HS 200950 Tomatensaft

Zusammenfassung: <h3>Warentarifnummer 200950</h3> <p>Die Warentarifnummer 200950 umfasst spezifisch Tomatensaft, ob konzentriert oder nicht, und unabhängig von zugesetztem Zucker oder anderen Süßungsmitteln. Diese Einreihung ist entscheidend für die Bestimmung der korrekten Einfuhrzölle weltweit. Für das Vereinigte Königreich und die EU liegen die standardmäßigen Meistbegünstigungszollsätze (MFN-Zollsätze) bei etwa 16,00 % bis 16,80 % Wertzoll. Im Gegensatz dazu wenden die Vereinigten Staaten unterschiedliche Zollsätze an, darunter 4¢/Liter, 0,14¢/Liter und zollfreie Behandlung im Rahmen verschiedener Freihandelsabkommen (FHA) wie denen mit Australien, Chile, Korea und Singapur. Importeure sollten den spezifischen Zollsatz basierend auf dem Ursprung des Produkts und allen anwendbaren präferenziellen Handelsabkommen überprüfen, um die Landekosten zu optimieren. Exporteure müssen genaue Produktbeschreibungen gewährleisten, um Einreihungsstreitigkeiten zu vermeiden.</p>

Wie hoch sind die Zollsätze?

🇬🇧 United Kingdom

Code MFN Präferenz Einheit
2009500000
2009509000 16.00 %
2009501000 16.00 %

🇪🇺 European Union (TARIC)

Code MFN Präferenz Einheit
2009500000
2009501000 16.00 %
2009509000 16.80 %

🇺🇸 United States (HTSUS)

Code MFN Präferenz Einheit
20095000 0.14¢/liter Free (17 Programme)
2009500090 ["liters","kg"]
2009500010 ["liters","kg"]

Sonderzollsätze verfügbar im Rahmen von Handelsabkommen wie USMCA, KORUS und GSP.

Zollsätze gemäß USITC (US International Trade Commission) Harmonized Tariff Schedule (HTS) (abgerufen am 22.2.2026), EU TARIC – DG TAXUD (Generaldirektion Steuern und Zollunion) (abgerufen am 22.2.2026) und UK Trade Tariff – HMRC (His Majesty's Revenue and Customs) (abgerufen am 22.2.2026).

Daten zusammengestellt und aufbereitet von HSRates.

Welche Handelsabkommen senken die Zölle für HS 2009.50?

Einfuhren von Tomatensaft können unter Freihandelsabkommen und Präferenzprogrammen ermäßigte oder zollfreie Sätze erhalten. Die nachstehende Übersicht zeigt verfügbare Präferenzregelungen je Zollgebiet, zusammengestellt von HSRates auf Basis offizieller Tarif- und Handelsabkommensdaten.

United States (HTSUS)

Free für USMCA, KORUS, GSP, und 14 weitere Programme

European Union (TARIC)

Präferenzzolldaten noch nicht verfügbar.

United Kingdom

Präferenzzolldaten noch nicht verfügbar.

Präferenzzölle erfordern einen Ursprungsnachweis und können Kontingenten oder Bedingungen unterliegen. Prüfen Sie die Berechtigung immer mit einem zugelassenen Zollberater.

Daten zusammengestellt von HSRates.

Welche Vorzugssätze gelten für Ihr Ursprungsland?

Wählen Sie ein Ursprungsland, um Präferenzzollsätze zu prüfen.

Präferenzzollsätze basieren auf verfügbaren Handelsabkommen. Tatsächliche Sätze können abweichen.

Wie wird dieser HS-Code eingereiht?

Welche Produkte deckt die Warentarifnummer 200950 ab?

Diese Unterposition umfasst Tomatensaft, insbesondere die aus Tomaten gewonnene Flüssigkeit, ob konzentriert oder nicht, und ob mit oder ohne Zusatz von Zucker oder anderen Süßstoffen. Gemäß den Erläuterungen zum Harmonisierten System (HSEN) für die Position 2009 gehören dazu auch Säfte, die aus Konzentrat rekonstituiert wurden, solange sie den wesentlichen Charakter von Tomatensaft behalten. Sowohl der USITC Harmonized Tariff Schedule (HTSUS) als auch das EU TARIC-System stimmen mit dieser WZO-Definition überein und umfassen reinen Tomatensaft, der für den direkten Verzehr oder die Weiterverarbeitung bestimmt ist, sofern er die Zusammensetzungsanforderungen für Saft erfüllt und nicht beispielsweise ein Gemüsecocktail ist.

