HS 230620 Von Leinsamen

Zusammenfassung: <h3>Warentarifnummer 230620</h3> <p>Die Warentarifnummer 230620 umfasst spezifisch Ölkuchen und andere feste Rückstände, auch gemahlen oder in Form von Pellets, die bei der Gewinnung von Leinöl anfallen. Dies sind typischerweise Nebenprodukte, die aufgrund ihres Protein- und Fasergehalts hauptsächlich als Futtermittelzutaten verwendet werden.</p> <p>Für Einfuhren in das Vereinigte Königreich beträgt der Meistbegünstigungszollsatz (MFN-Zollsatz) 0,00 %. In der EU beträgt der MFN-Zollsatz ebenfalls 0,00 %. Für die Vereinigten Staaten beträgt der MFN-Zollsatz 0,7 ¢/kg. Unter verschiedenen Freihandelsabkommen gelten jedoch erhebliche Präferenzzollsätze, die oft zu einem "Zollfrei" (0,00 %) Zollsatz für berechtigte Waren führen, die unter anderem aus Ländern wie Australien, Chile, Korea und Singapur stammen. Importeure sollten den Ursprung überprüfen, um diese Präferenzzollsätze nutzen zu können.</p>

Wie hoch sind die Zollsätze?

🇬🇧 United Kingdom

Code MFN Präferenz Einheit
2306200000 0.00 %

🇪🇺 European Union (TARIC)

Code MFN Präferenz Einheit
2306200000

🇺🇸 United States (HTSUS)

Code MFN Präferenz Einheit
2306200000 0.12¢/kg Free (17 Programme) ["kg"]

Sonderzollsätze verfügbar im Rahmen von Handelsabkommen wie USMCA, KORUS und GSP.

Zollsätze gemäß USITC (US International Trade Commission) Harmonized Tariff Schedule (HTS) (abgerufen am 22.2.2026), EU TARIC – DG TAXUD (Generaldirektion Steuern und Zollunion) (abgerufen am 22.2.2026) und UK Trade Tariff – HMRC (His Majesty's Revenue and Customs) (abgerufen am 22.2.2026).

Daten zusammengestellt und aufbereitet von HSRates.

Welche Handelsabkommen senken die Zölle für HS 2306.20?

Einfuhren von Von Leinsamen können unter Freihandelsabkommen und Präferenzprogrammen ermäßigte oder zollfreie Sätze erhalten. Die nachstehende Übersicht zeigt verfügbare Präferenzregelungen je Zollgebiet, zusammengestellt von HSRates auf Basis offizieller Tarif- und Handelsabkommensdaten.

United States (HTSUS)

Free für USMCA, KORUS, GSP, und 14 weitere Programme

European Union (TARIC)

Präferenzzolldaten noch nicht verfügbar.

United Kingdom

Präferenzzolldaten noch nicht verfügbar.

Präferenzzölle erfordern einen Ursprungsnachweis und können Kontingenten oder Bedingungen unterliegen. Prüfen Sie die Berechtigung immer mit einem zugelassenen Zollberater.

Daten zusammengestellt von HSRates.

Welche Vorzugssätze gelten für Ihr Ursprungsland?

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Präferenzzollsätze basieren auf verfügbaren Handelsabkommen. Tatsächliche Sätze können abweichen.

Wie entwickeln sich die Handelsmengen?

Wie wird dieser HS-Code eingereiht?

Welche Produkte deckt die Warentarifnummer 230620 ab?

Diese Unterposition umfasst Ölkuchen und andere feste Rückstände, auch gemahlen oder in Form von Pellets, die bei der Gewinnung von Leinöl anfallen. Dazu gehören die Nebenprodukte, die nach dem mechanischen Pressen oder der Lösungsmittelextraktion von Leinsamen (Flachssamen) zur Gewinnung ihres Ölgehalts anfallen und aufgrund ihres Protein- und Fasergehalts hauptsächlich als Futtermittelbestandteile verwendet werden. Die Erläuterungen zum Harmonisierten System der WZO zu Position 2306 besagen ausdrücklich, dass diese Position solche Rückstände aus verschiedenen Ölsaaten abdeckt, wobei die Unterposition 230620 speziell diejenigen aus Leinsamen abgrenzt, was sowohl durch den Harmonized Tariff Schedule (HTS) der USITC als auch durch das EU-TARIC-System bestätigt wird.

Was fällt nicht unter die Warentarifnummer 230620?

