HS 270112 Steinkohle
Zusammenfassung: <h3>Warentarifnummer 270112</h3> <p>Die Warentarifnummer 270112 umfasst speziell „Steinkohle, auch pulverisiert, jedoch nicht agglomeriert“. Dies bezieht sich auf eine Kohleart mit hohem Kohlenstoffgehalt und erheblichem Heizwert, die üblicherweise zur Stromerzeugung und Stahlproduktion verwendet wird. Importeure und Exporteure werden feststellen, dass die primären Zollsätze in den wichtigsten Jurisdiktionen durchweg niedrig oder null sind. So weist beispielsweise der britische Zolltarif einen Wertzoll von 0,00 % für alle relevanten Tarifpositionen unter 270112 aus, ebenso wie der EU-TARIC. Ähnlich listet der US Harmonized Tariff Schedule (HTSUS) „zollfrei“ für alle Unterpositionen innerhalb von 2701.12.00. Während die Einfuhrzölle minimal sind, konzentrieren sich Handelsüberlegungen oft auf Umweltvorschriften, Importlizenzanforderungen und Ursprungserklärungen, insbesondere im Hinblick auf Antidumpingmaßnahmen oder spezifische Freihandelsabkommen. Zollagenten sollten alle nichttarifären Handelshemmnisse oder spezifischen Dokumentationsanforderungen des Einfuhrlandes überprüfen.</p>
Wie hoch sind die Zollsätze?
🇬🇧 United Kingdom
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2701120000 | — | — | — |
| 2701129000 | 0.00 % | — | — |
| 2701121000 | 0.00 % | — | — |
🇪🇺 European Union (TARIC)
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2701120000 | 0.00 % | — | — |
| 2701121000 | 0.00 % | — | — |
| 2701129000 | 0.00 % | — | — |
🇺🇸 United States (HTSUS)
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 27011200 | Free | — | — |
| 2701120050 | — | — | ["t"] |
| 2701120010 | — | — | ["t"] |
Zollsätze gemäß USITC (US International Trade Commission) Harmonized Tariff Schedule (HTS) (abgerufen am 22.2.2026), EU TARIC – DG TAXUD (Generaldirektion Steuern und Zollunion) (abgerufen am 22.2.2026) und UK Trade Tariff – HMRC (His Majesty's Revenue and Customs) (abgerufen am 22.2.2026).
Daten zusammengestellt und aufbereitet von HSRates.
Wie entwickeln sich die Handelsmengen?
Wie wird dieser HS-Code eingereiht?
Welche Produkte deckt die Warentarifnummer 270112 ab?
Diese Unterposition umfasst bituminöse Kohle, eine Kohleart, die sich durch ihren relativ hohen Kohlenstoffgehalt und Heizwert auszeichnet, typischerweise mit einem Gehalt an flüchtigen Bestandteilen von 0,6 % bis 2,0 % auf trockener, mineralstofffreier Basis. Gemäß den Erläuterungen zum Harmonisierten System der Weltzollorganisation (WZO) zu Position 2701 ist bituminöse Kohle eine kompakte, im Allgemeinen schwarze, spröde Kohle, die mit rauchiger Flamme brennt. Diese Einreihung stimmt mit den Definitionen im Harmonized Tariff Schedule of the United States (HTSUS) der USITC und dem EU-TARIC-System überein, die beide bituminöse Kohle als eigenständige Kategorie unter Position 2701 spezifizieren und sie aufgrund ihrer spezifischen physikalischen und chemischen Eigenschaften von anderen Kohlearten unterscheiden.
Was fällt nicht unter die Warentarifnummer 270112?
Die folgenden Produkte sind von der Warentarifnummer 270112 ausgeschlossen: Braunkohle (Lignit), die unter HS 270111 eingereiht wird, und Anthrazit, das unter HS 270119 fällt. Braunkohle zeichnet sich durch ihren geringeren Kohlenstoffgehalt und höheren Feuchtigkeitsgehalt aus und erscheint oft bräunlich, während Anthrazit eine härtere Kohle mit höherem Kohlenstoffgehalt und sehr geringem Gehalt an flüchtigen Bestandteilen ist, die mit sauberer Flamme brennt. Torf, der ein frühes Stadium der Kohlebildung darstellt, ist ebenfalls ausgeschlossen und wird unter HS 2703 eingereiht. Darüber hinaus sind Briketts, Eierkohlen und ähnliche feste Brennstoffe, die aus Kohle hergestellt werden, auch wenn sie aus bituminöser Kohle bestehen, von dieser Unterposition ausgeschlossen und werden unter HS 270120 eingereiht, da es sich um verarbeitete Formen und nicht um Rohkohle handelt.
