HS 230649 Andere

Zusammenfassung: <h3>Warentarifnummer 230649: Erdnuss-Ölkuchen und andere feste Rückstände</h3> <p>Die Warentarifnummer 230649, "Andere", umfasst Ölkuchen und andere feste Rückstände, auch gemahlen oder in Form von Pellets, die bei der Gewinnung von Erdnussölen anfallen, ausgenommen solche der Position 230641 (Raps- oder Rübsensamen mit niedrigem Erucasäuregehalt). Dieses Restmaterial wird hauptsächlich als Tierfutter oder Dünger verwendet.</p> <p>Für Importeure variieren die Zollsätze erheblich: Das Vereinigte Königreich wendet einen Wertzoll von 0,00 % an. Die USA erheben einen Einfuhrzoll von 0,7 ¢/kg, mit Präferenzzollsätzen von bis zu 0,17 ¢/kg oder zollfrei im Rahmen verschiedener Freihandelsabkommen (z.B. A, AU, CL, KR, PE). Die Zollsätze der EU sind nicht spezifiziert, richten sich aber typischerweise nach den Prinzipien der WZO. Importeure sollten spezifische ursprungsbasierte Präferenzzölle überprüfen, um die Kosten zu optimieren. Exporteure müssen eine genaue Tarifierung der Produkte sicherstellen, um Zollverzögerungen und Strafen zu vermeiden.</p>

Wie hoch sind die Zollsätze?

🇬🇧 United Kingdom

Code MFN Präferenz Einheit
2306490000 0.00 %

🇪🇺 European Union (TARIC)

Code MFN Präferenz Einheit
2306490000

🇺🇸 United States (HTSUS)

Code MFN Präferenz Einheit
2306490000 0.17¢/kg Free (17 Programme) ["kg"]

Sonderzollsätze verfügbar im Rahmen von Handelsabkommen wie USMCA, KORUS und GSP.

Zollsätze gemäß USITC (US International Trade Commission) Harmonized Tariff Schedule (HTS) (abgerufen am 22.2.2026), EU TARIC – DG TAXUD (Generaldirektion Steuern und Zollunion) (abgerufen am 22.2.2026) und UK Trade Tariff – HMRC (His Majesty's Revenue and Customs) (abgerufen am 22.2.2026).

Daten zusammengestellt und aufbereitet von HSRates.

Welche Handelsabkommen senken die Zölle für HS 2306.49?

Einfuhren von Andere können unter Freihandelsabkommen und Präferenzprogrammen ermäßigte oder zollfreie Sätze erhalten. Die nachstehende Übersicht zeigt verfügbare Präferenzregelungen je Zollgebiet, zusammengestellt von HSRates auf Basis offizieller Tarif- und Handelsabkommensdaten.

United States (HTSUS)

Free für USMCA, KORUS, GSP, und 14 weitere Programme

European Union (TARIC)

Präferenzzolldaten noch nicht verfügbar.

United Kingdom

Präferenzzolldaten noch nicht verfügbar.

Präferenzzölle erfordern einen Ursprungsnachweis und können Kontingenten oder Bedingungen unterliegen. Prüfen Sie die Berechtigung immer mit einem zugelassenen Zollberater.

Daten zusammengestellt von HSRates.

Welche Vorzugssätze gelten für Ihr Ursprungsland?

Wählen Sie ein Ursprungsland, um Präferenzzollsätze zu prüfen.

Präferenzzollsätze basieren auf verfügbaren Handelsabkommen. Tatsächliche Sätze können abweichen.

Wie entwickeln sich die Handelsmengen?

Wie wird dieser HS-Code eingereiht?

Welche Produkte deckt die Warentarifnummer 230649 ab?

Diese Unterposition umfasst Ölkuchen und andere feste Rückstände, auch gemahlen oder in Form von Pellets, die bei der Gewinnung von Fetten oder Ölen aus Erdnüssen anfallen, ausgenommen solche der Unterposition 2306.41. Die Erläuterungen zum Harmonisierten System der WZO zu Position 2306 stellen klar, dass es sich hierbei um Rückstände handelt, die nach der Extraktion von pflanzlichen Fetten oder Ölen verbleiben und hauptsächlich als Tierfutter oder Dünger verwendet werden. Diese spezifische Unterposition "Andere" erfasst alle Erdnussölkuchen und -rückstände, die nicht entfettet oder anderweitig spezifisch in 2306.41 vorgesehen sind, und umfasst eine breite Palette von Verarbeitungszuständen über die anfängliche Ölextraktion hinaus, wie sie im Harmonisierten Zolltarif der USITC und im EU-TARIC definiert sind.

