HS 260112 Agglomeriert
Zusammenfassung: <h3>Warentarifnummer 260112: Agglomerierte Eisenerze und -konzentrate</h3> <p>Die Warentarifnummer 260112 umfasst spezifisch agglomerierte Eisenerze und -konzentrate, ausgenommen geröstete Eisenpyrite. Dies bedeutet, dass Eisenerz, das zu größeren, gleichmäßigeren Stücken (wie Pellets oder Briketts) verarbeitet wurde, um die Handhabung zu erleichtern und die Effizienz in der Stahlproduktion zu verbessern, unter diese Nummer fällt. Diese agglomerierten Formen unterscheiden sich von rohen, nicht-agglomerierten Erzen.</p> <p>Für Importeure und Exporteure sind die Zollsätze in den wichtigsten Jurisdiktionen bemerkenswert günstig. Das Vereinigte Königreich und die Europäische Union wenden beide einen Wertzoll von 0,00 % an. Ähnlich erheben die Vereinigten Staaten einen "Frei"-Zollsatz für alle ihre Unterpositionen dieser Einreihung. Dieser weit verbreitete zollfreie Status reduziert die Zollkostenbelastung für den Handel mit diesen wesentlichen Rohstoffen erheblich, was grenzüberschreitende Bewegungen aus tariflicher Sicht äußerst effizient macht. Importeure sollten dennoch eine korrekte Tarifierung sicherstellen, um potenzielle Verzögerungen oder Fehlinterpretationen zu vermeiden.</p>
Wie hoch sind die Zollsätze?
🇬🇧 United Kingdom
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2601120000 | 0.00 % | — | — |
🇪🇺 European Union (TARIC)
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2601120000 | 0.00 % | — | — |
🇺🇸 United States (HTSUS)
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 26011200 | Free | — | — |
| 2601120090 | — | — | ["t"] |
| 2601120030 | — | — | ["t"] |
| 2601120060 | — | — | ["t"] |
Zollsätze gemäß USITC (US International Trade Commission) Harmonized Tariff Schedule (HTS) (abgerufen am 22.2.2026), EU TARIC – DG TAXUD (Generaldirektion Steuern und Zollunion) (abgerufen am 22.2.2026) und UK Trade Tariff – HMRC (His Majesty's Revenue and Customs) (abgerufen am 22.2.2026).
Daten zusammengestellt und aufbereitet von HSRates.
Wie entwickeln sich die Handelsmengen?
Wie wird dieser HS-Code eingereiht?
Welche Produkte deckt die Warentarifnummer 260112 ab?
Diese Unterposition umfasst agglomerierte Eisenerze und -konzentrate, insbesondere solche, die einem Agglomerationsprozess unterzogen wurden. Agglomeration bezieht sich auf den Prozess des Bindens feiner Erzpartikel zu größeren, handlicheren Klumpen, typischerweise durch Sintern, Pelletieren oder Brikettieren. Dies verbessert ihre Eignung für den Einsatz in Hochöfen und Direktreduktionsverfahren. Die Erläuterungen zum Harmonisierten System der WZO für die Position 2601 stellen klar, dass diese Unterposition solche verarbeiteten Erze umfasst und sie von nicht-agglomerierten Formen unterscheidet. Offizielle Definitionen aus dem Harmonized Tariff Schedule (HTSUS) der USITC und dem EU TARIC-System stimmen mit diesem Umfang überein und umfassen verschiedene Formen von Eisenerz, die physikalisch konsolidiert wurden.
Was fällt nicht unter die Warentarifnummer 260112?
Folgende Produkte sind von der Warentarifnummer 260112 ausgeschlossen: nicht-agglomerierte Eisenerze und -konzentrate, die unter der Warentarifnummer 260111 eingereiht werden. Ferner werden geröstete Eisenpyrite, d.h. Eisenerze, die einem spezifischen Röstprozess zur Entfernung von Schwefel unterzogen wurden, gesondert unter der Warentarifnummer 260120 eingereiht. Eisen- und Stahlschlacken, Krätzen, Zunder und andere Abfälle aus der Herstellung von Eisen oder Stahl sind ebenfalls ausgeschlossen und fallen unter die Position 2618. Produkte, die über die einfache Agglomeration hinaus weiterverarbeitet wurden, wie z.B. direkt reduziertes Eisen (DRI) oder heißbrikettiertes Eisen (HBI), die Formen von Halbfertigprodukten aus Eisen sind, werden in Kapitel 72 eingereiht, da sie als Primärformen von Eisen und nicht nur als agglomeriertes Erz gelten.
