HS 270791 Andere
Zusammenfassung: <h3>Warentarifnummer 2707.91: "Andere"</h3> <p>Die Warentarifnummer 2707.91, "Andere", fällt unter Kapitel 27, das mineralische Brennstoffe, Mineralöle und Erzeugnisse ihrer Destillation umfasst. Speziell umfasst 2707.91 aromatische Kohlenwasserstoffgemische, die an anderer Stelle in Position 2707 nicht genannt sind, wie solche, die aus der Hochtemperatur-Kohlenteerdestillation oder ähnlichen Verfahren gewonnen werden. Dies sind typischerweise komplexe Gemische organischer Verbindungen, die als chemische Ausgangsstoffe, Lösungsmittel oder Kraftstoffkomponenten verwendet werden.</p> <p>Für Importeure und Exporteure ist das Verständnis der spezifischen Zusammensetzung für eine genaue Einreihung entscheidend. Die Zollsätze variieren erheblich: Das Vereinigte Königreich wendet einen Wertzoll von 0,00 % an, während die EU einen Wertzoll von 1,70 % erhebt. Die USA bieten für diese Einreihung im Allgemeinen "zollfreie" Zollsätze an. Importeure sollten spezifische Produktdetails mit den nationalen Zolltarifen abgleichen, um die Einhaltung und genaue Zollberechnung sicherzustellen, insbesondere angesichts der Bezeichnung "Andere", die oft eine detaillierte Produktanalyse erfordert.</p>
Wie hoch sind die Zollsätze?
🇬🇧 United Kingdom
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2707910000 | 0.00 % | — | — |
🇪🇺 European Union (TARIC)
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2707910000 | 1.70 % | — | — |
🇺🇸 United States (HTSUS)
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2707910000 | Free | — | ["liters"] |
Zollsätze gemäß USITC (US International Trade Commission) Harmonized Tariff Schedule (HTS) (abgerufen am 22.2.2026), EU TARIC – DG TAXUD (Generaldirektion Steuern und Zollunion) (abgerufen am 22.2.2026) und UK Trade Tariff – HMRC (His Majesty's Revenue and Customs) (abgerufen am 22.2.2026).
Daten zusammengestellt und aufbereitet von HSRates.
Wie entwickeln sich die Handelsmengen?
Wie wird dieser HS-Code eingereiht?
Welche Produkte deckt die Warentarifnummer 270791 ab?
Diese Unterposition deckt „Andere“ Produkte ab, die unter die Position 2707 fallen, welche speziell Öle und andere Erzeugnisse der Destillation von Hochtemperatur-Steinkohlenteer umfasst; ähnliche Erzeugnisse, bei denen das Gewicht der aromatischen Bestandteile das der nicht-aromatischen Bestandteile übersteigt. Die Warentarifnummer 270791 ist eine Restkategorie für Produkte, die nicht explizit in den Unterpositionen 270710 bis 270760 aufgeführt sind, wie Benzol, Toluol, Xylole, Naphthalin und Phenol. Gemäß den Erläuterungen zum Harmonisierten System der WZO und bestätigt durch die Definitionen der USITC und des EU-TARIC umfasst dies verschiedene komplexe Gemische, die aus der Steinkohlenteerdestillation stammen, die den Schwellenwert für aromatische Bestandteile erfüllen, aber keine spezifische chemische Identifizierung für eine präzisere Einreihung an anderer Stelle innerhalb der Position aufweisen.
Was fällt nicht unter die Warentarifnummer 270791?
Folgende Produkte sind von der Warentarifnummer 270791 ausgeschlossen: reine einzelne aromatische Verbindungen, die speziell in den Unterpositionen 270710 bis 270760 vorgesehen sind, wie reines Benzol (270710), Toluol (270720), Xylole (270730), Naphthalin (270741 oder 270749) und Phenol (270760). Darüber hinaus sind Produkte, bei denen das Gewicht der nicht-aromatischen Bestandteile dem der aromatischen Bestandteile entspricht oder dieses übersteigt, vollständig von der Position 2707 ausgeschlossen und würden typischerweise unter Kapitel 27 fallen, wie bestimmte Erdöle oder andere Mineralöle (z.B. Position 2710). Rohöle aus Erdöl oder bituminösen Mineralien sind ebenfalls ausgeschlossen, da sie unter die Position 2709 eingereiht werden.
