HS 262021 Hauptsächlich Blei enthaltend
Zusammenfassung: <h3>HS 2620.21</h3> <p>Die Warentarifnummer 2620.21 umfasst Schlacken, Aschen und Rückstände, die hauptsächlich aus Blei bestehen und aus der Herstellung von Blei oder Bleierzeugnissen stammen. Dies sind typischerweise Abfallprodukte aus Schmelz- oder Raffinationsprozessen, die noch verwertbaren Bleigehalt aufweisen. Für Importeure und Zollagenten ist das Verständnis der spezifischen Zusammensetzung entscheidend. Das Vereinigte Königreich und die EU wenden für diese Position im Allgemeinen einen Wertzoll von 0,00 % an. In den USA sind die Zollsätze jedoch komplexer und werden oft auf den Metallgehalt berechnet, z. B. 8,8 ¢/kg auf Kupfergehalt, 3,3 ¢/kg auf Bleigehalt und 3,7 ¢/kg auf Zinkgehalt, obwohl einige spezifische Unterpositionen "zollfrei" sein können. Eine genaue Einreihung erfordert eine detaillierte Analyse des primären Metallgehalts und des Ursprungs des Materials, um eine korrekte Zollfestsetzung und die Einhaltung der Umweltvorschriften zu gewährleisten.</p>
Wie hoch sind die Zollsätze?
🇬🇧 United Kingdom
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2620210000 | 0.00 % | — | — |
🇪🇺 European Union (TARIC)
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2620210000 | 0.00 % | — | — |
🇺🇸 United States (HTSUS)
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 26202100 | Free | — | — |
| 2620210020 | — | — | ["Pb kg"] |
| 2620210040 | — | — | ["Ag g"] |
| 2620210010 | — | — | ["Cu kg"] |
| 2620210030 | — | — | ["Zn kg"] |
Zollsätze gemäß USITC (US International Trade Commission) Harmonized Tariff Schedule (HTS) (abgerufen am 22.2.2026), EU TARIC – DG TAXUD (Generaldirektion Steuern und Zollunion) (abgerufen am 22.2.2026) und UK Trade Tariff – HMRC (His Majesty's Revenue and Customs) (abgerufen am 22.2.2026).
Daten zusammengestellt und aufbereitet von HSRates.
Wie entwickeln sich die Handelsmengen?
Wie wird dieser HS-Code eingereiht?
Welche Produkte deckt die Warentarifnummer 262021 ab?
Diese Unterposition umfasst Aschen und Rückstände, die hauptsächlich Blei enthalten und aus der metallurgischen Behandlung von Erzen, Konzentraten oder Schrott stammen, jedoch ausgenommen jene, die an anderer Stelle in Kapitel 26 spezifisch genannt sind. Gemäß den Erläuterungen zum Harmonisierten System (HSEN) für die Position 2620 handelt es sich hierbei typischerweise um Nebenprodukte aus Schmelz- oder Raffinationsprozessen, bei denen Blei das vorherrschende Metall nach Gewicht ist. Beispiele hierfür sind Bleischlacken, Abschaum und andere Rückstände aus der Bleiproduktion oder dem Bleirecycling, die noch einen erheblichen Bleigehalt aufweisen, der sie für eine weitere Rückgewinnung wertvoll macht. Der USITC Harmonized Tariff Schedule (HTS) und das EU TARIC-System stimmen mit dieser WZO-Definition überein und konzentrieren sich auf den primären Metallgehalt.
Was fällt nicht unter die Warentarifnummer 262021?
Die folgenden Produkte sind von der Warentarifnummer 262021 ausgeschlossen: Bleierze und -konzentrate, die unter die Position 2607 eingereiht werden, selbst wenn sie Blei als Hauptmetall enthalten, da es sich um primäre Rohstoffe und nicht um Rückstände handelt. Zusätzlich werden Schlacken, Aschen und andere Abfälle aus der Herstellung von Eisen oder Stahl unter die Position 2618 oder 2619 eingereiht, selbst wenn sie Spuren von Blei enthalten. Ferner werden Aschen und Rückstände, die Edelmetalle enthalten, selbst wenn sie auch Blei enthalten, typischerweise unter die Position 262091 oder 262099 eingereiht, wenn der Edelmetallgehalt der primäre wirtschaftliche Faktor für die Rückgewinnung ist, gemäß den spezifischen Bestimmungen des HS.
