HS 230690 Andere
Zusammenfassung: <h3>Warentarifnummer / HS-Code 230690: Andere Ölkuchen und feste Rückstände</h3> <p>Die Warentarifnummer / HS-Code 230690, "Andere", umfasst Ölkuchen und andere feste Rückstände, die bei der Gewinnung pflanzlicher Fette oder Öle anfallen, insbesondere solche, die an anderer Stelle in Position 2306 nicht genannt sind. Dies beinhaltet typischerweise Rückstände von verschiedenen Ölsaaten und Früchten, wie Sonnenblumen, Raps oder Palmkernen, nachdem das Öl gepresst oder durch Extraktion mit Lösungsmitteln gewonnen wurde. Diese Produkte werden hauptsächlich als Futtermittelbestandteile verwendet.</p> <h3>Zollsätze und Einreihung / Tarifierung</h3> <p>Die Zollsätze variieren erheblich. Der britische Zolltarif wendet im Allgemeinen einen Zollsatz von 0,00 % an. Der EU-TARIC weist Sätze zwischen 0,00 % und 48,00 EUR pro 1000 kg aus, abhängig vom spezifischen Produkt und Ursprung. Der US Harmonized Tariff Schedule (HTS) weist Sätze wie 0,7¢/kg oder 0,32¢/kg auf, wobei viele Produkte im Rahmen verschiedener präferenzieller Freihandelsabkommen (z.B. A, AU, CL, KR) für einen "zollfreien" Einfuhrzoll in Frage kommen. Importeure sollten die spezifische Unterposition und den Ursprung überprüfen, um den anwendbaren Einfuhrzoll zu bestimmen und verfügbare Handelspräferenzen zu nutzen.</p>
Wie hoch sind die Zollsätze?
🇬🇧 United Kingdom
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2306900000 | — | — | — |
| 2306901100 | 0.00 % | — | — |
| 2306909000 | 0.00 % | — | — |
| 2306900500 | 0.00 % | — | — |
| 2306901900 | 0.00 % | — | — |
🇪🇺 European Union (TARIC)
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2306901100 | 0.00 % | — | — |
| 2306900000 | — | — | — |
| 2306900500 | — | — | — |
| 2306901900 | 48.00 EUR / 1000 kg | — | — |
| 2306909000 | — | — | — |
🇺🇸 United States (HTSUS)
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 23069001 | 0.32¢/kg | Free (17 Programme) | — |
| 2306900120 | — | — | ["kg"] |
| 2306900130 | — | — | ["kg"] |
| 2306900150 | — | — | ["kg"] |
Sonderzollsätze verfügbar im Rahmen von Handelsabkommen wie USMCA, KORUS und GSP.
Zollsätze gemäß USITC (US International Trade Commission) Harmonized Tariff Schedule (HTS) (abgerufen am 22.2.2026), EU TARIC – DG TAXUD (Generaldirektion Steuern und Zollunion) (abgerufen am 22.2.2026) und UK Trade Tariff – HMRC (His Majesty's Revenue and Customs) (abgerufen am 22.2.2026).
Daten zusammengestellt und aufbereitet von HSRates.
Welche Handelsabkommen senken die Zölle für HS 2306.90?
Einfuhren von Andere können unter Freihandelsabkommen und Präferenzprogrammen ermäßigte oder zollfreie Sätze erhalten. Die nachstehende Übersicht zeigt verfügbare Präferenzregelungen je Zollgebiet, zusammengestellt von HSRates auf Basis offizieller Tarif- und Handelsabkommensdaten.
United States (HTSUS)
Free für USMCA, KORUS, GSP, und 14 weitere Programme
European Union (TARIC)
Präferenzzolldaten noch nicht verfügbar.
United Kingdom
Präferenzzolldaten noch nicht verfügbar.
Präferenzzölle erfordern einen Ursprungsnachweis und können Kontingenten oder Bedingungen unterliegen. Prüfen Sie die Berechtigung immer mit einem zugelassenen Zollberater.
Daten zusammengestellt von HSRates.
Welche Vorzugssätze gelten für Ihr Ursprungsland?
Wählen Sie ein Ursprungsland, um Präferenzzollsätze zu prüfen.
