HS 220410 Schaumwein
Zusammenfassung: <h3>Warentarifnummer 2204.10</h3> <p>Die Warentarifnummer 2204.10 deckt speziell „Schaumwein“ ab, der alle Weine umfasst, die kohlensäurehaltig sind, sei es auf natürliche oder künstliche Weise. Diese Einreihung beinhaltet beliebte Sorten wie Champagner, Prosecco und Cava. Importeure und Zollagenten sollten beachten, dass die Zollsätze für Schaumwein oft spezifisch sind und je nach Gerichtsbarkeit und Alkoholgehalt erheblich variieren können. Zum Beispiel wendet das Vereinigte Königreich einen Zollsatz von 26,00 GBP pro Hektoliter an, während der gemeinsame Außenzolltarif der EU 32,00 EUR pro Hektoliter beträgt. In den USA reichen die Sätze von 1,59 $/Liter bis 19,8 ¢/Liter, wobei viele Länder von Freihandelsabkommen (z.B. unter General Note 3(c)(i) für A, AU, BH, CL, CO, D, E, IL, KR, MA, OM, P, PA, PE, S, SG) oder reduzierten Sätzen (z.B. 8,8 ¢/Liter für JO) profitieren. Eine genaue Tarifierung ist entscheidend, um die korrekte Einfuhrzollfestsetzung und die Einhaltung spezifischer Kennzeichnungs- und Einfuhrvorschriften zu gewährleisten.</p>
Wie hoch sind die Zollsätze?
🇬🇧 United Kingdom
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2204101100 | 26.00 GBP / hl | — | — |
| 2204101500 | 26.00 GBP / hl | — | — |
| 2204109300 | 26.00 GBP / hl | — | — |
| 2204100000 | — | — | — |
| 2204101300 | 26.00 GBP / hl | — | — |
🇪🇺 European Union (TARIC)
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2204100000 | 32.00 EUR / hl | — | — |
| 2204101300 | 32.00 EUR / hl | — | — |
| 2204109100 | 32.00 EUR / hl | — | — |
| 2204109400 | 32.00 EUR / hl | — | — |
| 2204109800 | 32.00 EUR / hl | — | — |
🇺🇸 United States (HTSUS)
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2204100030 | — | — | ["liters"] |
| 2204100075 | — | — | ["liters"] |
| 22041000 | 19.8¢/liter | Free (A,AU,BH,CL,CO,D,E,IL,KR,MA,OM,P,PA,PE,S,SG)8.8¢/liter (1 Programme) | — |
| 2204100065 | — | — | ["liters"] |
Sonderzollsätze verfügbar im Rahmen von Handelsabkommen wie USMCA, KORUS und GSP.
Zollsätze gemäß USITC (US International Trade Commission) Harmonized Tariff Schedule (HTS) (abgerufen am 22.2.2026), EU TARIC – DG TAXUD (Generaldirektion Steuern und Zollunion) (abgerufen am 22.2.2026) und UK Trade Tariff – HMRC (His Majesty's Revenue and Customs) (abgerufen am 22.2.2026).
Daten zusammengestellt und aufbereitet von HSRates.
Welche Handelsabkommen senken die Zölle für HS 2204.10?
Einfuhren von Schaumwein können unter Freihandelsabkommen und Präferenzprogrammen ermäßigte oder zollfreie Sätze erhalten. Die nachstehende Übersicht zeigt verfügbare Präferenzregelungen je Zollgebiet, zusammengestellt von HSRates auf Basis offizieller Tarif- und Handelsabkommensdaten.
United States (HTSUS)
Free (A,AU,BH,CL,CO,D,E,IL,KR,MA,OM,P,PA,PE,S,SG)8.8¢/liter für US-Jordan FTA
European Union (TARIC)
Präferenzzolldaten noch nicht verfügbar.
United Kingdom
Präferenzzolldaten noch nicht verfügbar.
Präferenzzölle erfordern einen Ursprungsnachweis und können Kontingenten oder Bedingungen unterliegen. Prüfen Sie die Berechtigung immer mit einem zugelassenen Zollberater.
Daten zusammengestellt von HSRates.
Welche Vorzugssätze gelten für Ihr Ursprungsland?
Wählen Sie ein Ursprungsland, um Präferenzzollsätze zu prüfen.
Präferenzzollsätze basieren auf verfügbaren Handelsabkommen. Tatsächliche Sätze können abweichen.
Wie entwickeln sich die Handelsmengen?
Wie wird dieser HS-Code eingereiht?
Welche Produkte deckt die Warentarifnummer 220410 ab?