Was sind häufige Einreihungsfehler bei der Warentarifnummer 270791?
Ein häufiger Fehler ist die falsche Einreihung spezifischer, reiner aromatischer Verbindungen unter die Warentarifnummer 270791 anstatt unter ihre spezifischeren Unterpositionen innerhalb der Position 2707. Importierende greifen manchmal standardmäßig auf „Andere“ zurück, ohne gründlich zu prüfen, ob das Produkt, wie z.B. ein hochreines Naphthalin, für 270741 oder 270749 in Frage kommt. Ein weiterer häufiger Fehler betrifft die Einreihung von Gemischen, bei denen die aromatischen Bestandteile die nicht-aromatischen Bestandteile nach Gewicht nicht übersteigen, unter die Position 2707, was den primären Geltungsbereich der Position, wie in der Anmerkung 2 zu Kapitel 27 und der Allgemeinen Vorschrift 1 für die Auslegung des Harmonisierten Systems (AV 1) definiert, verletzt. Dies führt oft zu falschen Zollfestsetzungen und potenziellen Strafen wegen Nichteinhaltung.
Wie sollten Importierende Produkte unter der Warentarifnummer 270791 einreihen?
Das korrekte Verfahren zur Einreihung von Produkten unter die Warentarifnummer 270791 erfordert einen systematischen Ansatz. Zuerst ist zu überprüfen, ob es sich bei dem Produkt tatsächlich um ein Öl oder ein anderes Erzeugnis der Hochtemperatur-Steinkohlenteerdestillation oder ein ähnliches Produkt handelt. Zweitens ist zu bestätigen, dass das Gewicht der aromatischen Bestandteile das der nicht-aromatischen Bestandteile übersteigt, was ein kritischer Schwellenwert für die Position 2707 ist. Drittens sind die Unterpositionen 270710 bis 270760 sorgfältig zu prüfen, um sicherzustellen, dass das Produkt dort nicht spezifisch aufgeführt ist. Nur wenn das Produkt die allgemeinen Kriterien für die Position 2707 erfüllt und nicht von einer spezifischeren Unterposition erfasst wird, sollte es unter 270791 eingereiht werden. Importierende und Zollagenten sollten stets Laboranalyseberichte zur chemischen Zusammensetzung konsultieren, um die Genauigkeit zu gewährleisten und die AV 1 für eine präzise Einreihung einzuhalten.
Welche HS-Codes sind verwandt?
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Häufige Fragen
Wie lautet die Warentarifnummer (HS-Code) für 'Kreosotöle' und welche allgemeinen Meistbegünstigungszollsätze (MFN-Sätze) gelten in wichtigen Märkten?
HS-Code 2707.91 deckt speziell 'Kreosotöle' ab. Dies sind komplexe Kohlenwasserstoffgemische, die durch die Destillation von Steinkohlenteer oder Hochtemperatur-Braunkohlenteer gewonnen werden. Für MFN-Zollsätze sollten Importeure den spezifischen Zolltarif des Einfuhrlandes konsultieren. Zum Beispiel wenden die Vereinigten Staaten im Allgemeinen einen 'zollfreien' Zollsatz für Produkte unter HTSUS 2707.91.00.00 an. Die TARIC-Datenbank der Europäischen Union weist einen Wertzoll von '0,00 %' für CN 2707 91 00 aus. Der UK Global Tariff (UKGT) listet ebenfalls einen Zollsatz von '0,00 %' für Waren unter dem Code 2707 91 00 00. Es ist entscheidend, die aktuellen Sätze direkt auf den offiziellen Websites des USITC HTSUS, EU TARIC oder des UK Trade Tariff zu überprüfen, da sich die Sätze ändern können.
Gibt es präferenzielle Zollsätze für 'Kreosotöle' unter HS 2707.91 im Rahmen wichtiger Handelsabkommen?