Präferenzzollsätze basieren auf verfügbaren Handelsabkommen. Tatsächliche Sätze können abweichen.
Wie entwickeln sich die Handelsmengen?
Wie wird dieser HS-Code eingereiht?
Welche Produkte deckt die Warentarifnummer 230690 ab?
Diese Unterposition umfasst Ölkuchen und andere feste Rückstände, auch gemahlen oder in Form von Pellets, die bei der Gewinnung pflanzlicher Fette oder Öle anfallen, ausgenommen solche der Unterpositionen 2306.10 (Baumwollsamen), 2306.20 (Leinsamen), 2306.30 (Sonnenblumenkerne), 2306.41 (Rapssamen oder Kolzasamen mit niedrigem Erucasäuregehalt), 2306.49 (andere Rapssamen oder Kolzasamen) und 2306.50 (Kokosnüsse oder Kopra). Dies beinhaltet Rückstände aus der Ölgewinnung aus Palmnüssen oder -kernen, Erdnüssen, Sojabohnen, Oliven und verschiedenen anderen ölhaltigen pflanzlichen Materialien, die in den vorstehenden Unterpositionen der Position 2306 nicht ausdrücklich genannt sind. Die Erläuterungen zum Harmonisierten System der WZO für die Position 2306 stellen klar, dass diese Rückstände typischerweise als Tierfutter oder als Düngemittel verwendet werden und die festen Nebenprodukte umfassen, die nach der mechanischen oder chemischen Entfernung von Öl aus dem ursprünglichen Pflanzenmaterial verbleiben. Der USITC Harmonized Tariff Schedule und das EU TARIC-System stimmen mit dieser weiten Auslegung überein und klassifizieren alle anderen Ölkuchen und festen Rückstände hier.
Was fällt nicht unter die Warentarifnummer 230690?
Die folgenden Produkte sind von der Warentarifnummer 230690 ausgeschlossen: Ölkuchen und andere feste Rückstände, die speziell aus Baumwollsamen (2306.10), Leinsamen (2306.20), Sonnenblumenkernen (2306.30), Rapssamen oder Kolzasamen (2306.41 oder 2306.49) und Kokosnüssen oder Kopra (2306.50) gewonnen werden, da diese ihre eigenen spezifischen Unterpositionen haben. Des Weiteren werden Mehle und Grieße von Ölsaaten oder ölhaltigen Früchten, ausgenommen Senfmehl, die für den menschlichen Verzehr geeignet sind, in Kapitel 11 eingereiht, insbesondere unter Positionen wie 1102 oder 1106, je nach spezifischem Produkt. Zum Beispiel würde entfettetes Sojamehl, das für den menschlichen Verzehr geeignet ist, nicht hierher fallen, sondern unter 1208.10, wenn es Sojabohnenmehl oder -grieß ist. Ähnlich würden bestimmte zubereitete Futtermittelmischungen, die diese Rückstände enthalten, aber über einfaches Mahlen oder Pelletieren hinaus formuliert wurden, unter die Position 2309 eingereiht.
Was sind häufige Einreihungsfehler bei der Warentarifnummer 230690?
Ein häufiger Fehler ist die falsche Einreihung von Ölkuchen aus bestimmten Samen, wie z.B. Palmkernkuchen, unter eine allgemeine "andere" Kategorie, obwohl eine spezifischere Unterposition existieren könnte, wenn das Produkt beispielsweise Sonnenblumenkernkuchen wäre. Importeure übersehen manchmal die spezifischen Aufzählungen innerhalb der Position 2306 und greifen vorschnell auf 230690 zurück. Ein weiterer häufiger Fehler besteht darin, einfache Ölkuchen mit zubereiteten Futtermitteln der Position 2309 zu verwechseln, insbesondere wenn die Rückstände über die grundlegende Extraktion und Formgebung hinaus geringfügig verarbeitet wurden. Die Anwendung der Allgemeinen Auslegungsregel (AAR) 1 ist entscheidend, um sicherzustellen, dass der Gesetzestext der Unterpositionen genau befolgt wird, bevor auf die Restkategorie "andere" zurückgegriffen wird. Die falsche Einreihung eines Produkts, das tatsächlich für den menschlichen Verzehr geeignet ist, wie z.B. bestimmte entfettete Mehle, in diese Unterposition für Tierfutterrückstände stellt ebenfalls ein erhebliches Compliance-Risiko dar, das zu falschen Zollsätzen und potenziellen Strafen führen kann.
