HS 210330 Senfmehl und Senfpulver sowie zubereiteter Senf

Zusammenfassung: <h3>HS-Code 210330: Senfmehl, Senfschrot und zubereitete Senfprodukte</h3> <p>Die Warentarifnummer 210330 umfasst Senfmehl, Senfschrot und zubereitete Senfprodukte. Dazu gehören gemahlene Senfkörner, entfettetes Senfschrot und verschiedene gebrauchsfertige Senfzubereitungen wie Dijon-, gelber oder Vollkornsenf. Die Zollsätze variieren erheblich je nach Gerichtsbarkeit und spezifischer Produktform. Für das Vereinigte Königreich liegen die Sätze zwischen 0,00 % und 8,00 % Wertzoll. Die EU wendet Sätze von 0,00 % bis 9,00 % Wertzoll an. In den USA können die Zölle spezifisch sein, z. B. 22¢/kg oder 2,8¢/kg, wobei viele präferenzielle Freihandelsabkommen (z. B. A*, AU, CL, KR) einen zollfreien Zugang ermöglichen. Importierende und exportierende Unternehmen müssen ihre Senfprodukte präzise einreihen, um die korrekte Unterposition und die anwendbaren Einfuhrzölle zu bestimmen und Freihandelsabkommen, wo möglich, zu nutzen.</p>

Wie hoch sind die Zollsätze?

🇬🇧 United Kingdom

Code MFN Präferenz Einheit
2103301000 0.00 %
2103309010 8.00 %
2103300000
2103309000 8.00 %
2103309090 8.00 %

🇪🇺 European Union (TARIC)

Code MFN Präferenz Einheit
2103300000
2103301000 0.00 %
2103309000 9.00 %
2103309010 9.00 %
2103309090 9.00 %

🇺🇸 United States (HTSUS)

Code MFN Präferenz Einheit
210330
2103304000 2.8¢/kg Free (17 Programme) ["kg"]
2103302000 Free ["kg"]

Sonderzollsätze verfügbar im Rahmen von Handelsabkommen wie USMCA, KORUS und GSP.

Zollsätze gemäß USITC (US International Trade Commission) Harmonized Tariff Schedule (HTS) (abgerufen am 22.2.2026), EU TARIC – DG TAXUD (Generaldirektion Steuern und Zollunion) (abgerufen am 22.2.2026) und UK Trade Tariff – HMRC (His Majesty's Revenue and Customs) (abgerufen am 22.2.2026).

Daten zusammengestellt und aufbereitet von HSRates.

Welche Handelsabkommen senken die Zölle für HS 2103.30?

Einfuhren von Senfmehl und Senfpulver sowie zubereiteter Senf können unter Freihandelsabkommen und Präferenzprogrammen ermäßigte oder zollfreie Sätze erhalten. Die nachstehende Übersicht zeigt verfügbare Präferenzregelungen je Zollgebiet, zusammengestellt von HSRates auf Basis offizieller Tarif- und Handelsabkommensdaten.

United States (HTSUS)

Free für USMCA, KORUS, und 15 weitere Programme

European Union (TARIC)

Präferenzzolldaten noch nicht verfügbar.

United Kingdom

Präferenzzolldaten noch nicht verfügbar.

Präferenzzölle erfordern einen Ursprungsnachweis und können Kontingenten oder Bedingungen unterliegen. Prüfen Sie die Berechtigung immer mit einem zugelassenen Zollberater.

Daten zusammengestellt von HSRates.

Welche Vorzugssätze gelten für Ihr Ursprungsland?

Wählen Sie ein Ursprungsland, um Präferenzzollsätze zu prüfen.

Präferenzzollsätze basieren auf verfügbaren Handelsabkommen. Tatsächliche Sätze können abweichen.

Wie wird dieser HS-Code eingereiht?

Welche Produkte deckt die Warentarifnummer 210330 ab?

Diese Unterposition umfasst Senfmehl und Senfschrot sowie zubereiteten Senf. Gemäß den Erläuterungen zum Harmonisierten System (HSEN) für die Position 2103 bezieht sich "zubereiteter Senf" auf ein Würzmittel, das aus Senfmehl oder Senfschrot hergestellt und mit anderen Zutaten wie Essig, Salz, Zucker, Gewürzen und Wasser gemischt wird. Dies umfasst verschiedene Formen von zubereitetem Senf, von glatten Senfsorten nach Dijon-Art bis hin zu grob gemahlenem Vollkornsenf, sofern sie als Würzmittel gebrauchsfertig sind. Der USITC Harmonized Tariff Schedule (HTS) und das EU TARIC-System stimmen mit dieser Definition überein und umfassen sowohl die roh verarbeiteten Formen (Mehl/Schrot) als auch das fertige Würzmittel.

