HS 230330 Treber und Abfälle aus der Bier- oder Alkoholerzeugung
Zusammenfassung: <h3>Warentarifnummer 230330: Trester und Abfälle aus der Brauerei- und Brennereiindustrie</h3> <p>Die Warentarifnummer 230330 umfasst die Nebenprodukte, die bei Brau- und Destillationsprozessen anfallen, insbesondere Trester und Abfälle. Dazu gehören Biertreber, Hefeschlamm und andere Rückstände aus der Herstellung von Bier, Spirituosen und ähnlichen alkoholischen Getränken. Diese Materialien werden häufig als Tierfutter oder für andere industrielle Anwendungen verwendet.</p> <p>Für Importeure und Exporteure ist das Verständnis der Zollsätze entscheidend. Im Vereinigten Königreich beträgt der Zollsatz gemäß dem UK Trade Tariff 0,00 %. Die Vereinigten Staaten wenden einen Zollsatz von 4,91 $ pro Tonne oder zollfrei an, abhängig von spezifischen Handelsabkommen, wie von der USITC detailliert beschrieben. Das EU-TARIC-System listet ebenfalls eine einzige Tarifposition auf, obwohl hier keine spezifischen Musterzollsätze angegeben werden. Wichtige Handelsaspekte umfassen potenzielle Pflanzenschutzanforderungen für Tierfutteranwendungen und die Sicherstellung einer ordnungsgemäßen Dokumentation für Ursprung und Einreihung.</p>
Wie hoch sind die Zollsätze?
🇬🇧 United Kingdom
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2303300000 | 0.00 % | — | — |
🇪🇺 European Union (TARIC)
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2303300000 | — | — | — |
🇺🇸 United States (HTSUS)
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2303300000 | Free | — | ["t"] |
Zollsätze gemäß USITC (US International Trade Commission) Harmonized Tariff Schedule (HTS) (abgerufen am 22.2.2026), EU TARIC – DG TAXUD (Generaldirektion Steuern und Zollunion) (abgerufen am 22.2.2026) und UK Trade Tariff – HMRC (His Majesty's Revenue and Customs) (abgerufen am 22.2.2026).
Daten zusammengestellt und aufbereitet von HSRates.
Wie entwickeln sich die Handelsmengen?
Wie wird dieser HS-Code eingereiht?
Welche Produkte deckt die Warentarifnummer 230330 ab?
Diese Unterposition umfasst Trester und Abfälle, die aus der Brauerei- oder Brennereiindustrie stammen. Insbesondere umfasst sie Rückstände wie Biertreber (Brauereiabfälle), Brennereiabfälle und andere Nebenprodukte, die bei der Herstellung von Bier, Spirituosen und anderen alkoholischen Getränken anfallen. Diese Materialien sind typischerweise reich an Proteinen und Ballaststoffen, wodurch sie sich als Tierfutter oder für andere industrielle Anwendungen eignen. Die Erläuterungen zum Harmonisierten System der WZO für die Position 2303 bestätigen diesen Anwendungsbereich, und offizielle Zolltarifpläne wie der USITC Harmonized Tariff Schedule of the United States (HTSUS) und das EU TARIC-System stimmen mit dieser Definition überein, wobei der Schwerpunkt auf dem Ursprung und der Art des Abfallprodukts aus diesen spezifischen Industrien liegt.
Was fällt nicht unter die Warentarifnummer 230330?
Die folgenden Produkte sind von der Warentarifnummer 230330 ausgeschlossen. Rückstände aus anderen Industrien als der Brauerei oder Brennerei, auch wenn sie in Zusammensetzung oder Verwendung ähnlich sind, werden hier nicht eingereiht. Zum Beispiel fällt Trester oder Pressrückstände aus der Fruchtsaftherstellung (z. B. Traubentrester aus der Weinherstellung) unter die Warentarifnummer 2308, da sie aus der Fruchtverarbeitung und nicht aus dem Brauen oder Brennen stammen. Ähnlich werden Ölkuchen und andere feste Rückstände aus der Gewinnung pflanzlicher Fette oder Öle unter die Warentarifnummer 2306 eingereiht. Produkte, die über einfaches Trocknen oder Pelletieren hinaus eine signifikante Weiterverarbeitung erfahren haben und sie in eigenständige Artikel umwandeln, wären ebenfalls ausgeschlossen, da sie in ihrer Primärform nicht mehr als "Trester und Abfälle" gelten würden.
Was sind häufige Einreihungsfehler bei der Warentarifnummer 230330?
