HS 200989 Andere

Zusammenfassung: <h3>Warentarifnummer 2009.89: Sonstige Säfte</h3> <p>Die Warentarifnummer 2009.89, "Sonstige", umfasst eine vielfältige Palette von Frucht- oder Gemüsesäften, nicht gegoren und ohne Zusatz von Alkohol, die an anderer Stelle in Position 2009 nicht näher bezeichnet sind. Dies beinhaltet verschiedene Einzel- oder Mischsäfte jenseits gängiger Sorten wie Orange, Traube oder Ananas. Importeure und Exporteure sollten sich der komplexen Zollstrukturen bewusst sein. So weist beispielsweise der britische Zolltarif Sätze wie 30,00 % Wertzoll zuzüglich 17,00 £ pro 100 kg aus, während der EU-TARIC Sätze wie 16,80 % Wertzoll zuzüglich 20,60 € pro 100 kg oder 11,00 % Wertzoll auflistet. Der US Harmonized Tariff Schedule (HTS) wendet im Allgemeinen niedrigere Zollsätze an, darunter 1,3 ¢/Liter, 18 ¢/Liter oder sogar "Zollfrei" für bestimmte spezifische Produkte. Aufgrund der breiten Natur von "Sonstige" ist eine präzise Einreihung des Produkts entscheidend, um die korrekte Unterposition und die anwendbaren Einfuhrzölle zu bestimmen, was oft detaillierte Produktspezifikationen erfordert.</p>

Wie hoch sind die Zollsätze?

🇬🇧 United Kingdom

Code MFN Präferenz Einheit
2009893545 30.00 % + 17.00 GBP / 100 kg
2009893549 30.00 % + 17.00 GBP / 100 kg
2009893547 30.00 % + 17.00 GBP / 100 kg
2009893551 30.00 % + 17.00 GBP / 100 kg
2009893559 30.00 % + 17.00 GBP / 100 kg

🇪🇺 European Union (TARIC)

Code MFN Präferenz Einheit
2009898621 16.80 % + 20.60 EUR / 100 kg
2009898629 16.80 % + 20.60 EUR / 100 kg
2009899720 11.00 %
2009898800 10.50 %
2009898810 10.50 %

🇺🇸 United States (HTSUS)

Code MFN Präferenz Einheit
2009892000 Free ["liters"]
20098965 0.5¢/liter Free (17 Programme)
2009896520 ["liters"]
2009896540 ["liters"]
20098970 0.5¢/liter Free (17 Programme)

Sonderzollsätze verfügbar im Rahmen von Handelsabkommen wie USMCA, KORUS und GSP.

Zollsätze gemäß USITC (US International Trade Commission) Harmonized Tariff Schedule (HTS) (abgerufen am 22.2.2026), EU TARIC – DG TAXUD (Generaldirektion Steuern und Zollunion) (abgerufen am 22.2.2026) und UK Trade Tariff – HMRC (His Majesty's Revenue and Customs) (abgerufen am 22.2.2026).

Daten zusammengestellt und aufbereitet von HSRates.

Welche Handelsabkommen senken die Zölle für HS 2009.89?

Einfuhren von Andere können unter Freihandelsabkommen und Präferenzprogrammen ermäßigte oder zollfreie Sätze erhalten. Die nachstehende Übersicht zeigt verfügbare Präferenzregelungen je Zollgebiet, zusammengestellt von HSRates auf Basis offizieller Tarif- und Handelsabkommensdaten.

United States (HTSUS)

Free für USMCA, KORUS, und 16 weitere Programme

European Union (TARIC)

Präferenzzolldaten noch nicht verfügbar.

United Kingdom

Präferenzzolldaten noch nicht verfügbar.

Präferenzzölle erfordern einen Ursprungsnachweis und können Kontingenten oder Bedingungen unterliegen. Prüfen Sie die Berechtigung immer mit einem zugelassenen Zollberater.

Daten zusammengestellt von HSRates.

Welche Vorzugssätze gelten für Ihr Ursprungsland?

Wählen Sie ein Ursprungsland, um Präferenzzollsätze zu prüfen.

Präferenzzollsätze basieren auf verfügbaren Handelsabkommen. Tatsächliche Sätze können abweichen.

Wie entwickeln sich die Handelsmengen?

Wie wird dieser HS-Code eingereiht?

Welche Produkte deckt die Warentarifnummer 200989 ab?

Diese Unterposition umfasst Mischungen von Frucht- oder Gemüsesäften, unvergoren und ohne Zusatz von Alkohol, die nicht anderweitig in der Position 2009 genannt oder enthalten sind. Insbesondere umfasst sie verschiedene Kombinationen von Säften aus Früchten oder Gemüsen, die nicht unter die spezifischeren Unterpositionen für Einzelsäfte (z.B. Orange, Ananas, Tomate) oder spezifische Mischungen wie Orangen- und Passionsfruchtsaft (2009.39) oder Apfel- und Cranberrysaft (2009.79) fallen. Dies schließt neuartige Mischungen oder weniger gebräuchliche Frucht-/Gemüsesaftmischungen ein, vorausgesetzt, sie erfüllen die allgemeinen Kriterien für die Position 2009, wie sie in den Erläuterungen zum Harmonisierten System der Weltzollorganisation (WZO) definiert und im USITC Harmonized Tariff Schedule (HTS) und EU TARIC widergespiegelt werden. Entscheidend ist, dass diese unvergoren sind und keinen zugesetzten Alkohol enthalten, wodurch sie sich von alkoholischen Getränken unterscheiden.

