HS 230310 Rückstände aus der Stärkefabrikation und ähnliche Rückstände

Zusammenfassung: <h3>Warentarifnummer 230310</h3> <p>Die Warentarifnummer 230310 umfasst "Rückstände aus der Stärkeherstellung und ähnliche Rückstände", hauptsächlich Nebenprodukte wie Maiskleberfutter, Maisquellwasser und andere faserige oder proteinhaltige Materialien, die nach der Extraktion von Stärke aus Getreide oder Knollen übrig bleiben. Diese Rückstände werden üblicherweise in der Tierfütterung verwendet.</p> <h3>Zollsätze</h3> <p>Die Zollsätze variieren erheblich. Im Vereinigten Königreich umfassen die Sätze 267,00 GBP pro 1000 kg für bestimmte Unterpositionen, während andere 0,00 % Wertzoll betragen. Die EU wendet Sätze wie 320,00 EUR pro 1000 kg an. Für die USA reichen die Sätze von 1,4 % bis 20 % Wertzoll, wobei viele Produkte im Rahmen verschiedener Freihandelsabkommen (z. B. A+, AU, CL, KR, SG) zollfrei behandelt werden können. Importierende und Zollagenten müssen die spezifische Unterposition und den Ursprung überprüfen, um die genaue Einfuhrzollpflicht zu bestimmen und anwendbare Handelspräferenzen zu nutzen.</p>

Wie hoch sind die Zollsätze?

🇬🇧 United Kingdom

Code MFN Präferenz Einheit
2303101100 267.00 GBP / 1000 kg
2303101190 267.00 GBP / 1000 kg
2303109000 0.00 %
2303109090 0.00 %
2303100000

🇪🇺 European Union (TARIC)

Code MFN Präferenz Einheit
2303100000
2303101100
2303101110 320.00 EUR / 1000 kg
2303101190 320.00 EUR / 1000 kg
2303101900

🇺🇸 United States (HTSUS)

Code MFN Präferenz Einheit
23031000 1.4% Free (17 Programme)
2303100020 ["t"]
2303100010 ["t"]
2303100040 ["t"]

Sonderzollsätze verfügbar im Rahmen von Handelsabkommen wie USMCA, KORUS und GSP.

Zollsätze gemäß USITC (US International Trade Commission) Harmonized Tariff Schedule (HTS) (abgerufen am 22.2.2026), EU TARIC – DG TAXUD (Generaldirektion Steuern und Zollunion) (abgerufen am 22.2.2026) und UK Trade Tariff – HMRC (His Majesty's Revenue and Customs) (abgerufen am 22.2.2026).

Daten zusammengestellt und aufbereitet von HSRates.

Welche Handelsabkommen senken die Zölle für HS 2303.10?

Einfuhren von Rückstände aus der Stärkefabrikation und ähnliche Rückstände können unter Freihandelsabkommen und Präferenzprogrammen ermäßigte oder zollfreie Sätze erhalten. Die nachstehende Übersicht zeigt verfügbare Präferenzregelungen je Zollgebiet, zusammengestellt von HSRates auf Basis offizieller Tarif- und Handelsabkommensdaten.

United States (HTSUS)

Free für USMCA, KORUS, und 15 weitere Programme

European Union (TARIC)

Präferenzzolldaten noch nicht verfügbar.

United Kingdom

Präferenzzolldaten noch nicht verfügbar.

Präferenzzölle erfordern einen Ursprungsnachweis und können Kontingenten oder Bedingungen unterliegen. Prüfen Sie die Berechtigung immer mit einem zugelassenen Zollberater.

Daten zusammengestellt von HSRates.

Welche Vorzugssätze gelten für Ihr Ursprungsland?

Wählen Sie ein Ursprungsland, um Präferenzzollsätze zu prüfen.

Präferenzzollsätze basieren auf verfügbaren Handelsabkommen. Tatsächliche Sätze können abweichen.

Wie wird dieser HS-Code eingereiht?

Welche Produkte deckt die Warentarifnummer 230310 ab?

Diese Unterposition umfasst Rückstände, die bei der industriellen Herstellung von Stärke anfallen, hauptsächlich aus Mais, Weizen, Kartoffeln und anderen stärkehaltigen Rohstoffen. Diese Rückstände, oft als „Maiskleberfutter“, „Maisklebermehl“ (wenn der Proteingehalt weniger als 40 % beträgt), „Weizenkleberfutter“ oder „Kartoffelpülpe“ bezeichnet, sind Nebenprodukte, die nach dem Stärkeextraktionsprozess verbleiben. Gemäß den Erläuterungen zum Harmonisierten System der Weltzollorganisation (WZO) zu Position 2303 und wie im Harmonisierten Zolltarif (HTS) der USITC und im EU-TARIC widergespiegelt, umfasst der Geltungsbereich die faserigen, proteinhaltigen und anderen nicht-stärkehaltigen Komponenten, die übrig bleiben und üblicherweise als Futtermittelzutaten verwendet werden.