Ein häufiger Fehler ist die Falscheinreihung ähnlich aussehender oder ähnlich verwendeter landwirtschaftlicher Rückstände aus Nicht-Brauerei- oder Nicht-Brennerei-Prozessen unter die Warentarifnummer 230330. Importeure ordnen manchmal fälschlicherweise Fruchttrester oder andere pflanzliche Abfälle unter diese Unterposition ein, aufgrund ihrer Endverwendung als Tierfutter, wobei sie das entscheidende Ursprungskriterium übersehen. Dieser Fehler rührt oft daher, dass die Allgemeine Auslegungsregel (AAR) 1 nicht angewendet wird, die besagt, dass die Einreihung nach dem Wortlaut der Positionen und den Anmerkungen zu den Abschnitten oder Kapiteln zu erfolgen hat. Der spezifische industrielle Ursprung (Brauerei oder Brennerei) ist für die korrekte Einreihung unter 230330 von größter Bedeutung, und die Vernachlässigung dieses Details führt zu fehlerhaften Erklärungen und potenziellen Strafen.
Wie sollten Importeure Produkte unter der Warentarifnummer 230330 einreihen?
Das korrekte Verfahren zur Einreihung von Produkten unter der Warentarifnummer 230330 erfordert eine sorgfältige Überprüfung des Ursprungs und der Beschaffenheit des Produkts. Importeure und Zollagenten müssen zunächst bestätigen, dass es sich bei dem Produkt eindeutig um einen Trester oder ein Abfallprodukt handelt, das direkt und ausschließlich aus der Brauerei- oder Brennereiindustrie stammt. Dies erfordert die Beschaffung detaillierter Produktspezifikationen, Beschreibungen des Herstellungsprozesses und möglicherweise Laboranalysen, um die Zusammensetzung und Herkunft des Materials zu überprüfen. Die Konsultation der WZO-Erläuterungen zur Position 2303 ist unerlässlich, ebenso wie der Abgleich mit offiziellen nationalen Zolltarifplänen wie dem HTSUS oder EU TARIC. Bestehen Zweifel hinsichtlich des Ursprungs oder hat das Produkt eine wesentliche Umwandlung erfahren, sollte eine verbindliche Zolltarifauskunft bei der zuständigen Zollbehörde eingeholt werden, um die Einhaltung zu gewährleisten und eine Falscheinreihung zu vermeiden.
Welche HS-Codes sind verwandt?
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Häufige Fragen
Wie hoch ist der Meistbegünstigungszollsatz (MFN) für den HS-Code 230330 „Trester und Abfälle des Brauens oder Brennens“ in wichtigen Märkten?
Die MFN-Einfuhrzollsätze für den HS-Code 230330 variieren je nach Einfuhrland. Beispielsweise wenden die Vereinigten Staaten im Allgemeinen einen 'freien' Satz (0,00 %) für Produkte an, die unter 2303.30.00 des Harmonized Tariff Schedule of the United States (HTSUS) eingereiht sind. Die TARIC-Datenbank der Europäischen Union weist für diese Position einen gemeinsamen Zolltarif von 'frei' (0,00 %) aus. In einigen Rechtsordnungen kann ein spezifischer Zollsatz gelten, z. B. ein Satz pro Tonne. Importeure sollten immer den spezifischen Zolltarif des Einfuhrlandes (z. B. USITC HTSUS, EU TARIC, UK Trade Tariff) konsultieren, um die aktuellsten und genauesten MFN-Zollsätze zu erhalten, die für ihren spezifischen Ursprung und Bestimmungsort gelten.
Was sind die wichtigsten Einreihungskriterien für „Trester und Abfälle des Brauens oder Brennens“ unter HS 230330, und wie unterscheidet es sich von anderen Tierfutterzubereitungen?
Der HS-Code 230330 umfasst speziell „Trester und Abfälle des Brauens oder Brennens“, die Rückstände aus dem Bierbrauen oder der Destillation von Spirituosen sind. Dazu gehören typischerweise Biertreber, Hopfentreber, Hefeschlamm und andere Nebenprodukte, die oft als Tierfutter verwendet werden. Die Einreihung hängt davon ab, dass das Produkt ein direktes, unverarbeitetes oder minimal verarbeitetes Abfallprodukt aus diesen spezifischen Industrien ist. Es unterscheidet sich von anderen Tierfutterzubereitungen (z. B. denen unter HS 2309) durch seinen direkten Ursprung und seine Natur als primärer Rückstand und nicht als zusammengesetztes, gemischtes oder weiter zubereitetes Futtermittel. Die Erläuterungen der Weltzollorganisation (WZO) zu Kapitel 23 geben weitere Hinweise und betonen, dass es sich um Rückstände handelt, 'die zur Tierfütterung verwendet werden'. Importeure müssen sicherstellen, dass ihre Produktbeschreibung und Zusammensetzung genau dieser Definition entsprechen, um eine Falscheinreihung zu vermeiden.
Gibt es gängige Präferenzzollprogramme oder Freihandelsabkommen (FTAs), die ermäßigte oder zollfreie Einfuhren für HS 230330 ermöglichen?