Folgende Produkte sind von der Warentarifnummer 230620 ausgeschlossen: ganze oder gebrochene Leinsamen (Flachssamen) selbst, die unter Position 1207 eingereiht werden (z.B. 120729); Leinöl, das unter Position 1515 fällt (z.B. 151590 für rohes Leinöl); und zubereitete Futtermittel, die Leinölkuchen als einen von mehreren Bestandteilen enthalten, die typischerweise unter Position 2309 eingereiht werden. Zum Beispiel würde eine vollständige Futtermischung für Rinder, die Leinölkuchen zusammen mit Getreide und Vitaminen enthält, unter 230990 und nicht unter 230620 eingereiht, da es sich um ein zubereitetes Futtermittel und nicht nur um den rohen Rückstand handelt. Ebenso werden Flachsfasern unter Kapitel 53 eingereiht.

Was sind häufige Einreihungsfehler bei der Warentarifnummer 230620?

Ein häufiger Fehler ist die falsche Einreihung von zubereiteten Futtermitteln, die Leinölkuchen enthalten, als rohen Ölkuchen unter 230620. Importeure übersehen manchmal den Unterschied zwischen einem einzelnen Bestandteil (dem Ölkuchen) und einem zubereiteten Futtermittel mit mehreren Bestandteilen. Ein weiterer Fehler besteht darin, Leinölkuchen mit anderen Ölkuchen zu verwechseln, wie z.B. solchen aus Sojabohnen (230610) oder Sonnenblumenkernen (230630), was eine sorgfältige Beachtung des spezifischen botanischen Ursprungs erfordert. Gemäß der Allgemeinen Vorschrift 1 für die Auslegung des Harmonisierten Systems (AV 1) legt der Wortlaut der Position 2306 und der Unterposition 230620 eindeutig "aus Leinsamen" fest, was bedeutet, dass das Produkt ausschließlich der feste Rückstand aus der Leinölgewinnung sein muss, keine Mischung oder ein fertiges Futtermittel.

Wie sollten Importeure Produkte unter der Warentarifnummer 230620 einreihen?

Das korrekte Verfahren zur Einreihung von Produkten unter der Warentarifnummer 230620 beinhaltet zunächst die Bestätigung, dass es sich bei dem Produkt tatsächlich um einen festen Rückstand (Ölkuchen) handelt, der bei der Ölgewinnung anfällt. Zweitens ist es entscheidend zu überprüfen, dass der alleinige botanische Ursprung dieses Rückstands Leinsamen (Flachssamen) ist. Importeure und Zollagenten sollten detaillierte Produktspezifikationen einholen, einschließlich des Herstellungsprozesses (z.B. kaltgepresst, lösungsmittel-extrahiert) und einer klaren Ursprungserklärung vom Lieferanten. Wenn es sich bei dem Produkt um eine Mischung oder ein zubereitetes Futtermittel handelt, muss es an anderer Stelle eingereiht werden, typischerweise unter Position 2309. Die Konsultation der WZO-Erläuterungen zu Position 2306 und der relevanten nationalen Zolltarife (USITC HTS, EU TARIC, UK Trade Tariff) ist unerlässlich, um eine genaue und konforme Einreihung sicherzustellen.

Welche HS-Codes sind verwandt?

Nicht der richtige Code? Durchsuchen Sie alle HS-Codes, um die passende Zolltarifnummer zu finden.

Häufige Fragen

Wie hoch ist der Meistbegünstigungszollsatz (MFN) für die Einfuhr von Warentarifnummer 2306.20 ('aus Leinsamen') in die Vereinigten Staaten, und gibt es nennenswerte Präferenzzollsätze?

Für Einfuhren in die Vereinigten Staaten beträgt der Meistbegünstigungszollsatz (MFN-Zollsatz) für die Warentarifnummer (HS-Code) 2306.20, die 'Ölkuchen und andere feste Rückstände, auch gemahlen oder in Form von Pellets, die bei der Gewinnung von Leinöl entstehen,' umfasst, 0,12¢/kg. Es sind jedoch erhebliche präferenzielle Zollbehandlungen im Rahmen verschiedener Freihandelsabkommen und Präferenzprogramme der USA verfügbar. Einfuhren aus Ländern, die unter Programmen wie dem Allgemeinen Präferenzsystem (APS) und Freihandelsabkommen mit Australien (AU), Bahrain (BH), Chile (CL), Kolumbien (CO), Israel (IL), Jordanien (JO), Korea (KR), Marokko (MA), Oman (OM), Panama (PA), Peru (PE) und Singapur (SG) bezugsberechtigt sind, sind oft 'zollfrei' (0,00% Wertzoll). Importeure sollten den aktuellen Harmonisierten Zolltarif der USA (HTSUS) und die spezifischen Ursprungsregeln der Handelsabkommen konsultieren, um die Berechtigung für Präferenzzollsätze zu bestätigen.

