HS 260120 Geröstete Eisenerze

Zusammenfassung: <h3>Warentarifnummer 260120</h3> <p>Die Warentarifnummer 260120 umfasst speziell "Geröstete Eisenpyrite", auch bekannt als Pyrit-Aschen oder kalzinierte Pyrite. Dies sind die festen Rückstände, die nach dem Rösten von Eisenpyriten (Eisendisulfid) zur Gewinnung von Schwefel, hauptsächlich für die Schwefelsäureproduktion, verbleiben. Das resultierende Material ist größtenteils Eisenoxid und wird oft als Eisenkonzentrat in der Stahlherstellung verwendet.</p> <p>Für Importeure und Exporteure profitiert dieses Produkt im Vereinigten Königreich und in der EU im Allgemeinen von einem Wertzoll von 0,00 %, gemäß dem UK Trade Tariff bzw. dem EU TARIC. In den Vereinigten Staaten weist der Harmonized Tariff Schedule (HTSUS) einen "Free" Zollsatz für alle anwendbaren Spalten aus. Angesichts der durchgängigen Null-Zoll-Behandlung in wichtigen Volkswirtschaften ist der Handel mit gerösteten Eisenpyriten typischerweise mit minimalen Zollschranken verbunden, was die Zollabfertigung vereinfacht. Importeure sollten dennoch eine genaue Einreihung sicherstellen, um potenzielle Verzögerungen oder Falschdeklarationen zu vermeiden.</p>

Wie hoch sind die Zollsätze?

🇬🇧 United Kingdom

Code MFN Präferenz Einheit
2601200000 0.00 %

🇪🇺 European Union (TARIC)

Code MFN Präferenz Einheit
2601200000 0.00 %

🇺🇸 United States (HTSUS)

Code MFN Präferenz Einheit
2601200000 Free ["t"]

Zollsätze gemäß USITC (US International Trade Commission) Harmonized Tariff Schedule (HTS) (abgerufen am 22.2.2026), EU TARIC – DG TAXUD (Generaldirektion Steuern und Zollunion) (abgerufen am 22.2.2026) und UK Trade Tariff – HMRC (His Majesty's Revenue and Customs) (abgerufen am 22.2.2026).

Daten zusammengestellt und aufbereitet von HSRates.

Wie wird dieser HS-Code eingereiht?

Welche Produkte deckt die Warentarifnummer 260120 ab?

Diese Unterposition umfasst „Geröstete Eisenkiese“, bei denen es sich um Eisensulfide (hauptsächlich FeS2) handelt, die einem Röstprozess unterzogen wurden, typischerweise um Schwefel zu entfernen und das Material für die weitere metallurgische oder chemische Verarbeitung vorzubereiten. Die Erläuterungen zum Harmonisierten System der WZO für die Position 2601 legen fest, dass diese Position Eisenerze und -konzentrate, einschließlich gerösteter Eisenkiese, umfasst. Der Röstprozess verändert die chemische Zusammensetzung und die physikalischen Eigenschaften der rohen Eisenkiese, wodurch sie sich von ungerösteten Formen unterscheiden. Offizielle Definitionen aus dem Harmonisierten Zolltarif der USITC (HTSUS) und dem EU-TARIC-System stimmen mit dieser Interpretation überein und konzentrieren sich auf die spezifische Behandlung der Eisenkiese.

Was fällt nicht unter die Warentarifnummer 260120?

Folgende Produkte sind von der Warentarifnummer 260120 ausgeschlossen: ungeröstete Eisenkiese, die typischerweise unter die Warentarifnummer 260111 (nicht agglomeriert) oder 260112 (agglomeriert) als „Eisenerze und -konzentrate, andere als geröstete Eisenkiese“ fallen würden. Darüber hinaus würden Eisenoxide und -hydroxide, selbst wenn sie aus gerösteten Pyriten gewonnen wurden, aber einer weiteren Verarbeitung unterzogen wurden, um eigenständige chemische Produkte zu werden, im Allgemeinen unter Kapitel 28 eingereiht. Zum Beispiel werden Eisenoxide, die als Pigmente verwendet werden (z. B. synthetische Eisenoxide), unter der Warentarifnummer 2821 eingereiht. Eisen- und Stahlschlacken, Krätzen und andere Abfallprodukte aus der Herstellung von Eisen oder Stahl werden unter Kapitel 26 eingereiht, jedoch speziell unter Positionen wie 2618 oder 2619, nicht 2601.

Was sind häufige Einreihungsfehler bei der Warentarifnummer 260120?

Ein häufiger Fehler ist die falsche Einreihung von ungerösteten Eisenkiesen als geröstete oder umgekehrt, was zu falschen Zollsätzen und Compliance-Problemen führt. Importeure versäumen es manchmal, ausreichende Dokumente vorzulegen, um den Röstprozess nachzuweisen, was für die Unterscheidung zwischen HS 26011X und HS 260120 entscheidend ist. Ein weiterer Fehler besteht darin, hochverarbeitete Eisenoxidprodukte, die aus gerösteten Pyriten stammen, aber nicht mehr als solche erkennbar sind, unter dieser Unterposition einzureihen. Dies verstößt oft gegen die Allgemeine Auslegungsregel (AAR) 1, die besagt, dass die Einreihung nach dem Wortlaut der Positionen und den Anmerkungen zu den Abschnitten oder Kapiteln bestimmt wird, und AAR 6, die dieselben Grundsätze auf Unterpositionen anwendet.

Wie sollten Importeure Produkte unter der Warentarifnummer 260120 einreihen?