Ja, präferenzielle Zollsätze können für 'Kreosotöle' (HS 2707.91) je nach Ursprungsland und anwendbaren Handelsabkommen verfügbar sein. Zum Beispiel würden im Rahmen des Abkommens zwischen den Vereinigten Staaten, Mexiko und Kanada (USMCA) Waren mit Ursprung in Mexiko oder Kanada, die die Ursprungsregeln für HTSUS 2707.91.00.00 erfüllen, typischerweise für einen 'zollfreien' Zollsatz in Frage kommen. Ähnlich hat die EU verschiedene Freihandelsabkommen (FTAs), die eine präferenzielle Behandlung gewähren könnten, oft mit einem Zollsatz von '0,00 %', vorausgesetzt, das Produkt erfüllt die spezifischen Ursprungsregeln des jeweiligen Abkommens (z.B. EU-Korea FTA, EU-Japan EPA). Importeure sollten den Ursprung ihrer Waren feststellen und die Ursprungsregeln des spezifischen Handelsabkommens konsultieren, um präferenzielle Behandlung zu beantragen und sicherzustellen, dass alle Dokumentationsanforderungen, wie z.B. ein Ursprungszeugnis, erfüllt sind.
Welche wichtigen Einreihungskriterien und Merkmale definieren 'Kreosotöle' unter HS 2707.91 und unterscheiden sie von anderen Produkten in Kapitel 27?
Die Einreihung von 'Kreosotölen' unter HS 2707.91 basiert hauptsächlich auf ihrem Ursprung und ihrer chemischen Zusammensetzung. Gemäß den Erläuterungen zum Harmonisierten System (HSEN) für die Position 27.07 sind 'Kreosotöle' Produkte, die durch die Destillation von Steinkohlenteer oder Hochtemperatur-Braunkohlenteer gewonnen werden. Sie zeichnen sich durch ihren spezifischen Siedebereich und Phenolgehalt aus. Sie sind im Allgemeinen schwerere Fraktionen als Leichtöle und werden typischerweise als Holzschutzmittel, Desinfektionsmittel oder bei der Herstellung von Ruß verwendet. Zu den Hauptmerkmalen gehören ein hoher Gehalt an aromatischen Kohlenwasserstoffen, Phenolen und Kresolen. Es ist wichtig, sie von Erdölen (Kapitel 27, im Allgemeinen Positionen 27.09-27.10) oder anderen aromatischen Gemischen zu unterscheiden, die nicht aus der Steinkohlenteerdestillation stammen, da ihre Einreihung unter andere Positionen fallen würde.
Welche spezifischen Dokumente sind für den Import von 'Kreosotölen' (HS 2707.91) über die üblichen Zollpapiere hinaus erforderlich?
Über die üblichen Zolldokumente wie Handelsrechnung, Packliste und Frachtbrief/Luftfrachtbrief hinaus kann der Import von 'Kreosotölen' (HS 2707.91) aufgrund ihrer Art und potenziellen Verwendungszwecke zusätzliche behördliche Dokumente erfordern. Je nach Einfuhrland könnte dies Folgendes umfassen: 1. Sicherheitsdatenblätter (SDB): Wesentlich für gefährliche Stoffe, die Informationen zu chemischen Eigenschaften, Gefahren und sicherer Handhabung liefern. 2. Analysenzertifikate (CoA): Zur Überprüfung der chemischen Zusammensetzung und zur Sicherstellung der Einhaltung von Produktspezifikationen oder nationalen Standards. 3. Einfuhrgenehmigungen/-lizenzen: Einige Länder können spezifische Genehmigungen für Chemikalien oder Produkte mit Umweltauswirkungen verlangen. 4. Einhaltung von REACH (EU) oder TSCA (USA): Für Importe in die EU können 'Kreosotöle' den Vorschriften zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH) unterliegen. Ähnlich kann in den USA der Toxic Substances Control Act (TSCA) gelten. Importeure sollten die nationalen Chemikalienkontrollvorschriften überprüfen. 5. Ursprungszeugnis: Entscheidend für die Beantragung präferenzieller Zollsätze im Rahmen von Freihandelsabkommen. Zollagenten sollten vor dem Versand alle anwendbaren nationalen und internationalen Vorschriften bestätigen.