HS 210390 Andere
Zusammenfassung: <h3>Warentarifnummer 210390: Andere zubereitete Soßen und Würzmittel</h3> <p>Die Warentarifnummer 210390, „Andere“, umfasst eine vielfältige Palette zubereiteter Soßen und Würzmittel, die nicht spezifisch an anderer Stelle innerhalb der Position 2103 klassifiziert sind. Dies beinhaltet verschiedene kulinarische Zubereitungen wie gemischte Würzmittel, Gewürze und zusammengesetzte Soßen, ausgenommen solche auf Tomatenbasis (210320) oder Senfbasis (210330).</p> <p>Die Zollsätze variieren erheblich. Der britische Zolltarif und der EU-TARIC weisen Sätze von 0,00 % bis 6,00 % bzw. 7,70 % Wertzoll aus, abhängig vom spezifischen Produkt und Ursprung. Der US Harmonized Tariff Schedule (HTSUS) weist komplexere Sätze auf, oft eine Kombination aus spezifischen und Wertzöllen, wie z.B. 35,9 ¢/kg + 7,5 %. Importeure sollten beachten, dass zahlreiche präferenzielle Freihandelsabkommen zollfreie Behandlung für bestimmte Ursprünge (z.B. Chile, Korea, Oman, Singapur) unter verschiedenen speziellen Programm-Indikatoren anbieten. Eine präzise Einreihung auf der 8-stelligen oder 10-stelligen Ebene ist entscheidend, um den anwendbaren Einfuhrzoll und eine mögliche präferenzielle Behandlung zu bestimmen.</p>
Wie hoch sind die Zollsätze?
🇬🇧 United Kingdom
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2103901000 | 0.00 % | — | — |
| 2103900000 | — | — | — |
| 2103903000 | 0.00 % | — | — |
| 2103909000 | 6.00 % | — | — |
| 2103909011 | 6.00 % | — | — |
🇪🇺 European Union (TARIC)
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2103900000 | — | — | — |
| 2103901000 | 0.00 % | — | — |
| 2103903000 | 0.00 % | — | — |
| 2103909000 | 7.70 % | — | — |
| 2103909011 | 7.70 % | — | — |
🇺🇸 United States (HTSUS)
| Code | MFN | Präferenz | Einheit |
|---|---|---|---|
| 2103907800 | 30.5¢/kg + 6.4% | Free (BH,CL,JO,KR,OM,SG) See 9822.05.20 (P+) See 9822.06.10 (PE) See 9822.08.01 (CO) See 9822.09.17 (PA) See 9823.10.01-9823.10.45 (S+) See 9822.03.01 (1 Programme) | ["kg"] |
| 210390 | — | — | — |
| 2103902000 | Free | — | ["kg"] |
| 2103907200 | 7.5% | Free (A,AU,BH,CL,CO,D,E,IL,JO,KR,MA,OM,P,PA,PE,S,SG) 3.75% (1 Programme) | ["kg"] |
| 2103908000 | 6.4% | Free (17 Programme) | ["kg"] |
Sonderzollsätze verfügbar im Rahmen von Handelsabkommen wie USMCA, KORUS und GSP.
Zollsätze gemäß USITC (US International Trade Commission) Harmonized Tariff Schedule (HTS) (abgerufen am 22.2.2026), EU TARIC – DG TAXUD (Generaldirektion Steuern und Zollunion) (abgerufen am 22.2.2026) und UK Trade Tariff – HMRC (His Majesty's Revenue and Customs) (abgerufen am 22.2.2026).
Daten zusammengestellt und aufbereitet von HSRates.
Welche Handelsabkommen senken die Zölle für HS 2103.90?
Einfuhren von Andere können unter Freihandelsabkommen und Präferenzprogrammen ermäßigte oder zollfreie Sätze erhalten. Die nachstehende Übersicht zeigt verfügbare Präferenzregelungen je Zollgebiet, zusammengestellt von HSRates auf Basis offizieller Tarif- und Handelsabkommensdaten.
United States (HTSUS)
Free für USMCA, KORUS, GSP, und 15 weitere Programme
European Union (TARIC)
Präferenzzolldaten noch nicht verfügbar.
United Kingdom
Präferenzzolldaten noch nicht verfügbar.
Präferenzzölle erfordern einen Ursprungsnachweis und können Kontingenten oder Bedingungen unterliegen. Prüfen Sie die Berechtigung immer mit einem zugelassenen Zollberater.
Daten zusammengestellt von HSRates.
Welche Vorzugssätze gelten für Ihr Ursprungsland?
Wählen Sie ein Ursprungsland, um Präferenzzollsätze zu prüfen.
Präferenzzollsätze basieren auf verfügbaren Handelsabkommen. Tatsächliche Sätze können abweichen.
Wie entwickeln sich die Handelsmengen?
Wie wird dieser HS-Code eingereiht?
Welche Produkte deckt die Warentarifnummer 210390 ab?