Was fällt nicht unter die Warentarifnummer 230649?

Folgende Produkte sind von der Warentarifnummer 230649 ausgeschlossen: Erdnussölkuchen und andere feste Rückstände, die spezifisch entfettet wurden und unter HS 2306.41 eingereiht werden. Zusätzlich werden ganze Erdnüsse, ob geschält oder nicht, unter Kapitel 12, insbesondere 1202, eingereiht. Erdnussmehl, das für den menschlichen Verzehr geeignet ist, würde typischerweise unter Kapitel 11 fallen, z.B. 1106. Produkte, deren primäres Merkmal nicht mehr das eines Ölkuchens oder Rückstands ist, sondern vielmehr ein zubereitetes Tierfutter, das andere Zutaten enthält, würden unter Position 2309 eingereiht. Diese Unterscheidung ist entscheidend für eine genaue Einreihung, um sicherzustellen, dass nur die direkten Rückstände der Ölextraktion erfasst werden.

Was sind häufige Einreihungsfehler bei der Warentarifnummer 230649?

Ein häufiger Fehler ist die falsche Einreihung von entfetteten Erdnussölkuchen unter 230649 anstelle der spezifischeren 2306.41. Importeure übersehen manchmal die Unterscheidung zwischen "entfetteten" und "anderen" Rückständen, was zu falschen Zollsätzen und potenziellen Compliance-Problemen führt. Ein weiterer häufiger Fehler ist die Einreihung von Erdnussmehl oder -schrot, das für den menschlichen Verzehr bestimmt ist, unter diese Position, obwohl es korrekt in Kapitel 11 gehört. Darüber hinaus werden zusammengesetzte Futtermittel, die Erdnussölkuchen als Zutat enthalten, oft fälschlicherweise hier eingereiht, anstatt unter Position 2309, die Zubereitungen der für die Tierernährung verwendeten Art umfasst. Die Einhaltung der Allgemeinen Vorschriften für die Auslegung (AV) 1 und 6 ist unerlässlich, um die spezifischste Unterposition zu wählen.

Wie sollten Importeure Produkte unter der Warentarifnummer 230649 einreihen?

Das korrekte Verfahren zur Einreihung von Produkten unter der Warentarifnummer 230649 beinhaltet zunächst die Bestätigung, dass es sich bei dem Produkt tatsächlich um einen Ölkuchen oder einen festen Rückstand aus der Erdnussölextraktion handelt. Importeure und Zollagenten sollten die Produktspezifikationen, einschließlich des Fettgehalts und der Verarbeitungsmethoden, sorgfältig prüfen, um festzustellen, ob das Produkt "entfettet" ist (was zu 2306.41 führen würde) oder in die Kategorie "andere" fällt. Es ist entscheidend, detaillierte Herstellungsbeschreibungen und chemische Analysen vom Lieferanten einzuholen. Bei Unklarheiten wird dringend empfohlen, die Erläuterungen der WZO zu Position 2306 zu konsultieren und eine verbindliche Auskunft von der zuständigen Zollbehörde (z.B. CBP in den USA, nationale Zollbehörden in der EU) einzuholen, um die Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten und Strafen zu vermeiden.

Welche HS-Codes sind verwandt?

Nicht der richtige Code? Durchsuchen Sie alle HS-Codes, um die passende Zolltarifnummer zu finden.

Häufige Fragen

Wie hoch ist der Meistbegünstigungszollsatz (MFN) für die Warentarifnummer 2306.49 in den Vereinigten Staaten?

Für die Warentarifnummer 2306.49, die 'Ölkuchen und andere feste Rückstände, auch gemahlen oder in Form von Pellets, die bei der Gewinnung von Erdnussölen anfallen, ausgenommen solche der Position 2306.41' umfasst, beträgt der allgemeine Meistbegünstigungszollsatz (MFN) für Einfuhren in die Vereinigten Staaten 0,17¢/kg. Dieser Zollsatz wird auf Waren aus Ländern angewendet, die kein spezifisches präferenzielles Handelsabkommen mit den USA haben oder sich nicht für andere Sonderprogramme qualifizieren. Diese Informationen basieren auf dem Harmonized Tariff Schedule of the United States (HTSUS), wie von der US International Trade Commission (USITC) veröffentlicht.