Was fällt nicht unter die Warentarifnummer 210330?

Die folgenden Produkte sind von der Warentarifnummer 210330 ausgeschlossen: ganze oder zerstoßene Senfkörner, die unter die Position 0910 eingereiht werden (z.B. 091099 für andere Gewürze). Zusätzlich würden Senfkörner, die lediglich gebrochen oder grob gemahlen, aber nicht zu einem feinen Mehl oder Schrot verarbeitet wurden, das für die direkte Verwendung in zubereitetem Senf oder als eigenständige Zutat geeignet ist, typischerweise ebenfalls unter die Position 0910 fallen. Produkte, bei denen Senf nur eine geringfügige Zutat ist und der primäre Charakter der Lebensmittelzubereitung durch andere Komponenten bestimmt wird, würden an anderer Stelle eingereiht, oft unter die Position 210390 für andere zubereitete Soßen oder die Position 2106 für nicht anderweitig genannte oder inbegriffene Lebensmittelzubereitungen.

Was sind häufige Einreihungsfehler bei der Warentarifnummer 210330?

Ein häufiger Fehler ist die falsche Einreihung ganzer oder lediglich zerstoßener Senfkörner als Senfmehl oder Senfschrot unter 210330. Importeure müssen zwischen rohen, unverarbeiteten oder minimal verarbeiteten Samen (Position 0910) und dem raffinierteren Mehl oder Schrot unterscheiden, das einer erheblichen Vermahlung zu einer pulverförmigen Konsistenz unterzogen wurde. Ein weiterer häufiger Fehler betrifft zubereiteten Senf, der andere wesentliche Zutaten enthält, wobei der "wesentliche Charakter" (AVR 3(b)) strittig sein könnte, wenn die Senfkomponente nicht vorherrschend ist. Zum Beispiel könnte eine komplexe Soße, in der Senf vorhanden ist, aber nicht das bestimmende Geschmacksprofil darstellt, hier fälschlicherweise anstatt unter einer allgemeineren Soßenposition wie 210390 eingeordnet werden.

Wie sollten Importeure Produkte unter der Warentarifnummer 210330 einreihen?

Das korrekte Verfahren zur Einreihung von Produkten unter der Warentarifnummer 210330 beinhaltet zunächst die Bestimmung der Form des Senfs. Handelt es sich um ein fein gemahlenes Mehl oder Schrot, fällt es hierunter. Handelt es sich um ein zubereitetes Würzmittel, stellen Sie sicher, dass es gebrauchsfertig ist und hauptsächlich aus Senfmehl/-schrot mit anderen gängigen Würzmittelzutaten besteht. Importeure sollten die WCO HS Erläuterungen zur Position 2103 sowie die spezifischen nationalen Zolltarifverzeichnisse (z.B. USITC HTS oder EU TARIC) und alle relevanten verbindlichen Auskünfte konsultieren. Bei zubereitetem Senf ist zu überprüfen, ob der Senf den wesentlichen Charakter des Produkts bestimmt, wobei die Allgemeine Vorschrift für die Auslegung des Harmonisierten Systems 3(b) anzuwenden ist, wenn es sich um eine Mischung handelt. Bewahren Sie stets detaillierte Produktspezifikationen, Zutatenlisten und Herstellungsverfahren auf, um die Einreihungsentscheidung zu untermauern.

Welche HS-Codes sind verwandt?

Nicht der richtige Code? Durchsuchen Sie alle HS-Codes, um die passende Zolltarifnummer zu finden.

Häufige Fragen

Was sind die typischen Einfuhrzollsätze für Produkte, die unter die Warentarifnummer 2103.30 ('Senfmehl und zubereiteter Senf') fallen?