Was fällt nicht unter die Warentarifnummer 230310?

Folgende Produkte sind von der Warentarifnummer 230310 ausgeschlossen: „Maisklebermehl“ mit einem Proteingehalt von 40 % oder mehr des Gewichts, bezogen auf die Trockenmasse, das unter die Warentarifnummer 2309 (Zubereitungen von der zum Füttern von Tieren verwendeten Art) eingereiht wird. Darüber hinaus wird reines Gluten, ob Weizenkleber oder Maiskleber, unter die Warentarifnummer 1109 eingereiht. Produkte, die über einfaches Trocknen oder Agglomerieren hinaus eine signifikante Weiterverarbeitung erfahren haben, wie z. B. vollständige Tierfutterzubereitungen, sind ebenfalls ausgeschlossen und fallen typischerweise unter die Warentarifnummer 2309. Zum Beispiel würde eine Mischung aus Stärkerückständen mit zugesetzten Vitaminen oder Mineralien, die als Alleinfuttermittel konzipiert ist, an anderer Stelle eingereiht werden.

Was sind häufige Einreihungsfehler bei der Warentarifnummer 230310?

Ein häufiger Fehler ist die falsche Einreihung von Maisklebermehl, die ausschließlich auf seinem Namen und nicht auf seinem Proteingehalt basiert. Wenn Maisklebermehl 40 % oder mehr Protein enthält, muss es gemäß den spezifischen rechtlichen Anmerkungen und den WZO-Erläuterungen unter die Warentarifnummer 2309 und nicht unter 230310 eingereiht werden. Ein weiterer häufiger Fehler ist die Einreihung von hochverarbeiteten Tierfutterzubereitungen, die Stärkerückstände enthalten, unter diese Unterposition, obwohl sie korrekt unter die Warentarifnummer 2309 als „Zubereitungen von der zum Füttern von Tieren verwendeten Art“ einzureihen wären, unter Anwendung der Allgemeinen Vorschriften für die Auslegung des Harmonisierten Systems (AV) 1 und 6. Importeure übersehen manchmal den Unterschied zwischen einem Rohrückstand und einem formulierten Futtermittelprodukt.

Wie sollten Importeure Produkte unter der Warentarifnummer 230310 einreihen?

Das korrekte Verfahren zur Einreihung von Produkten unter die Warentarifnummer 230310 beinhaltet zunächst die Identifizierung des primären Rohmaterials (z. B. Mais, Weizen, Kartoffel) und die Bestätigung, dass es sich tatsächlich um einen Rückstand aus der Stärkeherstellung handelt. Importeure und Zollagenten müssen den Proteingehalt, insbesondere bei Maisklebermehl, sorgfältig überprüfen, um sicherzustellen, dass er unter dem Schwellenwert von 40 % für die Warentarifnummer 230310 liegt, gegebenenfalls unter Bezugnahme auf Laboranalysen. Darüber hinaus ist es entscheidend zu bestätigen, dass das Produkt nicht zu einer vollständigen Tierfutterzubereitung formuliert wurde. Konsultieren Sie immer den neuesten USITC HTS, EU TARIC oder UK Trade Tariff sowie die WZO-Erläuterungen zu Position 2303, um eine genaue und konforme Einreihung zu gewährleisten.

Welche HS-Codes sind verwandt?

Nicht der richtige Code? Durchsuchen Sie alle HS-Codes, um die passende Zolltarifnummer zu finden.

Häufige Fragen

Wie hoch sind die typischen Einfuhrzollsätze für Produkte, die unter die Warentarifnummer 2303.10 ('Rückstände aus der Stärkeherstellung und ähnliche Rückstände') fallen?

Die Meistbegünstigungszollsätze (MFN) für die Warentarifnummer 2303.10 können je nach Einfuhrland oder Zollunion erheblich variieren. Zum Beispiel kann der britische Zolltarif einen Zollsatz von 267,00 GBP pro 1000 kg vorsehen. Das EU-TARIC-System könnte einen Zoll von 320,00 EUR pro 1000 kg erheben. In anderen Jurisdiktionen könnten die Sätze je nach dem spezifischen Zolltarif des Landes zwischen 0,00 % Wertzoll, 1,4 % Wertzoll oder sogar 20 % Wertzoll liegen. Für Importeure ist es entscheidend, die offizielle Zolldatenbank des Bestimmungslandes (z. B. USITC Tariff Database, EU TARIC, UK Trade Tariff) für die aktuellsten und genauesten MFN-Zollsätze zu konsultieren.