Was fällt nicht unter die Warentarifnummer 200989?

Folgende Produkte sind von der Warentarifnummer 200989 ausgeschlossen: einzelne Frucht- oder Gemüsesäfte, die in ihren jeweiligen spezifischen Unterpositionen unter 2009 eingereiht werden (z.B. Orangensaft in 2009.31, Tomatensaft in 2009.50). Darüber hinaus sind spezifische Mischungen, die ausdrücklich an anderer Stelle in der Position 2009 vorgesehen sind, wie z.B. Mischungen aus Orangen- und Passionsfruchtsaft (2009.39) oder Mischungen aus Apfel- und Cranberrysaft (2009.79), ausgeschlossen. Nektare, die typischerweise zugesetzten Zucker oder Wasser enthalten, das über das natürlich im Saft vorhandene hinausgeht, werden im Allgemeinen unter der Position 2202 eingereiht, wenn es sich um alkoholfreie Getränke handelt. Ferner werden Frucht- oder Gemüsepürees, auch wenn sie zur Saftproduktion bestimmt sind, typischerweise unter der Position 2007 oder 2008 eingereiht, abhängig von ihrer Zubereitung und davon, ob sie gekocht oder ungekocht sind, und nicht als Säfte unter 2009.

Was sind häufige Einreihungsfehler bei der Warentarifnummer 200989?

Ein häufiger Fehler ist die falsche Einreihung spezifischer einzelner Frucht- oder Gemüsesäfte oder ausdrücklich definierter Mischungen in 200989 anstelle ihrer spezifischeren Unterpositionen. Zum Beispiel könnte eine Mischung, die überwiegend aus Orangensaft mit einer geringen Menge eines anderen Fruchtsaftes besteht, fälschlicherweise in 200989 eingeordnet werden, obwohl sie unter eine spezifischere Orangensaft-Unterposition fallen sollte, wenn der Orangenanteil ausreichend hoch ist, um das Produkt gemäß der Allgemeinen Auslegungsregel (AAR) 3(b) zu charakterisieren. Ein weiterer Fehler besteht darin, Fruchtnektare oder gesüßte Getränke mit einer Saftkomponente in 200989 einzureihen; diese gehören aufgrund ihres zugesetzten Zucker- oder Wassergehalts, der ihren Charakter von reinem Saft verändert, oft in die Position 2202. Importeure übersehen manchmal auch das Kriterium "unvergoren und ohne Zusatz von Alkohol" und reihen alkoholische Fruchtgetränke oder fermentierte Produkte hier fälschlicherweise ein.

Wie sollten Importeure Produkte unter der Warentarifnummer 200989 einreihen?

Das korrekte Verfahren zur Einreihung von Produkten unter der Warentarifnummer 200989 beinhaltet eine systematische Überprüfung der Zusammensetzung und Eigenschaften des Produkts. Importeure und Zollagenten sollten zunächst überprüfen, ob es sich bei dem Produkt tatsächlich um eine Mischung aus Frucht- oder Gemüsesäften handelt, die unvergoren und ohne Zusatz von Alkohol ist. Als Nächstes müssen sie sorgfältig alle anderen Unterpositionen innerhalb der Position 2009 prüfen, um sicherzustellen, dass die Mischung nicht spezifisch an anderer Stelle vorgesehen ist (z.B. 2009.39 für Orange und Passionsfrucht oder 2009.79 für Apfel und Cranberry). Wenn keine andere spezifische Unterposition zutrifft und das Produkt die allgemeinen Kriterien für die Position 2009 erfüllt, ist 200989 die entsprechende Einreihung. Die Konsultation der WZO-Erläuterungen zur Position 2009 und der relevanten nationalen Zolltarife (USITC HTS, EU TARIC, UK Trade Tariff) ist entscheidend, um die Auslegung und Anwendung dieser Regeln zu bestätigen und die Einhaltung sowie eine genaue Zollsatzfestsetzung zu gewährleisten.

Welche HS-Codes sind verwandt?

Nicht der richtige Code? Durchsuchen Sie alle HS-Codes, um die passende Zolltarifnummer zu finden.

Häufige Fragen

Welche Produkte werden unter der Warentarifnummer 2009.89 „Andere“ eingereiht und was sind die wichtigsten Einreihungskriterien?

