HS 220820 Durch Destillation von Wein oder Trester gewonnene Spirituosen

Zusammenfassung: <h3>Warentarifnummer 220820</h3> <p>Die Warentarifnummer 220820 umfasst Spirituosen, die durch Destillation von Traubenwein oder Traubentrester gewonnen werden, gemeinhin bekannt als Weinbrand oder Grappa. Dazu gehören Produkte wie Cognac, Armagnac und Pisco, sofern sie aus der Destillation von Trauben stammen. Importeure und Exporteure sollten die unterschiedliche zollrechtliche Behandlung in den wichtigsten Rechtsordnungen beachten. Im Vereinigten Königreich und in der EU weisen viele Tarifpositionen unter 220820 derzeit einen Wertzollsatz von 0,00 % auf, was präferenzielle Abkommen oder interne Marktdynamiken widerspiegelt. Umgekehrt wenden die USA spezifische Zölle an, wie z. B. 2,35 $ pro Proof-Liter für bestimmte Unterpositionen, neben "zollfreien" Sätzen für andere, oft abhängig vom Ursprung und spezifischen Produktmerkmalen. Eine genaue Einreihung ist entscheidend, um präferenzielle Zollsätze zu nutzen und die Einhaltung spezifischer Verbrauchssteuern und Kennzeichnungsvorschriften zu gewährleisten, die je nach Zielmarkt erheblich variieren.</p>

Wie hoch sind die Zollsätze?

🇬🇧 United Kingdom

Code MFN Präferenz Einheit
2208200000
2208201400 0.00 %
2208201800 0.00 %
2208202600 0.00 %
2208206200 0.00 %

🇪🇺 European Union (TARIC)

Code MFN Präferenz Einheit
2208206900 0.00 %
2208200000 0.00 %
2208201400 0.00 %
2208201600 0.00 %
2208201900 0.00 %

🇺🇸 United States (HTSUS)

Code MFN Präferenz Einheit
220820
2208202000 Free ["pf.liters"]
2208203000 Free ["pf.liters"]
2208205000 Free ["pf.liters"]
2208201000 Free ["pf.liters"]

Zollsätze gemäß USITC (US International Trade Commission) Harmonized Tariff Schedule (HTS) (abgerufen am 22.2.2026), EU TARIC – DG TAXUD (Generaldirektion Steuern und Zollunion) (abgerufen am 22.2.2026) und UK Trade Tariff – HMRC (His Majesty's Revenue and Customs) (abgerufen am 22.2.2026).

Daten zusammengestellt und aufbereitet von HSRates.

Wie wird dieser HS-Code eingereiht?

Welche Produkte deckt die Warentarifnummer 220820 ab?

Diese Unterposition umfasst Spirituosen, die durch Destillation von Traubenwein oder Traubentrester gewonnen werden, einschließlich Produkte wie Cognac, Brandy, Armagnac und Grappa. Diese Spirituosen werden direkt aus der Fermentation und Destillation von Materialien auf Traubenbasis gewonnen, insbesondere Traubenwein oder dem festen Rückstand, der nach dem Pressen von Trauben verbleibt (Traubentrester). Die Erläuterungen zum Harmonisierten System der WZO für die Position 2208 stellen klar, dass dies Spirituosen einschließt, deren charakteristischer Geschmack und Aroma vom Traubenursprung herrühren, wie in der USITC Harmonized Tariff Schedule of the United States (HTSUS) und dem EU TARIC-System für Spirituosen dieser Art näher erläutert.

Was fällt nicht unter die Warentarifnummer 220820?