Diese Unterposition umfasst Schaumwein, der gemäß den Erläuterungen zum Harmonisierten System der Weltzollorganisation (WZO) für die Position 2204 als Wein definiert ist, der bei einer Temperatur von 20 °C in geschlossenen Behältern einen Überdruck von mindestens 3 bar aufgrund von gelöstem Kohlendioxid aufweist. Dies schließt Weine ein, die durch primäre oder sekundäre Gärung frischer Trauben hergestellt werden, wobei das Kohlendioxid vollständig endogenen Ursprungs ist. Beispiele hierfür sind Champagner, Prosecco, Cava und andere schäumende Weine, die diese Druckkriterien erfüllen, wie sie im Harmonized Tariff Schedule of the United States (HTSUS) der USITC und im EU-TARIC-System näher erläutert werden.
Was fällt nicht unter die Warentarifnummer 220410?
Die folgenden Produkte sind von der Warentarifnummer 220410 ausgeschlossen: Stillweine (eingereiht unter 220421, 220422 oder 220429), denen der erforderliche Innendruck durch gelöstes Kohlendioxid fehlt. Ebenfalls ausgeschlossen sind "begaste" oder "kohlensäurehaltige" Weine, bei denen Kohlendioxid künstlich zugesetzt wurde, anstatt ein natürliches Produkt der Gärung zu sein. Diese werden typischerweise je nach Behältergröße unter den Unterpositionen 220421, 220422 oder 220429 eingereiht. Darüber hinaus sind alkoholfreie Schaumgetränke, auch wenn sie auf Traubenbasis hergestellt werden, ausgeschlossen und würden unter Kapitel 20 oder 22 fallen, jedoch nicht unter die Position 2204, da sie keinen Wein darstellen.
Was sind häufige Einreihungsfehler bei der Warentarifnummer 220410?
Ein häufiger Fehler ist die falsche Einreihung von künstlich kohlensäurehaltigen Weinen als Schaumwein unter 220410. Gemäß den Erläuterungen der WZO und der Allgemeinen Vorschrift (AV) 1 muss echter Schaumwein seine Kohlensäure auf natürliche Weise durch Gärung erhalten. Produkte, bei denen Kohlendioxid injiziert wurde, gelten für Zollzwecke nicht als "Schaumwein" und sollten als andere Traubenweine unter Unterpositionen wie 220421 oder 220429 eingereiht werden. Ein weiterer Fehler besteht darin, schäumende Weine mit geringem Druck, die die 3-bar-Druckschwelle nicht erreichen, mit echtem Schaumwein zu verwechseln, was zu falschen Zollsätzen und Problemen bei der Einhaltung von Vorschriften führt.
Wie sollten Importeure Produkte unter der Warentarifnummer 220410 einreihen?
Das korrekte Verfahren zur Einreihung von Produkten unter der Warentarifnummer 220410 beinhaltet die Überprüfung, ob der Wein die spezifischen Kriterien für "Schaumwein" erfüllt, wie sie in den Erläuterungen zum HS der WZO definiert sind, hauptsächlich den Mindestinnendruck von 3 bar bei 20 °C aufgrund von natürlich gelöstem Kohlendioxid. Importeure und Zollagenten sollten technische Spezifikationen vom Hersteller einholen, die die Methode der Kohlensäurebildung (natürliche Gärung) und den Innendruck bestätigen. Diese Dokumentation ist entscheidend, um die Einhaltung der AV 1 nachzuweisen und eine genaue Zollanmeldung bei den Zollbehörden zu gewährleisten, sei es unter Verwendung des USITC HTSUS, des EU-TARIC oder des UK Trade Tariff, um Strafen zu vermeiden und eine korrekte Zollfestsetzung sicherzustellen.
Welche HS-Codes sind verwandt?
Nicht der richtige Code? Durchsuchen Sie alle HS-Codes, um die passende Zolltarifnummer zu finden.
Häufige Fragen
<h3>Welche typischen Einfuhrzollsätze gelten für Schaumwein (Warentarifnummer 2204.10) in wichtigen Märkten?</h3>
Die Einfuhrzollsätze für Schaumwein (Warentarifnummer 2204.10) variieren je nach Bestimmungsort erheblich. Zum Beispiel beträgt der Meistbegünstigungszollsatz (MFN-Zollsatz) im **Vereinigten Königreich** 26,00 GBP pro Hektoliter (hl) gemäß dem britischen Zolltarif. In der **Europäischen Union** beträgt der MFN-Zollsatz 32,00 EUR pro Hektoliter (hl) gemäß der EU-TARIC-Datenbank. Für die **Vereinigten Staaten** beträgt der MFN-Zollsatz 1,59 $ pro Liter. Bestimmte Präferenzprogramme oder Handelsabkommen können jedoch niedrigere Sätze bieten. Importeure sollten den spezifischen Zollsatz, der für ihr Ursprungs- und Bestimmungsland gilt, stets über die offiziellen Zolltarifdatenbanken überprüfen.
