HS 250590 Andere
Zusammenfassung: <h3>HS 250590: Sonstige natürliche Sande</h3> <p>Die Warentarifnummer HS 250590, betitelt mit "Andere", umfasst natürliche Sande, die nicht unter spezifische Kategorien wie Quarzsand (250510) fallen. Dies beinhaltet typischerweise verschiedene Industriesande, Bausande und andere natürliche Sande, die im Bauwesen, in der Fertigung und anderen Anwendungen verwendet werden, ausgenommen solche mit einem hohen Siliziumdioxidgehalt (95 % oder mehr). Für Importeure und Exporteure sind die Zollsätze in den wichtigsten Jurisdiktionen durchweg günstig. Der britische Zolltarif und der EU-TARIC wenden beide einen Wertzoll von 0,00 % an. Ähnlich führt der Harmonized Tariff Schedule (HTSUS) der Vereinigten Staaten einen "zollfreien" Zollsatz für diese Einreihung sowohl unter den Spalten für den Meistbegünstigungszollsatz (MFN) als auch für die Allgemeine Präferenzbehandlung (GPT) auf. Dieser weit verbreitete zollfreie Status vereinfacht die Einhaltung von Handelsvorschriften und minimiert die Landekosten für diese wesentlichen Rohstoffe.</p>
Wie hoch sind die Zollsätze?
🇬🇧 United Kingdom
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2505900000 | 0.00 % | — | — |
🇪🇺 European Union (TARIC)
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2505900000 | 0.00 % | — | — |
🇺🇸 United States (HTSUS)
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2505900000 | Free | — | ["t"] |
Zollsätze gemäß USITC (US International Trade Commission) Harmonized Tariff Schedule (HTS) (abgerufen am 22.2.2026), EU TARIC – DG TAXUD (Generaldirektion Steuern und Zollunion) (abgerufen am 22.2.2026) und UK Trade Tariff – HMRC (His Majesty's Revenue and Customs) (abgerufen am 22.2.2026).
Daten zusammengestellt und aufbereitet von HSRates.
Wie entwickeln sich die Handelsmengen?
Wie wird dieser HS-Code eingereiht?
Welche Produkte fallen unter die Warentarifnummer 250590?
Diese Unterposition umfasst Sande aller Art, ausgenommen Quarzsand und Siliciumdioxidsand, die speziell unter der Warentarifnummer 2505.10 erfasst werden. Sie umfasst verschiedene natürliche Sande, die die Zusammensetzungsanforderungen nicht erfüllen, um als Quarzsand oder Siliciumdioxidsand eingereiht zu werden, wie in der Nomenklatur des Harmonisierten Systems, insbesondere Kapitel 25, Anmerkung 1, definiert. Beispiele hierfür sind Feldspatsande, Granatsande und andere Mineralsande, die hauptsächlich im Bauwesen, in der Filtration oder in industriellen Anwendungen verwendet werden, bei denen ein hoher Siliciumdioxidgehalt nicht das bestimmende Merkmal ist. Die Erläuterungen des WZO zum Kapitel 2505 stellen klar, dass "Sande aller Art" auch solche umfasst, die im Bauwesen, in Gießereien, in der Glasherstellung oder für Schleifanwendungen verwendet werden, sofern es sich nicht speziell um Quarzsand oder Siliciumdioxidsand handelt. Der USITC Harmonized Tariff Schedule (HTS) und der EU TARIC präzisieren diesen Anwendungsbereich weiter und stellen sicher, dass hier nur Nicht-Siliciumdioxid-/Quarzsand fällt.
Was fällt nicht unter die Warentarifnummer 250590?