Wie sollten Importeure Produkte unter der Warentarifnummer 230690 einreihen?
Das korrekte Verfahren zur Einreihung von Produkten unter der Warentarifnummer 230690 beinhaltet eine systematische Überprüfung des Ursprungs und der Verarbeitung des Produkts. Importeure und Zollagenten sollten zunächst das spezifische ölhaltige pflanzliche Material identifizieren, aus dem der Ölkuchen oder feste Rückstand gewonnen wurde. Anschließend müssen sie den Gesetzestext der Position 2306 und ihrer Unterpositionen konsultieren, um festzustellen, ob eine spezifischere Unterposition für diesen bestimmten Samen oder diese Frucht (z.B. Baumwolle, Leinsamen, Sonnenblume, Raps, Kokosnuss) existiert. Wenn das Material nicht ausdrücklich in den Unterpositionen 2306.10 bis 2306.50 aufgeführt ist und das Produkt tatsächlich ein Ölkuchen oder fester Rückstand aus der Ölgewinnung ist, dann ist die Einreihung unter 230690 angemessen. Überprüfen Sie immer, ob das Produkt nicht für den menschlichen Verzehr geeignet ist und nicht zu einem zubereiteten Futtermittel der Position 2309 weiterverarbeitet wurde, was eine andere Einreihung erforderlich machen würde. Die Konsultation der offiziellen WZO-Erläuterungen und nationalen Zolltarife (z.B. USITC HTS, EU TARIC) ist für eine genaue Bestimmung unerlässlich.
Welche HS-Codes sind verwandt?
Nicht der richtige Code? Durchsuchen Sie alle HS-Codes, um die passende Zolltarifnummer zu finden.
Häufige Fragen
Welche Produkte werden unter der Warentarifnummer 2306.90 eingereiht und was sind die wichtigsten Einreihungskriterien?
Die Warentarifnummer 2306.90 umfasst 'Ölkuchen und andere feste Rückstände, auch gemahlen oder in Form von Pellets, die bei der Gewinnung pflanzlicher Fette oder Öle entstehen, ausgenommen solche der Position 2304 oder 2305'. Diese Unterposition 'Andere' schließt speziell Rückstände aus der Gewinnung pflanzlicher Fette oder Öle ein, die nicht anderweitig spezifiziert sind, wie z.B. solche aus Maiskeimen, Senfsaaten oder verschiedenen anderen Ölsaaten, ausgenommen Sojaölkuchen (2304) und Erdnussölkuchen (2305). Das primäre Einreihungskriterium ist, dass das Produkt ein fester Rückstand sein muss, der nach der Gewinnung pflanzlicher Fette oder Öle verbleibt, und es darf nicht spezifisch durch eine präzisere Position oder Unterposition innerhalb des Kapitels 23, insbesondere 2304 oder 2305, abgedeckt sein. Importeure sollten sicherstellen, dass ihr Produkt tatsächlich ein Rückstand der Ölgewinnung ist und nicht beispielsweise ein gemahlenes Getreideprodukt oder ein zubereitetes Tierfutterergänzungsmittel, das unter andere Positionen fallen könnte.
Wie hoch sind die Meistbegünstigungszollsätze (MFN-Zollsätze) für HS 2306.90 in wichtigen Märkten und wie vergleichen sie sich?
Die MFN-Zollsätze für HS 2306.90 variieren erheblich je nach Einfuhrland oder Zollunion. Zum Beispiel wenden die Vereinigten Staaten einen MFN-Zollsatz von 0,32¢/kg an (USITC Harmonized Tariff Schedule, Kapitel 23, Zusätzliche US-Anmerkung 1). Der Gemeinsame Zolltarif der Europäischen Union (TARIC) kann einen spezifischen Zollsatz anwenden, wie z.B. 48,00 EUR / 1000 kg, abhängig von der spezifischen Produktbeschreibung und dem Ursprung. Andere Länder könnten Wertzölle anwenden, wie z.B. 0,7¢/kg, oder in einigen Fällen sogar 0,00%. Importeure sollten den spezifischen Zolltarif des Bestimmungslandes (z.B. USITC HTS, EU TARIC, UK Trade Tariff) für den präzisen und aktuellen MFN-Zollsatz konsultieren, der für ihre Waren gilt.