Gibt es präferenzielle Zollsätze für Produkte, die unter HS 2306.49 eingereiht sind, bei der Einfuhr in die USA?

Ja, es gibt erhebliche präferenzielle Zollbehandlungen für Produkte, die unter HS 2306.49 eingereiht sind, wenn sie in die Vereinigten Staaten importiert werden, was oft zu einem 'Zollfrei' (0,00%) Zollsatz führt. Dies gilt für Waren, die aus Ländern stammen, mit denen die USA Freihandelsabkommen (FTAs) oder andere präferenzielle Handelsprogramme haben. Insbesondere können Einfuhren aus Ländern, die mit Präferenzprogrammen wie A (Allgemeines Präferenzsystem), AU (Australien), BH (Bahrain), CL (Chile), CO (Kolumbien), D (Dominikanische Republik-Zentralamerika FTA), E (Anden-Handelspräferenzgesetz), IL (Israel), JO (Jordanien), KR (Korea), MA (Marokko), OM (Oman), P (Panama), PA (Peru), PE (Peru), S (Singapur) und SG (Singapur) gekennzeichnet sind, zollfrei eingeführt werden, vorausgesetzt, alle Ursprungsregeln und andere Programmanforderungen werden erfüllt. Importeure sollten die HTSUS General Notes und spezifische FTA-Texte konsultieren, um die Einhaltung und Anspruchsberechtigung sicherzustellen.

Was sind die wichtigsten Einreihungskriterien zur Unterscheidung von Produkten unter HS 2306.49 ('Andere') von anderen Unterpositionen innerhalb von 2306.4?

Die Warentarifnummer 2306.49 umfasst speziell 'Ölkuchen und andere feste Rückstände, auch gemahlen oder in Form von Pellets, die bei der Gewinnung von Erdnussölen anfallen, ausgenommen solche der Position 2306.41.' Die entscheidende Unterscheidung liegt in der Unterposition 2306.41, die für 'Von Erdnüssen: Kohlenhydratarm oder entfettet' reserviert ist. Wenn der Erdnussölkuchen oder -rückstand also nicht spezifisch kohlenhydratarm oder entfettet ist, fällt er in die Kategorie 'Andere' von 2306.49. Importeure müssen sicherstellen, dass sie Dokumente (z. B. Laboranalyse, Produktionsspezifikationen) besitzen, die den Kohlenhydratgehalt oder den Fettgehalt bestätigen, um korrekt zwischen 2306.41 und 2306.49 einzureihen. Die Erläuterungen der WZO zu Kapitel 23 geben weitere Hinweise zum Geltungsbereich von 'Ölkuchen und anderen festen Rückständen'.

Welche spezifischen Dokumente werden typischerweise von U.S. Customs and Border Protection (CBP) für Einfuhren unter HS 2306.49 verlangt, insbesondere wenn präferenzielle Zollsätze beansprucht werden?

Für Einfuhren unter HS 2306.49 gehören zu den Standardimportdokumenten eine Handelsrechnung, eine Packliste und ein Frachtbrief oder Luftfrachtbrief. Beim Beanspruchen präferenzieller Zollsätze im Rahmen eines Freihandelsabkommens (FTA) sind zusätzliche Dokumente entscheidend. Dies beinhaltet typischerweise ein Ursprungszeugnis (oder eine gleichwertige Erklärung), das den Ursprungsstatus des Produkts gemäß den spezifischen Ursprungsregeln des FTA belegt. Zum Beispiel kann unter dem USMCA eine Importeurserklärung oder eine Produzentenbescheinigung erforderlich sein. Importeure müssen bereit sein, detaillierte Aufzeichnungen vorzulegen, die belegen, wie die Waren die Ursprungskriterien erfüllen, wie z. B. Herstellungsprozesse, Materialbeschaffung und Wertschöpfungsberechnungen. Das Versäumnis, ausreichende Dokumente vorzulegen, kann zur Verweigerung der Präferenzbehandlung und zur Festsetzung des MFN-Zollsatzes sowie zu möglichen Strafen führen.