Was fällt nicht unter die Warentarifnummer 200950?

Die folgenden Produkte sind von der Warentarifnummer 200950 ausgeschlossen: Tomatenpüree, -paste oder -saucen, die im Allgemeinen unter die Position 2002 eingereiht werden. Zum Beispiel ist eine dicke Tomatenpaste, die als Kochzutat verwendet wird, selbst wenn sie ausschließlich aus Tomaten hergestellt wird, aufgrund ihrer Konsistenz und typischen Endverwendung vom Saft zu unterscheiden. Ähnlich werden Gemüsecocktails, die Tomatensaft mit anderen Gemüsesäften (z. B. Karotten, Sellerie) in erheblichen Anteilen enthalten, unter die Warentarifnummer 200990 eingereiht. Produkte, die im Wesentlichen auf Tomaten basierende Zubereitungen sind, wie Ketchup oder zubereitete Saucen, sind ebenfalls ausgeschlossen und fallen aufgrund ihrer zusätzlichen Zutaten und Verarbeitung, die ihren grundlegenden Charakter vom reinen Saft verändern, unter die Position 2103.

Was sind häufige Einreihungsfehler bei der Warentarifnummer 200950?

Ein häufiger Fehler ist die falsche Einreihung von Tomatenpüree oder -paste als Tomatensaft oder umgekehrt, was zu falschen Zollfestsetzungen führt. Importeure unterscheiden manchmal nicht zwischen der flüssigen Konsistenz von Saft und den dickeren, konzentrierteren Formen von Püree oder Paste, die unter die Position 2002 fallen. Ein weiterer häufiger Fehler ist die Einreihung von gemischten Gemüsesäften mit einem vorherrschenden Tomatenanteil unter die Warentarifnummer 200950, obwohl sie, wenn sie andere Gemüsesäfte in erheblichen Mengen enthalten, gemäß der Allgemeinen Auslegungsregel (AAR) 3(b) bezüglich Mischungen korrekt unter die Warentarifnummer 200990 fallen sollten. Die falsche Anwendung der Definition "Saft" auf hochverarbeitete Tomatenprodukte mit zusätzlichen Gewürzen oder anderen Nicht-Saft-Zutaten führt ebenfalls zu einer falschen Einreihung.

Wie sollten Importeure Produkte unter der Warentarifnummer 200950 einreihen?

Das korrekte Verfahren zur Einreihung von Tomatensaft erfordert eine sorgfältige Überprüfung der Zusammensetzung, Konsistenz und des Verwendungszwecks des Produkts. Importeure und Zollagenten sollten zunächst bestätigen, dass es sich bei dem Produkt tatsächlich um einen flüssigen Saft aus Tomaten handelt, ob konzentriert oder nicht, und nicht um ein Püree, eine Paste oder eine Sauce. Zweitens ist zu prüfen, ob es keine signifikanten Mengen anderer Gemüsesäfte enthält, die es als gemischten Gemüsesaft unter die Warentarifnummer 200990 umklassifizieren würden. Die Konsultation der WZO-Erläuterungen zum Harmonisierten System für die Position 2009 sowie spezifischer nationaler Zolltarifinterpretationen aus Quellen wie dem USITC HTSUS oder EU TARIC ist entscheidend. Eine Laboranalyse oder eine verbindliche Zolltarifauskunft (vZA) der zuständigen Zollbehörde kann insbesondere für neuartige oder Grenzprodukte definitive Einreihungssicherheit bieten.

Welche HS-Codes sind verwandt?

Nicht der richtige Code? Durchsuchen Sie alle HS-Codes, um die passende Zolltarifnummer zu finden.

Häufige Fragen

Wie hoch ist der Meistbegünstigungszollsatz (MFN) für Tomatensaft (HS 200950) in den Vereinigten Staaten?

