HS 200990 Mischungen von Säften

Zusammenfassung: <h3>Warentarifnummer 200990</h3> <p>Die Warentarifnummer 200990 umfasst Mischungen von Frucht- oder Gemüsesäften, nicht gegoren und ohne Zusatz von Alkohol, bei denen kein einzelner Saft überwiegt. Dies beinhaltet verschiedene Saftmischungen, oft konzentriert oder unkonzentriert, zum direkten Verzehr oder zur Weiterverarbeitung.</p> <p>Importeure und Zollagenten sollten die komplexen Zollstrukturen beachten. Im Vereinigten Königreich und in der EU sind die Zölle typischerweise zusammengesetzt und kombinieren einen Wertzoll mit einem spezifischen Zoll, der auf dem Gewicht basiert. Zum Beispiel wendet das Vereinigte Königreich Sätze wie 30,00 % Wertzoll zuzüglich 17,00 GBP pro 100 kg an, während die EU ähnliche Strukturen wie 33,60 % Wertzoll zuzüglich 20,60 EUR pro 100 kg verwendet. Die USA wenden im Allgemeinen niedrigere spezifische Zollsätze an, wie 4¢/Liter oder 0,2¢/Liter, wobei viele Entwicklungsländer und Freihandelsabkommen-Partner von der zollfreien Einfuhr profitieren. Eine genaue Einreihung und das Verständnis der Ursprungsregeln sind entscheidend, um diese unterschiedlichen Zollsätze und mögliche Präferenzbehandlungen zu nutzen.</p>

Wie hoch sind die Zollsätze?

🇬🇧 United Kingdom

Code MFN Präferenz Einheit
2009901100 30.00 % + 17.00 GBP / 100 kg
2009901190 30.00 % + 17.00 GBP / 100 kg
2009902100 30.00 % + 17.00 GBP / 100 kg
2009902119 30.00 % + 17.00 GBP / 100 kg
2009902199 30.00 % + 17.00 GBP / 100 kg

🇪🇺 European Union (TARIC)

Code MFN Präferenz Einheit
2009900000
2009901100 33.60 % + 20.60 EUR / 100 kg
2009901110 33.60 % + 20.60 EUR / 100 kg
2009901190 33.60 % + 20.60 EUR / 100 kg
2009901900 33.60 %

🇺🇸 United States (HTSUS)

Code MFN Präferenz Einheit
2009902000 0.2¢/liter Free (17 Programme) ["liters"]
200990
2009904000 7.4¢/liter Free (17 Programme) ["liters"]

Sonderzollsätze verfügbar im Rahmen von Handelsabkommen wie USMCA, KORUS und GSP.

Zollsätze gemäß USITC (US International Trade Commission) Harmonized Tariff Schedule (HTS) (abgerufen am 22.2.2026), EU TARIC – DG TAXUD (Generaldirektion Steuern und Zollunion) (abgerufen am 22.2.2026) und UK Trade Tariff – HMRC (His Majesty's Revenue and Customs) (abgerufen am 22.2.2026).

Daten zusammengestellt und aufbereitet von HSRates.

Welche Handelsabkommen senken die Zölle für HS 2009.90?

Einfuhren von Mischungen von Säften können unter Freihandelsabkommen und Präferenzprogrammen ermäßigte oder zollfreie Sätze erhalten. Die nachstehende Übersicht zeigt verfügbare Präferenzregelungen je Zollgebiet, zusammengestellt von HSRates auf Basis offizieller Tarif- und Handelsabkommensdaten.

United States (HTSUS)

Free für USMCA, KORUS, und 16 weitere Programme

European Union (TARIC)

Präferenzzolldaten noch nicht verfügbar.

United Kingdom

Präferenzzolldaten noch nicht verfügbar.

Präferenzzölle erfordern einen Ursprungsnachweis und können Kontingenten oder Bedingungen unterliegen. Prüfen Sie die Berechtigung immer mit einem zugelassenen Zollberater.

Daten zusammengestellt von HSRates.

Welche Vorzugssätze gelten für Ihr Ursprungsland?

Wählen Sie ein Ursprungsland, um Präferenzzollsätze zu prüfen.

Präferenzzollsätze basieren auf verfügbaren Handelsabkommen. Tatsächliche Sätze können abweichen.

Wie entwickeln sich die Handelsmengen?

Wie wird dieser HS-Code eingereiht?

Welche Produkte deckt die Warentarifnummer 200990 ab?

Diese Unterposition umfasst Mischungen von Frucht- oder Gemüsesäften, die weder gegoren sind noch Alkoholzusatz enthalten und die nicht speziell in anderen Unterpositionen der Position 2009 vorgesehen sind. Dies beinhaltet Mischungen, bei denen kein einzelner Saft zu 80 % oder mehr des Volumens überwiegt, oder Mischungen aus zwei oder mehr Säften verschiedener Früchte oder Gemüse. Die Erläuterungen zum Harmonisierten System der WZO für die Position 2009 stellen klar, dass diese typischerweise für den direkten Verzehr oder zur Verwendung in Getränken zubereitet werden und Zucker oder andere Süßstoffe enthalten können. Zum Beispiel würde eine Mischung aus 50 % Apfelsaft und 50 % Orangensaft hierher fallen, ebenso wie eine Mischung aus Karotten- und Ingwersaft.