Gibt es präferenzielle Zollsätze für HS 2306.90 im Rahmen gängiger Handelsabkommen, und wie können Importeure diese beanspruchen?
Ja, präferenzielle Zollsätze sind häufig für HS 2306.90 im Rahmen verschiedener Freihandelsabkommen (FHA) und Allgemeiner Präferenzsysteme (APS) verfügbar. Zum Beispiel weist der US-Harmonisierte Zolltarif 'Zollfreie' Sätze für Importe aus Ländern aus, mit denen die USA FHA abgeschlossen haben, wie Australien (AU), Bahrain (BH), Chile (CL), Kolumbien (CO), Israel (IL), Jordanien (JO), Korea (KR), Marokko (MA), Oman (OM), Panama (PA), Peru (PE), Singapur (SG) und andere. Um präferenzielle Zollsätze zu beanspruchen, müssen Importeure sicherstellen, dass die Waren die in dem jeweiligen Handelsabkommen festgelegten Ursprungsregeln erfüllen. Dies erfordert typischerweise ein Ursprungszeugnis oder eine Ursprungserklärung des Exporteurs, die bescheinigt, dass die Waren aus einem qualifizierenden Land stammen. Zollagenten können bei der Überprüfung der Ursprungskriterien und der Erstellung der notwendigen Dokumentation zur Beantragung der Präferenzbehandlung behilflich sein.
Welche spezifischen Dokumente sind für den Import von Produkten unter HS 2306.90 erforderlich?
Die Standard-Importdokumentation für Produkte unter HS 2306.90 umfasst im Allgemeinen eine Handelsrechnung, eine Packliste, einen Frachtbrief oder Luftfrachtbrief und eine Zollanmeldung. Für die Beantragung präferenzieller Zollsätze ist ein gültiges Ursprungszeugnis oder eine Ursprungserklärung unerlässlich. Je nach Ursprungs- und Bestimmungsland können zusätzliche Dokumente erforderlich sein, wie z.B. Pflanzengesundheitszeugnisse für landwirtschaftliche Produkte, um sicherzustellen, dass sie den sanitären und phytosanitären (SPS) Standards entsprechen und frei von Schädlingen oder Krankheiten sind. Importeure sollten spezifische Anforderungen bei den zuständigen Regierungsbehörden (z.B. USDA APHIS in den USA, EFSA in der EU) und ihrem Zollagenten vor dem Versand überprüfen, um Verzögerungen oder Strafen zu vermeiden.
Gibt es spezifische Handelsbeschränkungen oder Quoten, die üblicherweise für HS 2306.90 gelten?
Obwohl HS 2306.90 im Allgemeinen landwirtschaftliche Massenrückstände abdeckt, die seltener strengen Quoten unterliegen als Fertigwaren, sollten Importeure dennoch potenzielle Beschränkungen beachten. Einige Länder können Importquoten für spezifische landwirtschaftliche Produkte verhängen, um heimische Industrien zu schützen, obwohl dies für 'andere' Ölkuchen weniger üblich ist. Häufiger können Handelsbeschränkungen in Form von sanitären und phytosanitären (SPS) Maßnahmen auftreten, die spezifische Behandlungen, Inspektionen oder Zertifizierungen erfordern, um die Einführung von Schädlingen oder Krankheiten zu verhindern. Zusätzlich könnten bestimmte Ursprünge Antidumping- oder Ausgleichszöllen unterliegen, wenn Untersuchungen unfaire Handelspraktiken feststellen. Importeure sollten die Zollbehörden des Einfuhrlandes und ihren Zollagenten bezüglich aktueller Quoten, spezieller Einfuhrlizenzen oder Handelsmaßnahmen konsultieren, die für ihr spezifisches Produkt und ihren Ursprung gelten.