Die folgenden Produkte sind von der Warentarifnummer 220820 ausgeschlossen: Spirituosen, die nicht aus Traubenwein oder Traubentrester gewonnen werden, wie Whisky (aus Getreide, eingereiht unter 2208.30), Rum (aus Zuckerrohr, eingereiht unter 2208.40) oder Wodka (oft aus Getreide oder Kartoffeln, eingereiht unter 2208.60). Liköre und Cordials, auch wenn sie auf Traubenbasis hergestellt sind, sind im Allgemeinen ausgeschlossen, wenn sie zugesetzten Zucker oder andere Süßstoffe über bestimmte Schwellenwerte hinaus enthalten, da diese typischerweise unter 2208.70 eingereiht werden. Ferner fällt unvergällter Ethylalkohol mit einem Alkoholgehalt von 80 % vol oder mehr unter 2207.10, nicht unter 2208.20, da es sich um einen Rohstoff und nicht um eine fertige Getränkespirituose handelt.

Was sind häufige Einreihungsfehler für die Warentarifnummer 220820?

Ein häufiger Fehler ist die falsche Einreihung von Likören auf Traubenbasis oder Spirituosen mit zugesetztem Zucker unter 220820, obwohl sie korrekt unter 220870 (Liköre und Cordials) fallen sollten. Dies geschieht oft, wenn der Zuckergehalt die in den nationalen Zolltarifen für "Spirituosen" im Vergleich zu "Likören" festgelegten Grenzwerte überschreitet. Ein weiterer häufiger Fehler besteht darin, Spirituosen, die aus Traubenwein oder Trester destilliert wurden, mit anderen Obstbränden zu verwechseln, wie Apfelbrand (Calvados) oder Kirschwasser (Kirsch), die unter 2208.90 als "Andere Spirituosen und andere alkoholische Getränke" eingereiht werden. Die korrekte Anwendung der Allgemeinen Auslegungsregel (GRI) 1, die sich auf die Wortlaute der Positionen und alle entsprechenden Abschnitte oder Kapitelanmerkungen konzentriert, ist entscheidend, um diese Fehler zu vermeiden.

Wie sollten Importeure Produkte unter der Warentarifnummer 220820 klassifizieren?

Das korrekte Verfahren zur Einreihung von Produkten unter der Warentarifnummer 220820 umfasst mehrere wichtige Schritte für Importeure und Zollagenten. Zuerst ist zu überprüfen, ob die Spirituose ausschließlich durch Destillation von Traubenwein oder Traubentrester gewonnen wurde, um die Rohstoffquelle zu bestätigen. Zweitens ist sicherzustellen, dass kein signifikanter zugesetzter Zucker oder andere Süßstoffe vorhanden sind, die eine Neueinreihung als Likör unter 2208.70 zur Folge hätten. Drittens ist der Alkoholgehalt des Produkts zu überprüfen, da dieser manchmal spezifische nationale Unterpositionen beeinflussen kann. Schließlich sind die offiziellen Erläuterungen zum Harmonisierten System der WZO, die USITC HTSUS oder die EU TARIC-Datenbank für spezifische nationale Auslegungen und verbindliche Auskünfte zu konsultieren, um eine genaue und konforme Einreihung zu gewährleisten und potenzielle Zollunterschiede oder Strafen zu mindern.

Welche HS-Codes sind verwandt?

Nicht der richtige Code? Durchsuchen Sie alle HS-Codes, um die passende Zolltarifnummer zu finden.

Häufige Fragen

Wie hoch sind die typischen Einfuhrzollsätze für Produkte der Warentarifnummer 2208.20 (Spirituosen, gewonnen durch Destillation von Traubenwein oder Trester) in wichtigen Märkten?

Die Zollsätze für HS 2208.20 variieren erheblich je nach Einfuhrland und anwendbaren Handelsabkommen. Zum Beispiel wenden die Vereinigten Staaten einen Meistbegünstigungszollsatz (MFN) von 2,35 $ pro Proof-Liter an. Unter bestimmten Freihandelsabkommen kann der Zollsatz jedoch 'zollfrei' sein. Die TARIC-Datenbank der Europäischen Union weist in der Regel einen Wertzoll (ad valorem) von 0,00 % für Importe aus den meisten MFN-Ländern aus, wobei Verbrauchssteuern separat anfallen. Der UK Global Tariff listet für diese Position ebenfalls im Allgemeinen einen Wertzoll von 0,00 % auf. Importeure sollten den spezifischen Zollsatz, der für ihr Ursprungs- und Bestimmungsland gilt, stets über die offiziellen Zolltarifdatenbanken (z. B. USITC HTS, EU TARIC, UK Trade Tariff) überprüfen.