Was sind die wichtigsten Kriterien für die Einreihung eines Produkts unter die Warentarifnummer 2303.10, insbesondere 'Rückstände aus der Stärkeherstellung und ähnliche Rückstände'?

Die Warentarifnummer 2303.10 umfasst speziell Rückstände, die aus der industriellen Herstellung von Stärke stammen, wie z. B. Maiskleberfutter, Maisquellwasser oder Kartoffelprotein. Das primäre Einreihungskriterium ist, dass das Produkt ein Nebenprodukt oder Rückstand sein muss, der direkt aus dem Stärkeextraktionsprozess resultiert. 'Ähnliche Rückstände' bezieht sich auf andere Nebenprodukte vergleichbarer Art und Verwendung aus der Stärkeproduktion. Diese Position schließt im Allgemeinen Produkte aus, die über das für einen Rückstand typische Maß hinaus erheblich weiterverarbeitet wurden, oder solche, die hauptsächlich für den menschlichen Verzehr bestimmt sind. Importeure sollten sicherstellen, dass ihre Produktbeschreibungen den Ursprung und die Art des Rückstands klar angeben, um dieser Position zu entsprechen, und sich für detaillierte Anleitungen auf die Erläuterungen zum Harmonisierten System beziehen.

Welche Handelsabkommen bieten üblicherweise präferenzielle Zollsätze für die Warentarifnummer 2303.10 an, und welche Dokumentation ist erforderlich, um diese in Anspruch zu nehmen?

Viele Freihandelsabkommen (FHA) und präferenzielle Handelsprogramme bieten reduzierte oder Nullzollsätze für die Warentarifnummer 2303.10 an. Basierend auf gängigen Abkommen können präferenzielle Sätze (oft 'Zollfrei') für Importe aus Ländern verfügbar sein, die Parteien von Abkommen wie A+ (Allgemeines Präferenzsystem Plus), AU (Australien), BH (Bahrain), CL (Chile), CO (Kolumbien), D (Dominikanische Republik), E (Ägypten), IL (Israel), JO (Jordanien), KR (Korea), MA (Marokko), OM (Oman), P (Panama), PA (Peru), PE (Philippinen), S (Singapur) und SG (Südkorea) sind. Um präferenzielle Zollsätze in Anspruch zu nehmen, müssen Importeure in der Regel ein gültiges Ursprungszeugnis (z. B. EUR.1, Form A oder eine Selbsterklärung des Exporteurs) vorlegen, das bestätigt, dass die Waren die in dem jeweiligen Handelsabkommen festgelegten Ursprungsregeln erfüllen. Bei Nichtvorlage der korrekten Dokumentation wird der MFN-Zollsatz angewendet.

Gibt es spezifische Einfuhrdokumentations- oder regulatorische Anforderungen, die einzigartig für 'Rückstände aus der Stärkeherstellung' unter der Warentarifnummer 2303.10 sind?

Über die standardmäßigen Zolldokumente (Handelsrechnung, Packliste, Frachtbrief/Luftfrachtbrief) hinaus können Importe unter der Warentarifnummer 2303.10, insbesondere solche, die für Tierfutter bestimmt sind, spezifischen sanitären, phytosanitären oder Futtermittelsicherheitsvorschriften im Einfuhrland unterliegen. Zum Beispiel hat die EU strenge Vorschriften gemäß ihrer Futtermittelhygiene-Verordnung (EG) Nr. 183/2005 und spezifische Einfuhrbedingungen für bestimmte Futtermittel. Importeure müssen möglicherweise Gesundheitszeugnisse, Pflanzengesundheitszeugnisse oder Erklärungen zum GVO-freien Status vorlegen, abhängig vom Ursprung und der beabsichtigten Verwendung der Rückstände. Es ist unerlässlich, sich vor dem Versand bei den zuständigen nationalen Lebensmittel- und Futtermittelsicherheitsbehörden (z. B. FDA in den USA, EFSA/nationale zuständige Behörden in der EU, FSA im Vereinigten Königreich) über zusätzliche Genehmigungen, Zertifizierungen oder Einfuhrlizenzen zu informieren.