Die Warentarifnummer 2009.89 „Andere“ ist eine Restunterposition innerhalb der Position 2009, die „Frucht- oder Gemüsesäfte, nicht gegoren und ohne Zusatz von Alkohol, auch mit Zusatz von Zucker oder anderen Süßmitteln“ umfasst. Produkte, die hier eingereiht werden, sind typischerweise Frucht- oder Gemüsesäfte, die nicht in spezifischere Unterpositionen unter 2009 fallen (z.B. Orangensaft, Ananassaft, Traubensaft, Tomatensaft). Die wichtigsten Einreihungskriterien umfassen die Bestätigung, dass es sich um einen nicht gegorenen Saft ohne Zusatz von Alkohol handelt, und die Feststellung, dass er nicht spezifisch in den Unterpositionen 2009.11 bis 2009.81 vorgesehen ist. Zum Beispiel könnte ein gemischter Fruchtsaft, der nicht überwiegend aus einer an anderer Stelle spezifizierten einzelnen Fruchtsorte besteht, hierher fallen, oder ein Saft aus einer exotischen Frucht, die nicht in anderen Unterpositionen aufgeführt ist. Importeure sollten die Erläuterungen zum Harmonisierten System für die Position 2009 für präzise Anleitungen konsultieren, insbesondere bezüglich Mischungen und Einzelsäften.

Was sind die typischen Meistbegünstigungszollsätze (MFN-Zollsätze) für Produkte unter der Warentarifnummer 2009.89, und wie können Präferenzzollsätze angewendet werden?

Die Meistbegünstigungszollsätze (MFN-Zollsätze) für die Warentarifnummer 2009.89 variieren erheblich je nach Importland. Zum Beispiel können einige Jurisdiktionen einen zusammengesetzten Zollsatz anwenden, wie „30,00 % + 17,00 GBP / 100 kg“ oder „16,80 % + 20,60 EUR / 100 kg“. Andere Länder könnten einen Wertzoll wie „11,00 %“, einen spezifischen Zollsatz wie „1,3 ¢/Liter“ oder „18 ¢/Liter“ oder sogar „Zollfrei“ anwenden. Um Präferenzzollsätze, wie sie unter Freihandelsabkommen (FHA) oder Allgemeinen Präferenzsystemen (APS) gewährt werden, anzuwenden, müssen Importeure sicherstellen, dass ihre Waren die spezifischen Ursprungsregeln (UR) des jeweiligen Handelsabkommens erfüllen. Dies erfordert typischerweise eine Ursprungsbescheinigung (z.B. EUR.1, Form A oder eine Erklärung auf der Rechnung), die vom Exporteur oder Hersteller ausgestellt wurde und den Ursprungsstatus des Produkts bestätigt. Zollagenten sollten die spezifischen Ursprungsregeln für den Zielmarkt und das anwendbare Handelsabkommen überprüfen.

Welche gängigen Handelsabkommen bieten Präferenzzollbehandlung für Waren, die unter der Warentarifnummer 2009.89 eingereiht sind?

Viele Handelsabkommen können eine Präferenzzollbehandlung für Produkte unter der Warentarifnummer 2009.89 anbieten, vorausgesetzt, die Waren erfüllen die spezifischen Ursprungsregeln. Beispiele hierfür sind das Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten, Mexiko und Kanada (USMCA), das zollfreien Zugang für qualifizierende Säfte nordamerikanischer Herkunft in die Mitgliedsländer ermöglichen könnte. Für Importe in die Europäische Union könnten Abkommen wie das Wirtschaftspartnerschaftsabkommen EU-Japan (EPA) oder verschiedene APS-Regelungen für Entwicklungsländer reduzierte oder keine Zölle vorsehen. Ähnlich könnten die Handelsabkommen des Vereinigten Königreichs, wie die mit Australien oder Neuseeland, Präferenzzollsätze anbieten. Importeure müssen den Text des jeweiligen Abkommens und dessen produktspezifische Ursprungsregeln (PSRs) für die Warentarifnummer 2009.89 konsultieren, um die Berechtigung und die erforderlichen Dokumente, wie Ursprungserklärungen oder -bescheinigungen, zu bestätigen.

Welche spezifischen Dokumente sind für den Import von Produkten unter der Warentarifnummer 2009.89 über die Standard-Zollanmeldedokumente hinaus erforderlich?

Über die Standard-Zollanmeldedokumente wie Handelsrechnung, Packliste und Frachtbrief/Luftfrachtbrief hinaus erfordert der Import von Produkten unter der Warentarifnummer 2009.89 oft zusätzliche spezifische Dokumente, insbesondere in Bezug auf Lebensmittelsicherheit und Ursprung. Für Lebensmittelprodukte können Gesundheitszeugnisse oder Pflanzengesundheitszeugnisse von den Lebensmittelsicherheitsbehörden des Importlandes (z.B. FDA in den USA, EFSA in der EU) vorgeschrieben sein. Diese Zeugnisse bescheinigen die Einhaltung der sanitären und phytosanitären Standards durch das Produkt. Wenn Präferenzzollsätze beansprucht werden, ist eine gültige Ursprungsbescheinigung (z.B. EUR.1, Form A oder eine Ursprungserklärung auf der Rechnung) unerlässlich. Darüber hinaus können detaillierte Produktspezifikationen, einschließlich Zutatenlisten, Brix-Werten und Verarbeitungsmethoden, von Zoll- oder Lebensmittelsicherheitsbehörden angefordert werden, um die Einreihung und die Einhaltung der Importvorschriften zu bestätigen.