Da viele wichtige Märkte bereits einen 'freien' (0,00 %) MFN-Zollsatz auf HS 230330 anwenden, kann die direkte Auswirkung von Präferenzzollprogrammen oder FTAs auf den Zollsatz in diesen spezifischen Fällen begrenzt sein. Für Länder, in denen jedoch ein MFN-Zollsatz gilt (z. B. ein spezifischer Zollsatz pro Tonne), können Präferenzabkommen sehr vorteilhaft sein. Zum Beispiel könnten Produkte, die aus Ländern stammen, die Vertragsparteien von Abkommen wie NAFTA/USMCA, EU-Freihandelsabkommen (z. B. mit Kanada, Japan) oder verschiedenen Allgemeinen Präferenzsystemen (APS) sind, für ermäßigte oder zollfreie Einfuhren in Frage kommen, sofern alle Ursprungsregeln erfüllt sind. Importeure sollten das spezifische FTA oder Präferenzprogramm, das für den Ursprung und Bestimmungsort ihrer Waren gilt, überprüfen und sicherstellen, dass sie die erforderlichen Ursprungszeugnisse (z. B. EUR.1, Ursprungszeugnis) besitzen, um die Präferenzbehandlung in Anspruch zu nehmen.
Welche spezifischen Dokumente werden von den Zollbehörden typischerweise für die Einfuhr von Waren, die unter HS 230330 eingereiht sind, verlangt?
Für Waren, die unter HS 230330 eingereiht sind, gehören zu den Standardimportdokumenten eine Handelsrechnung, eine Packliste und ein Frachtbrief oder Luftfrachtbrief. Aufgrund der Natur dieser Produkte als potenzielles Tierfutter sind häufig zusätzliche Dokumente in Bezug auf Gesundheits-, Sicherheits- und Pflanzenschutzkontrollen erforderlich. Dies kann Folgendes umfassen: 1. Pflanzengesundheitszeugnisse: Ausgestellt von der Pflanzenschutzbehörde des Exportlandes, die bestätigt, dass die Waren frei von Schädlingen und Krankheiten sind. 2. Veterinärzeugnisse/Gesundheitszeugnisse: Je nach Art der spezifischen Trester und Abfälle können diese erforderlich sein, um die Eignung des Produkts für den Tierverzehr und die Einhaltung der Tiergesundheitsvorschriften des Einfuhrlandes zu bescheinigen. 3. Analysenzertifikate: Detaillierung der Zusammensetzung und Sicherheitsparameter (z. B. Abwesenheit von Verunreinigungen). 4. Herstellererklärung: Bestätigung des Ursprungs und der Art des Abfallprodukts. Importeure sollten die spezifischen Anforderungen bei den zuständigen Lebensmittel- und Futtermittelbehörden (z. B. FDA in den USA, EFSA in der EU) und den Zollbehörden im Einfuhrland rechtzeitig vor dem Versand überprüfen.
Gibt es spezifische Einfuhrbeschränkungen oder Quoten, die üblicherweise für „Trester und Abfälle des Brauens oder Brennens“ unter HS 230330 gelten?
Während HS 230330 in wichtigen Märkten typischerweise keinen weit verbreiteten quantitativen Einfuhrbeschränkungen oder Quoten unterliegt, müssen Importeure sich potenzieller nichttarifärer Handelshemmnisse bewusst sein, insbesondere solcher, die sich auf die Futtermittelsicherheit und Umweltvorschriften beziehen. Beschränkungen ergeben sich oft aus: 1. Sanitären und Pflanzenschutzmaßnahmen (SPS): Strenge Kontrollen von Verunreinigungen, Krankheitserregern und Rückständen zum Schutz der Tier- und menschlichen Gesundheit. Bestimmte Länder können Importe aus Regionen verbieten, die von spezifischen Tierkrankheiten betroffen sind. 2. Futtermittelzusatzstoffvorschriften: Wenn die Trester und Abfälle Zusatzstoffe enthalten, müssen diese den Futtermittelzusatzstoffvorschriften des Einfuhrlandes entsprechen. 3. Umweltvorschriften: Die Entsorgung oder Verwendung bestimmter Abfallprodukte kann Umweltverträglichkeitsprüfungen oder spezifischen Handhabungsanforderungen unterliegen. 4. Kennzeichnungspflichten: Eine spezifische Kennzeichnung, die die Eignung als Tierfutter, die Inhaltsstoffe und den Ursprung angibt, kann obligatorisch sein. Importeure sollten die landwirtschaftlichen, lebensmittelsicherheits- und umweltrelevanten Behörden des Einfuhrlandes bezüglich spezifischer Verbote, Beschränkungen oder besonderer Genehmigungen für diese Produkte konsultieren.