Was sind häufige Einreihungsfehler für die Warentarifnummer 262021?
Ein häufiger Fehler ist die falsche Einreihung von primären Bleierzen oder -konzentraten (Position 2607) als Aschen und Rückstände der Position 2620, insbesondere wenn ihr Bleigehalt sehr hoch ist. Ein weiterer häufiger Fehler ist die Verwechslung von bleihaltigen Aschen und Rückständen mit Bleiabfällen und -schrott (Position 7802), bei denen es sich typischerweise um identifizierbare Metallstücke handelt, die direkt ohne weitere Verarbeitung zum Trennen des Bleis von anderen nichtmetallischen Bestandteilen wieder eingeschmolzen werden können. Importierende vernachlässigen manchmal die Anwendung der Allgemeinen Vorschrift 3(b) für die Auslegung des Harmonisierten Systems (AV 3(b)), wenn ein Produkt mehrere Materialien enthält, und versäumen es, festzustellen, ob Blei tatsächlich der "Hauptbestandteil" nach Gewicht ist, was zu einer falschen Einreihung unter andere Unterpositionen für gemischte Rückstände führt.
Wie sollten Importierende Produkte unter der Warentarifnummer 262021 einreihen?
Das korrekte Verfahren zur Einreihung von Produkten unter der Warentarifnummer 262021 erfordert eine sorgfältige Analyse der Zusammensetzung und Herkunft des Materials. Importierende und Zollagenten sollten zunächst einen detaillierten chemischen Analyse- oder Untersuchungsbericht einholen, der bestätigt, dass Blei das vorherrschende Metall nach Gewicht in der Asche oder dem Rückstand ist. Es ist entscheidend zu überprüfen, ob es sich bei dem Produkt tatsächlich um einen Rückstand aus metallurgischen Prozessen und nicht um ein primäres Erz oder Bleischrott handelt. Konsultieren Sie die WZO HS-Erläuterungen für die Position 2620 und gleichen Sie diese mit den spezifischen rechtlichen Anmerkungen zu Kapitel 26 im USITC HTS oder EU TARIC ab, um die Einhaltung sicherzustellen. Im Zweifelsfall sollte eine verbindliche Zolltarifauskunft bei der zuständigen Zollbehörde eingeholt werden, um die Genauigkeit zu gewährleisten und mögliche Strafen zu vermeiden.
Welche HS-Codes sind verwandt?
Nicht der richtige Code? Durchsuchen Sie alle HS-Codes, um die passende Zolltarifnummer zu finden.
Häufige Fragen
<h3>Wie hoch sind die typischen Einfuhrzollsätze für die Warentarifnummer 2620.21 ('Aschen und Rückstände, hauptsächlich Blei enthaltend') in wichtigen Märkten?</h3>
Die Meistbegünstigungszollsätze (MFN-Zollsätze) für HS 2620.21 können je nach Einfuhrland erheblich variieren. Zum Beispiel wenden die Vereinigten Staaten gemäß dem USITC Harmonized Tariff Schedule (HTS) für MFN-Importe unter dieser Unterposition im Allgemeinen einen 'Frei'-Satz an. Die TARIC-Datenbank der Europäischen Union weist ebenfalls einen Wertzoll-MFN-Zollsatz von 0,00 % für diese Einreihung aus. Einige Länder können jedoch spezifische Zölle basierend auf dem Metallgehalt erheben. Zum Beispiel könnten bestimmte Jurisdiktionen Zölle wie '8,8¢/kg auf Kupfergehalt + 3,3¢/kg auf Bleigehalt + 3,7¢/kg auf Zinkgehalt' erheben, wenn die Aschen und Rückstände als wiederverwertbare Mengen dieser Basismetalle angesehen werden. Importeure sollten immer den spezifischen Zolltarif des Einfuhrlandes für die genauesten und aktuellsten Zollsätze konsultieren.