Was sind häufige Einreihungsfehler für die Warentarifnummer 260112?
Ein häufiger Fehler ist die falsche Einreihung von nicht-agglomerierten Eisenerzen als agglomeriert oder umgekehrt, was zu falschen Zollsätzen und potenziellen Strafen führt. Importeure unterscheiden manchmal nicht zwischen dem physikalischen Zustand des Erzes (agglomeriert vs. nicht-agglomeriert) und seiner chemischen Zusammensetzung oder Herkunft. Ein weiterer häufiger Fehler besteht darin, Eisenprodukte, die eine signifikante metallurgische Umwandlung erfahren haben, wie z.B. direkt reduziertes Eisen (DRI), unter dieser Unterposition einzureihen, obwohl sie korrekt in Kapitel 72 gehören. Dies resultiert oft aus einem unvollständigen Verständnis der Unterscheidung zwischen Rohstoffen (Erzen) und Primärformen von Metall. Die Einhaltung der Allgemeinen Auslegungsregel (AAR) 1, die besagt, dass die Einreihung nach dem Wortlaut der Positionen und der jeweiligen Abschnitte oder Kapitelanmerkungen zu bestimmen ist, ist hier entscheidend.
Wie sollten Importeure Produkte unter der Warentarifnummer 260112 einreihen?
Das korrekte Verfahren zur Einreihung von Produkten unter der Warentarifnummer 260112 beinhaltet eine gründliche Überprüfung der physikalischen Eigenschaften und der Verarbeitungsgeschichte des Produkts. Importeure und Zollagenten müssen zunächst bestätigen, dass es sich bei dem Produkt tatsächlich um Eisenerz oder -konzentrat handelt und dass es einem Agglomerationsprozess (z.B. Sintern, Pelletieren, Brikettieren) unterzogen wurde. Beschaffen Sie technische Spezifikationen, Produktionsflussdiagramme oder Analysenzertifikate vom Lieferanten, die die agglomerierte Beschaffenheit eindeutig belegen. Vergleichen Sie diese Details mit den Erläuterungen zum HS der WZO für die Position 2601 und den spezifischen Definitionen im HTSUS der USITC oder im EU TARIC. Bei Unklarheiten sollten Sie eine verbindliche Zolltarifauskunft bei der zuständigen Zollbehörde beantragen, um die Einhaltung zu gewährleisten und zukünftige Abweichungen zu vermeiden, wobei alle unterstützenden Unterlagen vorzulegen sind.
Welche HS-Codes sind verwandt?
Nicht der richtige Code? Durchsuchen Sie alle HS-Codes, um die passende Zolltarifnummer zu finden.
Häufige Fragen
<h3>Wie hoch sind die Einfuhrzollsätze für die Warentarifnummer 2601.12 ('Agglomerierte' Eisenerze und -konzentrate, ausgenommen geröstete Eisenpyrite) in wichtigen Märkten, und gibt es Präferenzzollsätze?</h3>
Für die Warentarifnummer 2601.12 sind die Meistbegünstigungszollsätze (MFN-Zollsätze) in vielen wichtigen Handelsblöcken im Allgemeinen sehr niedrig oder 'zollfrei'. Zum Beispiel wenden die Vereinigten Staaten (gemäß dem Harmonized Tariff Schedule of the United States, HTSUS) einen 'zollfreien' Satz an. Ähnlich wenden die Europäische Union (EU TARIC) und das Vereinigte Königreich (UK Global Tariff) typischerweise einen Wertzoll von 0,00 % an. Präferenzzollsätze im Rahmen verschiedener Freihandelsabkommen (FHA) oder des Allgemeinen Präferenzsystems (APS) wären ebenfalls typischerweise 'zollfrei' oder 0,00 % Wertzoll, was den niedrigen oder null Zollsatz für diese spezifische Ware bestätigt. Importeure sollten das spezifische Ursprungs- und Bestimmungsland überprüfen, um die anwendbaren Präferenzabkommen zu bestätigen.