Was sind häufige Einreihungsfehler bei der Warentarifnummer 270112?
Ein häufiger Fehler ist die Falschklassifizierung anderer Kohlearten, wie z. B. subbituminöser Kohle oder Braunkohle, als bituminöse Kohle aufgrund oberflächlicher Ähnlichkeiten im Aussehen oder unvollständiger Laboranalysen. Importeure versäumen es manchmal, eine ordnungsgemäße Proximalanalyse (Feuchtigkeit, flüchtige Bestandteile, Asche, fester Kohlenstoff) und Elementaranalyse (Kohlenstoff, Wasserstoff, Stickstoff, Sauerstoff, Schwefel) durchzuführen, um die Kohleart eindeutig zu bestimmen. Ein weiterer Fehler besteht darin, verarbeitete Kohleprodukte, wie Kohlebriketts oder pulverisierte Kohle, unter dieser Unterposition für Rohkohle anstatt unter HS 270120 einzureihen. Dies beruht oft auf einem Missverständnis der Allgemeinen Auslegungsregel (AAR) 1, die den Wortlaut der Überschriften und Abschnitts-/Kapitelanmerkungen priorisiert, und der AAR 6, die diese Prinzipien auf Unterpositionen ausdehnt und eine präzise Identifizierung der Form und des Verarbeitungsgrades des Produkts erfordert.
Wie sollten Importeure Produkte unter der Warentarifnummer 270112 einreihen?
Das korrekte Verfahren zur Einreihung von Produkten unter HS 270112 umfasst die Einholung einer detaillierten Laboranalyse der Kohle, um deren Art und Eigenschaften zu bestätigen. Importeure und Zollagenten sollten vom Lieferanten ein Analysezertifikat anfordern, das den Gehalt an flüchtigen Bestandteilen, den Heizwert und andere Schlüsselparameter der Kohle detailliert beschreibt, die bituminöse Kohle von Braunkohle oder Anthrazit unterscheiden. Diese Analyse sollte mit den Erläuterungen der WZO zu Position 2701 und den spezifischen Definitionen im USITC HTSUS oder EU TARIC übereinstimmen. Im Zweifelsfall wird dringend empfohlen, eine verbindliche Zolltarifauskunft bei der jeweiligen Zollbehörde (z. B. CBP in den USA, HMRC im Vereinigten Königreich) einzuholen, um die Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten und mögliche Strafen für eine falsche Einreihung zu vermeiden, was Sicherheit für zukünftige Importe bietet.
Welche HS-Codes sind verwandt?
Nicht der richtige Code? Durchsuchen Sie alle HS-Codes, um die passende Zolltarifnummer zu finden.
Häufige Fragen
<h3>Was sind die typischen Einfuhrzollsätze für die Warentarifnummer 2701.12 (Steinkohle) in wichtigen Handelsblöcken?</h3>
Steinkohle (HS 2701.12) profitiert in den meisten großen Volkswirtschaften im Allgemeinen von sehr niedrigen oder null Meistbegünstigungszollsätzen (MFN) für die Einfuhr. Zum Beispiel wenden die Vereinigten Staaten (gemäß dem Harmonized Tariff Schedule of the United States, HTSUS), die Europäische Union (EU TARIC) und das Vereinigte Königreich (UK Trade Tariff) alle einen Wertzoll-MFN-Zollsatz von 0,00 % für Waren an, die unter 2701.12 eingereiht sind. Diese weit verbreitete zollfreie Behandlung spiegelt die globale Nachfrage nach Kohle als primäre Energiequelle und industriellen Rohstoff wider. Importeure sollten den spezifischen Zollsatz, der für ihr Zielland gilt, stets über offizielle Zolldatenbanken wie USITC HTSUS, EU TARIC oder den UK Trade Tariff überprüfen.
<h3>Was sind die wichtigsten Einreihungskriterien zur Unterscheidung von 'Steinkohle' unter HS 2701.12 von anderen Kohlearten?</h3>
Die Einreihung von 'Steinkohle' unter HS 2701.12 basiert hauptsächlich auf ihrem Gehalt an flüchtigen Bestandteilen und ihrem Heizwert, wie in den Erläuterungen der Weltzollorganisation (WZO) zu Kapitel 27 definiert. Steinkohle zeichnet sich durch einen Gehalt an flüchtigen Bestandteilen (auf trockener, mineralstofffreier Basis) aus, der typischerweise zwischen 14 % und 40 % liegt, und einen Bruttoheizwert (auf feuchter, mineralstofffreier Basis) von im Allgemeinen 5.833 kcal/kg (24 MJ/kg) oder mehr. Sie unterscheidet sich von Anthrazit (HS 2701.11), das einen geringeren Gehalt an flüchtigen Bestandteilen aufweist, und von Braunkohle (HS 2701.19), die einen höheren Feuchtigkeitsgehalt und einen geringeren Heizwert besitzt. Laboranalyseberichte, wie die Proximal- und Elementaranalyse, sind entscheidend für eine genaue Tarifierung.