<h3>Was sind die wichtigsten Einreihungskriterien für Produkte unter HS 2620.21, insbesondere 'hauptsächlich Blei enthaltend'?</h3>
Das primäre Einreihungskriterium für HS 2620.21 ist, dass die 'Aschen und Rückstände' 'hauptsächlich Blei enthalten' müssen. Dies impliziert, dass Blei das vorherrschende Metall nach Gewicht oder Wert ist oder dass die Rückstände hauptsächlich aus bleiverarbeitenden Operationen stammen. Die Erläuterungen der Weltzollorganisation (WZO) zu Kapitel 26 stellen klar, dass diese Position Aschen und Rückstände (ausgenommen solche aus der Eisen- oder Stahlherstellung) umfasst, die Metalle oder metallische Verbindungen enthalten, die hauptsächlich zur Wiedergewinnung von Metall verwendet werden. Für die Einreihung unter 2620.21 muss der Bleigehalt signifikant genug sein, um das Produkt als 'hauptsächlich Blei enthaltend' zu charakterisieren und es von Rückständen zu unterscheiden, bei denen andere Metalle (z. B. Zink, Kupfer oder Aluminium) vorherrschen (z. B. 2620.30, 2620.40, 2620.91, 2620.99).
<h3>Gibt es präferenzielle Zollsätze für HS 2620.21 im Rahmen gängiger Handelsabkommen?</h3>
Ja, präferenzielle Zollsätze sind oft für HS 2620.21 im Rahmen verschiedener Freihandelsabkommen (FTAs) und Allgemeiner Präferenzsysteme (APS) verfügbar. Zum Beispiel können Importe in die Vereinigten Staaten aus Ländern, die Vertragsparteien von Abkommen wie dem USMCA (United States-Mexico-Canada Agreement), CAFTA-DR (Dominican Republic-Central America Free Trade Agreement) sind oder aus APS-berechtigten Entwicklungsländern stammen, für einen präferenziellen Zollsatz von 0,00 % in Frage kommen, sofern alle Ursprungsregeln erfüllt sind. Ähnlich kann das umfangreiche Netz von FTAs der EU (z. B. mit Kanada, Japan, Südkorea) und APS-Systemen präferenzielle 'Frei'-Sätze anbieten. Importeure müssen sicherstellen, dass sie die korrekten Ursprungszeugnisse (z. B. EUR.1, Form A oder spezifische FTA-Zertifikate) besitzen und alle Ursprungsregeln einhalten, um diese präferenziellen Sätze in Anspruch nehmen zu können.
<h3>Welche spezifischen Dokumente sind für den Import von Aschen und Rückständen unter HS 2620.21 erforderlich?</h3>
Über die Standard-Importdokumentation wie Handelsrechnung, Packliste und Frachtbrief/Luftfrachtbrief hinaus erfordert der Import von Aschen und Rückständen unter HS 2620.21 aufgrund ihrer Natur als potenzieller Abfall oder Gefahrstoffe oft zusätzliche spezifische Dokumente. Dies kann umfassen: 1) Einen detaillierten chemischen Analysebericht oder ein Prüfzertifikat, das die genaue Zusammensetzung und den Prozentsatz von Blei und anderen Metallen angibt, was für die Einreihung und Bewertung entscheidend ist. 2) Umweltgenehmigungen oder Abfallimportlizenzen der Umweltschutzbehörde des Einfuhrlandes, insbesondere wenn das Material gemäß internationalen Konventionen wie dem Basler Übereinkommen über die Kontrolle der grenzüberschreitenden Verbringung gefährlicher Abfälle und ihrer Entsorgung als gefährlicher Abfall gilt. 3) Ursprungszeugnisse, wenn präferenzielle Zollsätze beansprucht werden. 4) Sicherheitsdatenblätter (SDB), um die ordnungsgemäße Handhabung und Einhaltung der Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften zu gewährleisten. Importeure sollten spezifische nationale und lokale Anforderungen mit ihrem Zollagenten und den zuständigen Aufsichtsbehörden überprüfen.