Die folgenden Produkte sind von der Warentarifnummer 250590 ausgeschlossen: Quarzsand und Siliciumdioxidsand, die speziell unter der Warentarifnummer 2505.10 eingereiht werden. Diese Unterscheidung ist entscheidend und basiert auf der chemischen Zusammensetzung und der mineralogischen Reinheit des Sandes. Zum Beispiel werden Sande mit einem sehr hohen Siliciumdioxid (SiO2)-Gehalt, typischerweise über 95 % oder 98 %, die oft in der Glasherstellung, für Gießereiformen oder als Frac-Sand verwendet werden, explizit in 2505.10 eingereiht. Ebenso können Sande, die künstlich gefärbt, beschichtet oder über einfaches Waschen, Trocknen oder Zerkleinern hinaus verarbeitet wurden, an anderer Stelle eingereiht werden, möglicherweise unter Kapitel 68, wenn sie Artikel aus Stein oder anderen mineralischen Stoffen darstellen, oder sogar unter Kapitel 38, wenn es sich um zubereitete Filtermaterialien handelt. Kies und Schotter, auch wenn sie mit Sand vermischt sind, fallen im Allgemeinen unter die Position 2517, da sie sich in ihrer Partikelgröße und ihrem Hauptverwendungszweck unterscheiden.
Was sind häufige Einreihungsfehler bei der Warentarifnummer 250590?
Ein häufiger Fehler ist die Falscheinstufung von Quarzsand oder Siliciumdioxidsand unter der Warentarifnummer 250590 aufgrund eines unvollständigen Verständnisses der spezifischen Zusammensetzungsanforderungen für die Warentarifnummer 2505.10. Importeure übersehen oft die detaillierten Definitionen in den Erläuterungen des WZO und den nationalen Zolltarifen bezüglich des Mindest-Siliciumdioxidgehalts oder der vorherrschenden Mineralogie, die "Quarzsand" und "Siliciumdioxidsand" definieren. Dies kann zu falschen Zollsätzen und möglichen Strafen führen. Ein weiterer Fehler besteht darin, Sande, die einer signifikanten Verarbeitung wie Agglomeration oder der Zugabe von Bindemitteln unterzogen wurden, als Rohsand einzureihen. Solche Produkte können als "Artikel" oder "zubereitete Materialien" betrachtet werden und fallen unter andere Positionen, oft geleitet von der Allgemeinen Auslegungsregel (GRI) 2(b) oder 3(a), wenn es sich um Mischungen oder zusammengesetzte Waren handelt. Das Versäumnis, eine Laboranalyse für mehrdeutige Sandzusammensetzungen einzuholen, ist ein häufiges Versäumnis.
Wie sollten Importeure Produkte unter der Warentarifnummer 250590 einreihen?
Das korrekte Verfahren zur Einreihung von Produkten unter der Warentarifnummer 250590 umfasst eine sorgfältige Überprüfung der chemischen Zusammensetzung und der mineralogischen Analyse des Sandes, um zu bestätigen, dass es sich weder um Quarzsand noch um Siliciumdioxidsand handelt. Importeure und Zollagenten sollten zunächst die Erläuterungen des WZO zum Harmonisierten System für die Position 2505 konsultieren, um die genauen Definitionen und Unterscheidungen zwischen den Unterpositionen zu verstehen. Es wird dringend empfohlen, für jede Sandsendung, bei der der Siliciumdioxidgehalt oder das vorherrschende Mineral nicht sofort klar ist, einen Laboranalysebericht einzuholen. Dieser Bericht sollte den SiO2-Prozentsatz explizit angeben und andere wichtige Mineralkomponenten identifizieren. Wenn der Sand die Kriterien für Quarzsand oder Siliciumdioxidsand nicht erfüllt und keine Verarbeitung über einfaches Waschen, Trocknen oder Sieben hinaus erfahren hat, ist die Einreihung unter der Warentarifnummer 250590 angemessen. Vergleichen Sie immer mit dem spezifischen nationalen Zolltarif (z. B. USITC HTS oder EU TARIC) für nationale Auslegungsanmerkungen oder -entscheidungen.
Welche HS-Codes sind verwandt?
Nicht der richtige Code? Durchsuchen Sie alle HS-Codes, um die passende Zolltarifnummer zu finden.