Was sind die wichtigsten Einreihungskriterien für Produkte unter HS-Code 2306.20, insbesondere zur Abgrenzung von anderen Ölkuchen?

Das primäre Einreihungskriterium für HS-Code 2306.20 ist, dass die 'Ölkuchen und andere feste Rückstände' spezifisch aus der Gewinnung von Leinöl stammen müssen. Dies unterscheidet sie von anderen Unterpositionen innerhalb von HS 2306, wie 2306.30 (aus Sonnenblumenkernen), 2306.41 (aus Raps- oder Rübsensamen mit niedrigem Erucasäuregehalt) oder 2306.50 (aus Kokosnüssen oder Kopra). Importeure müssen sicherstellen, dass Dokumente wie Handelsrechnungen, Frachtbriefe und Analysenzertifikate die Herkunft des Ölkuchens eindeutig als aus Leinsamen stammend ausweisen. Das Produkt kann in verschiedenen Formen vorliegen, einschließlich gemahlen oder pelletiert, aber seine grundlegende Identität als Rückstand der Leinölgewinnung ist für die Einreihung unter 2306.20 gemäß den Erläuterungen der Weltzollorganisation (WZO) zu Kapitel 23 von größter Bedeutung.

Welche spezifischen Dokumente werden typischerweise von den Zollbehörden für die Einfuhr von Produkten, die unter HS 2306.20 eingereiht sind, verlangt, um die Einhaltung zu gewährleisten und möglicherweise Präferenzzollsätze in Anspruch zu nehmen?

Für Einfuhren unter HS 2306.20 umfassen die Standard-Zolldokumente eine Handelsrechnung, eine Packliste und einen Frachtbrief oder Luftfrachtbrief. Zur Untermauerung der Einreihung und des Ursprungs, insbesondere zur Inanspruchnahme von Präferenzzollsätzen, sind zusätzliche Dokumente entscheidend. Dazu gehört oft ein Ursprungszeugnis (z.B. ein Freihandelsabkommen-Ursprungszeugnis wie das USMCA-Zertifikat oder ein APS-Formblatt A), das vom Exporteur oder Hersteller ausgestellt wird und bescheinigt, dass die Waren die spezifischen Ursprungsregeln des jeweiligen Handelsabkommens erfüllen. Der Zoll kann auch ein Pflanzengesundheitszeugnis für landwirtschaftliche Produkte, ein Analysenzertifikat, das die Zusammensetzung und Herkunft des Ölkuchens detailliert, oder andere Erklärungen anfordern, die bestätigen, dass das Produkt tatsächlich 'aus Leinsamen' ist und für seinen Verwendungszweck (z.B. Tierfutter) geeignet ist. Genaue und vollständige Dokumentation ist unerlässlich, um Verzögerungen und mögliche Strafen zu vermeiden.

Wie wirken sich gängige Handelsabkommen, wie die mit Kanada, Mexiko oder der EU, spezifisch auf die Einfuhrzollsätze für HS 2306.20 aus?

Gängige Handelsabkommen wirken sich erheblich auf die Zollsätze für HS 2306.20 aus. Zum Beispiel sind im Rahmen des Abkommens zwischen den Vereinigten Staaten, Mexiko und Kanada (USMCA) Einfuhren von Leinölkuchen aus Kanada und Mexiko typischerweise 'zollfrei' (0,00% Wertzoll), vorausgesetzt, sie erfüllen die Ursprungsregeln des USMCA. Ähnlich ist für Einfuhren in die Europäische Union (EU) aus Ländern, mit denen die EU Freihandelsabkommen (FHA) geschlossen hat, wie Kanada (CETA) oder Mexiko, der Zollsatz für Produkte, die unter den EU-TARIC-Code für Leinölkuchen fallen (z.B. 2306 20 00), oft auf 0,00% Wertzoll reduziert. Importeure müssen die spezifischen Ursprungskriterien, die in jedem jeweiligen Abkommen festgelegt sind, überprüfen, um sich für diese Präferenzzollsätze zu qualifizieren. Zum Beispiel muss das Produkt im Allgemeinen vollständig im Partnerland gewonnen oder dort ausreichend be- oder verarbeitet worden sein. Ohne Erfüllung dieser Kriterien würde der MFN-Zollsatz (z.B. 0,00% in der EU oder 0,12¢/kg in den USA) gelten.