Was fällt nicht unter die Warentarifnummer 200990?

Die folgenden Produkte sind von der Warentarifnummer 200990 ausgeschlossen: einzelne Frucht- oder Gemüsesäfte, auch wenn konzentriert, die in ihren jeweiligen spezifischen Unterpositionen unter der Position 2009 eingereiht werden (z. B. Orangensaft in 2009.1X, Ananassaft in 2009.4X). Ebenfalls ausgeschlossen sind Frucht- oder Gemüsesäfte mit Alkoholzusatz, die in Kapitel 22 eingereiht werden, typischerweise unter Position 2208, wenn es sich um alkoholische Getränke handelt. Darüber hinaus fallen Getränke, die Frucht- oder Gemüsesaft enthalten, aber andere wesentliche Bestandteile aufweisen, die ihren Charakter verändern, wie z. B. Erfrischungsgetränke mit geringem Saftgehalt, im Allgemeinen unter die Position 2202. Nektare, die typischerweise eine Mischung aus Saft, Wasser und Zucker sind, werden ebenfalls im Allgemeinen unter der spezifischen Saft-Unterposition eingereiht, wenn der Saftgehalt hoch genug ist, um den Charakter dieses Saftes zu bewahren, oder unter 2202, wenn der Wassergehalt überwiegt.

Was sind häufige Einreihungsfehler bei der Warentarifnummer 200990?

Ein häufiger Fehler ist die Falscheinstufung eines einzelnen Saftes, der verdünnt oder gesüßt wurde, als „Mischung“ unter 200990, obwohl er unter seiner spezifischen Unterposition für Einzelsäfte bleiben sollte, wenn der Charakter dieses Einzelsaftes überwiegt. Dies geschieht oft, wenn ein Saft als „Mischung“ vermarktet wird, aber hauptsächlich aus einer Saftart mit geringfügigen Zusätzen besteht. Ein weiterer Fehler ist die Einreihung von Getränken mit geringem Saftgehalt und erheblichem Zusatz von Wasser, Süßungsmitteln oder anderen Zutaten unter 200990, obwohl sie korrekterweise als andere nicht-alkoholische Getränke unter Position 2202 eingereiht werden sollten. Importeure müssen die Allgemeine Auslegungsregel (AAR) 3(b) bei der Beurteilung von Mischungen sorgfältig anwenden und sicherstellen, dass der den wesentlichen Charakter verleihende Bestandteil identifiziert wird, oder AAR 3(c), wenn kein wesentlicher Charakter bestimmt werden kann, was zu einer Einreihung unter der Position führen würde, die unter den gleichermaßen in Betracht kommenden Positionen zuletzt in der numerischen Reihenfolge erscheint.

Wie sollten Importeure Produkte unter der Warentarifnummer 200990 einreihen?

Das korrekte Verfahren zur Einreihung von Produkten unter der Warentarifnummer 200990 erfordert eine gründliche Analyse der Zusammensetzung des Produkts, insbesondere der Arten und Anteile der enthaltenen Säfte. Importeure und Zollagenten sollten eine detaillierte Zutatenliste und eine prozentuale Aufschlüsselung des Volumens jeder Saftkomponente einholen. Wenn das Produkt eine Mischung aus zwei oder mehr verschiedenen Frucht- oder Gemüsesäften ist und kein einzelner Saft 80 % oder mehr des Volumens ausmacht, ist 200990 wahrscheinlich die korrekte Einreihung. Es ist entscheidend, die Erläuterungen der WZO zur Position 2009 zu konsultieren und offizielle Leitlinien des USITC HTSUS oder des EU TARIC für spezifische Entscheidungen zu ähnlichen Produkten zu prüfen. Im Zweifelsfall sollte eine verbindliche Zolltarifauskunft bei der zuständigen Zollbehörde beantragt werden, um die Einhaltung zu gewährleisten und potenzielle Strafen oder Verzögerungen zu vermeiden.

Welche HS-Codes sind verwandt?

Nicht der richtige Code? Durchsuchen Sie alle HS-Codes, um die passende Zolltarifnummer zu finden.

