursprung in Mexiko oder Kanada in die Vereinigten Staaten ebenfalls zollfrei. Ähnlich würden im Rahmen des umfangreichen Netzes von Freihandelsabkommen der EU qualifizierende Pechkoksimporte aus Partnerländern ebenfalls von einem präferenziellen Zollsatz von 0,00 % profitieren. Importeure sollten immer die spezifischen Ursprungsregeln überprüfen, um sicherzustellen, dass ihre Waren für die präferenzielle Behandlung qualifiziert sind, selbst wenn der MFN-Satz null ist, da dies andere Aspekte der Handelskonformität beeinflussen kann.

Was sind die wichtigsten Einreihungskriterien für Pechkoks unter HS 2708.20?

Der HS-Code 2708.20 deckt speziell 'Pechkoks' ab. Das primäre Einreihungskriterium ist, dass das Produkt eine Form von Koks sein muss, die aus Pech gewonnen wird, einem viskosen schwarzen oder dunkelbraunen Rückstand, der bei der Destillation von Erdöl, Kohlenteer oder anderen organischen Substanzen anfällt. Es unterscheidet sich von Petrolkoks (HS 2713) oder anderen Koksarten (z. B. Kohlekoks unter HS 2704). Zollbehörden werden typischerweise Nachweise über seinen Ursprung aus Pech und seine physikalischen Eigenschaften, die mit Koks übereinstimmen, wie z. B. einen hohen Kohlenstoffgehalt und eine poröse Struktur, suchen. Eine genaue chemische Analyse und Dokumentation des Produktionsprozesses sind entscheidend für die korrekte Einreihung.

Welche Dokumente sind typischerweise für die Einfuhr von Pechkoks (HS 2708.20) erforderlich?

Für Pechkoks unter HS 2708.20 sind Standard-Importdokumente erforderlich. Dazu gehören typischerweise eine Handelsrechnung, eine Packliste, ein Frachtbrief oder Luftfrachtbrief und eine Zollanmeldung. Je nach Ursprungs- und Bestimmungsland kann ein Ursprungszeugnis erforderlich sein, insbesondere wenn eine präferenzielle Zollbehandlung beansprucht wird (obwohl dies weniger kritisch ist, wenn der MFN-Satz 0,00 % beträgt). Obwohl Pechkoks im Allgemeinen keinen umfangreichen Gesundheits- oder Sicherheitsvorschriften wie bestimmte Chemikalien unterliegt, sollten Importeure prüfen, ob von den Behörden des Bestimmungslandes spezifische Umwelt- oder Arbeitssicherheitszertifizierungen erforderlich sind, insbesondere für Massensendungen oder den industriellen Einsatz. Konsultieren Sie immer die spezifischen Einfuhranforderungen des Bestimmungslandes.