<h3>Gibt es präferenzielle Zollsätze für Steinkohle im Rahmen gängiger Freihandelsabkommen?</h3>
Da der Meistbegünstigungszollsatz (MFN) für HS 2701.12 in vielen großen Volkswirtschaften bereits 0,00 % beträgt, führen präferenzielle Zollsätze im Rahmen von Freihandelsabkommen (FHA) oder Allgemeinen Präferenzsystemen (APS) typischerweise ebenfalls zu einem 'zollfreien' oder 0,00 %igen Zollsatz. Zum Beispiel würde Steinkohle, die aus Partnerländern stammt, im Rahmen von Abkommen wie dem Nachfolger des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (NAFTA), dem USMCA, oder verschiedenen EU-FHA ebenfalls zollfrei eingeführt. Auch wenn sich der Zollsatz nicht ändert, kann die Nutzung von präferenziellen Ursprungsregeln dennoch wichtig sein, um die Einhaltung nachzuweisen und möglicherweise andere Handelsmaßnahmen oder Beschränkungen zu vermeiden, die für nicht-präferenzielle Waren gelten könnten. Importeure sollten sicherstellen, dass sie über gültige Ursprungszeugnisse oder Ursprungserklärungen verfügen, um Ansprüche auf präferenzielle Behandlung zu untermauern.
<h3>Welche spezifischen Dokumente sind für die Einfuhr von Steinkohle unter HS 2701.12 erforderlich?</h3>
Neben den üblichen Handelsdokumenten (Handelsrechnung, Packliste, Frachtbrief/Luftfrachtbrief) sollten Importeure von Steinkohle unter HS 2701.12 bereit sein, spezifische Zertifikate und Berichte vorzulegen. Dazu gehören oft: 1) Analysezertifikat (CoA) oder Laborberichte, die die chemischen und physikalischen Eigenschaften der Kohle (z. B. Gehalt an flüchtigen Bestandteilen, Aschegehalt, Schwefelgehalt, Heizwert) detailliert beschreiben, um die HS-Einreihung zu unterstützen. 2) Ursprungszeugnis, wenn eine präferenzielle Zollbehandlung beantragt wird, auch wenn der MFN-Satz null beträgt. 3) Je nach Zielland und spezifischer Endverwendung können Umweltgenehmigungen oder Erklärungen bezüglich des Schwefelgehalts oder anderer Emissionsstandards erforderlich sein. 4) Für bestimmte Länder können auch Strahlungszertifikate notwendig sein. Zollagenten spielen eine entscheidende Rolle bei der Beratung zu länderspezifischen Anforderungen.
<h3>Gibt es Handelsschutzmaßnahmen oder nichttarifäre Handelshemmnisse, die speziell die Einfuhr von Steinkohle (HS 2701.12) betreffen?</h3>
Obwohl Steinkohle unter HS 2701.12 im Allgemeinen niedrigen oder null MFN-Zöllen unterliegt, kann sie nichttarifären Handelshemmnissen oder Handelsschutzmaßnahmen unterliegen. Dazu gehören: 1) Antidumping- oder Ausgleichszölle: Obwohl derzeit nicht weit verbreitet für alle Ursprünge, könnten spezifische Untersuchungen zu zusätzlichen Zöllen auf Importe aus bestimmten Ländern führen, wenn festgestellt wird, dass diese gedumpt oder unfair subventioniert werden. 2) Umweltvorschriften: Importländer können strenge Grenzwerte für den Schwefelgehalt oder andere Schadstoffe festlegen, die spezifische Zertifizierungen erfordern oder zu Importbeschränkungen für nicht konforme Kohle führen. 3) Sanktionen oder Embargos: Geopolitische Ereignisse können zu gezielten Sanktionen gegen bestimmte Länder oder Entitäten führen, die den Handel mit allen Gütern, einschließlich Kohle, beeinträchtigen. 4) Importquoten: Obwohl seltener für Massengüter wie Kohle, könnten in bestimmten Märkten spezifische Quoten eingeführt werden. Importeure sollten die Entwicklungen in der Handelspolitik verfolgen und offizielle Handelsberatungen der Regierung konsultieren.