Häufige Fragen

<h3>Was sind die Standard-Meistbegünstigungszollsätze (MFN) für die Einfuhr von Waren der Warentarifnummer 2009.90 ('Mischungen von Säften') in wichtigen Märkten?</h3>

Die MFN-Zollsätze für HS 2009.90 können je nach Einfuhrland erheblich variieren. Zum Beispiel wendet der UK Global Tariff (UKGT) für viele 'Mischungen von Säften' in der Regel einen Zollsatz von 30,00 % Wertzoll zuzüglich 17,00 GBP pro 100 kg an. Der Gemeinsame Zolltarif der EU (TARIC) wendet oft einen Satz von 33,60 % Wertzoll zuzüglich 20,60 EUR pro 100 kg an. In den Vereinigten Staaten kann der MFN-Zollsatz für bestimmte Mischungen, die unter 2009.90.00 eingereiht sind, 4¢/Liter betragen, während andere 0,2¢/Liter betragen könnten, gemäß dem Harmonized Tariff Schedule of the United States (HTSUS). Importeure sollten immer den spezifischen Zolltarif des Bestimmungslandes konsultieren, um den genauen und aktuellen MFN-Satz zu erfahren, der für ihr Produkt gilt.

<h3>Wie können Importeure für HS 2009.90 präferenzielle Zollsätze im Rahmen von Freihandelsabkommen erhalten?</h3>

Importeure können oft von präferenziellen Zollsätzen, einschließlich zollfreier Einfuhr, für Produkte profitieren, die unter HS 2009.90 eingereiht sind, wenn die Waren aus einem Land stammen, mit dem die importierende Nation ein Freihandelsabkommen (FHA) oder eine andere präferenzielle Handelsregelung hat. Zum Beispiel können in den USA Importe aus Ländern wie Australien (AU), Bahrain (BH), Chile (CL), Kolumbien (CO), Israel (IL), Jordanien (JO), Korea (KR), Marokko (MA), Oman (OM), Panama (PA), Peru (PE), Singapur (SG) und anderen für eine zollfreie Behandlung in Frage kommen (angezeigt durch spezielle Programmkennzeichen wie 'A*', 'AU' usw. im HTSUS). Um die präferenzielle Behandlung in Anspruch zu nehmen, müssen Importeure sicherstellen, dass das Produkt die spezifischen Ursprungsregeln (UR) des jeweiligen Handelsabkommens erfüllt und gültige Dokumente, wie ein Ursprungszeugnis, besitzen. Zollagenten sind entscheidend bei der Überprüfung der Berechtigung und der Vorbereitung der notwendigen Erklärungen.

<h3>Was sind die wichtigsten Einreihungskriterien für 'Mischungen von Säften' unter HS 2009.90, und welche häufigen Fallstricke sollten vermieden werden?</h3>

HS 2009.90 deckt speziell 'Mischungen von Säften' ab. Das primäre Einreihungskriterium ist, dass das Produkt eine Mischung aus zwei oder mehr Frucht- oder Gemüsesäften sein muss. Diese Position schließt einzelne Frucht- oder Gemüsesäfte aus, die in anderen Unterpositionen des Kapitels 2009 je nach spezifischer Frucht oder Gemüse eingereiht werden. Ein häufiger Fallstrick ist die falsche Einreihung von Getränken, die Saft enthalten, aber nicht überwiegend Saftmischungen sind, wie z. B. Fruchtgetränke mit geringem Saftgehalt, die unter HS 2202 fallen könnten (Wasser, einschließlich Mineralwasser und kohlensäurehaltiges Wasser, mit Zusatz von Zucker oder anderen Süßmitteln oder aromatisiert, und andere nichtalkoholische Getränke). Die Erläuterungen der WZO zu Kapitel 2009 geben Hinweise und betonen, dass das Produkt den Charakter einer Saftmischung behalten muss. Der Brix-Wert und der Anteil jedes Saftes in der Mischung können entscheidende Faktoren bei der Bestimmung der korrekten Einreihung sein.

<h3>Welche spezifischen Dokumente werden typischerweise von den Zollbehörden für die Einfuhr von Produkten unter HS 2009.90 verlangt?</h3>

Für Importe unter HS 2009.90 sind Standard-Zolldokumente erforderlich, einschließlich einer Handelsrechnung, Packliste und Frachtbrief oder Luftfrachtbrief. Darüber hinaus sind aufgrund der Art der Lebensmittelprodukte oft spezifische Gesundheits- und Sicherheitszertifikate obligatorisch. Dies kann ein Pflanzengesundheitszeugnis (falls für die Zutaten zutreffend), ein Analysezertifikat mit detaillierten Angaben zu den Zutaten und dem Brix-Wert sowie die Einhaltung der Lebensmittelsicherheitsvorschriften des Einfuhrlandes (z. B. FDA-Anforderungen in den USA, EFSA-Vorschriften in der EU) umfassen. Wenn präferenzielle Zollsätze beansprucht werden, ist ein gültiges Ursprungszeugnis (z. B. EUR.1, NAFTA/USMCA-Zertifikat oder Selbstzertifizierung durch den Exporteur) unerlässlich. Importeure sollten auch bereit sein, detaillierte Zutatenlisten und Herstellungsprozesse vorzulegen, falls dies vom Zoll zur Überprüfung der Einreihung oder des Ursprungs angefordert wird.