<h3>Was sind die wichtigsten Einreihungskriterien für Eisenerze und -konzentrate, um unter HS 2601.12 als 'agglomeriert' eingereiht zu werden?</h3>
Die Einreihung unter HS 2601.12 bezieht sich speziell auf 'agglomerierte' Eisenerze und -konzentrate. Dies umfasst typischerweise Produkte wie Pellets, Briketts oder Sinter, die durch Binden feiner Eisenerzpartikel zu größeren, handlicheren Klumpen geformt werden, oft durch Prozesse, die Hitze oder Bindemittel beinhalten. Der entscheidende Unterschied zu anderen Unterpositionen innerhalb von 2601 (z.B. 2601.11 für nicht-agglomerierte Erze) liegt in dieser physikalischen Umwandlung. Die Erläuterungen der Weltzollorganisation (WZO) zu Kapitel 26 stellen klar, dass Agglomerationsprozesse darauf abzielen, die physikalischen Eigenschaften feiner Erze für nachfolgende metallurgische Prozesse, wie in Hochöfen, zu verbessern. Importeure müssen sicherstellen, dass der Herstellungsprozess und die physikalische Form ihres Produkts die Agglomeration eindeutig belegen.
<h3>Welche Dokumente sind typischerweise für die Einfuhr von Eisenerzen und -konzentraten, die unter HS 2601.12 eingereiht sind, erforderlich?</h3>
Zu den Standard-Importdokumenten für HS 2601.12 gehören eine Handelsrechnung, eine Packliste, ein Frachtbrief (Bill of Lading) oder Luftfrachtbrief (Air Waybill) und eine Zollanmeldung. Je nach Ursprungs- und Bestimmungsland kann ein Ursprungszeugnis erforderlich sein, um Präferenzzollsätze im Rahmen eines Freihandelsabkommens (FHA) oder eines APS-Systems in Anspruch zu nehmen. Während Eisenerze im Allgemeinen keinen umfangreichen nichttarifären Handelshemmnissen unterliegen, können einige Länder einen chemischen Analysebericht verlangen, um den Eisengehalt und das Vorhandensein von Verunreinigungen zu überprüfen, insbesondere wenn es spezifische Umwelt- oder Qualitätsstandards gibt. Importeure sollten die spezifischen Einfuhrbestimmungen des Bestimmungslandes auf zusätzliche Anforderungen prüfen.
<h3>Welche wichtigen Handelsabkommen bieten Präferenzbehandlung für Eisenerze und -konzentrate unter HS 2601.12, und wie können Importeure davon profitieren?</h3>
Angesichts der Tatsache, dass die MFN-Zollsätze für HS 2601.12 in vielen wichtigen Märkten oft 0,00 % oder 'zollfrei' sind, könnten die direkten Zolleinsparungen aus Präferenzabkommen minimal sein. Diese Abkommen bieten jedoch weiterhin Vorteile wie vereinfachte Zollverfahren, verbesserte Vorhersehbarkeit der Lieferkette und Bestätigung des Ursprungs. Wichtige Abkommen wie das Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten, Mexiko und Kanada (USMCA), verschiedene EU-Freihandelsabkommen (z.B. mit Japan, Korea) und das Netzwerk von Handelsabkommen des Vereinigten Königreichs würden typischerweise den 'zollfreien' Status für qualifizierte Waren bestätigen, die aus Partnerländern stammen. Um davon zu profitieren, müssen Importeure sicherstellen, dass die Waren die spezifischen Ursprungsregeln (UR) des jeweiligen Abkommens erfüllen und ein gültiges Ursprungszeugnis oder eine Ursprungserklärung vorlegen, wie von der einführenden Zollbehörde gefordert.