Das korrekte Verfahren zur Einreihung von Produkten unter der Warentarifnummer 260120 umfasst eine gründliche Überprüfung des Herstellungsprozesses und der chemischen Analyse des Produkts. Importeure und Zollagenten sollten detaillierte Unterlagen vom Lieferanten einholen, die bestätigen, dass die Eisenkiese einem Röstprozess unterzogen wurden. Diese Dokumentation kann Prozessflussdiagramme, chemische Analyseberichte, die eine Schwefelreduzierung zeigen, und Sicherheitsdatenblätter (MSDS) umfassen. Es ist unerlässlich sicherzustellen, dass das Produkt über das Rösten hinaus nicht weiterverarbeitet wurde, um ein eigenständiges chemisches Produkt zu werden. Die Konsultation der Erläuterungen der WZO zu Kapitel 26 und spezifischer nationaler Zolltarifrichtlinien (z. B. USITC HTSUS General Notes, EU TARIC Notes) ist ebenfalls entscheidend, um eine genaue Einreihung zu gewährleisten.

Welche HS-Codes sind verwandt?

Nicht der richtige Code? Durchsuchen Sie alle HS-Codes, um die passende Zolltarifnummer zu finden.

Häufige Fragen

Wie hoch sind die Meistbegünstigungszollsätze (MFN) für die Einfuhr von Warentarifnummer 2601.20 (Geröstete Eisenpyrite) in wichtigen Märkten?

Für die Warentarifnummer 2601.20, 'Geröstete Eisenpyrite', betragen die MFN-Zollsätze in vielen wichtigen Handelsblöcken im Allgemeinen 0,00 % Wertzoll. Insbesondere wenden die Vereinigten Staaten (unter der Harmonized Tariff Schedule of the United States, HTSUS Unterposition 2601.20.00) einen 'Frei'-Zollsatz an. Ähnlich wenden die Europäische Union (EU TARIC-Code 2601200000) und das Vereinigte Königreich (UK Trade Tariff Code 2601200000) ebenfalls einen Wertzollsatz von 0,00 % an. Dies deutet darauf hin, dass geröstete Eisenpyrite in diesen Rechtsordnungen typischerweise keinen MFN-Einfuhrzöllen unterliegen.

Was sind die wichtigsten Einreihungskriterien für 'Geröstete Eisenpyrite' unter HS 2601.20, und wie unterscheidet es sich von ungerösteten Eisenpyriten?

Die Warentarifnummer 2601.20 umfasst speziell 'Geröstete Eisenpyrite'. Das primäre Einreihungskriterium ist der Röstprozess, bei dem Eisenpyrite (Eisendisulfid, FeS2) erhitzt werden, um Schwefel zu entfernen, typischerweise zur Schwefelsäureproduktion oder Eisengewinnung. Dies unterscheidet es von ungerösteten Eisenpyriten, die unter HS 2601.11 ('Ungeröstete Eisenpyrite') fallen würden. Die Erläuterungen des WZO zum Kapitel 26 stellen klar, dass diese Position Eisenerze und -konzentrate umfasst, einschließlich gerösteter Eisenpyrite, die einer thermischen Behandlung unterzogen wurden, um ihre chemische Zusammensetzung zu ändern, hauptsächlich zur Entschwefelung. Importierende müssen sicherstellen, dass ihr Produkt tatsächlich geröstet ist, um für diese Unterposition in Frage zu kommen.

Gibt es wesentliche Präferenzzollsätze oder Handelsabkommen, die die Einfuhr von HS 2601.20 beeinflussen?

Da der MFN-Zollsatz für HS 2601.20 in vielen wichtigen Volkswirtschaften wie den USA, der EU und dem Vereinigten Königreich bereits 0,00 % oder 'Frei' beträgt, ist in der Regel keine weitere Ermäßigung im Rahmen von Präferenzhandelsabkommen möglich. Produkte, die unter dieser Position eingereiht sind, gelangen typischerweise zollfrei in diese Märkte, unabhängig von ihrem Ursprungsland, sofern sie alle anderen Einfuhranforderungen erfüllen. Obwohl HS 2601.20 von verschiedenen Freihandelsabkommen (z. B. USMCA, EU-Freihandelsabkommen, UK-Freihandelsabkommen) abgedeckt ist, ist der praktische Einfluss auf die Zollsätze für dieses spezifische Produkt minimal, da der MFN-Zollsatz bereits null ist. Importierende sollten dennoch die Einhaltung der Ursprungsregeln sicherstellen, wenn sie eine Präferenzbehandlung beantragen möchten, auch wenn der Zollsatz bereits null ist, da dies für statistische Zwecke oder zukünftige politische Änderungen relevant sein kann.

Welche spezifischen Dokumente sind typischerweise für die Einfuhr von 'Gerösteten Eisenpyriten' unter HS 2601.20 erforderlich?

Für die Einfuhr von 'Gerösteten Eisenpyriten' unter HS 2601.20 sind Standard-Einfuhrdokumente erforderlich. Dazu gehören typischerweise eine Handelsrechnung, eine Packliste, ein Frachtbrief oder Luftfrachtbrief und ein Ursprungszeugnis (obwohl für zollfreie Artikel weniger kritisch, kann es dennoch für statistische Zwecke oder zur Ursprungsüberprüfung angefordert werden). Abhängig vom Export- und Importland können zusätzliche Dokumente wie ein chemischer Analysebericht, der den 'gerösteten' Zustand und die Zusammensetzung bestätigt, oder ein Sicherheitsdatenblatt (SDB) von Umwelt- oder Gesundheitsbehörden verlangt werden. Importierende sollten die spezifischen Vorschriften der Zollbehörden und relevanten Aufsichtsbehörden des Importlandes konsultieren, um die vollständige Einhaltung sicherzustellen.