Die Einfuhrzollsätze für die Warentarifnummer 2103.30 variieren erheblich je nach Einfuhr- und Ursprungsland. Zum Beispiel wenden die Vereinigten Staaten gemäß dem Harmonized Tariff Schedule of the United States (HTSUS) in der Regel einen Meistbegünstigungszollsatz (MFN) von 2,8 ¢/kg für zubereiteten Senf und 0,00 % für Senfmehl an. Die TARIC-Datenbank der Europäischen Union weist einen MFN-Zollsatz von 8,00 % Wertzoll für zubereiteten Senf aus. Der UK Global Tariff zeigt ebenfalls einen Wertzollsatz von 8,00 % für zubereiteten Senf. Einige Länder können höhere Sätze anwenden, wie z. B. 9,00 % oder sogar 22 ¢/kg in bestimmten Märkten. Importeure sollten immer den spezifischen Zolltarif des Einfuhrlandes (z. B. USITC HTSUS, EU TARIC, UK Trade Tariff) für die genauesten und aktuellsten Zollsätze konsultieren.

Was sind die wichtigsten Einreihungskriterien zur Unterscheidung zwischen 'Senfmehl' und 'zubereitetem Senf' innerhalb der Warentarifnummer 2103.30?

Die primäre Unterscheidung innerhalb der Warentarifnummer 2103.30 liegt im Verarbeitungsgrad. 'Senfmehl' bezieht sich auf gemahlene Senfsaaten, denen ein Teil ihres Öls entzogen worden sein kann oder auch nicht. Dies sind typischerweise rohe oder halbverarbeitete Zutaten. 'Zubereiteter Senf' hingegen ist ein fertiges, verzehrfertiges Würzmittel, das aus Senfmehl gemischt mit anderen Zutaten wie Essig, Salz, Zucker, Gewürzen und Wasser besteht. Die Erläuterungen der WZO zu Kapitel 21 geben weitere Hinweise und stellen klar, dass zubereiteter Senf ein 'gebrauchsfertiges' Produkt ist, wodurch er sich vom einfachen Mehl unterscheidet.

Welche gängigen Handelsabkommen bieten präferenzielle Zollbehandlung für Produkte unter der Warentarifnummer 2103.30?

Viele Handelsabkommen bieten präferenzielle Zollbehandlung für Produkte, die unter die Warentarifnummer 2103.30 fallen, wodurch Einfuhrzölle möglicherweise reduziert oder eliminiert werden können. Zum Beispiel bieten die Vereinigten Staaten zollfreien Zugang für berechtigte Waren aus zahlreichen Partnerländern im Rahmen von Abkommen wie USMCA (Mexiko, Kanada), CAFTA-DR (Zentralamerika, Dominikanische Republik) und Freihandelsabkommen mit Australien (AU), Chile (CL), Kolumbien (CO), Israel (IL), Jordanien (JO), Korea (KR), Panama (PA), Peru (PE) und Singapur (SG). Die EU verfügt ebenfalls über ein breites Netz von Präferenzabkommen (z. B. mit D-, E-, P-, S-Ländern im Beispiel). Importeure sollten die spezifischen Ursprungsregeln und Dokumentationsanforderungen (wie ein Ursprungszeugnis) für das jeweilige Handelsabkommen überprüfen, um präferenzielle Zollsätze in Anspruch nehmen zu können. Konsultieren Sie immer den spezifischen Text des Handelsabkommens und die Zollvorschriften des Einfuhrlandes.

Welche spezifischen Dokumente sind für die Einfuhr von zubereitetem Senf oder Senfmehl unter der Warentarifnummer 2103.30 erforderlich?

Die Standard-Importdokumentation für die Warentarifnummer 2103.30 umfasst typischerweise eine Handelsrechnung, Packliste, Frachtbrief oder Luftfrachtbrief und eine Zollanmeldung. Für zubereiteten Senf, der ein Lebensmittel ist, können zusätzliche Anforderungen gelten, wie z. B. Gesundheitszeugnisse, Pflanzengesundheitszeugnisse (falls pflanzliche Inhaltsstoffe enthalten sind, die solchen Kontrollen unterliegen) und die Einhaltung von Lebensmittelsicherheitsvorschriften (z. B. FDA-Anforderungen in den USA, EFSA in der EU). Wenn präferenzielle Zollsätze im Rahmen eines Freihandelsabkommens beansprucht werden, ist ein gültiges Ursprungszeugnis (z. B. NAFTA/USMCA-Zertifikat, EUR.1 oder GSP Form A) unerlässlich. Importeure sollten alle spezifischen Dokumentationsanforderungen vor dem Versand mit der Zollbehörde des Einfuhrlandes bestätigen.