Was sind die wichtigsten Einreihungskriterien, die Produkte der Warentarifnummer 2208.20 von anderen Spirituosen unterscheiden?

HS 2208.20 umfasst speziell 'Spirituosen, gewonnen durch Destillation von Traubenwein oder Trester'. Die entscheidenden Einreihungskriterien sind: 1) Die Spirituose muss aus Trauben gewonnen werden, entweder durch Destillation von Traubenwein (z. B. Brandy, Cognac, Armagnac) oder durch Destillation von Traubentrester (z. B. Grappa, Pisco). 2) Der Alkoholgehalt muss typischerweise 80 Volumenprozent oder weniger betragen, da Spirituosen mit höherem Alkoholgehalt im Allgemeinen unter HS 2207 eingereiht werden. Diese Position schließt Spirituosen aus anderen Früchten (z. B. Apfelbrand unter 2208.90) oder Getreidespirituosen (z. B. Whisky unter 2208.30) aus. Die Erläuterungen der Weltzollorganisation (WZO) zu Kapitel 22 bieten detaillierte Hinweise zu diesen Unterscheidungen.

Welche Dokumente sind über die Standardversanddokumente hinaus typischerweise für die Einfuhr von Spirituosen unter HS 2208.20 erforderlich?

Über die üblichen Handelsrechnungen, Packlisten und Frachtbriefe (Bill of Lading/Air Waybill) hinaus erfordert die Einfuhr von Spirituosen unter HS 2208.20 aufgrund von Verbrauchssteuern und regulatorischen Kontrollen oft spezifische Dokumente. Dazu gehören typischerweise: 1) Ursprungszeugnisse, insbesondere zur Beanspruchung präferenzieller Zollsätze im Rahmen von Freihandelsabkommen. 2) Alterszertifikate oder -erklärungen für gealterte Spirituosen (z. B. Cognac, Armagnac). 3) Laboranalyseberichte zur Bestätigung des Alkoholgehalts und der Zusammensetzung. 4) Gesundheits- oder Sanitärzeugnisse, abhängig von den Lebensmittel- und Getränkevorschriften des Einfuhrlandes. 5) Dokumente zur Markenregistrierung und Etikettenzulassung, da viele Länder eine Vorabgenehmigung für alkoholische Getränke verlangen. Importeure sollten die spezifischen Einfuhranforderungen der Zoll- und Alkoholaufsichtsbehörden des Bestimmungslandes (z. B. TTB in den USA, HMRC im Vereinigten Königreich) konsultieren.

Welche wichtigen Handelsabkommen bieten präferenzielle Zollbehandlung für Spirituosen, die unter HS 2208.20 eingereiht sind?

Zahlreiche Handelsabkommen können eine präferenzielle Zollbehandlung für Spirituosen unter HS 2208.20 bieten, was oft zu einem 'zollfreien' Zollsatz führt. Beispiele hierfür sind: 1) Das Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten, Mexiko und Kanada (USMCA) für den Handel zwischen diesen Ländern. 2) Verschiedene Freihandelsabkommen (FTAs), die die EU mit Drittländern geschlossen hat (z. B. EU-Japan EPA, EU-Südkorea FTA). 3) Das Netzwerk der Handelsabkommen des Vereinigten Königreichs nach dem Brexit (z. B. UK-Australien FTA, UK-Japan CEPA). 4) Regionale Abkommen wie MERCOSUR oder die Afrikanische Kontinentale Freihandelszone (AfCFTA). Um präferenzielle Sätze in Anspruch nehmen zu können, müssen Importeure sicherstellen, dass das Produkt die in dem jeweiligen Abkommen festgelegten Ursprungsregeln erfüllt und ein gültiges Ursprungszeugnis oder eine Ursprungserklärung vorlegen. Bei Nichteinhaltung dieser Regeln wird der Meistbegünstigungszollsatz angewendet.