Der MFN-Einfuhrzollsatz (Meistbegünstigungszollsatz) für Tomatensaft, der unter die HTSUS-Unterposition 2009.50.00 eingereiht wird, beträgt 16,00 % Wertzoll. Dieser Zollsatz gilt für Importe aus Ländern, die kein spezifisches präferenzielles Handelsabkommen mit den USA haben oder sich nicht für andere spezielle Zolltarifprogramme qualifizieren. Importeure sollten den aktuellen Zollsatz immer in der offiziellen USITC-Zolldatenbank (HTSUS) überprüfen.

Gibt es präferenzielle Zollsätze für Tomatensaft (HS 200950) im Rahmen von US-Freihandelsabkommen?

Ja, Tomatensaft (HS 200950) kann im Rahmen verschiedener US-Freihandelsabkommen (FTAs) und Sonderprogramme für eine präferenzielle Zollbehandlung in Frage kommen, was zu einem 'Zollfrei'-Zollsatz (0 %) führt. Länder wie Australien (AU), Bahrain (BH), Chile (CL), Kolumbien (CO), Israel (IL), Jordanien (JO), Korea (KR), Marokko (MA), Oman (OM), Panama (PA), Peru (PE) und Singapur (SG) sind Beispiele für Länder, die für die zollfreie Einfuhr in Frage kommen können, vorausgesetzt, die Waren erfüllen die Ursprungsregeln des jeweiligen Abkommens. Importeure müssen sicherstellen, dass die entsprechenden Dokumente, wie z. B. eine Ursprungsbescheinigung, vorgelegt werden, um diese präferenziellen Zollsätze in Anspruch nehmen zu können. Konsultieren Sie immer den spezifischen FTA-Text und die USITC HTSUS für aktuelle länderspezifische Zollsätze und Anforderungen.

Was sind die wichtigsten Einreihungskriterien für Tomatensaft unter HS 200950, und was unterscheidet ihn von anderen Tomatenzubereitungen?

HS 2009.50 deckt speziell 'Tomatensaft' ab. Das primäre Einreihungskriterium ist, dass das Produkt als Saft erkennbar sein muss, typischerweise durch Pressen oder Zerkleinern von Tomaten gewonnen, ob konzentriert oder nicht, und ob mit oder ohne Zusatz von Zucker oder anderen Süßstoffen. Er unterscheidet sich von anderen Tomatenzubereitungen, wie Tomatenpüree oder -paste (typischerweise HS 2002), durch seine Konsistenz und seinen Verwendungszweck als Getränk. Tomatensaft unter 2009.50 hat im Allgemeinen eine geringere Viskosität und einen geringeren Gehalt an löslichen Feststoffen (Brix-Wert) im Vergleich zu Pürees oder Pasten, die hauptsächlich als Zutaten bei der Lebensmittelzubereitung verwendet werden. Die Erläuterungen der WZO zu Kapitel 20 geben weitere Hinweise zur Unterscheidung zwischen Säften und anderen Zubereitungen.

Welche spezifischen Dokumente sind für die Einfuhr von Tomatensaft (HS 200950) in die USA erforderlich, insbesondere wenn präferenzielle Zollsätze beansprucht werden?

Für alle Importe von Tomatensaft (HS 200950) in die USA gehören zu den Standard-Zolldokumenten eine Handelsrechnung, eine Packliste und ein Frachtbrief oder Luftfrachtbrief. Wenn präferenzielle Zollsätze im Rahmen eines Freihandelsabkommens (z. B. aus Korea, Chile oder Australien) beansprucht werden, ist eine gültige Ursprungsbescheinigung (oder eine gleichwertige Erklärung) zwingend erforderlich. Dieses Dokument bescheinigt, dass der Tomatensaft die Ursprungsregeln des jeweiligen Freihandelsabkommens erfüllt. Importeure sollten sich auch potenzieller FDA-Anforderungen für Lebensmittel bewusst sein, einschließlich der vorherigen Ankunftsmeldung und der Einhaltung der Lebensmittelsicherheitsvorschriften. Es ist entscheidend, genaue Aufzeichnungen für mindestens fünf Jahre ab dem Datum der Einfuhr aufzubewahren, um alle gegenüber U.S. Customs and Border Protection (CBP) gemachten Angaben zu belegen.