Diese Unterposition umfasst verschiedene zubereitete Soßen und Würzmittel, die weder an anderer Stelle noch in der Position 2103 genannt oder enthalten sind. Insbesondere umfasst sie eine breite Palette kulinarischer Zubereitungen, die zum Würzen von Speisen verwendet werden, ausgenommen solche, die in den Unterpositionen 2103.10 (Sojasauce), 2103.20 (Tomatenketchup und andere Tomatensaucen) und 2103.30 (Senfmehl und zubereiteter Senf) genauer beschrieben sind. Beispiele hierfür sind Worcestershiresauce, Minzsauce, Apfelmus (als Würzmittel zubereitet), Chilisaucen außer auf Tomatenbasis und verschiedene gemischte Würzmittel. Die Erläuterungen zum Harmonisierten System der WZO für die Position 2103 bieten weitere Klarstellungen, und offizielle Definitionen aus dem Harmonized Tariff Schedule of the United States (HTSUS) der USITC und dem EU TARIC-System stimmen mit diesem Umfang überein.
Was fällt nicht unter die Warentarifnummer 210390?
Die folgenden Produkte sind von der Warentarifnummer 210390 ausgeschlossen, da sie aufgrund spezifischerer Einreihungsbestimmungen an anderer Stelle in der Position 2103 oder in anderen Kapiteln klassifiziert werden. Sojasauce wird spezifisch unter 2103.10 eingereiht. Tomatenketchup und andere Tomatensaucen finden sich unter 2103.20. Senfmehl und zubereiteter Senf werden unter 2103.30 klassifiziert. Darüber hinaus fallen einzelne Gewürze oder Gewürzmischungen, die nicht als Soßen oder Würzmittel zubereitet sind, unter Kapitel 09. Suppen und Brühen sowie deren Zubereitungen werden unter 2104 klassifiziert. Mayonnaise, Salatdressings und ähnliche emulgierte Soßen finden sich typischerweise unter 2103.90, es ist jedoch entscheidend, sie von Zubereitungen zu unterscheiden, die hauptsächlich aus Gemüse oder Obst bestehen und unter Kapitel 20 fallen könnten, wenn sie nicht als Würzmittel zubereitet sind.
Was sind häufige Einreihungsfehler bei der Warentarifnummer 210390?
Ein häufiger Fehler ist die falsche Einreihung spezifischer Soßen, die eigene Unterpositionen innerhalb der 2103 haben, wie z.B. die Einreihung von Sojasauce oder Tomatenketchup unter 210390 anstatt ihrer präzisen Einreihungen 2103.10 bzw. 2103.20. Ein weiterer häufiger Fehler betrifft die Einreihung von Zubereitungen, die nicht primär Soßen oder Würzmittel sind, sondern Lebensmittelzubereitungen des Kapitels 20 (z.B. bestimmte Fruchtpürees oder Gemüsezubereitungen) oder des Kapitels 09 (z.B. einfache Gewürzmischungen). Importeure übersehen manchmal den "anderen" Charakter der 210390 und versuchen, Produkte hier einzureihen, die an anderer Stelle im Zolltarif genauer beschrieben sind. Die korrekte Anwendung der Allgemeinen Auslegungsregel (AAR) 1, die besagt, dass die Einreihung nach dem Wortlaut der Positionen und den Anmerkungen zu den Abschnitten oder Kapiteln zu bestimmen ist, ist unerlässlich, um diese Fehler zu vermeiden.
Wie sollten Importeure Produkte unter der Warentarifnummer 210390 klassifizieren?
Das korrekte Verfahren zur Einreihung von Produkten unter der Warentarifnummer 210390 umfasst eine systematische Überprüfung der Zusammensetzung, des Verwendungszwecks und der Zubereitungsmethode des Produkts. Zuerst ist zu bestätigen, dass es sich tatsächlich um eine zubereitete Soße oder ein Würzmittel handelt. Zweitens ist sorgfältig zu prüfen, ob das Produkt unter eine der spezifischeren Unterpositionen innerhalb der Position 2103 fällt (z.B. Sojasauce, Tomatenketchup, Senf). Ist dies nicht der Fall, ist die 210390 in Betracht zu ziehen. Importeure und Zollagenten sollten die Erläuterungen der WZO zur Position 2103 sowie offizielle nationale Zolltarife wie den USITC HTSUS oder EU TARIC konsultieren, um sicherzustellen, dass das Produkt das Kriterium "weder an anderer Stelle genannt noch enthalten" erfüllt. Detaillierte Zutatenlisten und Herstellungsprozesse sind entscheidend für eine genaue Einreihung, um die Einhaltung aller anwendbaren Handelsvorschriften und Zollsätze zu gewährleisten.
Welche HS-Codes sind verwandt?
Nicht der richtige Code? Durchsuchen Sie alle HS-Codes, um die passende Zolltarifnummer zu finden.
Häufige Fragen
Welche Produkte werden unter der Warentarifnummer 210390, „Andere“, eingereiht?