Häufige Fragen
<h3>Wie hoch ist der Einfuhrzollsatz für Waren der Warentarifnummer 2505.90 in wichtigen Märkten?</h3>
Für HS 2505.90 ('Andere' Sande, ausgenommen Quarzsand und Siliciumdioxid-Sand) betragen die Meistbegünstigungszollsätze (MFN-Zollsätze) in vielen wichtigen Volkswirtschaften in der Regel 0,00 % Wertzoll. Beispielsweise wenden die Vereinigten Staaten (gemäß dem Harmonized Tariff Schedule of the United States, HTSUS) einen 'zollfreien' Zollsatz für Waren aus MFN-Ländern an. Ähnlich wenden die Europäische Union (EU TARIC) und das Vereinigte Königreich (UK Global Tariff) ebenfalls typischerweise einen Wertzoll von 0,00 % an. Importeure sollten die aktuellen Sätze stets über die offiziellen Datenbanken USITC HTSUS, EU TARIC oder UK Trade Tariff überprüfen, da die Sätze Änderungen oder spezifischen handelspolitischen Maßnahmen unterliegen können.
<h3>Welche Kriterien bestimmen, ob ein Sandprodukt unter HS 2505.90 'Andere' anstatt 2505.10 eingereiht wird?</h3>
HS 2505.90 ist die Restunterposition für 'Andere' Sande, d.h. jeder Sand, der *nicht* Quarzsand oder Siliciumdioxid-Sand ist. HS 2505.10 umfasst speziell 'Quarzsand und Siliciumdioxid-Sand'. Das entscheidende Einreihungskriterium ist die mineralogische Zusammensetzung des Sandes. Wenn der Hauptbestandteil des Sandes Siliciumdioxid (SiO2) in Form von Quarz ist, fällt er unter 2505.10. Wenn der Sand überwiegend aus anderen Mineralien (z.B. Feldspat, Granat, Olivin oder Schwermineralien) besteht, sollte er unter 2505.90 eingereiht werden. Eine Laboranalyse zur Bestätigung der mineralischen Zusammensetzung ist oft entscheidend für eine genaue Einreihung, insbesondere bei spezialisierten Industriesanden.
<h3>Gibt es gängige Handelsabkommen, die eine präferenzielle Zollbehandlung für HS 2505.90 bieten, angesichts des bereits niedrigen MFN-Zollsatzes?</h3>
Obwohl der MFN-Zollsatz für HS 2505.90 oft 0,00 % oder 'zollfrei' beträgt, können präferenzielle Handelsabkommen weiterhin relevant sein, insbesondere um einen langfristigen zollfreien Zugang oder die Einhaltung spezifischer Vorschriften zu gewährleisten. Zum Beispiel würden im Rahmen von Abkommen wie dem USMCA (United States-Mexico-Canada Agreement) Waren mit Ursprung in Mexiko oder Kanada ebenfalls zollfrei in die USA eingeführt, was den MFN-Zollsatz bekräftigt. Ähnlich würden Waren mit Ursprung in Ländern mit Freihandelsabkommen (FHA) mit der EU oder dem Vereinigten Königreich typischerweise ebenfalls zollfreien Zugang genießen. Selbst bei einem MFN-Zollsatz von 0,00 % kann die Nutzung von FHA-Vorteilen für bestimmte nichttarifäre Vorteile oder zur Erfüllung von Ursprungserklärungspflichten erforderlich sein, worüber Zollagenten beraten sollten.
<h3>Welche spezifischen Dokumente sind für die Einfuhr von Sanden unter HS 2505.90 über die Standardversanddokumente hinaus erforderlich?</h3>
Über die üblichen Handelsrechnungen, Packlisten und Frachtbriefe/Luftfrachtbriefe hinaus können spezifische Dokumente für Sande unter HS 2505.90 ein Analysezertifikat (CoA) oder einen Laborbericht enthalten, der die mineralogische Zusammensetzung detailliert beschreibt. Dies ist besonders wichtig, um die Einreihung als 'andere' Sande zu untermauern und sie von Siliciumdioxid-/Quarzsanden (HS 2505.10) abzugrenzen, insbesondere wenn Unklarheiten bestehen. Je nach Herkunft und Verwendungszweck kann ein Pflanzengesundheitszeugnis erforderlich sein, wenn das Risiko von bodenbürtigen Schädlingen oder Krankheiten besteht, obwohl dies bei verarbeiteten Industriesanden seltener vorkommt. Importeure sollten auch bereit sein, ein Sicherheitsdatenblatt (SDB) für die Einhaltung von Arbeits- und Gesundheitsschutzvorschriften vorzulegen, insbesondere wenn der Sand gefährliche Bestandteile oder feine Partikel enthält.