<h3>Wie wird 'Schaumwein' für die Einreihung unter Warentarifnummer 2204.10 spezifisch definiert, und welche häufigen Einreihungsfehler gibt es?</h3>
Die Warentarifnummer 2204.10 deckt spezifisch 'Schaumwein' ab. Gemäß den Erläuterungen zum Harmonisierten System ist Schaumwein durch sein Sprudeln gekennzeichnet, das durch Kohlendioxid entsteht, das bei einer zweiten Gärung in einem verschlossenen Behälter (z. B. Flasche, Tank) oder durch Zugabe von Kohlendioxid erzeugt wird. Wichtige Kriterien sind die Methode der Karbonisierung und der Alkoholgehalt. Häufige Einreihungsfehler sind die falsche Einreihung von 'teilweise gegorenem Traubenmost' oder 'anderen gegorenen Getränken', die zwar etwas Sprudeln aufweisen, aber nicht die spezifischen Kriterien für Schaumwein erfüllen, oder die Verwechslung von natürlich schäumenden Weinen mit 'begasten' Weinen, denen CO2 künstlich ohne zweite Gärung zugesetzt wurde, die unter andere Unterpositionen innerhalb von 2204 oder 2206 fallen könnten. Importeure sollten sich für präzise Anleitungen auf die Anmerkungen zu Kapitel 22 und die Einreihungsgutachten der WZO beziehen.
<h3>Welche präferenziellen Zollsätze sind für Schaumwein (Warentarifnummer 2204.10) im Rahmen gängiger Handelsabkommen mit den Vereinigten Staaten verfügbar?</h3>
Für Importe in die Vereinigten Staaten kann Schaumwein (Warentarifnummer 2204.10) von verschiedenen präferenziellen Zollsätzen im Rahmen von Freihandelsabkommen (FTAs) profitieren. Zum Beispiel sind Importe aus Australien (AU), Bahrain (BH), Chile (CL), Kolumbien (CO), Dominikanische Republik (D), El Salvador (E), Israel (IL), Korea (KR), Marokko (MA), Oman (OM), Panama (PA), Peru (PE), Singapur (SG) zollfrei. Importe aus Jordanien (JO) unterliegen einem Präferenzzollsatz von 8,8 ¢ pro Liter. Diese Sätze sind an die Erfüllung der spezifischen Ursprungsregeln gebunden, die in jedem jeweiligen Handelsabkommen festgelegt sind. Importeure müssen sicherstellen, dass sie die erforderlichen Dokumente, wie z. B. ein Ursprungszeugnis, besitzen, um diese Präferenzzölle in Anspruch nehmen zu können.
<h3>Welche spezifischen Dokumente sind für die Einfuhr von Schaumwein (Warentarifnummer 2204.10) über die üblichen Zollanmeldungen hinaus erforderlich?</h3>
Über die üblichen Handelsrechnungen, Packlisten und Frachtbriefe hinaus erfordert die Einfuhr von Schaumwein (Warentarifnummer 2204.10) aufgrund seiner Beschaffenheit als alkoholisches Getränk oft zusätzliche spezifische Dokumente. Dazu gehören typischerweise: 1. **Ursprungszeugnisse:** Wesentlich für die Inanspruchnahme präferenzieller Zollsätze im Rahmen von Freihandelsabkommen. 2. **Gesundheits- oder Sanitärzeugnisse:** Ausgestellt von der zuständigen Behörde im Exportland, die bestätigen, dass das Produkt den Lebensmittelstandards des Ziellandes entspricht. 3. **Laboranalyseberichte:** Detaillierte Angaben zu Alkoholgehalt, Zuckergehalt und anderen Zusammensetzungsdaten. 4. **Marken-/Etikettengenehmigungen:** Viele Länder verlangen eine vorherige Genehmigung der Etiketten, um die Einhaltung der lokalen Kennzeichnungsvorschriften zu gewährleisten (z. B. Warnhinweis des Surgeon General in den USA, Allergenerklärungen in der EU). 5. **Importgenehmigungen/-lizenzen:** Für den Importeur können spezifische Lizenzen für den Umgang mit alkoholischen Getränken erforderlich sein. Importeure sollten die relevanten Regierungsbehörden (z. B. TTB in den USA, nationale Lebensmittelsicherheitsbehörden in der EU/UK) für präzise, aktuelle Anforderungen konsultieren.