Die Warentarifnummer 210390 umfasst „Andere“ Soßen und Zubereitungen für Soßen sowie gemischte Würzmittel und gemischte Gewürze, die in der Position 2103 nicht anderweitig spezifiziert sind. Dies ist eine Restunterposition, was bedeutet, dass sie Produkte einschließt, die nicht spezifisch von anderen präziseren Unterpositionen innerhalb der 2103 abgedeckt werden, wie z.B. Sojasauce (210310), Tomatenketchup und andere Tomatensaucen (210320) oder Senfmehl und zubereiteter Senf (210330). Beispiele könnten bestimmte Arten von Chilisaucen, BBQ-Saucen oder komplexe Gewürzmischungen sein, die nicht in andere spezifische Kategorien passen. Importeure müssen sicherstellen, dass die Merkmale ihres Produkts nicht mit einer spezifischeren Unterposition übereinstimmen, um eine Falscheinreihung zu vermeiden.
Wie hoch sind die typischen Einfuhrzollsätze für Produkte unter HS 210390 in wichtigen Märkten, und wie werden Präferenzzollsätze angewendet?
Die Meistbegünstigungszollsätze (MFN-Zollsätze) für HS 210390 können je nach Importland erheblich variieren. Zum Beispiel könnte der allgemeine MFN-Zollsatz in einigen Jurisdiktionen 6,00 % Wertzoll betragen, während andere 7,70 % Wertzoll oder sogar einen zusammengesetzten Satz wie 35,9 ¢/kg + 7,5 % haben könnten. Für Importe in die Vereinigten Staaten können viele Produkte unter diesem Code im Rahmen verschiedener Freihandelsabkommen (FTAs) mit Ländern wie Bahrain (BH), Chile (CL), Jordanien (JO), Korea (KR), Oman (OM) und Singapur (SG) „zollfrei“ sein. Spezifische Unterbestimmungen wie 9822.05.20 (P+), 9822.06.10 (PE), 9822.08.01 (CO), 9822.09.17 (PA), 9823.10.01-9823.10.45 (S+) und 9822.03.01 (MA) weisen auf weitere Präferenzbehandlungen im Rahmen von Abkommen mit Panama, Peru, Kolumbien, Marokko und anderen Allgemeinen Präferenzsystemen (GSP) oder Sonderprogrammen hin. Importeure sollten den Zolltarif des jeweiligen Landes (z.B. USITC Harmonized Tariff Schedule) und die Ursprungsregeln für anwendbare Handelsabkommen konsultieren, um die Berechtigung für Präferenzzollsätze zu ermitteln.
Welche Dokumente sind für die Einfuhr von Waren, die unter HS 210390 eingereiht sind, erforderlich?
Für Waren unter HS 210390 sind Standard-Importdokumente erforderlich, darunter eine Handelsrechnung, Packliste, Frachtbrief (Bill of Lading) oder Luftfrachtbrief (Air Waybill) und eine Zollanmeldung. Für Produkte, die für den menschlichen Verzehr bestimmt sind, sind oft zusätzliche Dokumente bezüglich Lebensmittelsicherheit und öffentlicher Gesundheit obligatorisch. Dies kann Gesundheitszeugnisse, Pflanzengesundheitszeugnisse (falls pflanzliche Inhaltsstoffe vorhanden sind), Zutatenlisten, Nährwertinformationen und die Einhaltung der Kennzeichnungsvorschriften des Importlandes (z.B. FDA-Anforderungen in den USA, EFSA in der EU) umfassen. Um Präferenzzollsätze im Rahmen eines Freihandelsabkommens in Anspruch zu nehmen, ist ein Ursprungszeugnis oder eine Ursprungserklärung unerlässlich, die belegt, dass die Waren die spezifischen Ursprungsregeln dieses Abkommens erfüllen.
Gibt es spezifische Handelsabkommen, die häufig eine Präferenzbehandlung für Produkte unter HS 210390 anbieten?
Ja, zahlreiche Handelsabkommen bieten eine Präferenzbehandlung für Produkte, die unter HS 210390 eingereiht sind. Im Kontext der US-Importe qualifizieren sich beispielsweise Produkte aus Ländern, die Vertragsparteien von Abkommen wie dem US-Chile-Freihandelsabkommen, dem US-Korea (KORUS)-Freihandelsabkommen, dem US-Jordanien-Freihandelsabkommen, dem US-Oman-Freihandelsabkommen, dem US-Singapur-Freihandelsabkommen und dem US-Panama-TPA sind, oft für „zollfreie“ Zollsätze. Zusätzlich können Programme wie der Andean Trade Preference Act (ATPA) oder die Caribbean Basin Initiative (CBI) Vorteile bieten. Für EU-Importe könnten Abkommen wie das EU-Korea-Freihandelsabkommen oder das EU-Japan-Wirtschaftspartnerschaftsabkommen reduzierte oder null Zölle vorsehen. Importeure sollten die spezifischen Ursprungsregeln des Abkommens für HS 210390 überprüfen, um sicherzustellen, dass ihr Produkt für die präferenzielle Zollbehandlung qualifiziert ist, da diese Regeln komplex und produktspezifisch sein können.